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31/08/2016

Ersatz Akku im Asus Eee Pc t91 Laptop

Während die meisten Notebooks mit einem klassischen 60-Hz-Display vorliebnehmen müssen, gehört das GT73VR zu den ersten Laptops, die ein 120-Hz-Panel enthalten. Auch sonst lässt MSI nichts anbrennen und verpasst dem Desktop-Replacement unzählige Features inklusive einer hauseigenen Übertaktung. Lohnt sich der Aufpreis im Vergleich zu einem Standard-Gamer? Wir finden es heraus.
Als Gaming-Laptop-Experte hat MSI für nahezu jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Produkt im Angebot. Wer häufig unterwegs ist und entsprechend ein möglichst flaches und leichtes Notebook sucht, ist zum Beispiel bei der GS-Reihe richtig. Das kürzlich von den US-Kollegen getestete und 20 Millimeter dünne GS73VR 6RF (83 %) kann trotz seiner kompakten Ausmaße mit einer GeForce GTX 1060 auftrumpfen.

Nutzer, die Ihr Gerät hauptsächlich stationär betreiben, sollten mit der GT-Reihe glücklich werden. Das GT72VR 6RE (87 %) war Mitte August unser erstes 17-Zoll-Notebook auf Basis der GeForce GTX 1070. Beim GT73VR 6RE legt MSI nochmal eine Schippe drauf und spendiert dem Laptop einen Core i7-6820HK (GT72: Core i7-6700HQ) und optional ein 4K-Display. Weiteres Highlight ist die Extra-Übertaktung von Prozessor und Grafikkarte. Um das wuchtige Chassis zu rechtfertigen, bietet der 17-Zoll-Koloss in manchen Konfigurationen eine GeForce GTX 1080 oder gleich zwei Grafikchips im SLI-Verbund.

Das vorliegende GT73VR-6RE16SR451 stellt sozusagen die Grundvariante dar, was aber nicht bedeutet, dass der Gaming-Spross günstig ist. Satte 2.900 Euro möchte MSI für die Basisversion haben. Zu diesem Preis erhält man 16 GByte DDR4-RAM, eine GeForce GTX 1070, ein FHD-Display mit 120 Hz und zwei je 256 GByte große NVMe-SSDs im RAID-0 (plus eine 1.000-GByte-HDD als Sekundärspeicher).

An Konkurrenz mangelt es dem High-End-Notebook definitiv nicht. Ärgster Gegenspieler im 17-Zoll-Bereich ist das Asus G752VS, welches ebenfalls über ein Factory-OC verfügt und auf ein ähnliches Gewicht sowie eine ähnliche Höhe kommt. Als drittes Pascal-Notebook führen wir im Test das nicht zusätzlich übertaktete GT72VR an. Abgerundet wird das Vergleichsfeld von zwei etwas älteren Gaming-Notebooks aus Nvidias Maxwell-Generation. Das Schenker XMG U726 und das Asus GX700 waren jeweils mit dem ehemaligen Spitzenreiter, der GeForce GTX 980, bestückt.
Das GT73VR ist ganz klar für den Einsatz als Desktop-Replacement konzipiert. Mit einer Höhe von 4,9 Zentimetern und einem Gewicht von 4,1 Kilogramm zählt das Gaming-Notebook zu den wuchtigeren Vertretern seiner Art, wobei MSI den Innenraum clever nutzt und ein besonders mächtiges Kühlsystem integriert. Akku Asus A42-U36 .

Die Bauform des GT73VR richtet sich primär nach dem 18-Zoll-Bruder GT83VR, das ebenfalls für SLI ausgelegt, jedoch deutlich schwerer und teurer ist. MSI hat sich – wie die meisten Konkurrenten – beim kompletten Chassis für einen dunklen Farbton entschieden, der allerdings von roten Akzenten (Drachen-Logo, Streifen, Lüftungsgitter, …) aufgelockert wird. Die Lüfterausgänge am Heck dürften von Kampfjets oder Supersportwagen inspiriert sein. Der Autor musste bei der extravaganten Form jedenfalls direkt an die Rücklichter des Lamborghini Aventador denken.

Während der Displayrahmen und der Gehäuseboden aus Kunststoff gefertigt sind, bestehen der Deckel und die Oberseite aus gebürstetem Aluminium. Letzteres erhöht den Qualitätseindruck massiv und sorgt für eine schicke Struktur.
Die Stabilität würden wir als gut bis sehr gut bezeichnen. Selbst bei kräftigerem Druck gibt die Baseunit kaum nach, was nicht zuletzt an der Abwesenheit eines optischen Laufwerks liegt. Das Display-Cover bietet für Notebook-Verhältnisse eine ordentliche Stabilität.

Die Verarbeitung weiß auf den ersten Blick ebenfalls zu gefallen. Allerdings konnten wir bei genauerem Hinsehen kleinere Unregelmäßigkeiten beobachten (hier und da leicht unsaubere Materialübergänge), welche in der Praxis jedoch keine Rolle spielen. Knarzgeräusche oder dergleichen treten bei der Nutzung des GT73VR nicht auf. Die Scharniere sollte MSI noch etwas besser einstellen. Obwohl das Aufklappen des Deckels Muskeln erfordert, neigt das Display bei Untergrunderschütterungen zum Wackeln. Das ist allerdings meckern auf hohem Niveau.

Nimmt man alle Aspekte zusammen, ergattert das Gehäuse ein »GUT«. Ob man das Design zu schätzen weiß, ist wie üblich Geschmackssache. Für ein Gerät aus dem Jahr 2016 wirkt das GT73VR recht klobig. Außerdem würden wir uns einige Optimierungen hinsichtlich der Konstruktion wünschen. Aufgrund der schrägen Gehäusefront und der schrägen Rückseite sind die Status-LEDs und die hinteren Ports nur schwer ablesbar bzw. erreichbar.
Die Anschlussausstattung wird dem Kaufpreis vollends gerecht. Zwar verbaut MSI nur einen USB-3.1-Typ-C-Port, allerdings unterstützt dieser Thunderbolt 3, was Käufern sehr viele Möglichkeiten eröffnet (Stichwort eGPUs). Hinzu kommen fünf konventionelle USB-3.0-Ports vom Typ A. Vier Audio-Buchsen (7.1 analog oder S/PDIF) sind ebenfalls üppig.

Die Bildausgänge orientieren sich am typischen Pflichtprogramm eines Gaming-Laptops. Per Mini-DisplayPort und HDMI lassen sich weitere Bildschirme anschließen. Wermutstropfen: Da MSI beim HDMI-Port auf die Version 1.4 statt 2.0 setzt, laufen externe 4K-Anzeigen nicht mit 60 Hz. Das beherrschen nur der USB-3.1- und der Mini-DisplayPort.

Kritik gibt es vor allem für die Abwärme der Lüfter. Weil diese zur besseren Kühlung sowohl nach hinten als auch zur Seite ausgerichtet sind, erwärmt sich die Maushand in 3D-Anwendungen mitunter ziemlich. Apropos Maus: Wegen der frontlastigen Verteilung mancher Schnittstellen kann es zu unschönen Kollisionen mit Kabeln kommen. Akku Asus A32-M50 .
Wie schon das GT72VR gezeigt hat, verbaut MSI bei seinen Topmodellen erfreulich schnelle Cardreader. 196 MB/Sek im sequentiellen Lesetest des AS SSD Benchmarks und 155 MB/Sek beim Übertragen von Bilden im JPG-Format sind ein toller Wert, den nur wenige High-End-Notebooks übertrumpfen (z. B. das Schenker XMG U726). Dem Asus G752VS waren mit der gleichen Referenzkarte, die auf dem Papier bis zu 260 MB/Sek schafft, nur 86 respektive 76 MB/Sek vergönnt.
Im Bezug auf die Kommunikation macht MSI ebenfalls keine halben Sachen. Für Kabelverbindungen ist der Gigabit-Ethernet-Controller Killer e2400 verantwortlich, der speziell auf die Bedürfnisse von Spielern zugeschnitten sein soll. Gleiches betrifft den Funkadapter Killer Wireless-n/-a/ac 1535, der neben allen gängigen WLAN-Standards bis hin zu AC auch Bluetooth 4.1 unterstützt. Unser Networking-Test attestiert dem GT73VR eine überaus gute Funkleistung. Knapp 500 MBit/s beim Senden und 600 MBit/s beim Empfangen (Router steht ca. einen Meter entfernt) sind mehr, als man es von den meisten Gaming-Notebooks kennt. Das Intel Modul Wireless-AC 8260 erreichte im Asus G752 nur 465 und 566 Mbit/s.
Das Zubehör fällt eher schlicht aus. Wenn man vom 772 Gramm schweren und rund 17 x 8,5 x 3,5 Zentimeter großen 230-Watt-Netzteil absieht, enthält der Karton nur ein Reinigungstuch, einen Quick Start Guide, ein Garantieheft und eine Recovery-Anleitung. Datenträger oder USB-Sticks mit Treibern bzw. dem Betriebssystem sind nicht vorhanden.

Umso reichhaltiger präsentiert sich die Software-Installation. MSI packt eine Vielzahl an Tools auf das System. Sei es nun ein Security Paket von Norton, der XSplit Gamecaster (Premium-Lizenz für ein Jahr) oder Microsofts Office 365 als zeitlich beschränkte Trial-Version.

Die meiste Software stammt von MSI selbst. Dreh- und Angelpunkt ist das sogenannte Dragon Center, welches in den letzten Monaten stark überarbeitet und erweitert wurde. Auf der übersichtlichen Oberfläche entdeckt man ganze sechs Reiter, die von A wie App-Portal (Schnellzugriff auf wichtige Programme) bis hin zu W wie Werkzeug und Hilfe reichen (Recovery-Routine, Batterie-Kalibrierung, Handbuch, ...).
Besonders interessant sind die Menüs Systemüberwachung, LED-Assistent und Systemtuner. Während ersteres Infos zu Auslastung, Temperatur, Lüfterdrehzahl und Taktraten gibt, lässt sich per LED-Assistent die 3-Zonen-Beleuchtung der Tastatur anpassen. Mithin am meisten Optionen bietet der Systemtuner. Neben der True-Color-Technik (passt das Bild an verschiedene Szenarien an) sollte man auch den Shift-Modus erwähnen. Auf der Stufe »Turbo« wird einerseits der Core i7-6820HK von 2,7-3,6 auf konstant 4,0 GHz übertaktet und andererseits die GeForce GTX 1070 von 1.443-1.645 MHz (Kern) respektive 4.000 MHz (Speicher) auf 1.543-1.745 und 4.200 MHz beschleunigt. Die Steuerung des CPU- und GPU-Lüfters kann man bei Bedarf ebenfalls tunen.

Unsere Messungen wurden jeweils mit der Lüftergeschwindigkeit »Auto« durchgeführt. Als Shift-Modus wählten wir für die Idle-Tests »ECO« und für die 3D-Tests »Sport« (Lautstärke, Temperatur, Stromverbrauch) respektive »Turbo« (Benchmarks).
Die Wartungsmöglichkeiten des GT73VR sind erstklassig. So wurde fast der gesamte Gehäuseboden als Wartungsklappe konstruiert. Im Gegensatz zu anderen Notebooks bzw. Herstellern muss man nicht dutzende Schrauben entfernen, bevor man das Innenleben erreicht. Dank mehrerer Fixierungshaken, welche die Unterseite an Ort und Stelle halten, genügen dem Desktop-Replacement fünf Schrauben. Für den etwas anspruchsvolleren »Hebel-Vorgang« hat MSI im mittleren Bereich des Hecks extra eine passende Leiste positioniert.

Unter der Haube wird schnell klar, warum das Kühlsystem derart viel Platz benötigt. Während der Core i7-6820HK mit drei Heatpipes versorgt wird, sind es bei der GeForce GTX 1070 rekordverdächtige sieben Heatpipes (5 vom GPU- und 2 vom CPU-Lüfter). Respekt gebührt auch der Kühlkonstruktion der SSDs. Da PCIe/NVMe-Modelle bekanntlich sehr heiß werden können, liegt über den drei m.2-Slots (1x nur SATA III) ein passiver Metallblock. Der 2,5-Zoll-Schacht verbirgt sich hinter den Solid State Drives, was für schnelle Upgrades recht unglücklich ist (man muss vorher alle SSDs herausnehmen).

Ansonsten warten im Inneren noch das Funkmodul, das Soundsystem, der 8-Zellen-Akku und zwei RAM-Slots. Die restlichen DDR4-Bänke dürften unter der Tastatur stecken. Top: Dank MXM-Bauweise lässt sich die GPU theoretisch austauschen. Die CPU ist hingegen verlötet.
Wie es sich für ein modernes Gaming-Notebook gehört, enthält das GT73VR eine Tastaturbeleuchtung, welche aus drei Zonen besteht und mehrere Helligkeitsstufen bietet. Mithilfe des Dragon Centers kann man die Farbe frei wählen und entscheiden, ob das Keyboard permanent leuchten oder eine Lichtshow veranstalten soll (Puslierend, Wellen, ...). Akku Asus A32-k53 .

Rein qualitativ hinterlässt das SteelSeries-Modell einen gewohnt guten Eindruck. Feedback und Tippgeräusch geben kaum Anlass zur Kritik. Die Tasten verfügen über eine angenehm weiche und relativ leise Mechanik, wobei wir uns den Anschlag etwas definierter bzw. knackiger gewünscht hätten. Größter Streitpunkt ist allerdings das Layout. Ob die für Gamer gedachte Anordnung das Spielerlebnis wirklich verbessert, hängt vom jeweiligen Käufer ab. Vielschreiber, die ein Standard-Layout bevorzugen, dürften sich mit dem GT73VR kaum anfreunden. MSI verschiebt nicht nur einige Tasten (z. B. <|>), sondern integriert auch bei der deutschen Variante ein einzeiliges Enter.

Die Dimensionierung hat uns – mit Ausnahme des recht schmalen Nummernblocks und der flachen F-Reihe – überzeugt. Im Schnitt messen die Tasten 14,5 x 14,5 Millimeter plus 3 Millimeter Abstand. Ergo: Es handelt sich um ein Chiclet-Keyboard.

Unter dem Power-Schalter wurden vier Sondertasten platziert. Angefangen mit dem GPU-Botton, der eine Umschaltung zur stromsparenden Grafikeinheit des Prozessors ermöglicht (HD Graphics 530), was allerdings in einem Neustart mündet. Die zweite Taste aktiviert den Lüfter-Boost, welchen wir angesichts der extremen Geräuschentwicklung aber nicht empfehlen würden. Der dritte Button öffnet den XSplit Gamercaster, wohingegen die vierte Taste den Beleuchtungsmodus der Tastatur ändert. Schade: Die Beschriftung der Zusatz-Keys ist so schwach, dass man sie aus bestimmten Winkeln nicht erkennt.
Das Touchpad kassiert fast nur Lob. Am meisten gefreut haben wir uns über die beleuchtete Umrandung, welche bei Notebooks eher selten ist und Eingaben im Dunklen erleichtert. Die glatte und fast schon gummiert wirkende Oberfläche ist ein weiterer Pluspunkt. Zwar fallen die Gleiteigenschaften in manchen Situationen nur mittelprächtig aus (fettige oder nasse Finger werden spürbar ausgebremst), insgesamt funktioniert die Bedienung allerdings prima.

Der gute Eindruck hängt auch mit der ordentlichen Präzision und dem Multi-Touch-Support zusammen. Per Zwei-Finger-Geste lassen sich Inhalte komfortabel zoomen und scrollen. Ein horizontaler und vertikaler Bildlauf am Touchpadrand (direkt nach der Windows-Einrichtung aktiv) stehen ebenfalls parat. Bei den Abmessungen gibt es auch nichts zu bemängeln. 11 x 6,5 Zentimeter sollten den meisten Käufern genügen. Die dedizierten Tasten könnte MSI noch optimieren. Unserer Meinung nach sind sie etwas schwergängig. Der Verzicht auf ein Clickpad steigert dennoch die Zuverlässigkeit.
Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des GT73VR ist die hohe Bildfrequenz. Der Umstieg von 60 auf 120 Hz fühlt sich zwar weniger revolutionär als der Wechsel von einer HDD auf eine SSD an, wenn man ein paar Stunden mit der »neuen« Technik verbracht hat, möchte man sie allerdings nicht mehr hergeben. Obwohl Spiele auch in 60 Hz ruckelfrei dargestellt werden, wirken 120 Hz noch runder und flüssiger, wobei die subjektive Verbesserung von Nutzer zu Nutzer variieren dürfte. Unabhängig davon sind 120-Hz-Displays im Notebook-Segment eine schöne Entwicklung. Für Desktop-PCs gibt es sie schließlich seit Jahren.
Das von MSI verwendete FHD-Panel N173HHE-G32 (CMN1747) liefert auch in anderen Disziplinen eine gute Vorstellung ab. Mit einem Schwarzwert von 0,23 cd/m² und einem Kontrast von über 1.300:1 siedelt sich das GT73VR in der ersten Liga der IPS-Displays an. Knapp 300 cd/m² Leuchtkraft reichen in Innenräumen und schattigen Außenbereichen ebenfalls aus, nur bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Lesbarkeit eingeschränkt. Super: Screen-Bleeding konnten wir beim Testgerät nicht feststellen. Ein komplett schwarzer Bildschirm ließ keine Lichthöfe erkennen.
Etwas überrascht hat uns die mäßige Farbtreue. Trotz der automatischen Anpassung durch die True-Color-Technik (wir griffen immer auf den Standard-Modus sRGB zurück), trug das Bild einen deutlichen Blautouch. Die Software CalMAN sieht in nahezu jedem Bereich große Schwächen, sei es nun das Gamma, die RGB-Balance oder die Farbsättigung. Doch Aufatmen: Das Display hat viel mehr Potenzial, als es zuerst scheint. Nach einer Kalibrierung konnten wir die DeltaE-2000-Werte der Graustufen von 9,58 auf 0,96 und der Farbgenauigkeit von 9,74 auf 1,88 senken (alles unter 3 ist erstrebenswert). Somit eignet sich das GT73VR durchaus für professionelle Nutzer, die Fotos, Videos oder andere Medien bearbeiten wollen. Akku Asus A42-G73 .
Laut unseren Messungen beläuft sich die sRGB-Abdeckung auf 100 % und die AdobeRGB-Abdeckung auf immerhin 76 %. Zum Vergleich: Ein Standard-IPS-Panel erreicht im sRGB-Raum knapp 80-90 % und im AdobeRGB-Raum 50-60 %. Wer noch mehr benötigt, sollte sich ein Notebook mit dem 4K-Display AU B173ZAN01.0 gönnen, das AdobeRGB zu 88 % abdeckt (siehe das Acer Predator 17 oder das Schenker XMG U726). Bei der Reaktionszeit kann sich das GT73VR ebenfalls von der Konkurrenz absetzen. Rund 7 ms black-to-white und 26 ms grey-to-grey sind für ein IPS-Panel hervorragend. Als i-Tüpfelchen hat der 17-Zöller eine Zertifizierung für Nvidias G-Sync-Technologie.
Passend zum Luxus-Preis verbaut MSI nur High-End-Komponenten. Mit Intels Skylake-Generation (CPU) und Nvidias Pascal-Architektur (GPU) ist das GT73VR topmodern aufgestellt. Zwei PCIe-SSDs im RAID 0 wissen ebenfalls zu begeistern. Lediglich der Arbeitsspeicher fällt mit 16 GByte »nur« ordentlich aus. Für 2.900 Euro hätten wir mindestens 32 GByte erwartet, wenngleich 16 GByte noch lange reichen dürften.
Aufgrund des freien Multiplikators ist der Core i7-6820HK prädestiniert für Notebooks, die übertaktet werden sollen. Wie bereits angesprochen, lässt MSI den Prozessor im Turbo-Modus (Shift-Funktion) mit 4,0 GHz laufen. Allerdings geht der entsprechende Regler im Untermenü bis zum Wert 42, was 4,2 GHz bedeuten würde.
Dank der zusätzlichen Übertaktung rechnet das GT73VR etwas flotter als vergleichbare Gaming-Laptops, die einen Core i7-6820HK ohne OC oder geringerem OC enthalten. So muss sich das Asus G752VS beim Multi-Core-Rendering der Cinebench-Versionen R15 und R11.5 knapp 10 % geschlagen geben. Selbst das Desktop-Modell Core i7-6700 (3,4-4,0 GHz), welches im Schenker XMG U726 schlummerte, wird ein paar Prozent überholt. Laptops mit dem erfolgreichsten Skylake-Vierkerner Core i7-6700HQ haben keine Chance. Das MSI GT72VR fällt in CPU-Benchmarks mehr als 20 % zurück.
Ärgerlich: Die Single-Core-Werte waren analog zum ersten Testgerät des GT62VR recht niedrig. Laut MSI gibt es aktuell ein Problem mit dem Dragon Center, das irgendwann per Update behoben wird.
Die System Performance ist über alle Bereiche hinweg ohne Fehl und Tadel. Mit 7.024 Punkten ordnet sich das GT73VR im PCMark 7 zwischen dem Asus G752VS (6.803 Punkte) und der Testkonfiguration des Schenker XMG U726 (7.093 Punkte) an. Beim PCMark 8 sind die Ergebnisse auch super, wobei sich das Asus G752VS hier leicht absetzt.
Um die hohen Anforderungen, welche man an ein teures Gaming-Notebook stellt, zu erfüllen, nutzt MSI keine SATA-III-SSD für das Betriebssystem, sondern vertraut auf die moderne PCIe-3.0-x4-Technik. Damit die Performance noch weiter steigt und Käufer möglichst viel Platz für ihre Spielesammlung erhalten, werden zwei Samsung SM951 Drives zu einem 512 GByte großen RAID-0-System kombiniert. Zusammen mit der 2,5-Zoll-Festplatte ergeben sich dadurch 1,5-TByte-Speicherkapazität.
Die Performance des RAID-0-Verbunds erinnert – wie man anhand der Tabelle erkennt –sehr stark an das Asus GX700, welches von zwei 512-GByte-SSDs angetrieben wurde. Rund 2.800 MB/Sek beim sequentiellen Lesen und knapp 2.200 MB/Sek beim sequentiellen Schreiben (AS SSD Benchmark) reizt man unter normalen Bedingungen nur selten aus. Spiele sollten nach Möglichkeit immer auf den Solid State Drives installiert werden. Grund: Auf einer HDD dauern Start- und Ladevorgänge teils deutlich länger. Technisch bedingt erreicht die verbaute HGST Travelstar 7K1000 nur einen Bruchteil der Leistung des RAID-Gespanns.
Neben der CPU übertaktet das GT73VR im Turbo-Modus auch die Grafikkarte. +100 MHz beim Kern und +200 MHz beim 8 GByte großen GDDR5-VRAM (manuell sind +200/350 MHz einstellbar) erzeugen – je nach 3D-Anwendung – einen willkommenen Performance-Boost. Als Beispiel möchten wir den GPU-Score des 3DMark 11 anführen. 23.586 Punkte sind umgerechnet ein Plus von 6 % auf das Asus G752VS, dessen GTX 1070 nur 50 MHz (Chip) bzw. 150 MHz (VRAM) übertaktet ist. Im Unigine Heaven 4.0 Benchmark und dem Fire-Strike-Test des aktuellen 3DMark schrumpft der Abstand auf 1 bis 4 %.
Dass der 17-Zoll-Bruder GT72VR bei vielen Benchmarks auch ohne Factory-OC mithalten kann, liegt am schwankenden Taktverhalten der Pascal-GPUs. Der von Nvidia angegebene Turbo-Rahmen ist nur ein grober Richtwert, welcher bei guter Kühlung nach oben hin durchbrochen wird. Im Falle des GT73VR klettert die GTX 1070 auf bis zu 2.000 MHz (Render-Test des Tools GPU-Z, Lüftergeschwindigkeit Auto). Von diesem Wert bleibt nach längerer 3D-Last jedoch kaum etwas übrig. Zwei Durchgänge im Unigine Heaven 4.0 Benchmark führten zu knapp 1.650 MHz, was auch bei Notebooks möglich ist, die kein Factory-OC enthalten.
Während synthetische Grafik-Benchmarks eher gemischt auf das Overclocking reagieren, zeigt sich im Gaming-Betrieb eine konstantere Framerate-Steigerung. Bei den 6 getesteten Spielen rauscht das GT73VR zwischen 5 und 14 % am GT62VR vorbei (Durchschnittswert: 8 %). Im Vergleich zur GTX 980 aus der Maxwell-Generation heißt es +33 %. Notebooks auf Basis der GeForce GTX 1060 werden rund 60 % abgehängt. Noch schneller geht es aktuell nur mit einer GeForce GTX 1080 (+20 % Power) oder SLI-Lösungen.

Grundsätzlich packt die GTX 1070 in der nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 alle Spiele mit vollen Details und mehrfacher Kantenglättung. Eng wird es höchstens im UHD-Bereich, also mit 3.840 x 2.160 Pixeln. Doch selbst hier laufen hohe Settings meist flüssig. Von unseren Titeln kamen nur Assassin's Creed Syndicate und Far Cry Primal nicht über 40 fps. Als GPU-Treiber nutzten wir die vorinstallierte Version 368.83, die keinerlei Ärger machte. Hinweis: Alle Messungen sind mit deaktiviertem G-Sync entstanden.
MSI nutzt das Gehäusevolumen nicht nur, um Platz für eine zweite Grafikkarte zu schaffen, sondern auch für eine riesige Kühlkonstruktion. Das hilft einerseits den Temperaturen und andererseits der Geräuschentwicklung. Mit knapp 35 dB im 3DMark 06 gehört der 17-Zöller zu den leisesten Gaming-Notebooks der Welt. Auch der bisher größte Leisetreter, die G752-Reihe von Asus, zieht beim Geräuschpegel den Kürzeren. So kommt das neue G752VS im 3DMark 06 auf rund 40 dB. Akku Asus Eee PC T91 .

Wenn das GT73VR komplett ausgelastet wird, steigt der Wert zwar manchmal auf 49 dB, in Spielen muss man jedoch eher mit 41 dB(A) rechnen, was völlig akzeptabel ist. Der Turbo-Modus erhöht übrigens nur den Durchschnittspegel (~40 vs. 35 dB @3DMark 06), die maximale Lautstärke bleibt bei 49 dB.
Positiv wären noch die recht konstante Drehzahl und die angenehme Lüftercharakteristik hervorzuheben. Nerviges Auftouren, wie es bei zahlreichen Notebooks gang und gäbe ist, kennt das GT73VR kaum. Im Idle-Betrieb sind die Lüfter stets aktiv und laufen mit dezenten 32-33 dB (35 dB @Windows-Start).
Die Temperaturen sind ebenfalls als moderat. Nach einer Stunde Stresstest mit den Tools Furmark und Prime95 pendelte sich der Core i7-6820HK auf gut 80 °C ein – und das trotz aktivem Turbo. Die GeForce GTX 1070 blieb mit rund 70 °C noch etwas kühler. Falls Sie sich wundern sollten, warum die GPU in Furmark leicht drosselt: Das betrifft bisher nahezu jedes Pascal-Notebook und dürfte mit dem Programm bzw. dem Treiber und nicht mit der Kühlung zusammenhängen.
Die Werte der Gehäuse-Oberflächen tendieren Richtung Mittelfeld. Rund 30 °C im Idle-Modus und ca. 40 °C unter Volllast sind typisch für ein High-End-Notebook. Maximal konnten wir der Unterseite des Chassis 51 °C entlocken, wobei kaum jemand ein solch dickes und schweres Gerät auf den Schoß nehmen wird. Die in der Praxis entscheidende Handballenauflage fühlt sich mit höchstens 31 °C relativ kühl an, so dass nichts gegen längere Gaming-Sessions spricht.
Bei der Soundqualität hat sich MSI in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet. Auch das 2.1-System des GT73VR stammt wieder von Dynaudio und liefert einen mehr als brauchbaren Klang, der nur wenige Nutzer enttäuschen dürfte. Obwohl tiefe Töne bisweilen etwas dumpf rüberkommen, sprintet der Bass deutlich an den meisten Konkurrenten vorbei (z. B. dem Asus G752VS, das in der Vergleichs-Tabelle aufgeführt ist). Mitteltöne hält unsere Audio-Analyse für ausgeglichen, hohe Töne sollen etwas übersteuert sein. Letztere Aussage können wir subjektiv bestätigen.

Nichtsdestotrotz ist der Gesamtklang für Notebook-Verhältnisse überraschend kräftig und differenziert. Mit maximal 82 dB lassen sich auch größere Zimmer ordentlich beschallen. Als Grundlage für unsere Tests diente das Multimedia-Setting »Musik« (Nahimic Audio Enhancer). Wer Interesse an der Positionierung hat: Lautsprecher und Subwoofer verstecken sich im vorderen Bereich der Unterseite.
Durch die fehlende Optimus-Technik ist der Energiebedarf höher als bei manch anderem Gaming-Notebook. Mit aktiver GeForce GTX 1070 schluckt das GT73VR im Idle-Modus zwischen 31 und 40 Watt. Beim GT72VR sind es nur 22 bis 30 Watt.

Im 3D-Betrieb merkt man vor allem die Effizienzsteigerung der Pascal-Architektur. Mit 106 Watt (118 Watt inkl. Übertaktung) verbraucht das GT73VR in der ersten Szene des 3DMark 06 viel weniger Strom als das Asus GX700, welches um die 150 Watt aus der Steckdose zieht. Der Maximalverbrauch muss angesichts der enormen Leistung ebenfalls keine Kritik einstecken. 218 Watt deuten auf ein ausreichend dimensioniertes Netzteil hin (bis zu 228 Watt @Turbo-Mode).
Eine der größten Schwächen des GT73VR ist die dürftige Akkulaufzeit. Selbst wenn man zum Internet-Surfen per GPU-Schalter auf die HD Graphics 530 wechselt, geht dem 17-Zöller bei mittlerer Leuchtkraft schon nach rund 3,5 Stunden die Puste aus. Knapp fünf Stunden Idle-Betrieb mit minimaler Leuchtkraft sind 2016 ebenfalls bescheiden.

Im 3D-Test mit voller Helligkeit und aktiver GeForce GTX 1070 hielt das Gaming-Notebook etwas über eine Stunde durch. Dieser Wert orientiert sich grob an der Konkurrenz. Als Akkukapazität bietet das GT73VR 75 Wh. Beim GT72VR sind es 83 Wh, beim Asus G752VS ganze 90 Wh. Vorsicht: Die Framerate wird im Akku-Betrieb auf 30 begrenzt.
Wer kein Problem mit einem wuchtigen und schweren Chassis hat, findet im GT73VR ein extrem potentes Desktop-Replacement, das seinen Innenraum sinnvoll nutzt. Sei es nun bei der Ausstattung (SLI-Option, maximal vier Massenspeicher) oder der Kühlung (10 Heatpipes!).

In Kombination mit der kundenfreundlichen Wartung und der MXM-Grafikkarte bietet der 17-Zöller exzellente Reinigungs- und Upgrade-Möglichkeiten, welche die Konkurrenz alt aussehen lassen (allen voran das Asus G752VS, dessen Lüfter man als Laie nicht in die Finger bekommt).

Ein weiteres Kaufargument ist der Geräuschpegel. Selbst im Turbo-Modus mit CPU- und GPU-Übertaktung wird das GT73VR unter normalen Bedingungen nie störend laut. Auch die Temperaturen sind beim Zocken weit von kritischen Regionen entfernt. Akku Asus AP21-T91 .

Dazu gesellt sich eine feine Bild- und Tonqualität. Abgesehen von der geringen Farbtreue (Blaustich im Auslieferungszustand) überzeugt das Full-HD-Panel auf ganzer Linie. Da die Bildwiederholfrequenz bisher nicht in die Beurteilung einfließt, haben wir die Gesamtwertung um 1 % angehoben. Die Mischung aus 120 Hz und Nvidias G-Sync-Technik verhindert nerviges Tearing und sorgt für ein runderes Bild.

Dank dieser Vorteile schnappt sich das GT73VR – trotz Übergewicht und mäßiger Akkulaufzeit – den ersten Platz in unserer Gaming-Top-10. Allerdings will der Gaming-Spross auch sehr teuer bezahlt werden.

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20/08/2016

Hohe Kapazität Akku HP COMPAQ 6710b

Samsung schnürt mit dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) ein sehr interessantes Paket. Ein 10-Zoll-Tablet mit Android 6, LTE und Full-HD-Auflösung bekommt man derzeit fast nicht günstiger. Ob auch die Leistung stimmt, klärt unser Test.
Das Samsung Galaxy Tab A des Jahrgangs 2016 richtet sich wie sein Vorgänger Samsung Galaxy Tab A 9.7 an preisbewusste Nutzer. Mit Android 6.0 setzt der Nachfolger aber nicht nur auf ein aktuelleres Betriebssystem, sondern ist auch schneller geworden. Als Schaltzentrale wurde der Quadcore-SoC von Qualcomm von der Samsung-Eigenkreation Exynos 7870 Octa abgelöst, die gleich doppelt so viele Prozessorkerne mitbringt. Die vormals 9,7 Zoll große Bilddiagonale durchmisst nun 10,1 Zoll, und statt 1.024 x 768 Pixel erstrahlen Inhalte jetzt in der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel im 16:10-Format.

Die Preise für das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) starten bei offiziell 289 Euro für die Standard-Version mit Wi-Fi, 2 GB RAM, 16 GB Speicher und wahlweise schwarzem oder weißem Gehäuse. Unser Testkandidat und gleichzeitig die zweite Galaxy-Tab-A-Variante bringt zusätzlich noch ein LTE-Funkmodul mit. Dafür sind laut Samsung 349 Euro fällig, doch in Online-Shops wird man zum Testzeitpunkt schon für weniger als 300 Euro fündig.

Im Test muss sich das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) mit vergleichbar ausgestatteten Tablets messen. Seine Leistung vergleichen wir mit dem Acer Iconia Tab 10 A3-A30, dem Huawei MediaPad T2 10.0 Pro, dem LG G Pad II 10.1 und natürlich dem Vorgänger Samsung Galaxy Tab A 9.7.
Um sein Tablet günstig anbieten zu können, verzichtet Samsung auf Extravaganzen wie ein Chassis aus Metall. Das Galaxy Tab A 10.1 (2016) kleidet sich stattdessen komplett in schwarzen beziehungsweise weißen Kunststoff. Von Attributen wie hochwertig oder gar edel kann man dabei nicht sprechen, doch das optisch dezente Polycarbonat-Gehäuse erfüllt seinen Zweck, sammelt durch das nahtlos in den Rahmen eingebette Display weitere Pluspunkte und wirkt insgesamt keineswegs billig. Außerdem gibt es den Fingern durch seine leicht gummierte Rückseite guten Halt und überzeugt durch eine recht hohe Stabilität.

Für den Alltagseinsatz ist der 10,1-Zöller definitiv robust genug - nur wer es darauf anlegt, kann das 8,2 Millimeter dünne Tablet minimal verwinden. Das wird dann aber nicht mit Knarzgeräuschen quittiert, sondern lediglich mit Bildveränderungen an einigen wenigen Stellen des Displays. Die Rückseite des Gehäuses ist leicht magnetisch ausgeführt, was in erster Linie dem Anschluss an das optional erhältliche Book Cover dient. Darüber lässt sich das Tablet leicht geneigt aufstellen und beispielsweise zum Schreiben oder zum bequemeren Anschauen von Inhalten wie Videos verwenden. Akku HP COMPAQ 6710b .

Mit 525 Gramm bringt das Galaxy Tab A 10.1 (2016) relativ viel Gewicht auf Waage. Unter den Vergleichsgeräten ist nur das Acer Iconia Tab 10 A3-A30 schwerer, während sich das Samsung Galaxy Tab A 9.7 aufgrund seines kleineren Formfaktors mit 456 Gramm am leichtesten trägt.
Abgesehen vom LTE-Funkmodul unterscheiden sich die beiden Versionen des Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) nicht voneinander. In beiden läuft der Mittelklasse-SoC Samsung Exynos 7870 Octa, dessen acht Prozessorkerne mit jeweils 1,6 GHz takten. Dazu kommen der Grafikchip ARM Mali-T830 MP2, 2 GB RAM und 16 GB Speicherplatz. Davon bleiben im Werkszustand oder nach einem Reset etwa 10,5 GB übrig - nicht viel für ein Tablet, das sich laut Hersteller bestens für mobiles Entertainment eignet. Dafür kann man den Speicherplatz per microSD-Karte erweitern, auf die sich Dateien sowie App2SD-kompatible Anwendungen verschieben lassen. Laut Samsung akzeptiert das Galaxy Tab A 10.1 (2016) bis zu 200 GB große microSD-Karten und damit das Maximum dessen, was derzeit an Speicherkapazität auf dem Markt angeboten wird. Der Micro-USB-2.0-Port unterstützt USB-OTG, allerdings kein MHL.
Auf dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) läuft Android in der aktuellen Version 6.0.1 Marshmallow. Samsung hat das OS praktisch im Originalzustand belassen und ihm nur wenige vorinstallierte Apps mit auf den Weg gegeben. Die bilden in der Summe eine kleine und unaufdringliche Auswahl an Software-Werkzeugen. Neben Hersteller-eigenen Tools wie den Kalender S Planner und einen Kindermodus, bei dem sich unter anderem der Zugriff auf Medien und Anwendungen sperren und die Bedienung der Oberfläche erleichtern lässt, sind auch die obligatorischen Google-Apps mit von der Partie. Dazu kommen Microsoft-Anwendungen wie Word, Excel, Powerpoint und Skype, allerdings nur in Form von platzsparenden Download-Links. Die werkseitig aufgespielten Apps lassen sich nicht deinstallieren, sondern bestenfalls deaktivieren.
Das Galaxy Tab A 10.1 (2016) unterstützt die Funkstandards GSM (850, 900, 1.800, 1.900 MHz) und UMTS (850, 900, 1.900, 2.100 MHz). In 3G-Netzen erreicht es mit HSPA+ Transferraten von bis zu 42 MBit/s im Download und 5,76 MBit/s im Upload. Mit der LTE-Variante des Tablets (LTE-Frequenzen 800, 850, 900, 1.800, 2.100, 2.300, 2.600 MHz) erhöhen sich die maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten auf 150 MBit/s im Download beziehungsweise 50 MBit/s im Upload. Auf kurzen Distanzen verbindet sich das Galaxy Tab A 10.1 (2016) per Bluetooth 4.2 und WLAN 802.11 a/b/g/n/ac. Letzteres funktioniert sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Frequenzband.

Bei der WLAN-Geschwindigkeitsmessung an unserem Referenzrouter Linksys EA8500 schlägt sich das Tablet sehr beachtlich. Die mittleren Übertragungsraten betragen im 5-GHz-Band und aus Meter Entfernung bis zu 274 MBit/s, wenn das Galaxy Tab A 10.1 (2016) Datenpakete empfängt. Im Sende-Modus sind es immer noch schnelle 239 MBit/s.
Seine Position bestimmt das Tablet per GPS, was im Test erfreulich genaue Ergebnisse lieferte. Sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel war die Ortung bis auf wenige Meter genau. Auf unserem 12 Kilometer langen Fahrrad-Testparcours konnte das Galaxy Tab A 10.1 (2016) deshalb auch gut mit dem Profi-Navigationsgerät Garmin Edge 500 mithalten. Zwar schlichen sich beim Tablet ein paar kleine Ungenauigkeiten ein, die sich über die Gesamtstrecke hinweg aber nur auf eine Abweichung von 90 Metern summierten. Für den täglichen Einsatz arbeitet das GPS Galaxy Tab A 10.1 (2016) damit auf jeden Fall präzise genug.Akku HP G62 .
Die 8-Megapixel-Hauptkamera des Galaxy Tab A 10.1 (2016) schießt bis zu 3.264 x 2.448 Pixel große Bilder im 4:3-Format. Für 16:9-Fotos muss man die Auflösung auf 3.264 x 1.836 Pixel reduzieren. Das mit einer F1.9-Blende ausgestattete Kamera-Modul verfügt über einen LED-Blitz sowie einen Autofokus und unterstützt Full-HD-Videoaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde. Eine Nummer kleiner geht es bei der 2-Megapixel-Webcam zur Sache. Hier beträgt die Bildgröße bis zu 1.616 x 1.212 (4:3) beziehungsweise 1.600 x 900 Pixel (16:9). Videoaufnahmen gelingen ebenfalls mit 30 Bildern pro Sekunde, allerdings ist hier konstruktionsbedingt bei der kleinen HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel Schluss.

Im übersichtlichen Menü der Hauptkamera stehen neben dem Auto-Modus insgesamt acht weitere Bildmodi zur Auswahl, darunter Panorama, Serienaufnahme, HDR, Nachtmodus und Sport. Ebenfalls dazu gehört der Pro-Bildmodus, in dem sich die drei Bildparameter ISO-Zahl, Weißabgleich und Blende manuell einstellen lassen. Die Frontkamera bietet mit Selfie, Nachtmodus und Sound & Shot drei Aufnahmemodi. Bei letzterem werden bis zu 9 Sekunden Hintergrundgeräusche mitaufgenommen.

Bis hierhin macht alles ein soliden Eindruck, doch leider liefern beide Kameras nur eine unterdurchschnittliche Bildqualität ab. Mit dem Tablet aufgenommene Fotos sind nur auf den ersten Blick in Ordnung. Man muss aber nicht einmal allzu genau hinschauen, um zu erkennen, dass hier kein sehr talentierter Fotokünstler am Werk ist. Die Aufnahmen wirken stets so, als seien sie übermäßig stark weichgezeichnet worden, wodurch feine Bilddetails im Pixelbrei untergehen. Bei schlechten Lichtverhältnissen treten die Unschärfen besonders stark zutage. Zudem hat die Kamera eine Vorliebe für knallige Farben, so dass die Aufnahmen immer ein wenig künstlich wirken.

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Zoomstufe. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Photo von dem Testgerät.
Zusätzlich zu unseren Test-Schnappschüssen überprüfen wir die Schärfe und die Farben auch unter kontrollierten Testbedingungen. Dazu werden der ColorChecker Passport und unser Testchart möglichst formatfüllend fotografiert. Eine anschließende Nachbearbeitung der Bilder findet nicht statt. Wie man deutlich am ersten Chart erkennen kann, stellt das Galaxy Tab A 10.1 (2016) Farben durchwegs zu kräftig dar. Hinzu kommt eine forsch zu Werke gehende Scharfzeichnung, durch die Ränder und Kanten hart gezeichnet werden.
Dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) legt Samsung ein USB-Kabel, ein modulares Netzteil und eine Kurzanleitung bei. Auf seiner Webseite bietet der Hersteller ein optionales Book Cover (50 Euro) in Schwarz oder Weiß an, auf dem sich das Tablet in zwei Neigungswinkeln aufstellen lässt: dem Betrachtungs-Modus zum Lesen, Surfen oder zur Multimedia-Wiedergabe und dem Texteingabe-Modus zum Schreiben. Auf das Tablet gibt es 24 Monate Garantie, auf den Akku 12 Monate, auf Verschleißteile wie das Kabel und das Netzteil 6 Monate.

Der hauseigene Achtkern-SoC sorgt beim Samsung-Tablet für ein flottes Arbeitstempo. Eingaben setzt das Galaxy Tab A 10.1 (2016) unverzüglich um, egal ob sie über die Tasten am Gerät oder über den Touchscreen erfolgen, der bis zu 10 Fingereingaben gleichzeitig verarbeiten kann. Den Bildschirminhalt dreht das Tablet ohne merkliche Verzögerung in die gewünschte Richtung. Warten muss man einzig und allein beim Hochfahren. Bis das Tablet den Android-Startscreen anzeigt, vergehen rund 25 Sekunden, eine ganz normale Zeit.Akku HP Pavilion g6 .

Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) stellt auf seinem 10,1 Zoll großen TFT-Display 1.920 x 1.200 Pixel dar, was einer Pixeldichte von 224 ppi entspricht. Einzelne Bildpunkte lassen sich auch bei genauem Hinschauen praktisch nicht mehr wahrnehmen. In puncto Darstellung deutlich kleinere Brötchen backt der Vorgänger Samsung Galaxy Tab A 9.7 mit seiner Bildschirmauflösung von 1.024 x 768 Pixel.

Mit durchschnittlich 520,1 cd/m² leuchtet das Display des Galaxy Tab A 10.1 (2016) ausgesprochen hell und ist gleichmäßig ausgeleuchtet (91 %). Ein Helligkeitssensor sorgt dafür, dass die Luminanz stets optimal auf das Umgebungslicht eingestellt und der Nutzer damit nicht übermäßig geblendet wird. Die versammelte Konkurrenz kann in puncto Helligkeit nicht mithalten - am besten ist hier noch das Samsung Galaxy Tab A 9.7 unterwegs, das 392 cd/m² erreicht. Bei den übrigen Bildparametern sind sich die Tablets dann aber mehr oder weniger ebenbürtig. Das Galaxy Tab A 10.1 (2016) liefert mit einem Schwarzwert von 0,68 cd/m² und einem Kontrastverhältnis von 1:797 ordentliche Werte ab, die etwa auf Höhe der Mitbewerber liegen.

Die Messungen mit dem Colorimeter X-Rite i1pro 2 und der CalMAN-Software zeigen, dass das Galaxy Tab A 10.1 (2016) bei den Bildparametern abseits der Ideallinie fährt. Beispielsweise liegt die Farbtemperatur mit 7.434 K deutlich über dem Standardwert von 6.500 K, ist von einem Blaustich aber noch ein gutes Stück entfernt. Auch Abweichungen bei der Graustufen- (Delta-E von 4,8) und der Farbwiedergabe (Delta-E von 4,2) sind jeweils etwas zu hoch (ideal wären 3,0 oder weniger). Subjektiv betrachtet gibt es an den Darstellungskünsten des Galaxy Tab A 10.1 (2016) aber nichts zu meckern.
Mit einer Display-Helligkeit von durchschnittlich 520,1 cd/m² ist das Galaxy Tab A 10.1 (2016) eigentlich bestens für die Outdoor-Nutzung gerüstet. Die stark spiegelnde Display-Oberfläche kann Nutzer aber dazu zwingen, sich ein schattiges Plätzchen zu suchen, damit der Durchblick erhalten bleibt. Ein Drama ist das allerdings nicht, denn in den meisten Fällen lässt er sich schon durch eine leichte Drehung des Tablets wiederherstellen.

Keine Schwächen zeigt das Galaxy Tab A 10.1 (2016) bei der Blickinkelstabilität. Auch aus extremen Seitenansichten bleibt der Bildschirminhalt stets einwandfrei erkennbar, ohne dass es dabei zu einer Abdunklung oder einer invertierten Darstellung kommt.
Mit dem hauseigenen Achtkern-Prozessor Exynos 7870 Octa setzt Samsung im Galaxy Tab A 10.1 (2016) einen performanten SoC ein, dessen Kerne mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz laufen. Die CPU kann auf den Grafikchip ARM Mali-T830 MP2 und 2 GB RAM zurückgreifen. Im direkten Vergleich mit unserer Testauswahl an ähnlich ausgestatteten Mittelklasse-Tablets schlägt sich das Galaxy Tab A 10.1 (2016) gut und ordnet sich insgesamt auf einem Mittelfeld-Platz ein. Seinen Vorgänger Samsung Galaxy Tab A 9.7 lässt der Testkandidat aufgrund des stärkeren SoC erwartungsgemäß hinter sich zurück und ist auch einen Tick schneller unterwegs als das Huawei MediaPad T2 10.0 Pro. An die Performance des Acer Iconia Tab 10 A3-A30 und des LG G Pad II 10.1 kommt es jedoch nicht ganz heran.
Der Flashspeicher des Galaxy Tab A 10.1 (2016) arbeitet flott. Sequenzielle Lesevorgänge sind seine Stärke, denn die absolviert er um einiges schneller als die Konkurrenz. Mit sequenziellem Schreiben kann sich das Tablet dagegen gar nicht anfreunden und fällt in dieser Testdisziplin auf den letzten Platz zurück. Das drückt den Durchschnitt etwas, doch insgesamt gehört das Galaxy Tab A 10.1 (2016) damit immer noch zu den schnelleren Tablets unter den Vergleichsgeräten. Akku HP Pavilion dm1 .

Beim Lesen und Schreiben von microSD-Karte schlägt sich das Galaxy Tab A 10.1 (2016) wacker, kann aber mit Werten von 75,5 MByte/s beim Lesen und 50,1 MByte/s beim Schreiben das Potenzial unserer microSD-Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 (Lesen bis 95 MByte/s, Schreiben bis 80 MByte/s) nicht ganz ausschöpfen.
Spiele und das Galaxy Tab A 10.1 (2016), das passt bis auf eine Ausnahme gut zusammen. Der im Tablet integrierte Grafikchip ARM Mali-T830 MP2 sorgt selbst dann für eine flotte Performance, wenn die maximale Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel und hohe Bilddetails gewählt werden. Auch grafisch anspruchsvolle Games wie Dead Trigger 2 oder Asphalt 8 lassen sich so flüssig spielen. Dabei setzt der Lagesensor des Tablets Kommandos unverzüglich um und steht dem Spielspaß nicht im Weg. Von den Lautsprechern kann man das aber nicht unbedingt behaupten: Weil sie an der Fußseite des Tablets sitzen, kommt der Ton immer nur von einer Seite, wenn man das Galaxy Tab A 10.1 (2016) im Querformat hält.
Unter Last erhitzt sich das Galaxy Tab A 10.1 (2016) auf bis zu 43,9 °C, ein absolut unproblematischer Wert. Bei längerer Nutzung kann es aber durchaus passieren, dass die Hände ins Schwitzen geraten, zumal das Tablet auch im Idle-Zustand mit einem Spitzenwert von 40,8 °C nicht gerade kühl agiert. Im Test zeigt sich, dass es dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) selbst ein wenig zu warm wird. Beim Akkutest des GFXBench, der den T-Rex-Test 30-Mal hintereinander ausführt, bleibt die Performance lange Zeit stabil, um gegen Ende dann doch deutlich einzubrechen. Da das Throttling aber erst sehr spät erfolgt, sollte man es nicht überbewerten.
Die bis zu 89,4 dB lauten Stereolautsprecher des Galaxy Tab A 10.1 (2016) sitzen beide an der schmalen Seite des Tablets, direkt unterhalb der Android-Tasten. Hält man das Gerät im Querformat, kommt der Sound daher stets nur von einer Seite, was auf Dauer stören kann. Bässe sind praktisch nicht herauszuhören, da das Tablet im entsprechenden Frequenzbereich nur niedrigere dB-Werte erzielt, die von den akustisch dominanteren Mitten und Höhen überlagert werden. Schließt man Kopfhörer an die 3,5mm-Klinkenbuchse an, ist das Klangerlebnis deutlich besser als über die Lautsprecher.
Energiesparen ist eine Stärke des Galaxy Tab A 10.1 (2016). Die Grundlage dafür liefert die durchwegs niedrige Leistungsaufnahme, die unter Last maximal 6,97 Watt beträgt. Im Standby-Modus genehmigt sich das Tablet sehr moderte 0,12 Watt.
Bei der Akkulaufzeit trumpft das Samsung-Tablet auf. Unter Volllast geht dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) erst nach mehr als 7 Stunden die Puste aus, und mit dem Abspielen eines Full-HD-Videos kann man es fast 15 Stunden lang beschäftigen. Nur das LG G Pad II 10.1 ist hier mit 17 Stunden Laufzeit noch ein wenig ausdauernder. Allerdings ist es das Samsung Galaxy Tab A 9.7, das seinem Nachfolger in puncto Laufzeit insgesamt am nächsten kommt. Das Acer Iconia Tab 10 A3-A30 und das Huawei MediaPad T2 10.0 Pro sind hier chancenlos.
Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) hat gegenüber seinem Vorgänger Samsung Galaxy Tab A 9.7 zugelegt, was die Leistung betrifft. Das Display stellt nun 1.920 x 1.200 (16:10-Format) statt vormals 1.024 x 768 Pixel (4:3-Format) dar, wobei sich die Anzeigefläche - 10,1 Zoll gegenüber 9,7 Zoll - kaum verändert hat. Dafür leuchtet der Bildschirm mit durchschnittlich 520,1 cd/m² deutlich heller als beim Galaxy Tab A 9.7 (392 cd/m²). Weitere Pluspunkte gibt es für den Achtkern-SoC Exynos 7870 Octa, der für ein flottes Tempo unter Android 6.0 sorgt und auch grafisch anspruchsvolle Spiele flüssig zum Laufen bringt. Durch den stärkeren Akku haben sich auch die Laufzeiten erhöht und machen das Galaxy Tab A 10.1 (2016) zu einem sehr ausdauernden Tablet.

Stärkerer SoC, helleres Display, Full-HD-Auflösung und bessere Akkulaufzeiten - das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) hat gegenüber seinem Vorgänger in vielerlei Hinsicht zugelegt.

Die LTE-Version des Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) ist aufgrund ihres niedrigen Preises besonders interessant: Soll es ein möglichst preiswertes 10-Zoll-Tablet mit Android 6, LTE und Full-HD-Display sein, gibt es zum Testzeitpunkt praktisch keine Alternativen. Wer auf LTE verzichten kann, bekommt das Tablet noch einmal rund 50 Euro günstiger.Akku HP EliteBook 8440p .

Mit dem Sparpreis gehen allerdings auch ein paar Mankos einher. Von den nominell 16 GB Speicherplatz bleiben nur rund 10,5 GB übrig - wenig für ein Tablet, das sich das Thema Multimedia auf die Fahnen geschrieben hat. Nicht überzeugen können auch die Kameramodule, die eine enttäuschende Bildqualität abliefern. Die nur an einer Seite des Tablets angebrachten Lautsprecher stören nur solange nicht, wie man das Gerät im Hochformat hält. Im Querformat ertönt die Klangkulisse jeweils nur von einer Seite.

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07/08/2016

Laptop Ersatzteile Akku HP EliteBook 8540w

Auf der Suche nach einem Schnäppchen im Windows-Convertible bzw. 2in1-Segment, stößt man immer öfter auf Angebote fernöstlicher Marken, die mit Dumping-Preisen gerechtfertigte Sorgen über Dauerhaftigkeit und mögliche Garantieansprüche rasch vergessen lassen. Wir sehen uns mit dem VOYO V3 ein Gerät an, dass schon im Namen sein Vorbild gekonnt umspielt.

Keine Frage, der Gedanke die Produktivität eines Notebook mit dem Komfort eines Tablets zu verschmelzen, hat seinen berechtigten Reiz. Leider liegt die Preisschwelle für Geräte bekannter Hersteller mit entsprechender Ausstattung (Displaydiagonale, Hardware) vergleichsweise hoch. Umso verständlicher, dass hier vermehrt auch Angebote aus Fernost auf den Markt drängen. Niedrigste Preise, die nochmals durch befristete Sonderangebote aufgebessert werden, machen es dem User schwer hier nicht in Versuchung zu geraten. Dennoch ist Vorsicht geboten: Zahlreiche unbekannte Anbieter tummeln sich auf verschiedensten Verkaufsplattformen, Risiken bei der Bezahlung der Ware (Vorkasse, Kreditkarte), ungewisse Lieferzeiten, in der Regel zusätzlich anfallende Zoll-Gebühren, nicht vorhandene Erfahrungswerte hinsichtlich Haltbarkeit der Geräte, mögliche fehlende Zulassungen von anerkannten Kontrollstellen, Zustand der erhaltenen Ware und mögliche daraus resultierende Garantieansprüche usw. - berechtigte Gründe für Vorbehalte gibt es genug.

Ungeachtet dessen haben wir uns ein Gerät für einen Test geholt und wollen die vorliegende Hardware mit bekannten Convertibles und 2in1s vergleichen. Wo steht die vermeintliche China-Kopie im Vergleich zu den Originalen, die im übrigen in der Regel selben Ursprungs im Land der aufgehenden Sonne sind...
Erinnern Sie sich noch an das Lenovo Yoga 2 13 mit seiner markanten orangen Außenhülle? Die Tatsache, dass das VOYO V3 mit einer vergleichbaren Optik erhältlich ist, ist wohl kein Zufall, sondern eine beabsichtigte Anleihe am Original. Natürlich, ausgestattet mit aktueller und passive gekühlter Intel-CPU kann das VOYO auf Lüftungsschlitze verzichten. Die Verarbeitung des Gerätes ist tadellos, lediglich die Verwindungsreistenz dürfte gerne noch einen Tick höher ausfallen. Haptisch umschmeichelt die orangefarbige Softtouch-Lakierung an den Außenseiten die Hände des Users. Akku HP MU09 .

Die Scharniere ermöglichen eine 360-Grad-Bewegung des Displays, halten den Bildschirm aber nicht fest genug in Position, um ein Wippen desselbigen zu unterbinden. Störend ist dies vor allem beim Einsatz auf den Oberschenkeln oder weichen Unterlagen. Ein Öffnen des Gerätes ist grundsätzlich möglich, allerdings entfallen etwaige Wartungsmaßnahmen da alle Komponenten fest verbaut sind und selbst der Akku verklebt wurde.

Die Tastatur bietet zufriedenstellendes Feedback bei eher geringer Hubtiefe. Beim Tippen wurden wir wiederholt durch das Touchpad gestört, das bei Berührung durch die Handballen anspricht und den Cursor versetzt. Eine entsprechende Erkennung dürfte hier fehlen. Das Touchpad an sich wird als Clickpad ausgeführt, zeigt eine angenehme Oberfläche, macht allerdings beim Auslösen von mechanischen Clicks wiederholt Probleme. So gibt es im unteren mittleren Bereich eine vergleichsweise große Zone, in der ein Links- und Rechtsklick zeitgleich ausgeführt werden. Aus diesem Grund ziehen wir die Bedienung direkt über das Touch-Display vor, die im Test unauffällig blieb. Der On/Off-Button sowie zusätzliche Hardwaretasten zur Lautstärkeregelung finden sich an der linken Seitenkante und können auch im Tablet-Modus genutzt werden. Die Tastatur wird in diesem Setting indes deaktiviert.
Die Anschlussausstattung fällt zufriedenstellend aus. Wir finden an den Seitenkanten im hinteren Bereich je einen USB-Port in voller Größe (rechts USB 3.0), einen Micro-HDMI-Port sowie den Anschluss für Kopfhörer.Akku HP EliteBook 8540w .
Das VOYO V3 verfügt über einen MicroSD-Reader an der rechten Seite, der theoretisch auch zur Speichererweiterung des integrierten Speichers genutzt werden kann. Im Test beobachten wir eine durchschnittliche Performance beim Kopieren von Bilddateien vom Speicher auf das Gerät. Verweigert wurde allerdings der Benchmarkcheck mittels AS SSD, um die maximal möglichen Schreib- und Leseraten auslesen zu können.
In unserem Check der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit der eingesetzten WiFi-Kommunikationsmodule sehen wir eine erste potenzielle Schwachstelle des Gerätes. Auch wenn mangels Testwerte alle Geräte im Vergleich erheblich teurer sind, fällt das Ergebnis dennoch enttäuschend aus.
Die Eckdaten des Displays am Papier klingen vielversprechend: Full-HD IPS mit einer Diagonale von 13,3-Zoll. Unsere Messungen zeigen dennoch Schwachstellen, etwa bei der Helligkeit, die mit durchschnittlich 200 cd/m2 gerne höher ausfallen könnte, insbesondere wenn man das VOYO auch unterwegs bei ungünstigen Lichtverhältnissen einsetzen möchte. Die Farbdarstellung geht für ein Device dieser Preisklasse noch in Ordnung, zeigt aber speziell bei weiß und hellen Grautönen einen sichtbaren Grünstich.

Zufolge unserer Messungen verwendet das Gerät kein PWM zu Helligkeitsregelung, zeigt aber ein Flackern auf allen Helligkeitsstufen bei einer Frequenz von 50 Hz. Im Akkubetrieb können wir selbiges nicht mehr beobachten, weshalb der Verdacht, dass das Netzgerät hierfür die Verantwortung trägt, nahe liegt.
Ausgestattet mit einem Intel x5-Z8300 Prozessor erlaubt das VOYO V3 eine passive Kühlung. Gut zu erkennen im Benchmarkvergleich ist, dass es hinsichtlich Performance bei aktuellen Convertibles zwei Klassen gibt. Die Oberklasse mit Intel Core-m und Core-i-Prozessoren und die Einstiegsklasse mit mit Atom und Celeron-Prozessoren. Das VOYO V3 gehört der Einsteigerklasse an, liefert hier allerdings Leistung auf erwartetem Niveau. Für den Praxiseinsatz heißt das, dass das Gerät prädestiniert für einfache Tätigkeiten wie Websurfen und leichte Office-Kost ist, während bei komplexeren Applikationen oft auch etwas längere Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Grafisch aufwändigere Spiele sollten nicht zum geplanten Einsatzszenario gehören. Akku HP MU06 .
Dank der Intel-Atom-CPU im Zusammenspiel mit einem Festspeicher haben wir es mit einem komplett lautlosen Gerät zu tun. Auftretende Abwärme wird über ein Wärmeleitpad über den Komponenten verteilt und nach Außen abgegeben. Bei anhaltend hoher Last kann es so zu sehr hohen Temperaturen an der Außenschale kommen, im Praxisalltag wird dieser Fall aber wohl nur in Ausnahmefällen eintreten.
Im Vergleich mit dem referenzwürdigen Apple MacBook 12 werden die Schwächen des eingesetzten Audiosystems offensichtlich. Sowohl bei niedrigen Frequenzen als auch im Hochtonbereich gibt es große Lücken und auch die maximale Lautstärke dürfte etwas großzügiger bemessen sein. Günstige als auch teure Convertibles anderer Hersteller schneiden hier oft nur unwesentlich besser ab.
Keine Lorbeeren verdient das VOYO V3 beim Energieverbrauch bzw. der Akkulaufzeit. Im WLAN-Test protokollieren wir eine Laufzeit von gerade einmal 3,5 Stunden. Auch unterwegs sollte also stets das Netzteil mitgeführt werden. Unerklärlich hoch fällt auch der Energieverbrauch bei ausgeschaltetem Gerät bzw. im Standby aus. Obwohl der Akku als geladen ausgewiesen wird, können wir hier Werte annähernd so hoch wie im Betrieb beobachten. Erst nachdem der Netzstecker gezogen und erneut eingesteckt wurde, normalisieren sich die Werte auf übliches Niveau.
Wenngleich der "reguläre Preis" von rund 680 USD deutlich zu hoch gegriffen scheint, ist das VOYO V3 für aktuell gerade einmal 245 USD einen zweiten Blick wert. Allerdings sollte man sich der Risiken bewusst sein, und zudem bereit sein, einige Abstriche in Kauf zu nehmen. Zuerst aber die positiven Aspekte des Gerätes: Das Gehäuse im Yoga-13-Stil und Design überzeugt mit guter Verarbeitung und schicker Optik. Das eingesetzte IPS-Display mit einer Diagonale von 13,3-Zoll und FHD-Auflösung ist den meisten Displays, die in Notebooks dieser Preisklasse Verwendung finden, eindeutig überlegen. Für ein Convertible kann allerdings die Helligkeit von durchschnittlich rund 200 cd/m2 je nach Anwendnungsszenario auch schon einmal etwas zu wenig sein. Großer Pluspunkt Vergleich zu konventionellen Notebooks: Das Convertible ist zu jeder Zeit lautlos.

Auf der Contra-Seite stehen eine dürftige WiFi-Performance, ein mangelhaftes Netzteil bei unserem Testgerät, mögliche höhe Oberflächentemperaturen aufgrund der passiven Kühlung, sowie eine eher knappe Akkulaufzeit von nur rund 3,5 Stunden im WLAN-Betrieb. Die eingesetzte Hardware reicht für einfache alltägliche Arbeiten aus, kann aber schnell ihre Grenzen erreichen was für den User in längeren Wartezeiten spürbar wird. Akku HP 635 .

Modelle namhafter Hersteller kosten zumindest einige hundert Euro mehr, liefern dafür aber auch teils bessere Ergebnisse, etwa bei der Akkulaufzeit oder den Kommunikationsmodulen. Auch bei Fragen zur Langlebigkeit und möglichen Garantieansprüchen scheint man hier eher auf der sichern Seite zu sein.

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