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26/09/2015

Notebook Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku

Entspiegelt, Full-HD, starker Intel SoC und eine Grafik von AMD. Der Mix, aus dem Träume gemacht sind? Wir sind auf jeden Fall enttäuscht, Sie auch?
Affordable Windows Laptop. Mehr ist auf der offiziellen Lenovo Seite nicht über den 15-Zoller B50-80 herauszufinden. Geräte, die noch nicht einmal das Idea- oder der ThinkPad Label tragen dürfen, gehören zur Brot- und Butterware des größten PC-Herstellers der Welt. Der Laptop wird derzeit in 18 verschiedenen Konfigurationen angeboten, die preislich von 300 Euro (Pentium, FreeDOS) bis 530 Euro (Core i3, 128-GB-SSD) logieren. Das Einsteigermodell muss zu unterschiedlichen Preisen entweder mit eine IGP-Grafik von Intel auskommen, mit einer AMD Radeon R5 M230 (2 GB) oder eben einer Radeon R5 M330 (2 GB) wie im Testgerät. Die Bestückung unseres Samples mit Core i5 5200U und Radeon R5 M330 kostet 679 Euro und hebt sich damit deutlich von der B50 Unter- und Mittelklasse ab.

Was taugt die Radeon R5 M330 im Vergleich zur älteren R5 M230? Lohnt ein Aufpreis? Kann sich das B50-80 mit seinem schlichten, aber auch billig wirkenden Kunststoff-Look gegen die aufgeputzte Konkurrenz erwehren? Selbige ist für 350 bis 700 Euro breit aufgestellt und bringt ebenfalls Low-End- bzw. Midrange-Grafiklösungen mit.

Was kann das im Markt 679 Euro teure Lenovo B50-80 diesen meistens günstigeren Konfigurationen von Acer und HP entgegenhalten? Ist der Low Voltage Core i5 immer noch stärker als AMDs Carrizo Oberklasse? Ist die Performance der Grafikkarte der Rede wert, oder sollte bei Spiele-Ambitionen einer stärkeren Lösung der Vorzug gegeben werden? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Test.
Es enttäuscht, das Gehäuse mit dem der weltgrößte PC-Hersteller hier seine Kunden beglücken möchte. De facto gehört ein Chassis in dieser schwachen Stabilität, mit den schwammigen Eingabegeräten und der drögen Plastik-Optik/-Haptik zum untersten Standard. HPs Pavilion-15-p008ng hat ebenfalls keine Metallapplikationen, dennoch hat sich der Hersteller mit einer polierten Arbeitsumgebung (erinnert an gebürstetes und eloxiertes Aluminium) und einem silbern lackierten Deckel mehr Mühe mit der Optik gegeben. Beim B50 ist der matte Deckel schnell mit Fingerabdrücken übersät, Schmutz lagert sich in der unregelmäßigen Spalte rund um die Base-Unit ab, und Staub verziert die Rahmung des Bildschirms. Ein Besitzerstolz will mit dem B50 nicht aufkommen, weshalb der Griff zum Putzlappen abwegig erscheint.

Sogar das größere HP-Pavilion 17 überzeugte im Test mit einer wertigeren, stabileren und optisch schöneren Konstruktion. Besitzer des B50 müssen sich Scharniere gefallen lassen, die zwar relativ straff sind, den Deckel aber dennoch deutlich wippen lassen. Er kann auf knapp 135 Grad geöffnet werden. Im Anschlag zieht die Aufhängung sichtbar am vielleicht doch etwas zu schwachen Chassis. Der Deckel kann rückseitig eingedellt und oben anfassend verbogen werden. Die Möglichkeiten sind jedoch beschränkt, die Verarbeitung ist für die Preisklasse von knapp 700 Euro unterdurchschnittlich. Für die Konfigurationen ab 350 Euro ist die Bauart angemessen.

Die Unterschale des B50 ist nach dem Lösen von nur zwei Schrauben leicht zu entfernen. So besteht zwar kein Zugriff auf den Lüfter zwecks Reinigung; die Festplatte, das WiFi-Modul im M.2-Format, die CMOS-Batterie und der Arbeitsspeicher können jedoch getauscht bzw. aufgerüstet werden.
Klassisch ist das B50 bei den Ports aufgestellt. Während Lenovo bei seinen IdeaPads inzwischen den VGA d-Sub weglässt und nur noch HDMI anbietet, ist der Klassiker hier immer noch an Bord. OneLink, der kombinierte Power- und Docking Port von Lenovo, ist nicht eingebaut - schade. Dieser ist bei manchen ThinkPad-Edge-Einsteigern an Bord und bringt dort mit nur einem einzigen Kabel eine Docking-Station als auch Energie an das Notebook.

Den SD-Kartenleser haben wir mit einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II einmal genauer unter die Lupe genommen: Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 88 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei üblichen JPG-Bilddateien etwa 62 MB/s erwartet werden können. Der Kopiervorgang von 250 jpg.-Dateien (je rund 5 MB) dauerte nur 20 Sekunden. Das ist vergleichsweise schnell, langsame Cardreader leisten sich beim Kopieren auf die Festplatte über 30 Sekunden.
Im B50 steckt ein Mini-PCIe-Funkadapter von Intel, das Wireless-AC 3160. Der M.2-Chip unterstützt Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz). Damit sind auf Single-Stream theoretisch 433 Mbit/s brutto möglich. Wir können dem Testgerät eine reichweitenstarke, aber nicht sonderlich stabile Verbindung attestieren. Den 45-Meter-Messpunkt des individuellen Settings des Autors erreicht der 15-Zoller mit 1-2 Balken Signalstärke. Die Verbindung bricht teilweise bereits ab. Die Geschwindigkeiten beim Aufruf von Websites sind beträchtlich vermindert (60 bis 250 Kbit/s). Zum Vergleich: Auf nähere Distanzen wie dem 15-Meter-Messpunkt außerhalb des Gebäudes sind bei 2-3 Balken bis zu 3 Mbit möglich. Websites werden dabei schnell geladen.

Die in den Displayrahmen eingebaute 1,0-Megapixel-Webcam liefert nur sehr bescheidene Ergebnisse. Detailarmut, verwaschene, unechte Farben und starkes Rauschen prägen den Bildeindruck. Die Fotos erzeugen den Eindruck eines Darkroom-Effektes, es sind aber Außenaufnahmen bei hellstem Sonnenschein. Das Mikrofon macht hingegen eine gute Figur, siehe unter Lautsprecher.

Unserem Modell mit Windows-8.1-Betriebssystem liegen weder Treiber-CDs noch sonstiges Zubehör bei. Im Karton befinden sich nach dem 65-Watt-Netzteil nur eine Kurzanleitung und ein Faltblatt mit Garantiekontakten. Die Windows-10-Installation hat sich übrigens gleich gemeldet, hier kann sich der Nutzer für das kostenlose Upgrade anmelden. Ausgeführt haben wir die Installation aber nicht.
Die Wartungsklappe erlaubt einen Zugriff auf die wichtigsten Hardware-Komponenten. Dazu gehören Festplatte (2,5 Zoll, 7 Millimeter), WLAN-Modul M.2 und Arbeitsspeicher (1 von 2 Slots belegt). Der Gehäuselüfter bleibt leider außen vor. Nicht der Akku, der ist klassisch gesteckt. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T400 .

Wie bei Lenovos Einsteigern üblich, kommt das B50 mit lediglich 12 Monaten Garantielaufzeit auf den Markt. Vergleichsweise günstige Erweiterungspakete (Bring-In-Service: 24/36 Monate ab 32/58 Euro) lassen eine Verlängerung dieser Zeitspanne ratsam erscheinen.
Ein dunkles Kapitel bricht bei den Eingabegeräten an. Nicht feedbackstarke Tasten mit einem wohldefinierten Druckpunkt und einem festen, soliden Anschlag erwarten den Schreibenden hier. Vielmehr wippt die gesamte Tastenfläche stark, was einen wabbeligen Anschlag erzeugt. Besonders links ist diese Schwäche deutlich ausgeprägt. Die Tasten haben nur einen geringen Hubweg, der Druckpunkt ist deutlich. Eine konische Wölbung und eine Beleuchtung besitzen die Accu-Type-Tasten nicht, dafür aber einen Standard-Ziffernblock.

Das Touchpad mit seiner haptisch angenehmen Oberfläche ist nicht zu glatt und wirkt nicht schmierig. Die Fläche ist bis in die Ränder sensibel und unterstützt die gängigen Multitouch-Gesten. Die Plastik-Tasten wirken nicht nur billig, sie haben auch einen sehr knappen Hubweg und verschwinden dann noch in ihrer Einfassung. Große Finger drücken beim Tippen öfters auf den Rand und stören sich an der gedrungenen Silhouette. Der deutliche Druckpunkt kommt auf Grund des schwachen Hubs kaum zur Geltung, der Anschlag ist dumpf und eher weich. Je nach Druckposition hört sich das Klick-Geräusch unterschiedlich an - ein Phänomen, das stören kann.
Abhängig von der gewählten Konfiguration stellt das 15,6 Zoll große Display des B50 entweder 1.366 x 768 (HD) oder 1.920 x 1.080 Bildpunkte (FHD) dar, was einer Pixeldichte von 100 respektive 141 ppi entspricht. Schon allein aufgrund der zusätzlichen Arbeitsfläche raten wir zur Wahl von Full-HD, wie sie im Testgerät vorliegt. Non-Glare ist Standard, gleich welche Auflösung gewählt wird.

In puncto Helligkeit (207 cd/m²) und Kontrastverhältnis (556:1) schneidet das FHD-Display allerdings schlecht ab, wie der Blick auf die Konkurrenten zeigt. Bis auf das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G sind alle Vergleichsgeräte in der Tabelle mit einem TN-Bildschirm ausgerüstet. Dies führt für gewöhnlich zu schwachen Kontrasten, aber das Pavilion 17-g054ng mit 948:1 belehrt uns eines Besseren. Der Panelhersteller Innolux gibt 220 cd/² und einen Kontrast von 500:1 an, was sich mit unseren Messungen deckt.

Wichtig ist ebenfalls eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Lichthöfe, die wir dem B50 auch attestieren können. 88 % Ausleuchtung sind ziemlich gut, die meisten Testgeräte liegen bei 80 % und etwas besser.
Vom Farbraum sRGB deckt das Testgerät 60 % ab, von AdobeRGB sind es nur 38 %. Professionelle Grafik- und Fotobearbeiter haben mit diesem Panel sicher keine Freude. Hinzu kommt eine völlig ungenaue Farbdarstellung, das DeltaE liegt bei um die 12. Das ist typisch für die günstigsten TFTs auf dem Markt. Das beherrscht die Konkurrenz teilweise deutlich besser: Das Pavilion 17-g054ng und das Aspire V15 Nitro VN7-571G (IPS) sind in puncto Farben Vorreiter. Beim DeltaE ist der erwünschte Zielzustand ein Wert kleiner drei. Der Wert 5 ist zwar besser als beim Testgerät, jedoch sind Abweichungen von der Farbreferenz bereits mit dem bloßen Auge erkennbar.

Der für TN-Bildschirme typische Blaustich ist beim B50 besonders stark ausgeprägt und auch für ein ungeschultes Auge erkennbar (siehe Graustufen). Dies ist der Auslieferungszustand, eine Kalibrierung konnte die Farbdarstellung verbessern. Das Profil haben wir in obiger Box verlinkt.
Mit dem Lenovo B50 wird der Einsatz bei Tageslicht auf Grund der geringen maximalen Helligkeit erschwert, trotz entspiegelter Oberfläche. Nutzer werden sich einen Schattenplatz suchen müssen, die Anzeige ist ansonsten zu dunkel. Blendeffekte gibt es zum Glück gar keine. Das B50 hat keinen Umgebungslicht-Sensor zum automatischen Anpassen der Helligkeit.
Das FHD-Panel basiert auf der TN-Technik, dieses ist die günstige Mainstream-Variante für Laptop-TFTs. IPS bzw. PLS-Panels ersetzen im Mittel- und hochpreisigen Preisbereich nach und nach die TN-Anzeigen. Bei HP sind IPS-Panels in Full-HD bereits zu den Pavilion Einsteigern für unter 400 Euro vorgestoßen. Diese IPS-Bildschirme haben stabilere Blickwinkel und meistens eine exaktere Farbdarstellung. Unser Testgerät leidet deutlich unter Kontrastverschiebungen und Bildinvertierungen, wenn der Betrachter seitlich oder gar von schräg unten auf die Anzeige blickt.
Lenovos 15,6-Zoller ist als einfaches Multimedia-Notebook konzipiert, zumindest was das optische Laufwerk, das Display und die Anschlüsse angeht. Die inneren Werte mit Core i5 5200U (Broadwell), AMD Radeon R5 M330 und HDD sprechen für einen Allrounder, der mit den vielfältigsten Anwendungen zumindest zufriedenstellend fertig werden sollte.

Die Radeon R5 M330 ist sicherlich ein attraktiver Punkt für viele Käufer, die hin und wieder Games spielen wollen, aber sich vor den hohen Preisen vermeintlicher Gaming Laptops scheuen. Wie wir aber noch zeigen werden, ist das ein Trugschluss. Ähnliche oder sogar bessere 15-Zoller bis knapp 700 Euro bieten teilweise deutlich bessere Spielerlebnisse. Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku .

Andere Konfigurationen gibt es derzeit auf dem deutschen Markt jede Menge. Wer nach Lenovo B50-80 sucht, der erhält derzeit 18 unterschiedliche Konfigurationen, wobei hier die Spanne von Pentium ohne Betriebssystem bis zum Core i7 5500U reicht.
Die Intel Core i5 5200U arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,2 GHz. Mittels Turbo kann sie auf 2,5 GHz (beide Kerne) bzw. 2,7 GHz (ein Kern) beschleunigen. Der Turbo kommt im Netz- als auch im Akkubetrieb zum Einsatz: Die CPU-Tests der Cinebench Benchmarks werden immer mit voller Geschwindigkeit bearbeitet (Multi-Test @2,5 GHz) und erzielen dieselben Scores. Die anderen beiden 5200U-Notebooks kommen meist auf eine identische Punktzahl. Zu einem thermischen Throttling kommt es nicht, zumal wir selbst im Stresstest am SoC nur maximal 80 Grad Celsius messen. An der GPU sind es sogar nur 66 Grad.

Gleiches Taktungsbild bei der Radeon: Sofern für den Batteriebetrieb maximale Leistung eingestellt wird, fährt die Radeon 955 MHz und erzielt unter Akkustrom dieselben Punkte im Shading-Test des Cinebench. Wer akkuschonend einstellt, der erlebt mit 400 MHz eine knapp halbierte Leistung (13,6 statt 21,7 fps).

Der brandneue A10-8700P (Carrizo) liegt nur 30 bzw. 15 % hinter dem i5 5200U. Wer nicht auf das letzte Quäntchen Leistung angewiesen ist, der könnte auch mit einem teilweise deutlich günstigeren APU-Modell glücklich werden.
Die Anwendungs-Performance der PCMark-8-Scores profitiert weniger von der Radeon Grafikkarte, sondern mehr vom schnellen Prozessor. Die APU betriebenen HP 355 G2, Pavilion 15-p151ng und Pavilion 17-g054ng liegen allesamt zurück, wenn auch nur knapp. Dies entspricht dem Nachteil bei der Prozessorgeschwindigkeit. SSD bestückte Notebooks befinden sich nicht im gezeigten Vergleich. Das System mit der stärkstem Grafik, das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G liegt vier bzw. 10 % vor dem Testgerät, das ist nur eine marginale Differenz. Wenn es um Spiele geht - das werden wir gleich sehen - dann ist diese Differenz gigantisch. Wenn solche keine Rolle spielen, dann macht es für den Käufer kaum einen Unterschied, ob er der kleinen Radeon R5 oder der großen GTX 850M den Vorzug gibt.
Die leise Seagate Festplatte (Typ SpinPoint M8 ST1000LM024) mit einer Bruttokapazität von 1.000 GByte, von denen zirka 865 GB nach Abzug von Recovery Partition und OS zur Verfügung stehen, verrichtet einen gemächlichen Job. Bereits in der Praxis fielen uns relativ zähe, weil lange Ladevorgänge und Programmstarts auf. Die Tabelle mit den Testwerten zeigt dann auch: Read und Write 4K sind sehr schwach und das im Vergleich mit anderen rotierenden Massenspeichern. Die baugleiche SpinPoint M8 im Pavilion 17-g054ng lieferte ähnlich schwache Werte und bestätigt unsere Messung. Das Solid State Hybrid Drive im Pavilion 15-p151ng holt einige Punkte mehr heraus, obwohl die HDD-Benchmarks eigentlich nicht vom Cache profitieren. Dennoch sehen wir z. B. einen exzellenten Write-4K-Durchsatz.
Die Radeon R5 M330 arbeitet im Enduro Verbund mit Intels HD 5500 zusammen, was das automatische Umschalten zur Prozessorgrafik erlaubt. Leider muss nach wie vor, selbst im Modus Höchstleistung (Catalyst-Treiber und Windows Energieeinstellungen), sehr oft manuell die Radeon zugewiesen werden. Dies war bei Benchmarks und Games ein nerviges Prozedere.

Die Radeon R5 M330 besitzt 320 Shader, die per OpenCL für generelle Berechnungen (GPGPU) eingesetzt werden. Technisch ähnelt die GPU der älteren R5 M255, neu sind aber die leicht erhöhten Kerntaktraten. Theoretisch sollte die Radeon mit einem Kerntakt von 1.030 MHz arbeiten, faktisch bildete unser B50 aber bestenfalls 955 MHz ab (Stresstest als auch Benchmarks).

Von der Leistung her ordnet sich die R5 M330 laut 3DMark 11 deutlich unter der Geforce 840M ein. Die Geforce holt sich je nach Test 40 bis 90 % mehr Punkte. Die GTX 850M zieht mit 120 bis 150 % Vorsprung weit davon. Die R5 ist eine Einsteiger-GPU, die je nach Anwendung, Spiel oder Benchmark mehr oder weniger deutlich über der integrierten HD Graphics 5500 liegen sollte. Das Medion Akoya E7416 aus den Vergleich Tomb Raider und Bioshock Infinite zeigt Differenzen von 12 bis knapp 40 % zu Gunsten der Radeon R5.
Die zerklüftete Game-Grafik im Anschluss zeigt deutlich: Das B50 ist kein Gamer. So sollte ein Notebook auch nur genannt werden, wenn wenigstens mittlere Einstellungen in HD-Auflösung flüssig gespielt werden können. Das ist hier nicht der Fall, so manches hardwarehungrige Spiel reißt schon in niedrigen Settings die Hufe hoch und stottert vor sich hin. Hier entstand nicht nur beim Tester der Eindruck, dass oftmals die HD 5500 arbeitet und nicht die Radeon R5. Hier muss der B50 Besitzer tatsächlich aufpassen und Enduro manuell auf Höchstleistung setzen. In einigen Fällen verbesserten sich so die fps, die abgebildeten Werte wurden aber alle mit aktiver Radeon erzeugt.

Wie das Medion Akoya E7416 im Chart zeigt, liegt die Radeon in Tomb Raider und Bioshock Infinite tatsächlich nur 12 bzw. 38 % vor der HD 5500. Bei den Games gab es einige Fälle von Gleichstand, z. B. bei Battlefield Hardline, das wir einmal komplett mit der HD 5500 in allen Settings geprüft haben. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch Titel, die mit der Radeon R5 doppelt so schnell laufen, das ist bei Metal Gear Solid V der Fall (Medium: HD 5000 13,6 fps, Radeon 26,5 fps) aber auch bei F1 2014 (nicht ganz verdoppelt).

Die Radeon R5 M330 hat also für Spieleambitionen schon ihre Berechtigung und kann nicht mit einer HD 5500 ersetzt werden. Tatsächlich muss sich der Anwender aber mit älteren oder sehr anspruchslosen Formaten zufrieden geben, aktuelle Titel machen definitiv keinen Spaß.
Der Lüfter des B50-80 steht im Idle-Modus leider niemals still. Schwache oder kurzzeitige Last bringt das sonore Grundrauschen daher nicht aus der Ruhe. Die Festplatte ist leiser als der Lüfter, weshalb wir hier einen Wert angeben. Die DVD-Wiedergabe ist mit 36 dB(A) relativ leise, aber weiterhin hörbar.

Unter konstanter Last dreht der Lüfter stärker auf. Wir messen einen Schalldruckpegel von 40 dB(A). Der Lüfter arbeitet dabei mit gleichbleibender Geschwindigkeit, welche sich im Stresstest auch noch auf 43 dB(A) erhöht. Letzteres ist aber selten der Fall, selbst ein konstant laufender GPU-Stresstest, wie der Furmark, lässt den Lüfter nur mit 40 dB(A) surren. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T61 .

Alles in allem haben wir es mit einem relativ leisen Notebook zu tun, nur im Leerlauf hätten wir bei der relativ schwachen Hardware Pausen der aktiven Lüftung erwartet. Das kann die Konkurrenz besser, gerade wenn wir den Idle-Wert betrachten. Das HP Pavilion 17-g054ng ist hier die Avantgarde, gefolgt vom Aspire V15 Nitro. Diese beiden Notebooks sind auch im Spielebetrieb etwas leiser. 
Im Leerlauf bleibt das B50 ziemlich kühl, der Durchschnitt oben/unten liegt bei gerade mal 27 Grad. Je nach Raumtemperatur kann das aber schwanken. Bei hoher und vor allem konstanter Last für mehrere Stunden messen wir an den Hotspots bis zu 41 Grad Celsius (oben) bzw. bis 43 Grad (unten). Das ist für ein Notebook mit dedizierter Grafik sehr wenig. Da es sich hier um Stresstest-Werte handelt, bei welchem das Maximum aus der Thermik herausgekitzelt wird, sollten diese Werte in der täglichen Praxis, auch bei Games, noch nicht einmal erreicht werden.

Den Stresstest (Prime95 & Furmark 1h) durchläuft das B50 im Netzbetrieb konstant mit 2,5 GHz an der CPU, der i5 geht nicht ins Throttling. Das sollte er auch nicht bei maximal 80 Grad Celsius Kerntemperatur. Mit einem Prime95-Solo liegt die Temperatur sogar nur bei 67 Grad. Die Radeon rechnet konstant mit 955 MHz, sie erfährt also ebenfalls keine Drosselung. 
Die Lautsprecher sitzen über der Handballenauflage und beschallen den Hörer direkt. Im Vergleich mit Speakern, die unter der Handballenauflage sitzen, scheint das ein Vorteil zu sein. Praktisch kommt davon aber nicht viel an, die Bässe fehlen im Spektrum komplett, und differenzierte Höhen gibt es kaum. Es sind also die typischen mittenlastigen Lautsprecher, die das B50 begleiten. Für den Voice Chat genügen sie, für Filme oder Musik empfehlen wir aber Kopfhörer oder Lautsprecher am Kopfhörerausgang. Der ist übrigens wie üblich mit einem Mikrofon-Eingang kombiniert.

Gut gefällt uns hingegen die Aufnahme des Mikrofons (neben Webcam). Die Aufnahme enthält wenig Grundrauschen, Sprache wird klar und deutlich aufgezeichnet. Die geringe Differenzierung durch das Mono-Mikrofon stört kaum, lässt die Stimme aber etwas hart und leicht blechern klingen. Hier kann der Sprecher 50 Zentimeter vor dem B50 stehen oder auch in 2 Metern Entfernung aus dem Fenster schauend sprechen. Die Aufnahme gelingt dennoch mit einem gleichbleibenden Pegel.
Der Energiebedarf des Lenovo B50-80 liegt im Idle-Modus deutlich unterhalb von 10 Watt. Hier unterscheiden sich die Konkurrenten sehr stark, obwohl fast alle mit 15-Watt-SoCs bzw. 15-Watt-APUs bestückt sind. Das Carrizo Modell A10-8700P (12-25 Watt, beim HP auf 15 Watt festgelegt) macht eine Ausnahme und fällt auch gleich mit einem übermäßig hohen Idle-Stromverbrauch negativ auf. Gleiches unternimmt der Kabini Vorgänger A10-5745M, der hier mit 25 Watt den höchsten TDP aufstellt.

Im Stresstest nimmt das Testsystem bis zu 41 Watt auf. Das 65-Watt-Netzteil ist daher passend dimensioniert. 41 Watt sind sehr wenig, wenn wir es mit den stärkeren Aspire V15 Nitro VN7-571G oder Pavilion 17-g054ng vergleichen. Auffällig ist die niedrige Energieaufnahme bei durchschnittlicher Last, das wäre z. B. bei Computerspielen der Fall. Hier sind alle Konkurrenten hungriger. 
Im Idle-Modus erreicht das B50 (32 Wh) eine Laufzeit von nur 4:48 Stunden. Das ist seiner geringen Akkukapazität geschuldet, die Energieaufnahme entspricht der Norm und ist gering. Die Konkurrenz kann das durch die Bank besser, jedes Gerät hat einen stärkeren Akku als unser Testkandidat. Besonders Acer Aspire V15 Nitro und Acer Aspire E5-571G trumpfen auf, sie legen fast 180 % Laufzeit drauf. Der Idle-Modus wird durch den Battery Eater Reader's Test überprüft: Die Anzeige befindet sich auf geringster Helligkeitsstufe, das Energiesparprofil ist aktiv, und die Funkmodule sind abgeschaltet.

Unter Last stellt das B50 den Betrieb nach 83 Minuten ein. Hier sind die AMD Kandidaten etwas schwächer, die Boliden mit den starken Grafiklösungen geben aber wieder den Ton an. Die Laufzeit unter Last haben wir mit dem Battery Eater Classic Test ermittelt: Der Bildschirm arbeitet mit voller Helligkeit, das Hochleistungsprofil und die Funkmodule sind aktiviert.

Den praxisnahen WiFi-Test beendet das B50-80 nach 3:33 h. Damit ordnet sich der 15-Zoller wieder fast an das Ende des Vergleiches, nur das HP Pavilion 15-p151ng hat noch weniger Durchhaltevermögen. Das V15 Nitro steht abermals ganz vorn, kein Wunder bei 52 Wattstunden. Bei diesem Test wird das Aufrufen von Webseiten simuliert. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt (2 Stufen dimmen).

Die Akkulaufzeiten des B50 sind ziemlich schlecht, was vor allem an der sparsamen Kapazität des Akkus liegt. Ein Upgrade bietet Lenovo nicht an, wo sollte ein größerer Akku auch hin, schon jetzt steht er nach unten hin über.
Lenovo legt mit dem B50-80 einen 15-Zoller auf, der stoisch seine Pflicht erfüllt, aber nirgends so richtig auftrumpfen kann. Das billig wirkende Gehäuse ist nicht sonderlich stabil, es hapert an den Spaltmaßen. Besitzerstolz – Fehlanzeige. Enttäuschung ist bei den Eingabegeräten angesagt: Hier machen es uns weder das Touchpad noch die Tastatur recht. Während wir mit den gedrungenen Tasten das Pads noch halbwegs arbeiten können, liefert die Tastatur ein höchst schwammiges Feedback. Eine derart schlechte Tastatur ist selten in einem Notebook verbaut. Zu den Negativpunkten zählen wir auch die Seagate Festplatte, die in der Praxis übermäßig lange Ladevorgänge abliefert.

Thermisch macht Lenovo alles richtig, bei geringen Temperaturen fahren die Komponenten an ihren normalen Leistungsgrenzen (Turbo ausgenutzt und stabil). Das B50 bleibt stets relativ kühl und wird auch bei Stress nicht übermäßig laut. Leider schaltet sich der Lüfter selbst bei längeren Idle-Phasen nicht ab.

Spieletauglich ist das B50 mit der Radeon R5 nicht, meistens sind aktuelle Titel nur in niedrigen Details spielbar. Hier kommt dann die matte FHD-Auflösung nicht zur Geltung, auch wenn das TN-Panel einen brauchbaren Kontrast und eine gleichmäßige Ausleuchtung liefert. Leider stellt es aber (nicht kalibriert) auch einen deutlichen Blaustich bereit. Draußen ist das TFT auf Grund der geringen Luminanz, die im Akkueinsatz nochmals gesenkt wird, fast unbrauchbar.

Viele Vorteile hat es also nicht, das B50, noch nicht einmal der Preis von knapp 680 Euro kann locken. Zu diesem Preis sind die eingeschränkte Spieletauglichkeit und die schlechte Verarbeitung (Chassis, Eingabegeräte) einfach nicht mehr attraktiv. Ersatzakku Lenovo Thinkpad R61 .

Bei einer Konfiguration desselben Chassis für 350 Euro sähe das anders aus. So aber verweisen wir auf Multimedia-Konkurrenten mit besseren Eingabegeräten, teilw. besseren Bildschirmen und stärkeren Grafikkarten.

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16/09/2015

Laptop HP COMPAQ 6710s Akku

In ein edles Gehäuse verpackt und gleichzeitig mit einer aktuellen NVIDIA GTX 950M ausgestattet - die Spezifikationen des Envy 15 sind zwar imposant, allerdings war Throttling bei unserem Testgerät ein präsentes Thema.
Das HP Envy 15 gilt schon seit einigen Generationen als solider Allrounder der gehobenen Klasse. Ausschlaggebend für den Erfolg war nach wie vor die gelungene Mischung aus Leistung, Verarbeitung und den jeweiligen Gehäuseeigenschaften. Nun steht ein Update dieser Serie hinsichtlich der Grafikeinheit und des Gehäuses an. Zu unserem im März getesteten Modell fällt der Sprung auf NVIDIAs aktuelle GTX 950M auf. Darüber hinaus bleiben die inneren Werte fast äquivalent zum Vergleichsmodell. Hierzu zählt ein Intel Core i7-5500U, ein etwas kleinerer 8 GB Arbeitsspeicher und eine 1 TB große SSHD Festplatte. Wir wollen uns in diesem Test gezielt mit den Neuerungen befassen und verweisen für weitere Details und Tests, an unser bereits getestetes Modell. Insgesamt ist das uns vorliegende Gesamtpaket im HP-Store für rund 1.000 Euro erhältlich. Ob sich die neue Grafikeinheit positiv etablieren kann, wird sich zeigen, vor allem im Vergleich mit möglichen Kontrahenten. Das MSI GP62 besitzt etwa nicht nur ebenfalls eine NVIDIA GTX 950M, sondern ist dank schnellerer Intel Core i7-5700HQ ein starker und preislich ebenbürtiger Vergleichspartner.
Die Materialwahl des Gehäuses fällt größtenteils auf edel aussehende Aluminiumelemente. Lediglich im Bereich der Unterseite und der Displayeinfassung wurden Kunststoffteile genutzt. Das zugleich schlicht und imposant wirkende Gehäuse verfügt, dank der gewählten Materialien und den abgerundeten Ecken, über eine gute Haptik. Allerdings lassen sich durchaus auch Mängel feststellen: Der Displaydeckel, sowie die Tastatureinheit lassen sich etwa leicht eindrücken. Sonst macht das Gehäuse einen soliden Eindruck. Hinsichtlich der Wärmeabtragung hat sich HP ein besonderes Highlight einfallen lassen: Nach Aufklappen des Displays hebt sich das gesamte Notebook im hinteren Bereich etwas an, was zudem zu einem angenehmeren Winkel für die Nutzung der Tastatur führt.
Als nächstes wollen wir mit unserer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Referenz-SD-Karte die Performance des SD-Cardreaders testen. Laut AS SSD liegt die maximale Lesegeschwindigkeit bei 86,62 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit bei bis zu 63,32 MB/s. Das Kopieren von 250 JPG-Dateien (ca. 5 MB je Bild) dauert rund 15 Sekunden.

Um etwaige Upgrades durchzuführen, werden keine separaten Wartungsklappen angeboten. Eine Abnahme der kompletten Bodeneinheit ist dennoch möglich. Hierzu liefert der Hersteller einen Service-Guide, der das notwendige Vorgehen dokumentiert.
In HPs 15 Zoll großem Allrounder findet sich Platz für eine vollständige Tastatur inklusive Numpad. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wurden die Tasten in unserem Testmodell im gleichen Silber des Gehäuses gehalten. Der Hub der Tasten ist kurz mit deutlichem Druckpunkt angesetzt, weshalb ein sehr knackiges Schreibgefühl entsteht. Alle Tasten verfügen über eine ordentliche Festigkeit und geben an den Seiten nicht zu viel nach. 10-Finger-Schreiber werden sich an der Tastatur austoben können. Lediglich die Leertaste macht einen leicht schwammigen Eindruck. Insgesamt ist das Eingabegerät durchaus gelungen.
Das groß dimensionierte TouchPad wirkt durch die versteckten Tasten und den dünnen Chromrand hochwertig. Leider werden Touch-Eingaben mit Klappergeräuschen vom Gehäuse quittiert. Die Gestensteuerung gelingt größtenteils ohne Hindernisse. Scrollbewegungen stocken selten, werden ab und an aber nicht sofort erkannt. Die eingesetzten Tasten verfügen über einen langen Hub, der zur Mitte hin kürzer wird. Problembereiche bei der Eingabe bleiben die bekannten Ecken. Hier werden Eingaben eher sporadisch wahrgenommen. Für den normalen Office- und Surf-Alltag genügt das Eingabemedium allemal.
Zum Einsatz kommt in unserem 15 Zoll großen Testgerät ein mit 1.920 x 1.080 Pixel auflösendes Display. Hierbei wird ein aus dem Hause Chi Mei kommendes TN-LED-Panel verwendet. Im alten Modell griff HP noch auf AU Optronics zurück. Viele Kontrahenten nutzen ebenfalls ein günstiges TN-Panel anstelle eines blickwinkelstabilen IPS-Displays. Die Leuchtdichte während des Netzbetriebes beträgt durchschnittlich 226,4 cd/m². Sobald allerdings der Akku für die Stromversorgung zuständig ist, fällt die Helligkeit auf 192 cd/m² ab. Der Kontrast ist mit 500:1 eher mittelmäßig. Einige Kontrahenten und das Vorgängermodell können selbst nicht besser abschneiden, Acer zeigt mit seinem Nitro wie es besser gehen kann. Für ein subjektiv sattes Schwarz genügt der Schwarzwert von 0,48 cd/m². HP COMPAQ 6510b Akku .
Schon mit bloßem Auge erfassen wir einen starken Blaustich. Dieser wird von der CalMAN-Analyse ebenfalls bestätigt. Die Abweichungen der Farben und Graustufen sind mit einem deltaE-Wert von über 12 sehr hoch. Einige Hersteller liefern ein Werksprofil, welches diese Abweichungen kompensiert. In unserem Fall liegt dies allerdings nicht vor. Der professionelle Einsatz für Grafiker wird verwehrt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Farbraumabdeckung im AdobeRGB-Raum bei 38 % und bei dem sRGB-Raum bei 59 % liegt.

HP verwendet in seinem 15 Zoll großen Modell der Envy-Serie ein mattes Display, das direkten Lichtquellen trotzt. Im Außeneinsatz reicht die magere Helligkeit im Akkubetrieb leider kaum aus, um Sonneneinstrahlung entgegenwirken zu können. Eine Verwendung sei daher nur in schattigen Umgebungen empfohlen.

Da der Hersteller ein TN-Panel verwendet, fällt auch die Blickwinkelstabilität mager aus. Farben und Helligkeiten werden besonders bei Kippbewegungen immens verfälscht.
Wie schon in unserem letzten Test des Envy 15, liefert HP ein gut bestücktes Notebook, das den gängigen Anforderungen des Alltags gerecht wird. Selbst einige Spiele sind ohne Probleme flüssig darstellbar. Für 1.000 Euro arbeiten im Allrounder ein Intel Core i7-Prozessor, eine dedizierte Grafikkarte und ein 8 GB Arbeitsspeicher. Weitere Konfigurationsvarianten sind derzeit noch nicht auf der Herstellerseite zu finden.
Hinsichtlich des Prozessors hat sich zum letzten Envy 15 nichts getan. HP bleibt bei einer CPU der Broadwell Architektur. Die Intel Core i7-5500U taktet hierbei mit einem Grundtakt von 2.400 MHz. Mittels Turbo-Boost sind Taktraten von bis zu 3 GHz (2,9 GHz 2 Kerne) möglich. Während des Cinebench R15 wird zunächst mit 2,9 GHz gearbeitet. Diese Frequenz sinkt jedoch schnell auf 2.600 MHz. Mit rund 250 Punkten im Multi-Core-Test schneidet unser Modell etwas schlechter als das bereits getestete Modell ab. Als Spitzenreiter unserer Vergleichsrunde gilt das MSI GP62 mit stolzen 688 Punkten, das allerdings auch auf einen Quadcore-Chip setzt.

Nach mehrmaligen Anläufen des Cinebench R15 wird konstant mit 2,6 GHz gerechnet. Während eines Akkubetriebes konnten wir keinen Leistungsunterschied erkennen. Wie weitere Prozessoren im Vergleich zu unserem Testmodell abschneiden, lässt sich anhand unserer Benchmarktabelle aktueller Notebook-Prozessoren feststellen.
Während unserer Testphase erwies sich die gefühlte Systemleistung als ordentlich. Das Testgerät hatte selbst im Mehrprogrammbetrieb stets ausreichend Ressourcen, um weitere Arbeitsabläufe zu erfassen. Nutzer, welche eine SSD gewohnt sind, werden hinsichtlich der Reaktionsgeschwindigkeit dennoch einen Unterscheid zu der hier verwendeten SSHD feststellen. Dieses subjektive Empfinden bestätigt der PCMark 7. Da der PCMark 7 punktetechnisch SSD-Festspeicher bevorzugt, erreicht das Testgerät 40 % weniger Punkte als etwa das MSI GP62. Sehr ungewöhnlich ist allerdings, dass ein an sich schwächer bestücktes Toshiba Satellite P50 leicht besser abschneidet als das HP Envy 15. Dies könnte auf Schwierigkeiten bei den Taktraten der CPU zurückzuführen sein. Dieses Problem werden wir in den nächsten Abschnitten noch weiter analysieren. 
Genügend Speicherplatz liefert die 1 TB große Festplatte mit 8 GB Cache. Die im 2,5-Zoll-Formfaktor verwendete Festplatte erreicht gute Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von über 110 MB/s. Leider wird keine SSD-Option seitens des Herstellers angeboten. Das MSI GP62 verwendet zum Vergleich eine 512 GB große SSD, die bei den Lese- und Schreibwerten fast fünf mal besser abschneidet. Besonders die wichtigen 4K-Werte sind bei einer SSD immens höher.
Der wohl größte Unterschied zum Envy 15 aus dem ersten Quartal dieses Jahres liegt bei der Grafikhardware. HP verwendet in unserem Testgerät eine NVIDIA GTX 950M. Die dedizierte Grafikkarte positioniert sich in den Reihen der gehobenen Mittelklasse. Mit 4 GB Speicher und einem Kerntakt von 1.000 MHz tritt unser Modell an. Im 3DMark 11 können wir eine Punktzahl von fast 3.300 Punkten feststellen. Sehr kurios ist, dass das MSI GP62 1.500 Punkte mehr erzielt, aber auch andere Geräte mit GTX 950M bzw 850M klar voraus liegen. Mit einem Blick auf die Sensoren mittels HWInfo versuchen wir das Problem zu erfassen. Und siehe da, der Prozessor bleibt unter seinen Möglichkeiten. Im Durchschnitt hat die CPU während des Tests mit nur 1.360 MHz gerechnet. Am Ende des Tests schwankte die CPU-Frequenz nur noch zwischen 800 MHz und 1,2 GHz und die CPU-Temperatur bei nur 58 °C. Die maximal erreichte Temperatur wurde bei 78 °C festgestellt. Ob es sich hierbei um einen spezifischen Defekt unseres Testgerätes handelt, können wir nicht sagen. Jedenfalls schneidet das eigentlich stärkere GTX-950M-Modell schlechter als das bereits getestete Modell mit GTX 850M ab. Bei unseren Tests war stets HP CoolSense ausgeschaltet. Dieses Programm regelt je nach Einstellung die Leistung und die Lüfterdrehzahl. Auch mit aktivierter CoolSense-Software konnten wir keine Verbesserung beobachten.
Ein vermindertes Ergebnis im 3DMark ist an sich noch nicht ein Problem, viel wichtiger ist ein gutes Abschneiden bei den praktischen Gaming-Tests. Leider beobachten wir auch hier, dass das Envy 15 in der uns vorliegenden Ausstattung, in allen getesteten Games mehr oder weniger deutlich hinter der zu erwartenden Leistung zurück bleibt. Zudem konnten wir etwa bei Watch Dogs eine zunehmende Verschlechterung mit der Dauer des Tests beobachten. HP COMPAQ 6715b Akku .
Wie dem unten stehenden Analysediagramm zu entnehmen, bleibt unser Testgerät konstant bei einem angenehmen Geräuschpegel. Mit eingeschaltetem HP CoolSense können wir im Idle-Betrieb kaum einen Mucks wahrnehmen. Nur wenn wir mittels der Energieeinstellung die Nutzung der dedizierten Grafikkarte im Idle provozieren, können wir Lüftergeräusche heraushören. Im Last-Betrieb steigt die Lautstärke auf bis zu 42 dB(A) an. Im Mittel liegt diese aber bei 37,2 dB(A). Der erzeugte Frequenzbereich der Lüfter stört nicht. Das Geräusch ist meistens eher dumpf und wird nur unter Volllast etwas hochfrequent.
Der Hersteller interveniert auf zwei Arten bezüglich der Hitzeentwicklung. Die erste ist die Bauart des Gehäuses. Durch das ausgeklügelte Displayscharnier lässt das Notebook mehr Luftraum unter der Basiseinheit als andere Geräte. Weiterhin sorgt das mitgelieferte Programm HP SenseCare dafür, dass sich das Gerät bei einem nicht festen Untergrund weniger aufheizt. Im Idle kann die Wärmeabtragung überzeugen. Das Notebook wird mit einem Hotspot von 32,6 °C nicht sonderlich warm. Erst im Last-Betrieb können beachtliche Temperaturen von bis zu 52 °C auftreten. Die maximale Temperatur wird hierbei auf der Unterseite erreicht. Diese Temperaturen entstehen während des andauernden Auslastungszustands. Allerdings konnten wir auch bei unserem Spielebenchmark und den Grafikbenchmarks stattliche Temperaturen im Bereich der Tastatur feststellen. Es war dennoch möglich mit dem Notebook zu arbeiten und Tippvorgänge durchzuführen. Das mitgelieferte Netzteil erreicht Temperaturen zwischen 36,6 °C (Idle) und 47,8 °C (Last). Es sollte daher nicht unter Decken oder Kissen verschwinden.

In einem Stresstest wollen wir nun die Kerntemperaturen unter extremen Bedingungen messen. Hierzu dienen die Programme FurMark und Prime95. Schon nach wenigen Minuten erreicht der Prozessor eine Temperatur von 96 °C, weshalb er in Folge unter seinem Basistakt arbeiten muss. Aus diesem Grund wird schon fast von Beginn an mit nur 800 MHz getaktet. Nach rund einer Stunde Laufzeit starten wir nochmals den 3DMark 11. Dieser erzielt fast äquivalente Punkte wie bei einem Kaltstart. Hier sei noch einmal angemerkt, dass selbst ohne Stressbedingungen im 3DMark 11 Throttling stattgefunden hat.
In unserem Testmodell befinden sich vier Lautsprecher und ein Subwoofer. Um softwareseitige Soundeinstellungen zu tätigen, bietet Bang & Olufsen diverse Grundeinstellungen an. Nach einigen manuellen Justierungen können wir einen recht ordentlichen Klang erzeugen. Leider hapert es noch an der Lautstärke. Von den Bässen haben wir uns außerdem auch etwas mehr erhofft. Insgesamt genügen die integrierten Lautsprecher für Filmabende und Youtube-Videos. Für einen echten Musik- und Klanggenuss sollten externe Geräte zur Seite gezogen werden.

Der 15 Zoll große Allrounder erweist sich im Idle als nicht sonderlich durstig. Mit Leistungsaufnahmen zwischen 4,1 W und 9,2 W liegt es sogar unter den Werten des weniger stark ausgestatteten Envy 15. Unter Last steigt der Verbrauch auf bis zu 42 W an. Der geringe Energiebedarf lässt wieder auf das vorhin festgestellte Throttling schließen. Schon das Envy 15, welches mit einer NVIDIA GTX 850M ausgestattet wurde, benötigte satte 67,3 W Spitze. 
In unserem Testgerät wird ein Akku mit einer Kapazität von 55,5 Wh verbaut. Der 3-Zellen-Akku soll sich in einem praxisnahen Szenario behaupten. Hierzu simulieren wir das Surfen im Internet unter einer Helligkeit von ca. 150 cd/m². Nach etwas mehr als 5 h schaltet das HP Envy 15 in den Ruhezustand. Für einen ganzen Tag reicht damit die Laufzeit nicht, längere Filmabende und Surf-Sessions sollten aber ohne Probleme durchführbar sein. Als Negativ-Beispiel kann das MSI GP62 aufgeführt werden, das gerade einmal rund 1,5 h ohne einen Stromanschluss durchhält. 
Das HP Envy 15 entzückt mit seinem hochwertigen Design. Dennoch konnten wir trotz der erfreulichen Materialwahl punktuell Verarbeitungsschwachstellen finden. Der Allrounder zielt auf eine ausgewogene Kombination aus Office- und Multimediatauglichkeit. Dafür sind die Eingabegeräte ein wichtiges Kriterium. Diese können im Großen und Ganzen überzeugen. Die Tastatur eignet sich sogar für längere Office-Arbeiten.

Hinsichtlich der inneren Werte hat sich zum Vorgängermodell hauptsächlich die Grafikeinheit geändert. Leider throttelt in dem uns vorliegenden Testgerät die CPU, was vor allem bei Games auffällig wird, wo das Envy 15 teils deutlich hinter den Erwartungen für eine vergleichbare Ausstattung zurück bleibt. Wir können zum aktuellen Zeitpunkt allerdings keine Aussage darüber treffen, ob die Probleme nur auf unser Testgerät beschränkt sind.
Abgesehen von diesem großen Kritikpunkt behauptet sich das 15 Zoll große Notebook hinsichtlich der guten Akkulaufzeit von über 5 h. Nutzer, die weniger auf die Mobilität und mehr auf die Leistung zielen, können beispielsweise einen Blick auf das MSI GP62 werfen. Acers Aspire Nitro V15 punktet mit einem deutlich besserem Display.HP COMPAQ 6710s Akku .

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21/08/2015

Laptop Akku Lenovo ThinkPad Edge E420s

Einen üppigen Preis verlangt Toshiba für seinen einfach gestrickten 15-Zoller, der noch nicht einmal eine dedizierte Grafikkarte sein Eigen nennt. Mit welchen Argumenten trumpft das C55D auf? Reißt Carrizo-L das Ruder zu Gunsten der AMD APU herum?

Ein zuverlässiges Allround-Notebook, so nennt Toshiba sein Satellite C55D-C-10P. Stilvolles Design, optimierte Leistung, wahlweise auch mit SSD und sogar hochwertige Stereolautsprecher mit Toshiba Soundoptimierung lassen dem Käufer das Wasser im Munde zusammenlaufen. Vollmundige Versprechen oder ein echter Grund für den Kauf? Folgender Test wird das aufzeigen.

Das Testgerät ist mit der brandneuen AMD A-Series A8-7410 (Carrizo-L) bestückt. Das Topmodell in 28-Nanometer gehört zu AMDs Entry-Segment. Es soll gegen Intels Pentium (Haswell, Bay Trail M) oder Core i3 Prozessoren angesetzt werden. Hier spielt wie immer die Radeon R5 (IGP) eine Rolle, kann sie die HD Graphics in die Tasche stecken? Carrizo-L haben wir in einem separaten Artikel ausführlich unter die Lupe genommen.

Die Konkurrenten eines solchen Office- bzw. Multimedia-Laptops für geringe Ansprüche sind im Preisbereich zwischen 400 und 500 Euro mannigfaltig. Toshiba veranschlagt derzeit einen UVP von 699 Euro, im Markt finden wir das Gerät zum Testzeitpunkt für 630 Euro. Hier muss der 15-Zoller schon einiges zu bieten haben, um sich gegen die AMD-Kaveri- und Intel- bestückten Laptops zu behaupten. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten aus der folgenden Liste sind unseres Erachtens das Asus X555LD, denn es kommt für 400 Euro mit Core i3 und NVIDIA GeForce 820M daher. Für 300 Euro gibt es das grundsolide HP 350 G1 mit Haswell-Pentium 3558U. Mit dem Acer Aspire E5-521 gibt es eine günstige Alternative mit der Vorgänger APU Beema, es hat einen matten Bildschirm und sehr gute Laufzeiten.

„Das schnittige, elegante Design sieht einfach überall gut aus.“ Ambitionierte Worte, jedoch gehen diese meilenweit an der Realität vorbei. Selbst Toshiba hat in seinen Midrange- oder Premium-Geräteklassen deutlich höherwertigere, stabilere und schönere Notebooks im Angebot. Base und Deckel bestehen komplett aus Kunststoff, selbiger wurde mit einem gebürsteten Finish versehen. Die Flächen von Deckel und Arbeitsumgebung sind also nicht glatt, sondern rutschgehemmt und griffig. Leider machen Fingerabdrücke keinen Rückzieher, speziell am Deckel bleiben Schmierfinger sehr deutlich sichtbar. Toshiba hat das C55D in zwei Farben zur Auswahl: mattschwarz oder matt weiß.

 

Von einer hohen Wertigkeit beim Hantieren mit dem C55D verspüren wir nichts, im Gegenteil. Die dünne Base verwindet sich leicht und knarrt dabei. Wer am optischen Laufwerk anpackt, der bemerkt, wie unten und oben die Flächen nachgeben. Druck auf die Unterseite provoziert ein deutliches Eindellen selbiger. Die Gelenke zerren bei jeder Öffnung so stark an der Base, letztere verbiegt dabei sogar ein wenig. Der Deckel wippt ziemlich stark, ruckelnde Auto- oder Busfahrten bereiten mit dem C55D also keine Freude. Die schwachbrüstigen Scharniere sind mit einer Abdeckung versehen. Von massiv kann – wie bei den meisten Laptops – also nicht die Rede sein.

Unangenehm aufgefallen sind uns die scharfen Kanten der Base (rechts, links, vorn). Sie grenzen die matten Oberflächen von dem Hochglanz-Finish der Seitenleiste ab. Die scharfe Kante stört weniger beim Tippen, sondern mehr beim Auf- und Zuklappen des C55D.

Ein Plus sind die vielfältigen Anschlüsse wie USB 2.0 und USB 3.0, HDMI sowie ein Multi-Kartenleser mit Unterstützung des schnellen UHS-I-Standards. Das hört sich gut an, oder? Nein, denn Toshiba liefert hier nur den Minimal-Standard ab, von den drei USB-Ports hört nur einer auf den 3.0-Standard.

Der Kartenleser erreichte beim Kopieren von 22 GB Fotos und Videos einen Durchsatz von 20-40 MB/s (SD nach Festplatte, Min. 10,5 Max. 78 MB/s). Dieses Kopieren dauerte 10:30 Minuten. Der Kopiervorgang auf die Speicherkarte benötigt bei 20-30 MB/s (Min. 10 Max. 64 MB/s) 11:30 Minuten. Der Unterschied zwischen großen (Video) und kleinen Dateien (Bild) ist beträchtlich. Mit 65 MB/s werden große Videos auf die SD-Karte geschrieben, Lesend werden diese sogar mit bis zu 78 MB/s auf die Festplatte kopiert.

Der Satellite C55(D)-C ist mit oder ohne optisches Laufwerk erhältlich. Das optische Laufwerk unterstützt M-DISC. Hierbei handelt es sich um Datenträger, die keinem Alterungsprozess unterliegen sollen. Akku Lenovo ThinkPad Edge E420s .

Um die Netzwerkverbindung kümmern sich zwei Module von Realtek. Der RTL8723BE Wireless LAN 802.11n setzt nicht auf Wireless-AC, unterstützt aber Bluetooth 4.0. Stabil war die Verbindung, allerdings nicht reichweitenstark. Den 45-Meter-Mespunkt des individuellen Settings des Autors erreicht der 15-Zoller bei weitem nicht. Bei den 15 Metern im Freiland außerhalb des Gebäudes zeigt Windows eine Signalstärke von 4/5 Balken an. Webseiten werden ebenso schnell aufgerufen, wie direkt neben dem Router im Arbeitszimmer. Der RTL8101 (10/100MBit) unterstützt kein Gigabit-LAN, was heute im Kabelnetzwerk dem Standard entspricht - eine schwache Leistung.

Die in den Displayrahmen eingebaute 0,9-Megapixel-Webcam (1.280 x 720 Pixel) liefert nur sehr bescheidene Ergebnisse. Detailarmut, verwaschene Farben und starkes Rauschen prägen den Bildeindruck. Zudem ist der Sensor bei hellem Licht sehr schnell überfordert. Das Dual-Array-Mikrofon macht hingegen eine brauchbare Figur, siehe unter Lautsprecher.

Unserem C55D liegen weder Treiber-CDs noch sonstiges Zubehör bei. Ein handliches 45-Watt-Netzteil liegt natürlich Karton, ebenso die Garantieinformationen. Windows 8.1 liegt auf der Recovery-Partition. Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 steht für alle Inhaber einer Windows 8- oder Windows 7-Lizenz zur Verfügung, so auch für das Testgerät.

Eine Wartungsklappe besitzt das Toshiba C55D nicht und auch der Akku ist verschraubt. Schließt sich Toshiba dem unheilvollen Trend zum hermetisch abgeriegelten Notebook an? Nein, der Akku kann nach dem Lösen zweier Kreuzschrauben einfach abgenommen werden. Der Hersteller hat sich schlichtweg gegen den üblichen Mechanismus mit zwei separaten Riegeln entschieden. Das kann ein Vorteil sein, denn letztere können Brechen. Besonders fest sitzt der Akku aber nicht an der Base, er wackelt dezent in seiner Einfassung.

Die Unterseite kann komplett abgenommen werden, das schafft auch der Laie. Nach dem Lösen aller Schrauben kann die Platte ohne großen Widerstand aufgehebelt werden. Hierbei sind uns keine Haken abgebrochen, auch auf den Fugenglätter als Löse-Werkzeug konnten wir verzichten. Hernach können Festplatte, RAM-Riegel (zwei Slots, einer belegt), Lüfter (Reinigung) oder das optische Laufwerk getauscht werden. Die APU ist fest verlötet. Dem Mainboard-Layout nach könnte es Versionen mit dedizierte GPUs geben, eine leere Lötstelle dafür befindet sich neben der APU.
Wie bei der C-Serie üblich, kommt das C55D mit lediglich 12 Monaten Garantielaufzeit in den Markt. Es handelt sich um eine Bring-In Herstellergarantie inkl. Vor-Ort Abholservice in Deutschland und Österreich. Hierfür muss das Notebook an Toshiba Notebook Hotline angemeldet werden. Die Garantieverlängerung auf 3 Jahre (inkl. Abhol-Service in D/Ö) gibt es ab 57 Euro in der kleinen Version. Die 3 Jahre "Egal was passiert" Garantie inkl. Garantieverlängerung kostet 89 Euro. Das eine Jahr verlängert sich damit um zwei Jahre. Egal was passiert meint z. B. ein Toshiba Ersatznotebook bei Diebstahl oder Reparatur bei einem Unfallschaden. Es handelt sich also um eine Art Kaskoversicherung für das Notebook. Der Service muss innerhalb von 30 Tagen nach Kauf aktiviert werden.

Die rahmenlose Tastatur mit abgesetzten Tasten sorgt für hohen Komfort beim Tippen.“ Diese Aussage ist wenig nachvollziehbar, schließlich ist das Feedback beim Schreiben auf Grund des flachen Hubwegs kurzatmig und wegen der nachgebenden Fläche klapperig. Die planen Tasten haben eine raue Oberfläche und eine deutliche, weiße Beschriftung. Eine Tastenbeleuchtung ist in der Preisklasse noch nicht üblich. Durch die abgesetzten Pfeiltasten und den ausgewachsenen Ziffernblock steht viel Platz zur Verfügung, auch große Hände haben keine Schwierigkeiten, die Tasten zu erwischen. Die Belegung der Funktionstasten kann in den System Settings verändert werden, standardmäßig sind die F1-F12-Tasten nur per FN erreichbar.

Währen fast alle Hersteller auch bei den Low-Cost-Notebooks auf ClickPads setzen, wählt Toshiba ein klassisches Touchpad mit zwei separaten Tasten. Letztere haben einen knappen Hubweg und einen schwer auslösbaren Druckpunkt. Wie bei den Tasten ist das Feedback auch hier wenig befriedigend, der hohe Kraftaufwand und der kaum vorhandene Hubweg bereiten wenig Freude und verhindern Schnelligkeit. Die Touchpad-Fläche ist relativ stumpf. Wir gehen davon aus, dass sich nach einiger Zeit der Nutzung Polier-Effekte einstellen. Solche blank gerubbelten Bereiche stören zwar nicht die Funktion, schaden aber der Optik.

Das spiegelnde TFT fasst 1.366 x 768 (HD) Bildpunkte, was einer Pixeldichte von 112 ppi entspricht. Andere Panel-Varianten bietet der Hersteller nicht an. Das LG Display-Panel (LP156WHB-TPA1) nach TN-Bauart haut niemandem vom Hocker, es handelt sich um ein Low-Cost-Modell. Einigermaßen überrascht sind wir aber vom Kontrast. Der ist mit 771:1 deutlich höher als bei den Konkurrenten, speziell die matten TFTs von Aspire E5-521-60Y6 und Extensa 2510-34Z4 schneiden in diesem Punkt sehr schlecht ab. Farben wirken daher, in Verbindung mit dem Glare-Type-Finish knackig und frisch.

In puncto Helligkeit (210 cd/m²) schneidet das HD-Display allerdings schlecht ab, das hat es mit den meisten Konkurrenten gemein. Hier leuchtet HPs 350 G1 F7Z01EA noch am stärksten. Wichtig ist eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Lichthöfe, die wir dem Satellite attestieren können. 85 % Ausleuchtung liegen im oberen Durchschnitt der Testgeräte.

Vom Farbraum sRGB deckt das Testgerät 62 % ab, von AdobeRGB sind es nur 40 %. Professionelle Grafik- und Fotobearbeiter haben mit dieser Anzeige keine Freude. Hinzu kommt eine ungenaue Farbdarstellung, das DeltaE liegt bei knapp 12, im Peak bei 14 (Siehe Graustufen). Das ist typisch für die günstigsten TFTs auf dem Markt. Das beherrscht die Konkurrenz aber auch nicht besser. Das Asus X555LD-XX283H hat das niedrigste DeltaE, der 15-Zoller ist aber ebenfalls mit einem TN-Panel ausgerüstet. Den Unterschied macht ein von Asus aufgespieltes Farbprofil ab Werk. Ein solches bzw. eine Kalibrierung vermindert den Blaustich von TN-Panels deutlich und sorgt für wärmere Farben, sowie eine deutlich verbesserte Farbdarstellung (geringeres DeltaE). Beim DeltaE ist der erwünschte Zielzustand ein Wert kleiner drei.

Der für TN-Bildschirme typische Blaustich ist beim Satellite besonders stark ausgeprägt und selbst für ein ungeschultes Auge sofort erkennbar (Siehe Graustufen). Das selbst erstellte Farbprofil haben wir in obiger Box verlinkt. Es mindert den Blaustich erheblich.Akku Lenovo 3000 N500 .

Mit dem C55D wird der Einsatz im Tageslicht auf Grund der geringen maximalen Helligkeit erschwert, erschwerend kommt die spiegelnde Oberfläche hinzu. Nutzer werden sich zwangsläufig ein überschattetes Plätzchen suchen müssen, die Anzeige ist ansonsten zu dunkel bzw. zu stark reflektierend. Das C55D hat keinen Umgebungslicht-Sensor zum automatischen Anpassen der Helligkeit.

Das HD-Panel basiert auf der TN-Technik, dieses ist die günstige Mainstream-Variante für Laptop-TFTs. IPS bzw. PLS-Panels ersetzen im Mittel- und hochpreisigen Preisbereich nach und nach die TN-Anzeigen. Bei den Consumer-Notebooks sind farb- und blickwinkelstarke IPS-TFTs in ansonsten einfachen Laptops bereits ab 500 Euro zu haben. Diese Geräte haben dann stabilere Blickwinkel und meistens eine exaktere Farbdarstellung. Unser Testgerät leidet deutlich unter Kontrastverschiebungen und Bildinvertierungen, wenn der Betrachter seitlich oder gar von schräg unten auf die Anzeige blickt.

Mit der APU A8-7410 (2,2 GHz) aus AMDs A-Series gehört das Satellite C55D-C-10P zu den Einsteiger-Laptops. Innerhalb der A-Series ist die A8-7410 jedoch das Topmodell, es sollte also mäßige bis mittlere Nutzeranforderungen erfüllen. Die Besonderheit der Carrizo-L-APU ist der vom Hersteller definierbare TDP von 12 bis 25 Watt. Je nachdem ob es sich um einen schlanken 13-Zoller handelt oder einen schweren 17-Zoller, kann der OEM die Energieaufnahme justieren. Versionen mit A6-7310 (4x 2,00 GHz) und Radeon R4 sind ebenfalls im Markt zu haben, Preispunkt zirka 530 Euro.

Gespeichert wird auf einer Toshiba MQ01ABD100 (1.000 GB), wobei auf der 5400 U/Min drehenden HDD nach Recovery-Partition und Betriebssystem noch 835 GB verfügbar sind. Die 8 GB RAM stecken als ein Riegel auf dem Mainboard, ein zweiter Riegel könnte nachgerüstet werden. Auf Grund des Single-Channel-Speichercontrollers bringt das RAM-Aufrüsten keinen Performance-Vorteil für die Grafikkarte, lediglich die Auslagerung in den schnellen Speicher dürfte einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil bringen.

Von der TDP-Klasse her befindet sich der AMD A8-7410 (12-25 Watt) in direkter Konkurrenz zu Intels Core i3-5005U mit HD 5500 (Broadwell, 2x 2,0 GHz, kein Turbo, Hyperthreading, TDP 15 W). Aber auch ein Pentium N3540 (Bay Trail-M, 4x 2,16 GHz, Turbo, kein Hyperthreading, TDP 7,5 W) kommt auf Grund der Preisklasse des Gerätes in Betracht.

Bei konstanter Last durch den Cinebench R15 prüfen wir wiederholt, wie sich der Turbo verhält. Die vier Kerne der APU sollten, zumindest bei Single-Core-Last, auf bis zu 2,5 GHz takten, wenigstens aber oberhalb des Normaltaktes von 2,2 GHz. Unser Satellite C55D-C-10P sieht das anders und arbeitet fast konstant mit lediglich 1,6 GHz. Nur für ganz kurze Phasen springt die Frequenz auf 2,2 GHz. Bei Single-Core-Last verändert sich dieses defensive Verhalten, ein Turbo von 2,4 GHz wird für ungefähr eine Sekunde aufrecht erhalten, dann geht es für zirka fünf Sekunden auf 1,6 GHz und wieder von vorn. Thermische Limits sind hierfür nicht die Ursache, wie wir weiter unten im Stresstest noch aufzeigen werden.

Die schlechte Ausnutzung der Turbo-Range auf Grund der TDP-Festsetzung des Herstellers auf vermutlich 15 Watt, sorgt für ein enttäuschendes Abschneiden im Vergleich zur Vorgänger APU bzw. den Intel-Konkurrenten. Der A6-6310 rechnet den Cinebench R11.5 Multi 24 % schneller. Wir haben die Benchmarks wiederholt, die Ergebnisse blieben ähnlich. Die negativen Vorzeichen betreffen den Single-Core-Test nicht (R11.5), hier liegt die A8-7410 knapp vor dem A6-6310. Im R15 Multi-Test überflügelt das Testgerät den A6 um 10 %.

Der aktuelle Broadwell Core i3 (ThinkPad Edge E550) führt ganz deutlich mit 40 %, er rechnet bei Multi und bei Single schneller. Der Core i3 4030U (Extensa 2510-34Z4) liegt bei plus 7 % (R15 Multi) bzw. plus 35 % (R15 Single). Der i3 4010U läuft etwas schwächer und unterliegt in den Multi-Tests auch mal, aber nicht generell. Summa Summarum können wir von einem 10 bis 20 % Vorteil für Intels Haswell-Core-i3 sprechen.

Der Pentium 3558U (1,7 GHz), ein Dual Core in 22 Nanometer, liegt in fast allen Multicore-Benchmarks zurück, setzt sich bei Single aber fast immer an die Spitze. In Summe kommt es daher zu einem Gleichstand (+2 %). Der neuere Pentium N3540 Quadcore (Bay Trail) liegt 12 % zurück (Aspire E15 ES1).

Als ein zeitgemäßes Notebook sollte das Satellite hochaufgelöste Videos ebenso abspielen, wie zeitgleich mehrere Tabs im Browser flüssig handhaben können. Ein 4-K-Video spielt der A8-7410 aber nicht ruckelfrei ab, die Auslastung der vier APU-Kerne rutscht an 90 %. Zudem kommt es häufig zu Ausgabefehlern im Bild. Die Arbeit mit anderen Anwendungen war trotzdem möglich, sofern es z. B. nur darum geht, zeitgleich mit einem Webbrowser zu surfen.

Die PCMarks 7 und 8 ermitteln die Anwendungsperformance als Ganzes, hier spielen die GPU-Einheit, die Festplatte als auch der Arbeitsspeicher eine Rolle. Laptops mit SSD würden hier ein deutliches Plus für sich verbuchen. Solche Geräte haben nicht den Weg in die Vergleichsgrafiken gefunden, sie sind in der Preisklasse eines Toshiba C55D (noch) nicht üblich.

Das Pentium-3558U-System (HP 350 G1) geht mit 5 % in Führung, wenngleich es im PCMark 8 um 16 % zurückliegt. Der PCMark profitiert von der etwas stärkeren GPU, was wir im folgenden Absatz noch näher aufzeigen werden. Core i3 Systeme setzen sich knapp in Führung, im PCMark 8 besteht beim Asus X555LD auch mal Gleichstand. Hier zeigt sich, das Satellite bietet trotz der Turbo-Schwäche eine angemessene Arbeitsgeschwindigkeit, die sich vor Intels i3-Geräten nicht verstecken muss.

Die Toshiba MQ01ABD100 ist eine handelsübliche 5400-RPM-Festplatte, wie sie in vielen Low-Cost-Laptops untergebracht wird. Die Durchsätze fallen laut Tabelle zwar leicht unterdurchschnittlich aus, sie liegen aber auf Normal-Niveau solcher HDDs. Der Festspeicher des Lenovo Thinkpad E555 weicht auf Grund von 7200 RPM etwas nach oben ab. Solche HDDs sind meistens aber auch etwas lauter.

Die Radeon R5 (Beema/Carrizo-L) Chipsatz-GPU war auch schon im A8-6410 im Einsatz und leistete dort bodenständige Arbeit. 128 Shadereinheiten (GCN-Architektur mit zwei Compute Units), rechnen beim Testgerät mit bis zu 800 MHz.

Diverse 3D-Benchmarks bescheinigen der Radeon R5 eine ziemlich schwache Kür. Gegenüber Nvidias kleinster dedizierter Lösung, der 820M (+63 %), ist die iGPU chancenlos, die integrierte Intel HD 4400 (+3 %) liegt in Summe gleichauf. Die HD Graphics (Bay Trail-M) wird mit 2 bis 32 % Mehrleistung locker in die Tasche gesteckt. Die Intel-Grafik des Pentium N3540 kann es also nicht mit der Radeon R5 (Carrizo/Beema) aufnehmen. Das muss sie auch nicht, sie hat einen geringeren TDP von nur 7,5 Watt. Akku Lenovo ThinkPad X201i .

Schade, die Radeon R4 (Beema) zeigt sich in etwa gleichstark, was erneut dafür spricht, dass Toshiba hier den Leistungsspielraum der APU nicht voll ausnutzt. In den folgenden Spielen sorgt die gedrosselte APU sogar für eine in Games schnellere Radeon R4 (Tomb Raider), hier wird die schwache Rechenleistung scheinbar zum Nadelöhr.

Als spieletauglich können wir das Satellite C55D-C-10P nicht betiteln, ein Blick auf die tiefrote Tabelle mit den sechs Testspielen zeigt das. Lediglich das nicht ganz so hardwarefressende Tom Raider von 2013 läuft mit den geringsten Details flüssig, das sind aber 1.024 x 768 und nicht die nativen 1.366 x 768 Pixel. Ein Blick auf die Details bei Tom Raider zeigt dann eine Radeon R4 (12 bzw. 51 %) im Leistungsplus. Je höher die Details, umso stärker bremst die gedrosselte APU.

Die Charts zeigen ebenfalls die Radeon R5 M240 (HP 355 G2, A8-6410), hierbei handelt es sich um AMDs kleinste dedizierte GPU. Sie stellt unser Satellite mit 80 bis 90 % Mehrleistung je nach Game deutlich in den Schatten. Wer Spiele auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner flüssig spielen möchte, der ist für unter 400 Euro mit der R5 M240 gut beraten. Das HP 355 G2 kostet lediglich 280 bis 350 Euro, Vorsicht jedoch bei langsameren AMD A4-6210-Versionen. Die GeForce 820M macht den Spiele-Job zwar besser, Geräte mit dieser GPU kosten jedoch mindestens 400 Euro, da sie meistens mit Intel Core-SoCs bestückt sind. Informationen zu den Anforderungen von vielen weiteren Spielen sind in unserer Technik-Sektion verfügbar.

Der Lüfter des Satellite ist im Idle-Modus fast permanent eingeschalten, von lautlos kann also nie die Rede sein. Schon deshalb nicht, weil ja mindestens das Grundrauschen des Festplatte bleibt, was wir hier mit 32,3 dB(A) gemessen haben. In Relation zur schwachen Leistung des Satellite C55D-C-10P erzeugt der 15-Zoller unter Last einen großen Lärm von 44 dB(A). Da ist für ein Notebook mit schwacher und noch dazu gedrosselten APU und ohne dedizierte Grafikkarte zu laut. Den höchsten Pegel erzwingen wir jedoch nur während des eher unrealistischen Stresstests aus zeitgleich ausgeführtem Prime95 und Furmark. Der Lüfter arbeitet dabei mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Unter Belastung durch 3D-Benchmarks dreht die Kühlung lediglich ein klein wenig auf, 34 dB(A) messen wir. Die Konkurrenten stehen in Sachen Lautstärke auf gleichem Niveau, lediglich bei Last max. gibt es deutliche Unterschiede. Vorbildfunktion hat Acers Extensa 2510-34Z4. Der einfach gestrickte Office-15-Zoller ist selbst im Stresstest mit seinem Core i3 gerade mal hörbar und im Leerlauf schaltet sich die Lüftung öfters mal komplett ab.

Im Leerlauf bleibt das Testgerät ziemlich kühl, der Durchschnitt oben liegt bei gerade mal 31 Grad. Je nach Raumtemperatur kann das aber schwanken. Bei hoher und vor allem konstanter Last für mehrere Stunden messen wir an den Hotspots bis knapp 40 Grad Celsius (oben) bzw. bis 43 Grad (unten). Hierbei handelt es sich um einen Stresstest-Wert, bei welchem das Maximum aus der Thermik herausgekitzelt wird. Im normalen Heimbetrieb ist mit einer derart hohen Abwärme nicht zu rechnen.

Den Stresstest (Prime95 & Furmark 1h) durchläuft das C55D im Netzbetrieb wie folgt. Gleich zu Beginn liegen 1,6 GHz an der CPU an, der A8-7410 geht also abermals sofort ins Throttling. 64 Grad Celsius an der APU sind dabei kein bedrohliches Szenario, daran kann die Drosselung nicht liegen. Die Radeon rechnet während dessen konstant mit 800 MHz, sie erfährt keine Drosselung.

Von druckvollen Bässen bis hin zu kristallklarer Sprache – das Klangbild, jede Stimme, jeder Satz und jede Melodie wird noch präziser und realistischer.“ Was Toshiba hier in höchsten Tönen lobt, das will so gar nicht zum Höreindruck des Tests passen. Die Lautsprecher sitzen oberhalb der Tastatur. Hörenswert ist der Klang aber nicht, speziell voll aufgedrehte Lautsprecher scheppern und dröhnen. Bässe fehlen im Spektrum komplett und differenzierte Höhen gibt es keine. Es sind also die typischen mittenlastigen Lautsprecher, die den Nutzer des Satellite begleiten. Für den Voice-Chat genügt das vielleicht noch, für Filme oder Musik empfehlen wir aber Kopfhörer oder Lautsprecher am 3,5-mm-Kopfhörerausgang.

Recht gut gefällt uns hingegen die Aufnahme des Stereo-Mikrofons (neben Webcam). Die Aufnahme hat zwar einen deutlichen Hall, Sprache wird aber klar und deutlich aufgezeichnet. Hier kann der Sprecher 50 Zentimeter vor dem Satellite stehen oder auch in 2 Metern Entfernung. Die Aufnahme gelingt mit einem fast gleichbleibenden Pegel.

Der Stromverbrauch ist im Klassenvergleich angemessen niedrig, bei der angemerkten APU-Drosselung auf 1,6 GHz (Stresstest, normale Last), hätten wir jedoch noch kleinere Zahlen erwartet. Acers Extensa 2510-34Z4 ist z. B. bei Last noch deutlich sparsamer, hier wird aber auch gedrosselt (1,2 – 1,3 GHz), allerdings nur im Stresstest, nicht bei einfacher CPU-Last. In etwa auf gleichem Niveau liegt das HP 350 G1, wenn gleich es mit der TDP von 7,5 Watt etwas sparsamer ist.

Mit dem verschraubten 45-Wattstunden-Akku gelingt dem C55D eine gute Laufzeit von gut vier Stunden im WiFi-Test bzw. gut acht Stunden im Leerlauf bei geringster Helligkeit und Flugmodus. Die Intel-Konkurrenten Asus X555LD (37 Wh), HP 350 G1 (40 Wh) und Acer Extensa 2510 (56 Wh) können dabei ganz gut mithalten oder sind sogar besser. Speziell das Extensa fällt mit 391 Minuten im alten WLAN-Test positiv auf, was an seiner deutlich höheren Akkukapazität liegt.

Bei unseren Tests der Akkulaufzeit ist eine Probe während eines DVD-Films üblich. Wir haben den Test diesmal mit einem 1080p-Clip von der Festplatte ausgeführt. Die Filmschleife endete nach gut vier Stunden (281 Minuten). Die Luminanz war auf 150 cd/m² reduziert (2 Stufen dimmen) und der Flugmodus war aktiv.

Das Toshiba Satellite C55D-C-10P (Carrizo-L) ist ein einfacher 15-Zoller, den der Hersteller mit gut 600 Euro nach unserem Erachten zur teuer in den Markt gebracht hat. AMD positioniert Carrizo-L gegen Intels Haswell Pentium, Bay Trail-M und einfache Core i3. Diese kosten in 15-Zollern ohne dedizierte Grafik zwischen 250 und 450 Euro. Toshibas Satellite C55D-C-10P ist also definitiv zu teuer, gerade weil der Hersteller nicht die maximale Performance aus dem Carrizo-Topmodell herausholt. So ist letztlich eine vergleichsweise schwache APU an Bord, die den Haswell-Pentium nur mit ein paar Prozentpunkten schlägt. Ein Core i3 ist deutlich rechenstärker und selbst die dort integrierte HD 4400 macht ihren Job mindestens genauso schnell, wie die Radeon R5 des Testgerätes.

Die Leistung des Satellite C55D-C-10P passt also nicht in dieses Preissegment, zumal der 15-Zoller auch bei den anderen Komponenten, Anschlüssen etc. nichts Besonderes zu bieten hat. Bis auf den recht guten Kontrast der (blickwinkelschwachen und stark spiegelnden) TN-Anzeige hat das Satellite nichts zu bieten, was nicht auch fast jedes andere aber deutlich günstigere 15-Zoll-Notebook für 350 bis 400 Euro auch bietet. Eine Kaufempfehlung möchten wir beim derzeitigen Preis nicht aussprechen. Hier sind Konkurrenten wie das Acer Extensa 2510-34Z4, das HP 350 G1 oder das Asus X555LD empfehlenswerter weil deutlich günstiger. Akku Lenovo Thinkpad T420s .

Wir sind gespannt, ob die nächsten Testgeräte mit Carrizo-L dieselbe Turbo-Schwachstelle haben oder ob Toshiba selbst die konfigurierbare TDP zum Performance-Nachteil angesetzt hat. In Kürze folgt der Test des „großen“ Bruders Satellite C70D-C-10N (A4-7210). Die ausführliche Analyse der Carrizo-L Notebook-Plattform finden sie hier: Analyse und Benchmarks der AMD Carrizo-L Notebook-Plattform

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