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09/01/2016

Ersatz Akku HP COMPAQ 443885-001

Toshiba sieht einen Markt für günstige 14-Zoll-Convertibles und stößt mit seiner neuen Radius-14-Serie in die Lücke. Uns hat das flexible Gerät trotz Einschränkungen wie TN-Bildschirm und herkömmlicher Festplatte im Test gut gefallen. Dazu haben vor allem das Gehäuse und die Eingabegeräte beigetragen.
Mit seinem mit für relativ günstige Preise ab ca. 620 Euro (04.01.2016, Listenpreis: 699 Euro) erhältlichen 14-Zoll-Convertible Satellite Radius 14 will Toshiba offenbar in eine Marktlücke eindringen, die bisher fast nur von Lenovo mit seinen deutlich teureren Yoga-Modellen in dieser Größe besetzt wird. Im Hinblick auf das Gewicht von rund 2 kg eignet sich das Gerät kaum, um es im Tabletmodus länger in einer Hand zu halten, stattdessen dürfte es in den auf den Fotos unten zu bewundernden Modi hauptsächlich auf einem Tisch stehend verwendet werden. Erreicht wird die Flexibilität durch ein um bis zu 360 ° umklappbaren Bildschirm.

Toshiba weist auf seinen Seiten zahllose Varianten der Reihe Satellite Radius 14 L40W-C-XXX aus, von denen zum Testzeitpunkt drei Stück bei einem großen Berliner Preisvergleich gelistet waren. Eine gute Verfügbarkeit wies aber neben der getesteten Variante L40W-C-10Z nur doch das Modell L40W-C-115 auf, das sich nur durch seinen doppelt so großen Arbeitsspeicher von 8 GB vom Testgerät unterscheidet, welches vom sparsamen Dualcore Intel Core i3-5015U angetrieben wird und eine herkömmliche 1-TB-Festplatte sowie einen glänzenden Touchscreen mit 1.366 x 768 Pixeln mitbringt. Wegen der hohen Preisunterschiede zu 14-Zoll-Convertibles anderer Hersteller mussten wir als Vergleichsgeräte für unsere Benchmarks herkömmliche 14-Zoll-Notebooks heranziehen. Wir haben uns für das Lenovo Thinkpad L450 20DS0001GE, das Lenovo ThinkPad E460-20EUS00000 sowie das HP ProBook 440 G3 entschieden.
Einen gewissen Retro-Charme kann man dem kantigen Toshiba Radius 14 mit seiner anthrazitfarbenen Base-Oberseite aus Aluminium im Brushed-Metal-Look und dem Lochgitter unter dem Display nicht absprechen. Deckelrückseite sowie Unterseite bestehen aus schwarzem Kunststoff sind ebenfalls wie gebürstetes Metall strukturiert und dadurch sehr griffig. Wie bei Touchscreens üblich, bedeckt die Displayscheibe auch den Rahmen, der dadurch glänzt. Fingerabdrücke sind auf den schwarzen Oberflächen deutlich zu sehen.

Dem verbauten Metall sowie der Abwesenheit eines optischen Laufwerks mag es zu verdanken sein, dass die Base sich nur mit viel Kraftaufwand verwinden lässt. Weitestgehend einwandfrei ist Toshiba die Verarbeitung gelungen, Kanten schließen sauber ab, Spalte sind regelmäßig. Nimmt man das Gerät aber in die Hand, kann man neben der Tab-Taste den leicht überstehenden Rand der Seitenverkleidung ein Stück herunterdrücken. Wer an die Innereien inklusive Akku heran will, muss die mit wenigen Schrauben gesicherte Bodenplatte demontieren.

Immerhin sind alle der leider auf den notwendigen Mindeststandard begrenzten Ports ergonomisch günstig an den hinteren Seiten gelandet. Links befinden sich noch die Windows-Taste für den Tablet-Modus sowie eine Lautstärkewippe. Die beim normalen Betrieb uneinsehbaren Beschriftungen der Anschlüsse an der Unterseite hätte der Hersteller sich sparen können. Dass mit HDMI nur ein Monitorausgang vorhanden ist und Ethernet fehlt, dürfte für einige Interessenten ein Ausschlusskriterium darstellen. Die WLAN-Empfangsleistung zeigte sich unauffällig. Akku HP COMPAQ HSTNN-IB28 .
Der Hub der flachen und überwiegend deutlich beschrifteten Tasten fällt sehr gering aus, der mittellaute Anschlag wird leicht abgefedert, der Druckpunkt ist einwandfrei spürbar. Etwas ungewöhnlich ist das Layout, denn Toshiba hat einige Tasten wie Pos1 und Ende in einer Spalte ganz rechts neben der Return-Taste platziert. Wie so oft ist die linke Shift-Taste für den Tester zu klein ausgefallen. Insgesamt wirkt das nur mit unrealistischem Kraftaufwand eindrückbare Keyboard solider, als mancher es in dieser Preisklasse vermuten würde und dürfte auch Vielschreiber, die sich mit der Charakteristik anfreunden können, zufriedenstellen.

Auch am angenehm großen Touchpad gibt es wenig zu meckern. Da die völlig glatte Oberfläche ohne physisch abgesetzte Maustasten nicht sauber aufliegt, klappert das Eingabegerät bei Berührungen leicht. Gesten mit bis zu drei Fingern lassen sich im bekannten Synaptics-Treiber konfigurieren. Mit Ansprechverhalten und Präzision hatten wir keine Probleme. Das gilt auch für den Touchscreen. Die Ersatz-Maustasten haben einen knackigen Druckpunkt und sind bei Betätigung gut zu hören.
Durchschnittlich 209 cd/m² Helligkeit stellen den Bodensatz des noch Akzeptablen dar. Gerade bei einem Convertible ist eine gute Blickwinkelstabilität für den Tablet-Modus sehr wichtig. Insofern war Toshibas Entscheidung für ein günstiges TN-Panel, das genau diese Qualität nicht mitbringt, im Hinblick auf den Preis zwar zu erwarten, bleibt aber fragwürdig. Auch mit der Auflösung steht es nicht zum Besten, denn 1.366 x 768 Pixel ergeben verteilt auf 14 Zoll nur nicht mehr zeitgemäße 112 ppi. Aufgrund des ordentlichen Schwarzwertes kommt das Panel immerhin noch auf einen brauchbaren Kontrast von 605:1. Die Oberfläche spiegelt stark, was sich bei einem Touchscreen kaum vermeiden lässt.

DeltaE-Werte beschreiben Farbabweichungen von der Norm und fallen hier mit TN-typischen 12 (Graustufen) und 10 (ColorChecker) so hoch aus, dass in Kombination mit der geringen Farbraumabdeckung an auch nur halbwegs ernsthafte Bildbearbeitung nicht zu denken ist. Das führt dazu, dass im Auslieferungszustand ein deutlicher Blaustich zu beobachten ist, der eventuell mithilfe des im Kasten verlinkten Farbprofils vermindert werden kann. Alternative Screens bietet Toshiba in der Reihen nicht an.
Wie oben angedeutet, ist die Blickwinkelstabilität des Toshiba Radius 14 TN-typisch eingeschränkt, bei nur horizontal verschobenen Einblickwinkeln aber besser als bei vielen anderen Panels dieses Typs. Hier bleibt man von verfälschten Farben verschont, bekommt es aber mit einem Abfall von Helligkeit und zu tun. Schaut man hingegen von oben oder unten auf das Display, wird es aufgrund massiver Beeinträchtigungen der Darstellungsqualität schnell kritisch.

Will man das Toshiba unter freiem Himmel verwenden, rächt sich die Kombination aus niedriger Leuchtkraft und spiegelnder Oberfläche. Nur mit viel Sorgfalt kann man sich selbst an bewölkten Tagen so positionieren, dass das Ablesen des Screens nicht zur Qual wird. Das Foto haben wir mit einem Haus direkt im Rücken aufgenommen.
Obwohl es sich bei unserem Radius 14 um ein Convertible handelt, wäre es leistungsmäßig als Office-Notebook einzustufen. Das heißt aber nicht, dass das Paket aus sparsamer i3-CPU, 4 GB RAM (Single Channel) und herkömmlicher Festplatte sich nicht auch für anspruchsvollere Software oder nicht allzu übertriebenes Multitasking eignet. Auf ein optisches Laufwerk hat der Hersteller ebenso verzichtet wie auf Mobilfunk oder besondere Sicherheitsfeatures. Die sparsame Plattform verspricht einen leisen und kühlen Betrieb sowie potenziell lange Akkulaufzeiten, dazu später mehr. Laut Latencymon (Bild) sind die Latenzen in Ordnung.
Der verbaute Intel Core i3-5015U ist ein im Januar 2015 vorgestellter, sparsamer Dualcore-Prozessor mit Hyperthreading und 15 Watt TDP aus der inzwischen von Skylake abgelösten Broadwell-Generation, der sich auch für besonders flache und kompakte Notebooks eignet. Da ein Turbo fehlt, kann der Basistakt von 2,1 GHz nicht gesteigert werden. Integriert ist eine Intel HD Grafik 5500, auf die wir weiter unten eingehen. Gefertigt wird der Chip bereits im 14-nm-Prozess, der insbesondere gegenüber den Haswell-Vorgängern wie dem i3-4030U (2 x 1,9 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W, 22 nm) eine verbesserte Energieeffizienz ermöglicht, ohne dass bei gleichem Takt nennenswerte Performancesprünge zu verzeichnen sind.

Da wir bis zu diesem Test kein Notebook mit dem i3-5015U und nur wenige mit dem nahezu identischen i3-5010U (2 x 2,1 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) messen konnten, sind die Vergleichsmöglichkeiten etwas dünn. Zieht man die Geräte mit dem i3-5010U heran, liegt die Performance des Toshiba auf dem erwarteten Niveau. Während eines Durchlaufs des Cinebench R15 blieben die Takte konstant bei den spezifizierten 2,1 GHz. Akku HP COMPAQ 443885-001 .
Mangels besonders von der CPU her vergleichbarer Systeme in unsere Datenbank fällt die Analyse der Systemleistung, die wir mithilfe des PCMark 7 messen, etwas schwer. Sie liegt aber auf Augenhöhe mit den beiden Systemen mit dem nahezu identischen Core i3-5010U, die ebenfalls mit herkömmlichen Festplatten bestückt sind.

Subjektiv leidet die gefühlte Performance unter dem Fehlen einer SSD. Startet man also Programme, die noch nicht oder nicht mehr im Speicher residieren, muss man sich mit kurzen Ladepausen anfreunden, und das Booten dauert eben nicht nur 5 Sekunden. Davon abgesehen ging die Bedienung sehr flüssig vonstatten. Wie stark sich eine SSD auf den Gesamtscore des PCMark 7 auswirkt, zeigt das Davoneilen des ThinkPad E460.
Mit einer Übertragungsrate beim sequenziellen Lesen von 97 MB/s gehört die herkömmliche Travelstar-Festplatte mit ihren 5.400 rpm im Toshiba Radius 14 nicht gerade zu den schnellen Vertretern ihrer Art. Die Kollegen im Lenovo ThinkPad L450 und HP ProBook 440G3 schaffen über 20 MB/s mehr. Was das Einlesen kleiner, auf den Plattern verteilter 4K-Blöcke (Read 4K, Read 4K QD32) angeht, liegt die Perfomance unter den in den letzten zwölf Monaten getesteten HDDs inklusive 7.200-rpm-Modellen fast exakt im Durchschnitt.
Laut 3DMark 11 und 3DMark (2013) Ice Storm ordnet sich die insgesamt stark begrenzte Performance der in die CPU integrierten Intel HD 5500 im Durchschnitt aller bisher getesteter GPUs dieses Typs ein, verliert im Cloud-Gate-Benchmark des 3DMark (2013) aber an Boden, gehört dort zu den langsamsten Exemplaren und wird etwa von der 5500er im Schenker S405 um satte 52 % übertroffen. Generell profitieren GPUs ohne dedizierten Grafikspeicher deutlich von Dual-Channel-RAM, im Testgerät steckt aber nur ein Speicherriegel.
Mit der Intel HD 5500 ist nicht viel Staat zu machen. Selbst das in die Jahre gekommene und von der Engine her eher genügsame Bioshock Infinite von 2013 läuft allenfalls in niedrigsten Einstellungen bei 1.024 x 768 Pixeln noch halbwegs flüssig. Auch andere 3D-Games müssen schon sehr alt und/oder grafisch schlicht sein, um überhaupt auf dem Toshiba Radius 14 laufen zu können. Es gibt aber durchaus einige, teilweise isometrische Games wie FIFA 16, Sims 4 oder das aktuelle World of Warships, mit denen man sich gelegentlich die Zeit vertreiben kann.
Hält man im Idle Betrieb das Ohr direkt neben das Convertible, ist lediglich die Festplatte zu hören. Viel lauter wird es auch nicht, wenn man die Last auf ein beachtliches Maß erhöht. Unsere Standard-Last-Messung ergab mit 34,7 dB nur 2,3 dB mehr als die Idle-Messung, die auch nur die üblichen Umgebungsgeräusche widerspiegelt. Brachten wir den Stresstest Prime95 ins Spiel, wurden immerhin 37 dB erreicht, in der Realität wird eine derartig hohe Dauerlast aber kaum vorkommen. Aus einem üblichen Abstand von rund einem halben Meter ist das Gerät unter hoher Last hörbar, aber komplett unauffällig.
Auch bei maximaler Auslastung erklimmen die Oberflächentemperaturen nie mehr als 46 °C, sodass der Betrieb auf dem Schoß für die meisten Nutzer kein Problem darstellen sollte. Im Normalbetrieb sind sie generell kein Thema. Verwendet man das Radius 14 im Tablet-Modus, befindet sich die Oberseite der Base, wo maximal 38 °C gemessen wurden, unten. Dass in diesem Modus viel Last auftritt, widerspricht den Erfahrungen.
Toshiba setzt auf eine Kombination aus harmon/kardon-Lautsprechern und DTS-Soundtreiber mit einigen Tweaks und Equalizer, die einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Nachdem wir Surround abgeschaltet hatten, präsentierte sich ein höhenlastiger und nur bis zu mittleren Lautstärken einigermaßen ausgewogener Sound, der bei einigen Titeln etwas zischelte bzw. schrill klang. Drehten wir voll auf, klangen die kleinen Speaker zunehmend gequetscht, und die Unterscheidbarkeit von Instrumenten litt deutlich. Dynamik und Räumlichkeit waren stark eingeschränkt, blieben aber nicht ganz auf der Strecke.

Für eine Analyse der Verbrauchswerte fehlen uns wieder hinreichend viele vergleichbare Notebooks in unserer Datenbank. Der i3-5015U und auch der i3-5010U scheinen echte Exoten zu sein. Schaut man sich hilfsweise einfach alle bisher von uns getesteten von uns 14-Zoll-Convertibles an, liegt der Verbrauch des Radius in den beiden sparsameren Idle-Lastzuständen (Idle min, Idle avg) im Durchschnitt und bei Idle max etwas darüber. Dass der Verbrauch unter Last unterdurchschnittlich ist, liegt daran, dass auch Notebooks mit dedizierter Grafikkarte in die Berechnung einfließen.
Im Rahmen unseres praxisnahen WLAN-Tests (Wie wir testen) kommen wir bei auf rund 150 cd/m² begrenzter Helligkeit auf eine Laufzeit von fast acht Stunden, was im Gesamtvergleich auf eine für sich sprechende Teilwertung von 91 % hinausläuft. Passend zum mobilen Einsatz dürfte das Toshiba Satellite Radius 14 im Laufe eines normalen Arbeitstages kaum schlappmachen. Obwohl die stärker motorisierten Vergleichsnotebooks im Test über ähnliche Akkukapazitäten verfügen, liegen sie hier um 37 bzw. 38 % zurück.
Ob 14 Zoll große und 2 kg schwere Convertibles überhaupt Sinn machen, muss jeder für sich entscheiden. Schön oder sogar notendig wäre gerade für die verschiedenen Modi ein blickwinkelstabiles Full-HD-IPS-Panel gewesen, aber das passte natürlich nicht mehr ins Budget. Für den Preis überzeugend finden wir das Gehäuse und die Eingabegeräte. Bei den Anschlüssen hat Toshiba über Gebühr gegeizt. Die Leistung liegt bei überaus leisem Betrieb auf dem erwarteten Niveau und reicht für mehr als alltägliche Aufgaben, nicht aber zum ambitionierten Zocken aus. Wäre statt der HDD eine SSD zum Einsatz gekommen, würde sich die gefühlte Performance beim täglichen Arbeiten gar nicht so sehr von deutlich potenteren Plattformen unterscheiden, und die ohnehin schon üppige Akkulaufzeit hätte zusätzlich profitiert. Akku HP COMPAQ 395791-251 .

Führt man sich den günstigen Marktpreis vor Augen, kann sich Toshibas neues Satellite Radius 14 L40W-C-10Z durchaus sehen lassen. Schwächen sind vorhanden, fallen im Hinblick auf die geringen Anschaffungskosten von derzeit etwa 620 Euro aber nicht so ins Gewicht.

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24/12/2015

Laptop Akku HP COMPAQ nw8240

Dells mobile Workstation Precision 5510 soll als Ableger des XPS 15 insbesondere professionelle Bedürfnisse befriedigen. Als Hauptunterscheidungsmerkmal kommt daher Nvidias Quadro M1000M zum Zug, die vor allem bei Konstruktionssoftware und zertifizierten Anwendungen ihre Stärken ausspielt. Wie gut das Precision 5510 tatsächlich zu den Profis passt, haben wir ausführlich getestet.
Dells Precision 5510 verkörpert auf den ersten Blick so ganz und gar nicht das, was man sich normalerweise unter einer mobilen Workstation vorstellt. Schlank, leicht, kompakt und dennoch leistungsstark ausgestattet, zeigt sich Dells Interpretation eines Arbeitsplatzrechners quasi als Gegenentwurf zum wuchtigen Bild der üblichen Standardmodelle. Das gelungene Konzept des Dell Precision M3800 wird hier also konsequent fortgeführt und weiter verbessert. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die immer effizienter arbeitenden Komponenten, etwas Verzicht und generell kompakteren Bauformen.

Unser Testmodell ist mit einer Intel Xeon E3-1505M-CPU, 16 GB RAM, einer Nvidia Quadro M1000M-Grafik, einer 512-GB-SSD und einem IGZO-4k-Display ausgestattet. Der Preis für unsere Testkonfiguration beträgt derzeit etwa 3.200 Euro brutto. Im Dell Online-Shop für Unternehmenskunden sollte man immer darauf achten, dass die angezeigten Preise ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen sind. Diese wird erst später, wenn das Produkt im Warenkorb landet, hinzugerechnet.
Das Gehäuse des Dell Precision 5510 ist hervorragend verarbeitet und mit sehr wertigen Materialien bedacht worden. Aluminium und Carbon versprühen eine sehr angenehme Optik ohne auf die im Businessbereich angesagte Zurückhaltung verzichten zu müssen. Die Stabilität kann man zwar als sehr gut einstufen, erreicht aber im direkten Vergleich nicht ganz das Niveau eines MacBook Pro 15 Retina. Der Displaydeckel lässt sich etwas mehr verwinden und auch die Baseunit gibt etwas mehr nach. Wirklich entscheidend ist das aber nicht. Das Gewicht fällt mit 2,02 kg (Testgewicht) relativ niedrig aus und sorgt zusammen mit den geringen Ausmaßen für gute Transportvoraussetzungen. Auch hier kommt es auf ein paar Millimeter und ein paar Gramm mehr oder weniger nicht wirklich an. Entscheidend ist der große Unterschied zu Standard-Workstations wie HP ZBook 15, Lenovo ThinkPad W541 oder Toshiba Tecra W50. Diese sind nicht selten ein oder 2 Zentimeter dicker und um mehr als ein Kilo schwerer.
Die Schnittstellenliste des kompakten Gehäuse ist quantitativ nicht gerade üppig ausgefallen. Doch alleine der Thunderbolt-3-Anschluss verbirgt zahlreiche Talente in sich. Im Grunde handelt es sich hier um einen aufgebohrten USB 3.1 Typ-C Gen. 2-Anschluss. Mit 40 Gb/s verfügt Thunderbolt 3 über eine 4 mal so hohe Transfergeschwindigkeit wie USB 3.1 der in der höchsten Ausbaustufe Gen. 2 maximal 10 Gb/s schafft. Zusammen mit DisplayPort 1.2, 10 Gb-Ethernet, bis zu 100 Watt Stromversorgung und der Unterstützung des PCIe-Protokolls hat man hier eine mächtige Datenleitung zur Verfügung. Aufgrund dieser sehr guten Voraussetzungen scheint sich generell abzuzeichnen, dass nach und nach die bisher verwendeten proprietären Dockingports herstellerübergreifend durch Thunderbolt-3.0-Lösungen ersetzt werden. Neben dieser multitalentierten Super-Schnittstelle, verfügt das Precision 5510 noch über 2 reguläre USB 3.0-Ports, HDMI und einen flotten PCIe-Kartenleser.
Die Kommunikationsausstattung bewegt sich im üblichen Rahmen und bietet mit Dual-Band-AC-WLAN, Bluetooth 4.0 und einer 720p-Webcam die nötige Businessbasis. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung kann man per beiliegendem USB-Typ-C-Ethernet-Adapter herstellen, der immerhin Gbit-Netzwerke unterstützt. Dieser befindet sich beim Precision 5510 laut Datenblatt immer im Lieferumfang. Die WLAN-Verbindung hat sich gegen eine FritzBox 7490 gut geschlagen und liefert innerhalb eines Gebäudes in etwa 15 Meter Entfernung (getrennt durch zwei Innenwände) immer noch zwei Empfangsbalken. Auch die subjektive Verbindungsqualität und -stabilität haben in diesem Szenario überzeugt.
Zur Sicherung der Daten verfügt das Testgerät, neben den üblichen Passwortoptionen auf Bios- und Systemebene, über ein TPM 1.2 Modul und die Möglichkeit bei Bedarf den Computrace-Service (Datensicherheit, Geräteortung/ Wiederbeschaffung) für verschiedenene Zeiträume zu buchen. Einen Fingerabdruckscanner oder einen Smartcardreader bietet Dell für das Precision 5510 nicht an.
Dell bietet als zentrales Zubehör eine Thunderbolt-Docking-Lösung die ab 2016 verfügbar sein soll. Diese scheint die sonst üblichen proprietären Dockingstationen klassenübergreifend zu ersetzen. Hierüber kann man stationäre Peripheriegeräte inklusive 4k-Displays schnell und einfach anbinden. Zusätzlich hat man die Wahl zwischen verschiedenen Adaptern für den HDMI und die USB-Ports. Komplettiert wird das Zubehörprogramm schießlich durch Taschen, Mäuse, Tastaturen, Displays, Laufwerke und vieles mehr.

Natürlich kann man auch Universal-Zubehör der Dritthersteller verwenden, was preislich manchmal Vorteile bietet. Jedoch bekommt man nicht immer den vollen Funktionsumfang geboten. Apples Multi-AV-Adapter wird zum Beispiel als USB-Adapter erkannt und stellt dadurch einen zusätzlichen USB-Port bereit. Der HDMI-Anschluss bleibt dagegen ohne Funktion und kann nicht angesprochen werden.
Im Dell Precision 5510 Owners Manual wird wie bei Dell üblich haarklein beschrieben, wie man an welche Komponente gelangt, sie austauscht oder aufrüstet. Leider ist das Manual derzeit noch nicht gänzlich auf das Precision 5510 angepasst, sondern entspricht dem des Dell XPS 15. Da XPS wie Precision über keine separate Wartungsklappen verfügen, muss man die gesamte Bodenplatte abnehmen, um an die Komponenten zu gelangen. Ist dies erledigt hat man guten Zugriff auf die jeweilige Hardwareausstattung.Akku HP 593576-001 .

Beachten sollte man bei der Ausstattung/ Aufrüstung/ Bestellung noch die eine oder andere gerätespezifische Besonderheit. Nur mit dem kleinen 56-Wh-Akku kann man eine M.2 PCIe-SSD mit einem weiteren 2,5-Zoll-Laufwerk kombinieren. Und umgekehrt kann man den großen 81-Wh-Akku nur mit einer M.2 PCIe-SSD auswählen. Für alle drei Optionen fehlt unter dem Strich einfach der Platz.
Das Dell Precision 5510 verfügt über 12 Monate Pro-Support (inklusive Remote-Überwachung des PCs) und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag, der ohne Aufpreis im Produktkonfigurator in 3 Jahre Basis-Support am nächsten Arbeitstag umgewandelt werden kann. Eine Erweiterung des Basis-Supports auf 5 Jahre kostet zum Beispiel 153 Euro netto und inklusive Pro-Support sind 458 Euro netto fällig.
Die Tastatur verfügt über normal große Tasten im 19-mm-Raster, hat einen leisen Anschlag, kann aber aufgrund der flachen Bauweise lediglich einen kurzen Hub aufweisen. Dennoch stufen wir die Eingabe als vielschreibertauglich ein, da hier nichts klappert, wippt oder sonst wie nachgibt. Die deutsche Tastatur-Ausführung ist mit einem Standardlayout wie beim Dell XPS 15 versehen. Unser Testgerät ist dagegen mit einer Querty-Tastatur ausgestattet und weicht daher entsprechend deutlich vom gewohnten Erscheinungbild der Tastenbelegung ab. Zahlenjongleure werden wahrscheinlich einen separaten Nummernblock vermissen. Diesen gibt es beim Precision 5510 jedoch auch nicht gegen Aufpreis.

Das Touchpad lässt sich sehr gut bedienen und bietet die üblichen Einstelloptionen. Zweifingertipp, Multitouch-Zoom, -Drehen usw. können hier den eigenen Wünschen nach ausgewählt oder deaktiviert werden. Die Reaktions- und Gleifähigkeit der Glasoberfläche ist sehr gut und bietet keinerlei Anlass für negative Kritik.
Der Multitouchscreen ist eine gewöhnungsbedürftige aber nach einiger Zeit sehr willkommene zusätzliche Eingabemethode. Da unser Testsystem noch mit Windows 7 ausgestattet ist, kann das eigentliche Potential nicht wirklich ausgeschöpft werden. Auch mit der maximalen Vergrößerung der Darstellung werden Icons, Symbole und Eingabefelder immer noch sehr klein dargestellt. Erst eine Reduzierung der Auflösung kann hier helfen. Zudem skalieren unter Windows 7 noch recht viele Programme nur unzureichend, was die Bedienung ebenfalls erschwert. Ansonsten reagiert der Touchscreen sehr gut und arbeitet auch in den Randbereichen sehr zuverlässig. Zusammen mit Windows 10 dürfte sich der Funktionsumfang und der Eingabekomfort noch mal deutlich verbessern.
Das Dell Precision 5510 wird mit einem FullHD-IPS-Display oder alternativ mit einem IGZO-4k-Panel angeboten. Letzteres kostet etwa 245 Euro (netto) Aufpreis, ist mit einer glänzenden Multitouchoberfläche versehen und bietet einen besonders großen Farbumfang. Die FullHD-Variante hatten wir schon beim Dell XPS 15 im Test, wo es ordentliche Ergebnisse erzielen konnte.

Unser Dell Precision 5510 ist mit dem hochauflösenden UHD-Bildschirm ausgestattet. Hier gefallen vor allem die Fingerbedienung, die sehr hohe Pixeldichte von 282 ppi, die zu einer sehr scharfen und feinen Darstellung führt, und der extrem hohe Farbraum. Aufgrund der Multitouchoberfläche mit Corning Gorilla Glas NBT kommt im Gegensatz zum FullHD-Display eine spiegelnde Oberfläche zum Einsatz. Dell verzichtet hier auf eine Entspiegelungsschicht, wie man sie zum Beispiel bei den aktuellen Retina MacBooks vorfindet. Dadurch tritt der Spiegeleffekt etwas stärker auf, als bei Modellen die über eine entsprechende Beschichtung verfügen.

Bei unseren Helligkeitsmessungen erzielt das IGZO-Display maximal 391 cd/m² in der Bildmitte. Zu den Rändern fällt diese etwas ab und erreicht in der linken unteren Ecke nur noch 339 cd/m². Insgesamt liegt die Ausleuchtung bei guten 87 Prozent. Großflächige Wolkenbildungen oder auffällige Lichthöfe sind auch bei einfarbigen Bildinhalten nicht auszumachen. Die minimale Helligkeit beträgt 45 cd/m² (Stufe 1), was manchen Anwendern in dunklen Arbeitsumgebungen schon zu hell sein könnte. In Stufe 4 haben wir 153 cd/m² gemessen, die wir auch für unsere Praxistests im Bereich der Akkulaufzeiten verwenden.
Über alle Helligkeitsstufen hinweg können wir kein Flimmern feststellen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays beträgt beim kombinierten Schwarz-Weiß-Wechsel 34 ms und beim kombinierten Grau-Wechsel 56 ms. Für Gamer schneller Spiele ist das nicht ideal, alle anderen sollten keine Einschränkungen befürchten müssen. Der Kontrast beträgt gute 987:1 und sorgt für ein sattes Schwarz. Die Farbraumabdeckung ist beim 4k-Display besonders hoch und deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab. Selbst der AdobeRGB-Farbraum wird noch zu über 88 Prozent wiedergegeben. Beide Werte sind hervorragend.
Hinsichtlich der Farbgenauigkeit enttäuscht Dells Premier Color Tool. Eigentlich soll man hierüber z.B. den sRGB-Farbraum per Click komfortabel auswählen können. Wie unsere Messungen zeigen sollte man sich darauf aber nicht verlassen. Das maximale DeltaE 2000 von 7,7 ist zwar im Vergleich zu den sonst von uns getesteten Bildschirmen gut, reicht aber nicht für ein farbtreues Arbeiten im professionellen Bereich. Nach der obligatorischen Profilierung (sRGB) überzeugt das Display mit Spitzenwerten und farbtreuer Darstellung. Das maximale DeltaE 2000 (also die Abweichung zum Ideal) beträgt nun nur noch 1,01 und liegt damit weit unter der Grenze von 3. Ebenfalls nahe an der Perfektion bewegen sich die RGB-Balance und die Gammakurve.
Die Blickwinkelstabilität des IGZO-Panels fällt sehr gut aus. Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe verändern sich kaum und sorgen für eine gleichmäßige Darstellung. Lediglich aus weiten diagonalen Winkeln ist ein leichter Rotstich zu erkennen.
Dell bietet erfreulicher Weise gute Möglichkeiten sein Precision 5510 nach den persönlichen Bedürfnissen zusammenzustellen. Mit 3 verschiedenen Prozessoren, 2 Displays und etlichen Massenspeicheroptionen ist die Auswahl für ein Slimline-Notebook recht groß. Keine Wahl hat man hingegen bei der Grafikeinheit, die immer aus einem Optimus-Verbund mit Intel P530 und Nvidia Quadro M1000M besteht. Auch die RAM-Ausstattung bietet mit derzeit maximal 16 GB kaum Entscheidungsspielraum. Unser Testgerät ist mit einer Intel Xeon E3-1505-CPU, 16 GB DDR4-RAM, einer 512 GB SSD und dem Ultra-HD IGZO-Touch-Display ausgestattet. Der Preis für diese Ausstattungsvariante beträgt derzeit rund 3.200 Euro in Dells Online-Shop.
Mit dem letzten Prozessor-Generationswechsel (hin zu Skylake) bei Intel haben erstmals auch mobile Xeon-Prozessoren Einzug ins umfangreiche Portfolio gehalten. Neben einer hohen Leistungsfähigkeit ist das Hauptargument sich für einen solchen Prozessor zu entscheiden die Möglichkeit ECC-Arbeitsspeicher einsetzen zu können.

Dieser ist vor allem dann von Nutzen, wenn das System besonders intensiv mit viel Arbeitsspeicher agiert, Berechnungen im Akkord anliegen und es auf eine möglichst hohe Fehlervermeidung ankommt. Fehlerhafte Daten und Berechnungen wiederum können zu Abstürzen führen und somit den Workflow erheblich beeinträchtigen. Neben Servern sind daher vor allem Workstations die z.B. in den Bereichen Konstruktion, Design, Wissenschaft oder zur Finanz-Analyse eingesetzt werden typische Systeme in denen ECC-Speicher Sinn macht.

Leider scheint Dell für die Precisions 5510 kein ECC-RAM vorzusehen, womit ein Argument für den Intel Xeon E3-1505 in unserem Testgerät wegbricht. Mit einem Aufpreis von etwa 100 Euro zum Intel Core i7-6820HQ bleibt als Unterscheidungsmerkmal daher nur noch ein nominell 100 MHz höherer Takt übrig. Ansonsten bietet die 45-Watt-CPU Hyperthreading mit bis zu 8 Threads und einen Turbo-Boost, der den Prozessor vom Basistakt von 2,8 GHz auf bis zu 3,7 GHz bei Single-Thread-Anwendungen beschleunigen soll.Akku HP 580029-001 .

Bei unseren Prozessorbenchmarks erreicht der mobile Xeon insgesamt sehr gute Ergebnisse. Beim Cinebench R11.5 werden 1,6 Punkte (Single-Thread) und 7,93 Punkte (Multi-Thread) erzielt. Den versprochenen Maximaltakt von 3,7 GHz haben unsere Tools jedoch weder bei verschiedenen Benchmarktests (SuperPi, Cinebench) noch bei Praxisaufgaben (iTunes Audio-Konvertierung) angezeigt. Bei 3,5 GHz war in jedem Fall Schluss. Umfangreiche CPU-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer CPU Benchmarkliste durchführen.

Mit einer deutlichen Taktreduzierung unter den Basistakt muss man beim Testgerät dann rechnen, wenn Prozessor und Grafikeinheit gleichzeitig ihre maximale Leistung abverlangt wird. Wir simulieren das mit den Tools Prime95 und Furmark. In diesem Worst-Case-Szenario erreicht der CPU-Takt in Stufen bereits nach 7 Minuten 2,4 GHz. Diese Taktung wird dann aber dauerhaft gehalten und nicht weiter reduziert. Im praxisnäheren Lastbetrieb, den wir mit dem SPECviewperf 12 Benchmark in mehreren Durchläufen simuliert haben, bewegt sich der CPU-Takt dauerhaft zwischen 3,2 GHz und 3,4 GHz. Die kurzen Zwischenzeiten zum Laden der Viewsets und die nicht 100-prozentige Auslastung des Systems reichen also bereits aus, um höhere Taktraten im Dauerbetrieb zu erzielen.

Im Akkubetrieb rechnet das System generell nicht schneller, als mit 1,6 GHz. Selbst nach dem Anschließen des Netzteils verharrt dieser Zustand, sodass meist nur ein Neustart sicher Abhilfe schafft. Ein Bios-Update, wie bereits für das XPS 15 erhältlich, könnte hier für Besserung sorgen. Beim Cinebench R11.5 (Multi-Thread) werden im Akkubetrieb deshalb nur noch 2,92 anstatt der sonst möglichen 7,93 Punkte erreicht.
Die recht ausgewogene Komponentenauswahl des Testgeräts sorgt für sehr gute Ergebnisse bei den Systemleistungs-Benchmarks. Beim PCMark 8 Creative erreicht unser Precision zum Beispiel 4429 Punkte und beim Work-Test 5100 Punkte. Weitere Verbesserungen könnte man in unserem Fall lediglich durch einen schnelleren Massenspeicher erzielen. Hinsichtlich CPU, GPU und RAM haben wir bereits die Möglichkeiten des Precision 5510 ausgeschöpft.

Mit dem Dell Precision Optimizer bietet Dell ein Tool, das je nach Anwendung gezielt optimierte Hardware-Konfigurationen lädt und somit die für jede Software optimale Einstellung automatisiert bereitstellt. Das geht soweit, dass selbst BIOS-Funktionen über das jeweilige Profil geändert werden können. Darüber hinaus bietet das Werkzeug Möglichkeiten zur Clientbetreuung, zur Systemwartung, für Analysezwecke und zur Problemberichterstellung. Im unternehmerischen Umfeld mit verschiedenartig genutzten Programmen und vielfältiger Gerätelandschaft könnten die gebotenen Eigenschaften eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeuten.

Hinsichtlich der möglichen Latenzen im Zusammenspiel mit externen Audiogeräten, ist unser Testgerät nicht optimal aufgestellt. Erst nach Deaktivierung des WLANs können die Latenzen auf ein ausreichendes Maß reduziert werden. Wer hier besonders hohe Ansprüche hat, wird sich auf eine tiefergehende Fehlersuche begeben müssen.

Der Integrierte Realtek PCIe Gen.2 Kartenleser erzielt mit unserer Toshiba Exceria Pro UHS-II Speicherkarte (64 GB) eine maximale sequentielle Leseleistung von 192 MB/s. Der Transfer von 10 MB großen Bilddateien gelingt mit einer mittleren Geschwindigkeit von 147 MB/s. Per USB 3.0 arbeitet eine Samsung T1 SSD (256 GB) bis zu 396 MB/s schnell. Den USB 3.1 Typ-C Gen.2 konnten wir mangels leistungsstarkem Laufwerk nicht testen.
Das Solid State Drive im 2,5-Zoll-Formfaktor bietet recht gute Leistungsdaten fällt aber deutlich hinter den Alternativen im M.2 Format mit PCIe-Anbindung zurück. Auf die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit hat das jedoch kaum Auswirkungen. Programme öffnen fix, Daten werden schnell übertragen und selbst große Bilddateien sind ruck zuck verfügbar. Mit einer Kapazität von 512 GB (brutto) verfügt das Testgerät über relativ viel Speicherplatz, der für viele Anwendungsbereiche eine gute Basis darstellt. Intern könnte man den Speicherplatz durch ein Laufwerk im M.2 Format oder durch ein noch kapazitätsstärkeres 2,5-Zoll-Laufwerk erweitern. Auch RAID-Systeme sind laut Bios und Owners Manual möglich. Umfangreiche Massenspeichervergleiche kann man mit Hilfe unserer HDD/ SSD-Benchmarkliste durchführen.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Dell XPS 15 stellt die im Precision 5510 verbaute Grafikeinheit dar. Nvidias Quadro M1000M ist eine der neuen professionellen Grafikchips auf Maxwell-Basis, die im Vergleich zur lange eingesetzten Vorgängergeneration auf Kepler-Basis, nun einen gehörigen Leistungszuwachs bei verbesserter Effizienz verspricht. Für weniger leistungsfordernde Aufgaben kann man auch beim Precision 5510 dank Nvidia Optimus-Verbund auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics P530 GPU zurückgreifen.

Von den bekannten Consumer-Grafikchips der Geforce-Serie unterscheidet sich die professionell ausgerichtete Quadro-Serie vor allem durch ein modifiziertes Bios, spezielle Treiber und eine insgesamt auf Stabilität getrimmte Konfiguration. Wichtig sind im unternehmerischen Bereich auch die umfangreichen Softwarezertifizierungen, die ein problemloses Zusammenspiel zwischen Hard- und Software garantieren. Leistungsmäßig kommen die Spezialtreiber vor allem bei OpenGL optimierter Software zur Geltung. Hier können bereits Berechnungsarten zum Einsatz kommen, die noch nicht zum offiziellen OpenGL-Standard gehören und damit einen gehörigen Leistungszuwachs generieren. Technisch basiert die Quadro M1000M auf dem GM107-Grafikchip, bietet 512 Shadereinheiten, 2 GB GDDR5-grafikspeicher und einen 128 bit breiten Speicherbus. Im Test hat sich der reguläre Maximaltakt von 993 MHz regelmäßig und teils dauerhaft auf 1.124 MHz erhöht. Im Vergleich zu den bekannteren Geforce-Chips ordnet sich die Quadro M1000M zwischen der Nvidia Geforce GTX 950M und der GTX 960M ein.

Wir testen den professionellen Bereich mit den SPECviewperf-Benchmarks, die im Wesentlichen die Bereiche CAD, CAM, Geologie und ein medizinisches MRT abhandeln. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen wie groß der Leistungszuwachs gegenüber den Vorgänger-Quadros, aber auch gegenüber der FirePro M5100 von AMD ausfällt. In allen Bereichen können die Vorgängermodelle teils deutlich geschlagen werden. Selbst Teiltests in denen traditionell Lösungen von AMD deutlich besser abschneiden, gehen nun an die Nvidia Quadro M1000M. Im Vergleich zum direkten Vorgänger Nvidia Quadro K1100M, der noch im Dell Precision M3800 verbaut wird, können die Frameraten fast überall verdoppelt werden.
Über die freie Programmierschnittstelle OpenCL können aufwendige Berechnungen von der CPU auf die GPU ausgelagert werden. Das sorgt für eine Entlastung des Gesamtsystems und fürhrt in der Regel gleichzeitig zu schnelleren Ergebnissen. In der Praxis kommt OpenCL vor allem bei Aufgaben wie Verschlüsselung, Konvertierungen, Bild- und Videobearbeitung oder der Finanzanalyse zum Einsatz. Wir testen mit Luxmark 2.0 (Raytracing) und SiSoft Sandra 16 (GPGPU). In diesem Bereich kann die neue Maxwell-Generation vor allem beim Raytracing einen enormen Leistungszuwachs verbuchen. Selbst die ehemals dominanten FirePros können hier deutlich abgehangen werden. In den Bereichen Kryptographie, Finanzanalyse und Bildbearbeitung haben wir noch kaum Testergebnisse vorliegen, aber auch hier kann die aktuelle Maxwell-Generation sehr gute Ergebnisse einfahren.
Im DirectX-Bereich kommt es im Gegensatz zur OpenGL optimierten Software vor allem auf die reine Hardwareleistung an. Bei den bekannten 3DMarks werden zum Beispiel 3517 Punkte bei der GPU-Wertung des Fire Strike-Tests und 23777 Punkte beim Cloud Gate erzielt. Das reicht um sich etwas vor der Nvidia Geforce GTX 950M einzuordnen. Beim Unigine Heaven 3.0 DX11-Benchmark erzielt der Grafikchip 44,9 fps und beim Valley-1.0-Test 18,7 fps. Im Vergleich zu den unter sonst gleichen Bedingungen durchgeführten OpenGL-Durchläufen (keine Optimierungen) können jeweils einige Frames mehr erreicht werden. Umfangreiche Grafikchip-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer GPU-Benchmarkliste durchführen.Akku HP Mini 210 .
Auch wenn das Spielen von der Ausrichtung her eher weniger mit einer Arbeitsmaschine in Verbindung gebracht wird, so liefert es doch gute Rückschlüsse auf die zu erwartende Grafikleistung im Direct3D-Bereich. Zudem werden viele Geräte heutzutage nicht nur rein beruflich, sondern hin und wieder auch mal privat genutzt. Einen Blick in die Spielewelt wollen wir daher interessierten Anwendern nicht verwehren.

Die Spieleleistung bewegt sich ähnlich wie bei den DX11-Benchmarks zwischen einer Nvidia Geforce GTX 950 und einer Nvidia Geforce GTX 960. Somit liefert die Nvidia Quadro M1000M auch für das viel zitierte Spielchen zwischendurch ausreichend Grafikpower. Lediglich bei leistungsfordernden aktuellen Titeln geht dem Chip ab unseren hohen Einstellungen die Luft aus. In nativer 4k-Auflösung kann man hingegen meist nur mit minimalen und manchmal mit mittleren Qualitätseinstellungen spielen. Umfangreiche Vergleiche kann man auch mit unserer GPU-Spielebenchmarkliste durchführen.

Dells Precision 5510 ist trotz geringer Ausmaße und leistungstarker Bestückung ein grundsätzlich leiser Vertreter der Zunft. Bei wenig Beanspruchung und auch bei kurzen Lastphasen bleibt unser Testgerät nahezu lautlos. Erst wenn mehr als ein bis zwei Minuten lang mittlere Last anliegt, drehen die Lüfter auf und sorgen für einen Schalldruckpegel von 42 dB(A). Aufgrund der sonoren und gleichbleibenden Lüfterfrequenz ist diese Betriebslautstärke noch gut zu ertragen. Unter Volllast erhöht sich der Kühlbedarf nochmals und der Schalldruckpegel erreicht 46,78 dB(A). Das kann auf Dauer schon störend werden, ist aufgrund der zurückhaltenden Geräuschcharakteristik aber besser zu ertragen, als bei manchem Konkurrenten mit hochfrequenten Lüfter- oder Elektronikgeräuschen.
Die Temperaturentwicklung des Dell Precision 5510 ist als insgesamt gering einzustufen. Selbst nach zwei Stunden Volllast mit Furmark und Prime95 steigen die Oberflächentemperaturen nicht über die 47 °C-Grenze hinaus. Lediglich ein Einsatz auf dem Schoß ist bei dieser Auslastung für die Oberschenkel etwas unangenehm. Ansonsten bleibt vor allem die Handballenablage mit um die 30 °C sehr kühl. Bei wenig Beanspruchung, auch über einen langen Zeitraum von mehr als 2 Stunden stagnieren die Oberflächentemperaturen bei maximal 31,9 °C am Unterboden.
Die Soundausgabe zeigt sich trotz der Multimediaanleihen die unser Testgerät von der XPS-Serie vererbt bekommen hat etwas mager. Zwar wird eine hohe und verzerrungsfreie Maximallautstärke von 84 dB(A) (Pink Noise) erreicht, dennoch fehlt hier ein Subwoofer, der die tiefen Bereiche abdeckt. Unter dem Strich bekommt man viele Höhen, ausreichend Mitten aber wenig Bässe geliefert. Für die üblichen Business-Aufgaben wie Präsentationen oder Videochats hat man eine gute Lautsprecherleistung zur Verfügung. Für Multimedia-Einsätze wie Spiele oder Filmvorführungen greift man hingegen besser zum Kopfhörer oder einem externen Boxensystem.

Dell kombiniert nach wie vor beim Precision den Kopfhörerausgang mit dem Mikrofoneingang. Headsets mit getrennten Anschlüssen erfordern also entweder einen Adapter oder müssen ersetzt werden. Das interne Mikrofon hat bei unserem Testgerät keine Probleme bereitet.
Die minimale Leistungsaufnahme unserer Testkonfiguration beträgt 8,6 Watt (Energiesparmodus, Intel HD Graphics, Funk aus, minimale Displayhelligkeit) mit eingeschaltetem Display. Schaltet man dieses aus, so verringert sich der Stromverbrauch deutlich auf 4,26 Watt. Ein Großteil der Leistungsaufnahme geht also auf das Konto des IGZO-Panels. Mit maximaler Displayhelligkeit erhöht sich der Energiebedarf bei sonst gleichen Einstellungen schon auf 16 Watt. Mit einem Blick auf den Test des Dell XPS 15 mit FullHD-Display wird deutlich, dass diese Komponente einen nicht unerheblichen Anteil am Stromverbrauch des Gesamtsystems trägt.

Im Maximum messen wir direkt zu Beginn unseres Stresstests für wenige Sekunden eine Leistungsaufnahme von 131,8 Watt. Das liegt zwar nur minimal über der Nennleistung des Netzteils (130 Watt) zeigt aber dennoch, dass Dell hier im Zusammenspiel mit der Xeon-CPU etwas knapp kalkuliert hat. Da der Prozessor aus thermischen Gründen unter Volllast seinen Takt verringert, bleibt letztlich jedoch keine Zeit bis ein Netzteilthrottling einsetzt.
Da unser Testgerät mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk bestückt ist, bleibt nur Platz für den kleineren 54-Wh-Akku. Den größeren 81-Wh-Akku erhält man deshalb nur im Zusammenspiel mit einem Massenspeicher im M.2-Format. Ansonsten bietet Dell noch einen externen Akku an (Dell Power Companion, 451-BBMV, ca. 190 Euro, 417 g), mit dem sich das Notebook als auch externe USB-Geräte laden lassen.

Für unsere Testkonfiguration reichen die 54 Wh aus, um praxisgerechte Laufzeiten von grob drei bis viereinhalb Stunden erzielen zu können. Dann muss man allerdings im ausgeglichenen Profil mit integrierter Intel HD Graphics P530 und Helligkeitsstufe 4 (153 cd/m²) arbeiten. Beim Battery Eater Classic Test (Höchstleistungsprofil, Nvidia Quadro M1000M, Funk an, maximale Displayhelligkeit) scheint das System nicht richtig ausgelastet zu werden. Hier haben wir eine erstaunlich gute Laufzeit von knapp 2 Stunden erzielt. Lassen wir stattdessen den SPECviewperf 12-Benchmark in Schleife laufen, reicht der Akku gerade mal für 65 Minuten.

Generell muss man im Akkubetrieb mit einer Taktreduzierung rechnen, die bei 1,6 GHz verharrt. Käme hier die volle Leistungsfähigkeit zum Zuge, wäre der Akku bereits nach weniger als einer halben Stunde leer gesaugt. Der Akkuhaltbarkeit kommt das somit zugute, da ein zu schnelles Entladen zu Überhitzungen und damit zu einer frühzeitigen Alterung führt.
Dell hat mit dem Precision 5510 ein extrem begehrenswertes Arbeitsgerät geschaffen. Neben optischen Reizen, die vor allem durch den schlanken Formfaktor und die wertigen Materialien, hervorgerufen werden, überzeugen auch Verarbeitungsqualität und Gehäusestabilität auf hohem Niveau.

Die Leistungsfähigkeit der Testkonfiguration fällt insgesamt sehr gut aus, auch wenn man unter Extrembedingungen im Gegensatz zu vielen Vergleichsgeräten, mit einer Leistungseinbuße rechnen muss. In praxisnäheren Szenarien haben wir hingegen auch nach längerer Belastung keinen Leistungsverlust feststellen können.

Ein wesentliches Highlight des Dell Precision 5510 ist zweifelsfrei das extrem gelungene UHD-IGZO-Display. Es überzeugt mit großem Farbraum, gutem Kontrast, guter Helligkeit und nach der Profilierung mit hervorragender Farbgenauigkeit. Einziger Nachteil ist der relativ hohe Stromverbrauch, der für die eher durchschnittlichen Akkulaufzeiten nicht unwesentlich mitverantwortlich ist.

Dennoch lassen sich mit praxisgerechten Einstellungen je nach Szenario zwischen drei und viereinhalb Stunden Akkulaufzeit erreichen. Zusammen mit dem relativ geringen Testgewicht von 2,02 kg hat man damit vor allem im Klassenvergleich überdurchschnittlich gute Mobilitätsvoraussetzungen zur Verfügung.

Die Schnittstellenausstattung ist für eine mobile Workstation zwar nicht optimal, beinhaltet mit Thunderbolt 3 aber eine multifunktionale Anschlussmöglichkeit. Diese deckt gleich mehrere wichtige Übertragungsstandards ab und kann dadurch ohne weiteres proprietäre Dockingports ersetzen.

Verzichten muss man hingegen auf so manches Business-Feature, das man bei diesem XPS 15-Ableger nicht geboten bekommt. Fingerabdruckscanner und Smartcardreader gehören genauso wenig dazu wie ein dedizierter DisplayPort oder ein mobiles Breitbandmodul. Akku HP COMPAQ nw8240 .

Für den recht happigen Preis von etwa 3.200 Euro (Testkonfiguration) bekommt man unter dem Strich eine vielseitig einsetzbare und optisch sehr gelungene mobile Workstation geboten. Ob es letztlich das passende Arbeitsgerät ist, entscheiden meist die persönlichen Bedürfnisse, Ansprüche und Vorlieben.

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05/12/2015

Laptop Akku Asus A42-G750

Das Yoga 3 14 erhält einen neuen Namen und gleichzeitig frische Komponenten. Was gibt es sonst noch Neues bei diesem Skylake-Refresh?
Kurz nach dem Test des Yoga 900 im 13-Zoll-Format schauen wir uns nun das Modell mit der Bezeichnung Yoga 700 an. Diese größere und günstigere Version des Yoga 900 verwendet die bekannten 360-Grad Gelenke und einen Skylake Prozessor für einen geringeren Stromverbrauch und verbesserte Grafikleistung. Da es sich um ein Update des Yoga 3 14 aus dem Jahr 2014 handelt, lohnt sich auch ein Blick in unsere vorherigen Testberichte.

Im Vergleich zu den 13,3-Zoll-Convertibles sind Modelle mit 14-Zoll-Bildschirmen deutlich seltener. Vergleichsgeräte für das Yoga 700 sind beispielsweise Convertibles wie das Acer Aspire R14 und das Sony Vaio Flip 14A.
Ein Blick auf das Gehäuse des Yoga 700 zeigt sofort die Verwandtschaft zum Yoga 3 14, inklusive der Konstruktion, den Materialien aus Kunststoff und gebürsteten Oberflächen sowie der Größe. Daher liegt auch die Qualität auf dem Niveau des alten Yoga 3 14 aus dem Jahr 2014, inklusive der bekannten Vor- und Nachteile. Insgesamt ist die Verarbeitung gut, aber es gibt auch einige Schwachpunkte. Druck auf die Mitte des Deckels führt zu einer leichten Verformung und Wellenbildung auf dem Bildschirm. Des Weiteren können es die Baseunit und der Deckel nicht mit der Stabilität der ThinkPad T-Modelle aufnehmen. Für ein Consumer-Gerät ist die gebotene Leistung aber dennoch sehr ordentlich und es gibt keine ernsthaften Probleme.

Im Vergleich zum höherwertigen 13 Zoll großen Yoga 900 ist das Gehäuse des Yoga 700 etwas runder und dicker, zudem fehlt die gummierte Handballenauflage. Aufgrund des fehlenden Watchband-Gelenks ist das Design zudem weniger auffällig und bodenständiger. Funktional stehen die Gelenke des Yoga 700 dem teureren Yoga 900 in nichts nach, allerdings lassen sie etwas mehr Nachwippen zu. An den Ecken und Kanten gibt es nach wie vor die Gummipuffer, um das Handling im Tent- und Tablet-Modus zu verbessern.
Mit beinahe 1,5 kg ist das Yoga 700 als Tablet nicht wirklich komfortabel. Das HP Spectre x360 ist vergleichbar schwer, während das Yoga 900 mehr als 200 Gramm weniger auf die Waage bringt. Letzteres hat damit einen spürbaren Vorteil im Tablet-Betrieb.
Bei den Anschlüssen und deren Platzierung hat sich gegenüber dem Yoga 3 14 nichts geändert. Neben dem kombinierten Netzteil-/USB-2.0-Anschluss gibt es weiterhin einen Micro-HDMI-Ausgang. Das Yoga 900 hatte den Micro-HDMI-Ausgang noch gegen einen vielseitigeren USB-C-Stecker ausgetauscht. Uns wäre jedoch ein vollwertiger HDMI-Anschluss oder zumindest ein Mini-DisplayPort lieber gewesen. Nichtsdestotrotz gefällt uns die Taste für die Rotationssperre, denn so muss man die Einstellung nicht umständlich in der Software vornehmen.
Laut Lenovo verwenden alle Modelle des Yoga 700 eine "non-Intel" WLAN-Karte. Ein genauerer Blick auf das Mainboard zeigt jedoch, dass unser Testgerät mit einem austauschbaren Intel Wireless-AC 3165 (1x1) M.2-Modul ausgestattet ist. Diese günstige Karte erreicht theoretische Transferraten von bis zu 433 Mbit/s und unterstützt zudem Bluetooth 4.2 sowie Wireless Display (WiDi). Während unseres Tests konnten wir in dieser Hinsicht keine Auffälligkeiten feststellen.

Zusätzliche Kommunikationsmodule wie WWAN oder GPS sind für das Yoga 700 nicht erhältlich.Der Lieferumfang des Yoga 700 ist eher spärlich. Optional stehen jedoch viele Artikel zur Verfügung, angefangen bei Bluetooth-Mäusen bis hin zu Schutzhüllen, die speziell für das Yoga 700 bzw. Yoga 3 14 entworfen wurden.

Der Zugang zu den Komponenten gestaltet sich recht einfach, nachdem die Torx-Schrauben auf der Unterseite entfernt wurden. Die Aufrüstbarkeit beschränkt sich jedoch auf einen einzelnen RAM-Steckplatz (SODIMM) und einen 2,5-Zoll-SATA-Steckplatz. Ersatzakku Asus AP21-T91 .

Standardmäßig liegt der Garantiezeitraum bei einem Jahr. Lenovo bietet in diesem Bereich aber sehr umfangreiche Services, wenn man den Umfang und die Dauer der Garantie erweitern möchte.
Weder bei der Tastatur noch dem Touchpad gibt es Änderungen gegenüber dem Yoga 3 14. Die Größe ist mit 27,75 x 10 cm ausreichend und identisch zum Yoga 900, aber leider können wir denselben begrenzten Hub und das schwammige Feedback wie beim Yoga 3 14 feststellen. Zur Mitte hin lässt sich die Eingabe zudem etwas eindrücken und sie kann mit den hochwertigen Tastaturen der ThinkPads einfach nicht mithalten. Schlecht ist die Eingabe auf keinen Fall, aber wir hoffen, dass Lenovo den zukünftigen Modellen zumindest etwas mehr Hubweg spendiert.

Die Tastatur verfügt zudem über eine einstufige Hintergrundbeleuchtung, während man diese beim Yoga 900 noch in zwei Stufen regeln konnte. Die Tasten und auch das Touchpad werden automatisch deaktiviert, wenn der Öffnungswinkel des Displays 190 Grad überschreitet. Im Gegensatz zu den Lenovo ThinkPad Yoga Modellen werden die Tasten aber nicht automatisch abgesenkt (Lift & Lock).
Mit 10,5 x 7 cm ist das Touchpad des Testgerätes, welches erneut als Clickpad mit integrierten Tasten ausgeführt ist, etwas größer als noch beim Yoga 900. Allerdings kommt diesmal kein Mausersatz von Synaptics, sondern von Elan zum Einsatz und auch die leicht gummierte Oberfläche fehlt dem Kunststoff-Pad. Scrolling und einfache Bewegungen stellen kein Problem dar, Pinch-to-Zoom ist jedoch etwas träge und funktioniert auf dem Touchscreen deutlich besser.

Die integrierten Maustasten haben einen kurzen Hub und produzieren einen weichen und hörbaren Klick mit einem etwas schwammigen Feedback. Es ist beispielsweise möglich, das Touchpad herunterzudrücken, ohne dabei einen Klick auszulösen. Letzterer benötigt im Vergleich zum Yoga 900 auch überdurchschnittlich viel Kraft, was letztlich etwas unangenehmer ist.
Der spiegelnde 14 Zoll große kapazitive Touchscreen ist nur mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln erhältlich. Im Gegensatz zum teureren Yoga 900 zeigt die Subpixel-Anordnung des Yoga 700 die übliche RGB-Matrix ohne einen zusätzlichen weißen Pixel. Das Panel mit der Bezeichnung Chi Mei CMN14B6 ist bisher noch nicht in unserer Datenbank aufgeführt.

Die Helligkeit hat sich gegenüber dem Yoga 3 14 nicht verbessert. Mit durchschnittlich 210 cd/m² fällt das Gerät von Lenovo hinter die meisten Ultrabooks zurück. Das Ergebnis wird durch den hohen Kontrast von beinahe 1.000:1 wieder etwas ausgeglichen; der Vorgänger hat in dieser Disziplin schlechter abgeschnitten.

Subjektiv können wir keine großen Probleme bei der Benutzung des Displays feststellen. Texte und Bilder sind scharf und nur in der unteren Ecke des Bildschirms bemerken wir ganz leichtes Screen-Bleeding. Aufgrund der deutlich höheren Pixeldichte fällt die Schärfe beim Yoga 900 aber noch besser aus (157 vs. 276 PPI).
Mit nur 36 Prozent des AdobeRGB- bzw. 61 Prozent des sRGB-Standards liegt die Farbraumabdeckung auf einem normalen Niveau für ein Mainstream-Gerät. Teurere Geräte oder auch einige Business-Notebooks wie das Dell Latitude E7450 oder das Lenovo ThinkPad T450s können tiefere und genauere Farben darstellen als unser Yoga 700.
Die weiteren Messungen mit einem X-Rite Spektralfotometer zeigen eine durchschnittliche Leistung bei den Graustufen, aber hohe Farbabweichungen bei Blau und Magenta. Durch eine Kalibrierung verbessern sich die Graustufen und die Farbtemperatur wird reduziert, die Farbabweichungen verbessern sich jedoch nur geringfügig. Mit zunehmender Sättigung werden die Abweichungen zudem höher, was an der begrenzten sRGB-Abdeckung liegt.

Die Outdoor-Fähigkeiten sind selbst im Schatten bestenfalls durchschnittlich; unter direkter Sonneneinstrahlung wird es sehr unkomfortabel. Es sieht beinahe so aus, als ob die Helligkeit absichtlich unter dem Niveau des teureren Yoga 900 gehalten wird, wodurch man das Yoga 700 am besten in geschlossenen Räumen benutzen kann. Zumindest wird die maximale Helligkeit im Akkubetrieb nicht reduziert.

Dank der IPS-Technologie sind die Blickwinkel des Yoga 700 sehr gut. Allerdings hatten wir auch nichts anderes erwartet, denn Convertibles und 2-in-1-Geräte können von mehreren Richtungen betrachtet werden und benötigen daher eine hohe Blickwinkelstabilität.
Bei den Prozessoren kann man sich zwischen einem Core i5-6200U oder einem Core i7-6500U entscheiden, zudem steht optional die dedizierte Grafikkarte Nvidia GT 940M zur Verfügung. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die kleinere Konfiguration ohne dedizierte GPU und nur 8 GB Arbeitsspeicher. Im Energiesparmodus reduziert der Prozessor seinen Takt auf lediglich 500 MHz und erreicht je nach Auslastung bis zu 2,7-2,8 GHz. Die Dual-Core-ULV-CPU basiert auf der Skylake-Architektur und wurde für den privaten Bereich konzipiert. Bei anspruchsvollen Anwendungen ist man mit einem Quad-Core in der Regel besser aufgestellt.

LatencyMon zeigt keine großen Verzögerungen bei einem achtminütigen Test, was aufgrund der Vielzahl an vorinstallierten Lenovo Tools durchaus überraschend ist.
Die reine Prozessorleistung des Skylake-Chips liegt in den Multi-Core-Tests zwischen dem Core i5-5200U und dem Core i5-6300U. Bei der Belastung von nur einem Kern ist die Leistung etwas geringer als erwartet, was auf eine schlechtere Turbo-Boost-Ausnutzung im Yoga 700 schließen lässt.

Im Vergleich zu deutlich stromhungrigeren CPUs, wie dem Quad-Core i7-4720HQ, fällt der ULV i5-6200U im Single-Core-Betrieb um etwa 20 Prozent zurück. Dieser Abstand ist in den Multi-Core-Tests erwartungsgemäß noch deutlich größer.

Weitere Benchmarks und Vergleiche zum Core i5-6200U stehen in unserer Technik-Sektion zur Verfügung.Die Ergebnisse im PCMark liegen auf dem Niveau von anderen High-End-Modellen wie dem Surface Book oder dem Dell XPS 13. Subjektiv konnten wir keine software- bzw. hardwareseitigen Probleme während des Tests feststellen. Lediglich die vorinstallierte McAfee-Software könnte einige Nutzer stören.
Der 2,5-Zoll-Schacht (SATA-III) ist der einzige Speicherplatz des Yoga 700. Zum Glück lässt sich die Festplatte bei Bedarf aber leicht austauschen. Aktuell bietet Lenovo das Yoga 700 ausschließlich mit SSDs an, was der Leistung zugutekommt. Akku Asus A42-G750 .

Unser Testgerät verwendet die 256 GB große Samsung MZYLN256HCHP SSD. Die Ergebnisse in CrystalDiskMark deuten mit knapp 500 MB/s beim sequentiellen Lesen und 300 MB/s beim sequentiellen Schreiben auf eine reguläre SATA-III-SSD hin. Einige Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise die Samsung SSD 840 EVO oder die Micron M600 M.2, erreichen höhere Schreibgeschwindigkeiten von mehr als 400 MB/s.

Für weitere Benchmarks und Vergleiche steht unser stetig wachsender HDD/SSD-Vergleich zur Verfügung.
Die integrierte Intel HD Graphics 520 bietet laut 3DMark 11 etwa 20 Prozent mehr Leistung als die alte HD 4600 und etwa 50 Prozent mehr Leistung als die HD 4000. Einsteigerlösungen von Nvidia oder auch die ältere Iris Pro Graphics 5200 sind aber immer noch deutlich schneller als die HD 520.
Mit der integrierten HD Graphics 520 ist man bei den meisten Spielen weiterhin auf geringe bis mittlere Details beschränkt, auch wenn die Leistung über der HD 4600 liegt. Die native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ist aber nicht möglich, für diesen Fall sollte man das Upgrade auf die deutlich stärkere GT 940M in Betracht ziehen.
Wir belasten das Notebook mit den Tools Prime95 und FurMark, um das System auf mögliche Stabilitätsprobleme bzw. Throttling zu untersuchen. Mit Prime95 hält der Prozessor einen ordentlichen Turbo-Takt, der 400 MHz über dem Basistakt liegt. Die Situation ist bei der GPU ähnlich, denn bei FurMark fällt der Kerntakt nicht unter 850 MHz. Bei der gleichzeitigen Belastung von beiden Komponenten fällt die CPU einige hundert MHz unter den Basistakt von 2,3 GHz. Die Kerntemperatur steigt jedoch niemals über 65 °C, hier handelt es sich also höchstwahrscheinlich um einen Schutzmechanismus seitens des Herstellers auf Kosten des Turbo Boosts.

Im praxisnäheren Unigine Heaven Benchmark können sowohl der Prozessor als auch die Grafikkarte ihren Turbo nutzen. Im Akkubetrieb wird die Leistung des Systems nicht nennenswert reduziert. Ein 3DMark-11-Durchlauf abseits der Steckdose ergab 3.520 (Physics) und 1.194 Punkte (Graphics) gegenüber 3.557 und 1.201 Punkten im Netzbetrieb.
Die kleine Kühlung verwendet nur einen einzigen 40-mm-Lüfter und eine kurze Heatpipe für den Prozessor. Bei Konfigurationen mit der Nvidia GPU wird alles in doppelter Ausführung verbaut. Unsere nachfolgenden Messungen gelten daher nur für die kleinere Konfiguration mit der integrierten Grafikkarte.

Im Leerlauf ist das Yoga 700 mit rund 29 dB(A) nicht zu hören, allerdings springt der Lüfter ziemlich schnell an. Schon simples Multitasking oder die Wiedergabe eines Videos führen zu 30,6 dB(A). Das ist natürlich weiterhin sehr ruhig und in einer normalen Umgebung nicht zu hören. Beim Spielen oder unter hoher Last erreicht der Pegel 33 dB(A), was im Vergleich zu den 40 dB(A) von vielen Ultrabooks immer noch sehr leise ist.
Im Leerlauf bleiben die Oberflächentemperaturen auf der Handballenauflage und der Tastatur kühl, aber selbst in diesem optimalen Fall wird der hintere Teil des Gerätes schon spürbar wärmer.

Bei der maximalen Auslastung für über eine Stunde erreicht die Unterseite des Notebooks beinahe 46 °C. Die Konfiguration mit der GT 940M dürfte sogar noch wärmer werden. Sowohl die Handballenauflage als auch die Tastatur bleiben aber recht kühl, beim Tippen kommt es also zu keinen Einschränkungen. Das Aspire E5-473G mit der dedizierten Nvidia GPU kann bei vergleichbarer Last beispielsweise deutlich wärmer werden.
Die Lautsprecher sind identisch zum Yoga 3 14, dem Klang fehlt es also an Bass und Dynamik. Allerdings kommt es auch bei höheren Pegeln zu keinen Verzerrungen und für die gelegentliche Wiedergabe von Musik oder Videos ist die Lautstärke ausreichend. Kopfhörer stellen jedoch weiterhin die bessere Lösung dar.
Der integrierte Lithium-Ionen-Akku ist kleiner als beim Yoga 900, obwohl das Yoga 700 das größere Gerät ist. Mit etwas über 6 Stunden konstanter WLAN-Nutzung fällt die Laufzeit des Testgerätes aber trotzdem brauchbar aus. Lenovo bewirbt eine Laufzeit von 7 Stunden bei der Videowiedergabe, was durchaus realistisch ist, wenn man die Zahl der Hintergrundprozesse im Auge behält.

Rivalisierende Geräte wie das HP Pavilion 14t und das Acer Aspire E5 haben kleinere Akkus und erreichen insgesamt auch kürzere Laufzeiten. Der große Unterschied zwischen der Idle- und der WLAN-Messung deutet darauf hin, dass man die Laufzeit mit einigen Energiespareinstellungen noch verlängern kann.
Wie schon beim letztjährigen Yoga 3 14 und dem Yoga 3 Pro ist das Yoga 700 eine abgespeckte Version des Yoga 900, um preisbewusstere Käufer anzusprechen. Das ist aber nicht notwendigerweise ein Nachteil, da die Kernfunktionalität des Yoga-Konzeptes dem teureren Modell in nichts nachsteht. Dafür ist das Yoga 700 aber etwas größer, schwerer und weniger luxuriös. Der Tablet-Modus ist daher auch nicht ganz so komfortabel.

Ein wichtiger Vorteil des Yoga 700 gegenüber dem Yoga 900 ist die Möglichkeit, eine dedizierte Nvidia GPU zu verbauen. Falls das Spielen also ein Thema für Sie ist, sollte man eine Konfiguration mit der dedizierten GPU dem Yoga 900 vorziehen. Andernfalls ist aber selbst eine kleine Konfiguration des Yoga 900 die bessere Wahl für den Tablet-Betrieb und normale Arbeiten. Falls auch der Preis eine Rolle spielt, sollte man sich auch noch das Yoga 3 14 oder das Yoga 3 Pro ansehen. Es handelt sich immer noch um sehr gute Geräte, denn abgesehen von dem Namen hat sich nicht allzu viel verändert. Akku Asus A42-G75 .

Das Yoga 700 ist eines der besten Convertibles für unter 1.000 US-Dollar, welches optional auch mit einer dedizierten GPU von Nvidia erhältlich ist. Aufgrund der Bildschirmhelligkeit, der Größe und dem Gewicht kann man das Gerät aber eigentlich nur in geschlossenen Räumen vernünftig verwenden. Für Reisen oder den Betrieb im Freien ist das Yoga 900 die bessere Wahl.

18:02 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)