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19/05/2016

Laptops Akku Acer AS10B5E

Was für den ersten Kontakt mit der Notebook-Welt benötigt wird, zeigt sich in Lenovos neuem G51. Der Hersteller präsentiert ein 15,6-Zoll-Gerät, das im Test leider auch mit einigen Schwachstellen zu kämpfen hat.
Groß, erschwinglich und leistungsbereit. Diese drei Werte sollen alle in Lenovos neuem G51-35 für gerade einmal 450 Euro zu finden sein. Als Prozessor dient ein AMD A8, der durch einen 8 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird. Für Daten steht dem Nutzer eine 1 TB Festplatte zur Verfügung. Durch diese Komponenten soll es für Alltagsanwendungen gewappnet sein und sich der Konkurrenz, wie dem Acer Aspire ES1-521, entgegenstellen. Außerdem werden im Test andere, ähnlich ausgestattete Notebooks, wie das Toshiba Satellite C55D, zum Vergleich herangezogen.
Das schwarze und matte Gehäuse unseres Testgeräts entspricht dem typischen Lenovo-Look dieser Preisklasse. Dank der gewählten Oberflächenstruktur liegt das Testgerät gut und griffig in der Hand. Mit einem Gewicht von 2,2 kg gehört es nicht zu den Federgewichten. Die Bauhöhe von 2,5 cm ist im Normalbereich. Hinsichtlich der Haptik kann das Gehäuse leider nicht überzeugen. Oft stoßen wir auf spitze Ecken und unsauber abgerundete Bauteile. Außerdem fördern scharfe Kanten nicht unbedingt den Tragekomfort. Das Displaycover und die Tastatureinheit lassen sich leicht andrücken. Auf der Unterseite schließt die Wartungsklappe nicht glatt zum restlichen Gehäuse ab. Das Display lässt sich trotz schmaler Scharniere nicht zu leichtgängig öffnen und wippt nur geringfügig nach. Wie sich die beiden Scharniere nach einem längeren Betrieb verhalten, können wir nicht sagen. Insgesamt besteht bei der Verarbeitung noch deutliches Potential nach oben.

Durch die eben ausgeführte Wartungsklappe ist ein Zugriff auf die Festplatte, den Arbeitsspeicher, den Lüfter und das WLAN-Modul möglich. Der Akku lässt sich separat ohne Schrauben austauschen.

Mittels einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Referenz-SD-Karten überprüfen wir die Leistung des SD-Cardreaders. Im ASSD-Benchmark liegt die Leserate bei 33,62 MB/s und die Schreibrate bei 31,19 MB/s. Beim Kopieren von üblichen Jpg-Bilddateien (jeweils rund 5 MB) erzielen wir 26,4 MB/s. Das ist ein Ergebnis im unteren bereich der von uns beobachteten Werte.
Die eingesetzte Chiclet-Tastatur glänzt mit einer optimalen Tastengröße. Der Hub ist etwas zu kurz und weich geraten, zudem lässt sich die Tastatur bei Tippvorgängen leider etwas durchbiegen. Für gelegentliche Office-Arbeiten sollte das Eingabemedium jedoch ausreichen. Akku Acer AS10B5E .

Das im unteren Bereich eingesetzte Touchpad besitzt, dank einer rauen Oberfläche, eine äußerst gute Gleitfähigkeit. Multi-Touch-Gesten, wie das Scrollen von Webseiten, werden sauber interpretiert und umgesetzt. Bis auf Eingaben in den Ecken reagiert das Touchpad stets zuverlässig.
Das eingesetzte ChiMei-Display löst mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel auf. Lenovo verwendet hier ein TN-Panel, weshalb die Blickwinkelstabilität äußerst mager ausfällt. In dieser Preisklasse ist solch ein Display-Typ aber nicht verwunderlich. Auch die Konkurrenz nutzt TN-Displays. Die durchschnittliche Helligkeit von 195 cd/m² fällt niedrig aus, was besonders bei direkten Lichtquellen im Raum störend sein kann. Zusätzlich wirkt sich die spiegelnde Oberfläche negativ aus. Zum Vergleich: Das Acer Aspire ES1 ist im Schnitt 40 cd/m² heller.
Für diese Preisklasse typisch sind die hohen Abweichungen der Farben und Graustufen. Diese liegen im Bereich eines DeltaE-Wertes von 9. Im unkalibrierten Zustand ist ein deutlicher Blaustich erkennbar. Nach einer Kalibrierung ist dieser jedoch gänzlich verschwunden (verlinktes Farbprofil).

Die eher mager ausgefallene Helligkeit macht sich im Outdoor-Bereich unangenehm bemerkbar. Nur in schattigen Umgebungen können wir einen geeigneten Arbeitsplatz finden.
Als Leistungsträger kommt ein AMD A8-Prozessor und eine integrierte AMD Radeon R5-Grafikkarte zum Einsatz. Die eingesetzten 8 GB Arbeitsspeicher arbeiten im Single-Channel-Modus und lassen sich mittels eines freien Slots noch erweitern. Die bestehende Kombination schafft genügend Leistung für den Officebereich und birgt einige kleinere Reserven für Multimediaanwendungen. Für die Spielewelt ist das 15,6-Zoll-Notebook allerdings nicht ausgerüstet.
Der eingesetzte AMD A8-7410 verfügt über einen Basistakt von 2,2 GHz. Mittels Boost lassen sich Raten von bis zu 2,5 GHz erreichen. Der Hersteller gibt eine maximale Stromaufnahme von 12 – 25 W an (TDP). Wir wollen mittels des Cinebench R15 die Leistungsbereitschaft des Quad-Core-Prozessors überprüfen.

Im Multi-Core-Test erzielt das Testgerät 174 Punkte und liegt damit gleichauf mit Toshibas Konkurrenzmodell. Das Acer ES1-521 verfügt noch über einen AMD A8-6410 der Vorgängergeneration und erreicht deswegen rund 20 Punkte weniger.

Wer das Testgerät oft ohne Netzanschluss betreibt, muss laut Cinebench R15 mit Leistungseinbußen rechnen. Im Akku-Betrieb werden nur noch 146 Punkte erreicht.
Insgesamt läuft das System des 15,6-Zoll-Notebooks recht rund. Im Mehrprogramm-Betrieb kommt es hin und wieder zum Stocken. Wer sich ein reaktionsschnelles System wünscht, kann über ein SSD-Upgrade nachdenken. Beim PCMark 8 Home ist das System mit 1.960 Punkten gleichauf mit der Konkurrenz.
Als Datenspeicher steht eine mit 5.400 RPM drehende 1-TB-Festplatte zur Verfügung. Der Speicher von Western Digital verfügt über sequentielle Schreib- und Leseraten von rund 100 MB/s. Der gewählte Festplattentyp und die daraus resultierenden Werte sind für die niedrige Preisklasse gängig, weshalb auch unsere ausgewählte Konkurrenz gleichauf abschneidet. Akku Acer AS07B31 .
Die integrierte AMD Radeon R5 ist uns schon aus dem Acer Aspire ES1 bekannt. Auch in der hier neueren Carrizo-L-Plattform findet die interne Grafikkarte ihre Verwendung. Das Einsatzgebiet beschränkt sich hauptsächlich auf die grundlegenden Alltagsanwendungen. Ein Eintauchen in die PC-Spielewelt ist kaum möglich. Diese Erkenntnis erhalten wir auch vom 3DMark 11. Mit 860 erreicht es immerhin solide 120 Punkte mehr, als das fast baugleiche Toshiba Satellite C55D.

Besonders ärgerlich ist hingegen der zusätzliche Leistungsverlust im Akku-Modus: Sobald das Testgerät ohne Netzstecker betrieben wird, erreichen wir nur noch 647 Punkte.
Wir konnten gerade schon die magere Leistung im Grafik-Benchmark festhalten, was für die geringe Spielebereitschaft spricht. Im Spiel BioShock Infinite können wir nur bei minimalen Einstellungen flüssige Bildraten erzeugen. Wer dennoch gelegentlich eine Abwechslung zum Office-Alltag braucht, sollte sich entweder deutlich ältere Spieleklassiker aussuchen, oder Casual-Games aus dem Windows Store bevorzugen.
Trotz eines aktiven Lüfters müssen wir äußerst genau hinhören. Selbst im Last-Betrieb können wir nur ein leises Lüftergeräusch wahrnehmen. Dass dieses Verhalten nicht unüblich ist, zeigen ähnliche Werte beim Acer Konkurrenten. Von einer ganz anderen Seite zeigt sich das Toshiba Satellite C55D. Mit einer Lautstärke von bis zu 43,7 dB(A) kann es eine deutlich hörbare Geräuschkulisse erzeugen.
Auch hier gibt es die volle Punktzahl. Das Lenovo G51 erwärmt sich zu keinem Zeitpunkt erwähnenswert auf. Der Hotspot unter Last beträgt gerade einmal 34 °C. Wärmer wird allerdings das Netzteil mit fast 46 °C.

Nach diesen vielen lobenden Worten im Bereich der Emissionen, wollen wir nun einen Blick auf die Taktraten und die Kerntemperaturen im Inneren werfen. In einem Stresstestszenario mittels Prime95 und FurMark untersuchen wir die Leistungsfähigkeit der CPU. Doch schon zu Beginn fällt die Taktrate mit 1,6 GHz deutlich unter den Basistakt von 2,2 GHz. Aufgrund dieses restriktiven Frequenzverhaltens ist es dem Prozessor ein Leichtes, beinahe stets eine Temperatur von unter 50 °C aufrechtzuerhalten.
Die Klangkulisse stellen zwei Stereolautsprecher bereit, welche eine recht ordentliche Lautstärke abliefern. Das Klangspektrum spielt sich allerdings hauptsächlich in den Mitten ab. Während eines Skype-Telefonats werden Stimmen mit genügend Präsenz wiedergegeben. Bässe hingegen fehlen gänzlich. Für anspruchslose Serien- und YouTube-Sessions eignen sich die eingesetzten Lautsprecher wunderbar. Musikgenießer schließen am besten externe Geräte zur Wiedergabe an.
Trotz Betriebs ohne Last zeigt sich das Testgerät mit bis zu 10,6 W schon etwas durstiger als so mancher Konkurrent mit Intel-Komponenten. Das bauähnliche Toshiba Satellite C55D benötigt sogar bis zu 12,1 W. Unter Last verlangt unser Testgerät lediglich bis zu 30 W, was den Werten der Konkurrenz entspricht. Das mitgelieferte 45-W-Netzteil bewältigt also alle Anforderungen ohne Probleme.
Für den mobilen Betrieb verbaut Lenovo einen 4-Zellen-Akku mit einer Kapazität von 31,7 Wh. In einem praxisnahen Szenario wollen wir das Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Hierzu simulieren wir bei einer Helligkeit von 150 cd/m² das Surfen im Internet. Nach rund 3,5 h muss der Testkandidat schon in den Ruhezustand schalten. Viel besser schneidet das Acer Aspire ES1 mit einer Laufzeit von fast fünf Stunden ab.
Das Lenovo G51 ist tendenziell für den Gelegenheitsbetrieb geschaffen. Unser Testgerät erklimmt zwar nicht die Spitze der günstigen 15-Zöller, muss sich aber trotz einigen Kritikpunkten nicht verstecken. Störend war die mäßige Verarbeitung mit scharfen Kanten. Pluspunkte konnte das Gehäuse hingegen bei den Wartungsmöglichkeiten und dem einfach herausnehmbaren Akku sammeln. Schade ist das schwache TN-Display, das aufgrund seiner geringen Helligkeit im Außengebrauch kaum sinnvoll genutzt werden kann.

Wer sich nur in der Office-Welt bewegt, wird mit der Leistung zufrieden sein. Diesen Eindruck erhielten wir ebenfalls aufgrund der Benchmarks. Wer sich gerne der Spielewelt hingibt, muss sich nach einer Alternative umschauen. Dahingegen sprechen die niedrigen Emissionen für eine angenehm dezente Arbeitskulisse. Negativ ist allerdings die schwache Akkuleistung zu bewerten. Nur 3,5 Stunden erreichte das Testgerät in unserem WLAN-Test. Akku Acer AS07B61 .

Lenovos G51-35 liefert das, was von einem 450-Euro-Notebook erwartet wird. Aber auch nicht mehr.

Ein Blick auf die genannte Konkurrenz ist durchaus empfehlenswert. Potentielle Käufer mit etwas größerem finanziellen Spielraum sollten unbedingt einen Blick auf das Acer Spire ES1 oder andere 15,6-Zoll-Notebooks werfen. Siehe auch unsere Top 10 unter 500 Euro.

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