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24/12/2015

Laptop Akku HP COMPAQ nw8240

Dells mobile Workstation Precision 5510 soll als Ableger des XPS 15 insbesondere professionelle Bedürfnisse befriedigen. Als Hauptunterscheidungsmerkmal kommt daher Nvidias Quadro M1000M zum Zug, die vor allem bei Konstruktionssoftware und zertifizierten Anwendungen ihre Stärken ausspielt. Wie gut das Precision 5510 tatsächlich zu den Profis passt, haben wir ausführlich getestet.
Dells Precision 5510 verkörpert auf den ersten Blick so ganz und gar nicht das, was man sich normalerweise unter einer mobilen Workstation vorstellt. Schlank, leicht, kompakt und dennoch leistungsstark ausgestattet, zeigt sich Dells Interpretation eines Arbeitsplatzrechners quasi als Gegenentwurf zum wuchtigen Bild der üblichen Standardmodelle. Das gelungene Konzept des Dell Precision M3800 wird hier also konsequent fortgeführt und weiter verbessert. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die immer effizienter arbeitenden Komponenten, etwas Verzicht und generell kompakteren Bauformen.

Unser Testmodell ist mit einer Intel Xeon E3-1505M-CPU, 16 GB RAM, einer Nvidia Quadro M1000M-Grafik, einer 512-GB-SSD und einem IGZO-4k-Display ausgestattet. Der Preis für unsere Testkonfiguration beträgt derzeit etwa 3.200 Euro brutto. Im Dell Online-Shop für Unternehmenskunden sollte man immer darauf achten, dass die angezeigten Preise ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen sind. Diese wird erst später, wenn das Produkt im Warenkorb landet, hinzugerechnet.
Das Gehäuse des Dell Precision 5510 ist hervorragend verarbeitet und mit sehr wertigen Materialien bedacht worden. Aluminium und Carbon versprühen eine sehr angenehme Optik ohne auf die im Businessbereich angesagte Zurückhaltung verzichten zu müssen. Die Stabilität kann man zwar als sehr gut einstufen, erreicht aber im direkten Vergleich nicht ganz das Niveau eines MacBook Pro 15 Retina. Der Displaydeckel lässt sich etwas mehr verwinden und auch die Baseunit gibt etwas mehr nach. Wirklich entscheidend ist das aber nicht. Das Gewicht fällt mit 2,02 kg (Testgewicht) relativ niedrig aus und sorgt zusammen mit den geringen Ausmaßen für gute Transportvoraussetzungen. Auch hier kommt es auf ein paar Millimeter und ein paar Gramm mehr oder weniger nicht wirklich an. Entscheidend ist der große Unterschied zu Standard-Workstations wie HP ZBook 15, Lenovo ThinkPad W541 oder Toshiba Tecra W50. Diese sind nicht selten ein oder 2 Zentimeter dicker und um mehr als ein Kilo schwerer.
Die Schnittstellenliste des kompakten Gehäuse ist quantitativ nicht gerade üppig ausgefallen. Doch alleine der Thunderbolt-3-Anschluss verbirgt zahlreiche Talente in sich. Im Grunde handelt es sich hier um einen aufgebohrten USB 3.1 Typ-C Gen. 2-Anschluss. Mit 40 Gb/s verfügt Thunderbolt 3 über eine 4 mal so hohe Transfergeschwindigkeit wie USB 3.1 der in der höchsten Ausbaustufe Gen. 2 maximal 10 Gb/s schafft. Zusammen mit DisplayPort 1.2, 10 Gb-Ethernet, bis zu 100 Watt Stromversorgung und der Unterstützung des PCIe-Protokolls hat man hier eine mächtige Datenleitung zur Verfügung. Aufgrund dieser sehr guten Voraussetzungen scheint sich generell abzuzeichnen, dass nach und nach die bisher verwendeten proprietären Dockingports herstellerübergreifend durch Thunderbolt-3.0-Lösungen ersetzt werden. Neben dieser multitalentierten Super-Schnittstelle, verfügt das Precision 5510 noch über 2 reguläre USB 3.0-Ports, HDMI und einen flotten PCIe-Kartenleser.
Die Kommunikationsausstattung bewegt sich im üblichen Rahmen und bietet mit Dual-Band-AC-WLAN, Bluetooth 4.0 und einer 720p-Webcam die nötige Businessbasis. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung kann man per beiliegendem USB-Typ-C-Ethernet-Adapter herstellen, der immerhin Gbit-Netzwerke unterstützt. Dieser befindet sich beim Precision 5510 laut Datenblatt immer im Lieferumfang. Die WLAN-Verbindung hat sich gegen eine FritzBox 7490 gut geschlagen und liefert innerhalb eines Gebäudes in etwa 15 Meter Entfernung (getrennt durch zwei Innenwände) immer noch zwei Empfangsbalken. Auch die subjektive Verbindungsqualität und -stabilität haben in diesem Szenario überzeugt.
Zur Sicherung der Daten verfügt das Testgerät, neben den üblichen Passwortoptionen auf Bios- und Systemebene, über ein TPM 1.2 Modul und die Möglichkeit bei Bedarf den Computrace-Service (Datensicherheit, Geräteortung/ Wiederbeschaffung) für verschiedenene Zeiträume zu buchen. Einen Fingerabdruckscanner oder einen Smartcardreader bietet Dell für das Precision 5510 nicht an.
Dell bietet als zentrales Zubehör eine Thunderbolt-Docking-Lösung die ab 2016 verfügbar sein soll. Diese scheint die sonst üblichen proprietären Dockingstationen klassenübergreifend zu ersetzen. Hierüber kann man stationäre Peripheriegeräte inklusive 4k-Displays schnell und einfach anbinden. Zusätzlich hat man die Wahl zwischen verschiedenen Adaptern für den HDMI und die USB-Ports. Komplettiert wird das Zubehörprogramm schießlich durch Taschen, Mäuse, Tastaturen, Displays, Laufwerke und vieles mehr.

Natürlich kann man auch Universal-Zubehör der Dritthersteller verwenden, was preislich manchmal Vorteile bietet. Jedoch bekommt man nicht immer den vollen Funktionsumfang geboten. Apples Multi-AV-Adapter wird zum Beispiel als USB-Adapter erkannt und stellt dadurch einen zusätzlichen USB-Port bereit. Der HDMI-Anschluss bleibt dagegen ohne Funktion und kann nicht angesprochen werden.
Im Dell Precision 5510 Owners Manual wird wie bei Dell üblich haarklein beschrieben, wie man an welche Komponente gelangt, sie austauscht oder aufrüstet. Leider ist das Manual derzeit noch nicht gänzlich auf das Precision 5510 angepasst, sondern entspricht dem des Dell XPS 15. Da XPS wie Precision über keine separate Wartungsklappen verfügen, muss man die gesamte Bodenplatte abnehmen, um an die Komponenten zu gelangen. Ist dies erledigt hat man guten Zugriff auf die jeweilige Hardwareausstattung.Akku HP 593576-001 .

Beachten sollte man bei der Ausstattung/ Aufrüstung/ Bestellung noch die eine oder andere gerätespezifische Besonderheit. Nur mit dem kleinen 56-Wh-Akku kann man eine M.2 PCIe-SSD mit einem weiteren 2,5-Zoll-Laufwerk kombinieren. Und umgekehrt kann man den großen 81-Wh-Akku nur mit einer M.2 PCIe-SSD auswählen. Für alle drei Optionen fehlt unter dem Strich einfach der Platz.
Das Dell Precision 5510 verfügt über 12 Monate Pro-Support (inklusive Remote-Überwachung des PCs) und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag, der ohne Aufpreis im Produktkonfigurator in 3 Jahre Basis-Support am nächsten Arbeitstag umgewandelt werden kann. Eine Erweiterung des Basis-Supports auf 5 Jahre kostet zum Beispiel 153 Euro netto und inklusive Pro-Support sind 458 Euro netto fällig.
Die Tastatur verfügt über normal große Tasten im 19-mm-Raster, hat einen leisen Anschlag, kann aber aufgrund der flachen Bauweise lediglich einen kurzen Hub aufweisen. Dennoch stufen wir die Eingabe als vielschreibertauglich ein, da hier nichts klappert, wippt oder sonst wie nachgibt. Die deutsche Tastatur-Ausführung ist mit einem Standardlayout wie beim Dell XPS 15 versehen. Unser Testgerät ist dagegen mit einer Querty-Tastatur ausgestattet und weicht daher entsprechend deutlich vom gewohnten Erscheinungbild der Tastenbelegung ab. Zahlenjongleure werden wahrscheinlich einen separaten Nummernblock vermissen. Diesen gibt es beim Precision 5510 jedoch auch nicht gegen Aufpreis.

Das Touchpad lässt sich sehr gut bedienen und bietet die üblichen Einstelloptionen. Zweifingertipp, Multitouch-Zoom, -Drehen usw. können hier den eigenen Wünschen nach ausgewählt oder deaktiviert werden. Die Reaktions- und Gleifähigkeit der Glasoberfläche ist sehr gut und bietet keinerlei Anlass für negative Kritik.
Der Multitouchscreen ist eine gewöhnungsbedürftige aber nach einiger Zeit sehr willkommene zusätzliche Eingabemethode. Da unser Testsystem noch mit Windows 7 ausgestattet ist, kann das eigentliche Potential nicht wirklich ausgeschöpft werden. Auch mit der maximalen Vergrößerung der Darstellung werden Icons, Symbole und Eingabefelder immer noch sehr klein dargestellt. Erst eine Reduzierung der Auflösung kann hier helfen. Zudem skalieren unter Windows 7 noch recht viele Programme nur unzureichend, was die Bedienung ebenfalls erschwert. Ansonsten reagiert der Touchscreen sehr gut und arbeitet auch in den Randbereichen sehr zuverlässig. Zusammen mit Windows 10 dürfte sich der Funktionsumfang und der Eingabekomfort noch mal deutlich verbessern.
Das Dell Precision 5510 wird mit einem FullHD-IPS-Display oder alternativ mit einem IGZO-4k-Panel angeboten. Letzteres kostet etwa 245 Euro (netto) Aufpreis, ist mit einer glänzenden Multitouchoberfläche versehen und bietet einen besonders großen Farbumfang. Die FullHD-Variante hatten wir schon beim Dell XPS 15 im Test, wo es ordentliche Ergebnisse erzielen konnte.

Unser Dell Precision 5510 ist mit dem hochauflösenden UHD-Bildschirm ausgestattet. Hier gefallen vor allem die Fingerbedienung, die sehr hohe Pixeldichte von 282 ppi, die zu einer sehr scharfen und feinen Darstellung führt, und der extrem hohe Farbraum. Aufgrund der Multitouchoberfläche mit Corning Gorilla Glas NBT kommt im Gegensatz zum FullHD-Display eine spiegelnde Oberfläche zum Einsatz. Dell verzichtet hier auf eine Entspiegelungsschicht, wie man sie zum Beispiel bei den aktuellen Retina MacBooks vorfindet. Dadurch tritt der Spiegeleffekt etwas stärker auf, als bei Modellen die über eine entsprechende Beschichtung verfügen.

Bei unseren Helligkeitsmessungen erzielt das IGZO-Display maximal 391 cd/m² in der Bildmitte. Zu den Rändern fällt diese etwas ab und erreicht in der linken unteren Ecke nur noch 339 cd/m². Insgesamt liegt die Ausleuchtung bei guten 87 Prozent. Großflächige Wolkenbildungen oder auffällige Lichthöfe sind auch bei einfarbigen Bildinhalten nicht auszumachen. Die minimale Helligkeit beträgt 45 cd/m² (Stufe 1), was manchen Anwendern in dunklen Arbeitsumgebungen schon zu hell sein könnte. In Stufe 4 haben wir 153 cd/m² gemessen, die wir auch für unsere Praxistests im Bereich der Akkulaufzeiten verwenden.
Über alle Helligkeitsstufen hinweg können wir kein Flimmern feststellen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays beträgt beim kombinierten Schwarz-Weiß-Wechsel 34 ms und beim kombinierten Grau-Wechsel 56 ms. Für Gamer schneller Spiele ist das nicht ideal, alle anderen sollten keine Einschränkungen befürchten müssen. Der Kontrast beträgt gute 987:1 und sorgt für ein sattes Schwarz. Die Farbraumabdeckung ist beim 4k-Display besonders hoch und deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab. Selbst der AdobeRGB-Farbraum wird noch zu über 88 Prozent wiedergegeben. Beide Werte sind hervorragend.
Hinsichtlich der Farbgenauigkeit enttäuscht Dells Premier Color Tool. Eigentlich soll man hierüber z.B. den sRGB-Farbraum per Click komfortabel auswählen können. Wie unsere Messungen zeigen sollte man sich darauf aber nicht verlassen. Das maximale DeltaE 2000 von 7,7 ist zwar im Vergleich zu den sonst von uns getesteten Bildschirmen gut, reicht aber nicht für ein farbtreues Arbeiten im professionellen Bereich. Nach der obligatorischen Profilierung (sRGB) überzeugt das Display mit Spitzenwerten und farbtreuer Darstellung. Das maximale DeltaE 2000 (also die Abweichung zum Ideal) beträgt nun nur noch 1,01 und liegt damit weit unter der Grenze von 3. Ebenfalls nahe an der Perfektion bewegen sich die RGB-Balance und die Gammakurve.
Die Blickwinkelstabilität des IGZO-Panels fällt sehr gut aus. Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe verändern sich kaum und sorgen für eine gleichmäßige Darstellung. Lediglich aus weiten diagonalen Winkeln ist ein leichter Rotstich zu erkennen.
Dell bietet erfreulicher Weise gute Möglichkeiten sein Precision 5510 nach den persönlichen Bedürfnissen zusammenzustellen. Mit 3 verschiedenen Prozessoren, 2 Displays und etlichen Massenspeicheroptionen ist die Auswahl für ein Slimline-Notebook recht groß. Keine Wahl hat man hingegen bei der Grafikeinheit, die immer aus einem Optimus-Verbund mit Intel P530 und Nvidia Quadro M1000M besteht. Auch die RAM-Ausstattung bietet mit derzeit maximal 16 GB kaum Entscheidungsspielraum. Unser Testgerät ist mit einer Intel Xeon E3-1505-CPU, 16 GB DDR4-RAM, einer 512 GB SSD und dem Ultra-HD IGZO-Touch-Display ausgestattet. Der Preis für diese Ausstattungsvariante beträgt derzeit rund 3.200 Euro in Dells Online-Shop.
Mit dem letzten Prozessor-Generationswechsel (hin zu Skylake) bei Intel haben erstmals auch mobile Xeon-Prozessoren Einzug ins umfangreiche Portfolio gehalten. Neben einer hohen Leistungsfähigkeit ist das Hauptargument sich für einen solchen Prozessor zu entscheiden die Möglichkeit ECC-Arbeitsspeicher einsetzen zu können.

Dieser ist vor allem dann von Nutzen, wenn das System besonders intensiv mit viel Arbeitsspeicher agiert, Berechnungen im Akkord anliegen und es auf eine möglichst hohe Fehlervermeidung ankommt. Fehlerhafte Daten und Berechnungen wiederum können zu Abstürzen führen und somit den Workflow erheblich beeinträchtigen. Neben Servern sind daher vor allem Workstations die z.B. in den Bereichen Konstruktion, Design, Wissenschaft oder zur Finanz-Analyse eingesetzt werden typische Systeme in denen ECC-Speicher Sinn macht.

Leider scheint Dell für die Precisions 5510 kein ECC-RAM vorzusehen, womit ein Argument für den Intel Xeon E3-1505 in unserem Testgerät wegbricht. Mit einem Aufpreis von etwa 100 Euro zum Intel Core i7-6820HQ bleibt als Unterscheidungsmerkmal daher nur noch ein nominell 100 MHz höherer Takt übrig. Ansonsten bietet die 45-Watt-CPU Hyperthreading mit bis zu 8 Threads und einen Turbo-Boost, der den Prozessor vom Basistakt von 2,8 GHz auf bis zu 3,7 GHz bei Single-Thread-Anwendungen beschleunigen soll.Akku HP 580029-001 .

Bei unseren Prozessorbenchmarks erreicht der mobile Xeon insgesamt sehr gute Ergebnisse. Beim Cinebench R11.5 werden 1,6 Punkte (Single-Thread) und 7,93 Punkte (Multi-Thread) erzielt. Den versprochenen Maximaltakt von 3,7 GHz haben unsere Tools jedoch weder bei verschiedenen Benchmarktests (SuperPi, Cinebench) noch bei Praxisaufgaben (iTunes Audio-Konvertierung) angezeigt. Bei 3,5 GHz war in jedem Fall Schluss. Umfangreiche CPU-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer CPU Benchmarkliste durchführen.

Mit einer deutlichen Taktreduzierung unter den Basistakt muss man beim Testgerät dann rechnen, wenn Prozessor und Grafikeinheit gleichzeitig ihre maximale Leistung abverlangt wird. Wir simulieren das mit den Tools Prime95 und Furmark. In diesem Worst-Case-Szenario erreicht der CPU-Takt in Stufen bereits nach 7 Minuten 2,4 GHz. Diese Taktung wird dann aber dauerhaft gehalten und nicht weiter reduziert. Im praxisnäheren Lastbetrieb, den wir mit dem SPECviewperf 12 Benchmark in mehreren Durchläufen simuliert haben, bewegt sich der CPU-Takt dauerhaft zwischen 3,2 GHz und 3,4 GHz. Die kurzen Zwischenzeiten zum Laden der Viewsets und die nicht 100-prozentige Auslastung des Systems reichen also bereits aus, um höhere Taktraten im Dauerbetrieb zu erzielen.

Im Akkubetrieb rechnet das System generell nicht schneller, als mit 1,6 GHz. Selbst nach dem Anschließen des Netzteils verharrt dieser Zustand, sodass meist nur ein Neustart sicher Abhilfe schafft. Ein Bios-Update, wie bereits für das XPS 15 erhältlich, könnte hier für Besserung sorgen. Beim Cinebench R11.5 (Multi-Thread) werden im Akkubetrieb deshalb nur noch 2,92 anstatt der sonst möglichen 7,93 Punkte erreicht.
Die recht ausgewogene Komponentenauswahl des Testgeräts sorgt für sehr gute Ergebnisse bei den Systemleistungs-Benchmarks. Beim PCMark 8 Creative erreicht unser Precision zum Beispiel 4429 Punkte und beim Work-Test 5100 Punkte. Weitere Verbesserungen könnte man in unserem Fall lediglich durch einen schnelleren Massenspeicher erzielen. Hinsichtlich CPU, GPU und RAM haben wir bereits die Möglichkeiten des Precision 5510 ausgeschöpft.

Mit dem Dell Precision Optimizer bietet Dell ein Tool, das je nach Anwendung gezielt optimierte Hardware-Konfigurationen lädt und somit die für jede Software optimale Einstellung automatisiert bereitstellt. Das geht soweit, dass selbst BIOS-Funktionen über das jeweilige Profil geändert werden können. Darüber hinaus bietet das Werkzeug Möglichkeiten zur Clientbetreuung, zur Systemwartung, für Analysezwecke und zur Problemberichterstellung. Im unternehmerischen Umfeld mit verschiedenartig genutzten Programmen und vielfältiger Gerätelandschaft könnten die gebotenen Eigenschaften eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeuten.

Hinsichtlich der möglichen Latenzen im Zusammenspiel mit externen Audiogeräten, ist unser Testgerät nicht optimal aufgestellt. Erst nach Deaktivierung des WLANs können die Latenzen auf ein ausreichendes Maß reduziert werden. Wer hier besonders hohe Ansprüche hat, wird sich auf eine tiefergehende Fehlersuche begeben müssen.

Der Integrierte Realtek PCIe Gen.2 Kartenleser erzielt mit unserer Toshiba Exceria Pro UHS-II Speicherkarte (64 GB) eine maximale sequentielle Leseleistung von 192 MB/s. Der Transfer von 10 MB großen Bilddateien gelingt mit einer mittleren Geschwindigkeit von 147 MB/s. Per USB 3.0 arbeitet eine Samsung T1 SSD (256 GB) bis zu 396 MB/s schnell. Den USB 3.1 Typ-C Gen.2 konnten wir mangels leistungsstarkem Laufwerk nicht testen.
Das Solid State Drive im 2,5-Zoll-Formfaktor bietet recht gute Leistungsdaten fällt aber deutlich hinter den Alternativen im M.2 Format mit PCIe-Anbindung zurück. Auf die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit hat das jedoch kaum Auswirkungen. Programme öffnen fix, Daten werden schnell übertragen und selbst große Bilddateien sind ruck zuck verfügbar. Mit einer Kapazität von 512 GB (brutto) verfügt das Testgerät über relativ viel Speicherplatz, der für viele Anwendungsbereiche eine gute Basis darstellt. Intern könnte man den Speicherplatz durch ein Laufwerk im M.2 Format oder durch ein noch kapazitätsstärkeres 2,5-Zoll-Laufwerk erweitern. Auch RAID-Systeme sind laut Bios und Owners Manual möglich. Umfangreiche Massenspeichervergleiche kann man mit Hilfe unserer HDD/ SSD-Benchmarkliste durchführen.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Dell XPS 15 stellt die im Precision 5510 verbaute Grafikeinheit dar. Nvidias Quadro M1000M ist eine der neuen professionellen Grafikchips auf Maxwell-Basis, die im Vergleich zur lange eingesetzten Vorgängergeneration auf Kepler-Basis, nun einen gehörigen Leistungszuwachs bei verbesserter Effizienz verspricht. Für weniger leistungsfordernde Aufgaben kann man auch beim Precision 5510 dank Nvidia Optimus-Verbund auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics P530 GPU zurückgreifen.

Von den bekannten Consumer-Grafikchips der Geforce-Serie unterscheidet sich die professionell ausgerichtete Quadro-Serie vor allem durch ein modifiziertes Bios, spezielle Treiber und eine insgesamt auf Stabilität getrimmte Konfiguration. Wichtig sind im unternehmerischen Bereich auch die umfangreichen Softwarezertifizierungen, die ein problemloses Zusammenspiel zwischen Hard- und Software garantieren. Leistungsmäßig kommen die Spezialtreiber vor allem bei OpenGL optimierter Software zur Geltung. Hier können bereits Berechnungsarten zum Einsatz kommen, die noch nicht zum offiziellen OpenGL-Standard gehören und damit einen gehörigen Leistungszuwachs generieren. Technisch basiert die Quadro M1000M auf dem GM107-Grafikchip, bietet 512 Shadereinheiten, 2 GB GDDR5-grafikspeicher und einen 128 bit breiten Speicherbus. Im Test hat sich der reguläre Maximaltakt von 993 MHz regelmäßig und teils dauerhaft auf 1.124 MHz erhöht. Im Vergleich zu den bekannteren Geforce-Chips ordnet sich die Quadro M1000M zwischen der Nvidia Geforce GTX 950M und der GTX 960M ein.

Wir testen den professionellen Bereich mit den SPECviewperf-Benchmarks, die im Wesentlichen die Bereiche CAD, CAM, Geologie und ein medizinisches MRT abhandeln. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen wie groß der Leistungszuwachs gegenüber den Vorgänger-Quadros, aber auch gegenüber der FirePro M5100 von AMD ausfällt. In allen Bereichen können die Vorgängermodelle teils deutlich geschlagen werden. Selbst Teiltests in denen traditionell Lösungen von AMD deutlich besser abschneiden, gehen nun an die Nvidia Quadro M1000M. Im Vergleich zum direkten Vorgänger Nvidia Quadro K1100M, der noch im Dell Precision M3800 verbaut wird, können die Frameraten fast überall verdoppelt werden.
Über die freie Programmierschnittstelle OpenCL können aufwendige Berechnungen von der CPU auf die GPU ausgelagert werden. Das sorgt für eine Entlastung des Gesamtsystems und fürhrt in der Regel gleichzeitig zu schnelleren Ergebnissen. In der Praxis kommt OpenCL vor allem bei Aufgaben wie Verschlüsselung, Konvertierungen, Bild- und Videobearbeitung oder der Finanzanalyse zum Einsatz. Wir testen mit Luxmark 2.0 (Raytracing) und SiSoft Sandra 16 (GPGPU). In diesem Bereich kann die neue Maxwell-Generation vor allem beim Raytracing einen enormen Leistungszuwachs verbuchen. Selbst die ehemals dominanten FirePros können hier deutlich abgehangen werden. In den Bereichen Kryptographie, Finanzanalyse und Bildbearbeitung haben wir noch kaum Testergebnisse vorliegen, aber auch hier kann die aktuelle Maxwell-Generation sehr gute Ergebnisse einfahren.
Im DirectX-Bereich kommt es im Gegensatz zur OpenGL optimierten Software vor allem auf die reine Hardwareleistung an. Bei den bekannten 3DMarks werden zum Beispiel 3517 Punkte bei der GPU-Wertung des Fire Strike-Tests und 23777 Punkte beim Cloud Gate erzielt. Das reicht um sich etwas vor der Nvidia Geforce GTX 950M einzuordnen. Beim Unigine Heaven 3.0 DX11-Benchmark erzielt der Grafikchip 44,9 fps und beim Valley-1.0-Test 18,7 fps. Im Vergleich zu den unter sonst gleichen Bedingungen durchgeführten OpenGL-Durchläufen (keine Optimierungen) können jeweils einige Frames mehr erreicht werden. Umfangreiche Grafikchip-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer GPU-Benchmarkliste durchführen.Akku HP Mini 210 .
Auch wenn das Spielen von der Ausrichtung her eher weniger mit einer Arbeitsmaschine in Verbindung gebracht wird, so liefert es doch gute Rückschlüsse auf die zu erwartende Grafikleistung im Direct3D-Bereich. Zudem werden viele Geräte heutzutage nicht nur rein beruflich, sondern hin und wieder auch mal privat genutzt. Einen Blick in die Spielewelt wollen wir daher interessierten Anwendern nicht verwehren.

Die Spieleleistung bewegt sich ähnlich wie bei den DX11-Benchmarks zwischen einer Nvidia Geforce GTX 950 und einer Nvidia Geforce GTX 960. Somit liefert die Nvidia Quadro M1000M auch für das viel zitierte Spielchen zwischendurch ausreichend Grafikpower. Lediglich bei leistungsfordernden aktuellen Titeln geht dem Chip ab unseren hohen Einstellungen die Luft aus. In nativer 4k-Auflösung kann man hingegen meist nur mit minimalen und manchmal mit mittleren Qualitätseinstellungen spielen. Umfangreiche Vergleiche kann man auch mit unserer GPU-Spielebenchmarkliste durchführen.

Dells Precision 5510 ist trotz geringer Ausmaße und leistungstarker Bestückung ein grundsätzlich leiser Vertreter der Zunft. Bei wenig Beanspruchung und auch bei kurzen Lastphasen bleibt unser Testgerät nahezu lautlos. Erst wenn mehr als ein bis zwei Minuten lang mittlere Last anliegt, drehen die Lüfter auf und sorgen für einen Schalldruckpegel von 42 dB(A). Aufgrund der sonoren und gleichbleibenden Lüfterfrequenz ist diese Betriebslautstärke noch gut zu ertragen. Unter Volllast erhöht sich der Kühlbedarf nochmals und der Schalldruckpegel erreicht 46,78 dB(A). Das kann auf Dauer schon störend werden, ist aufgrund der zurückhaltenden Geräuschcharakteristik aber besser zu ertragen, als bei manchem Konkurrenten mit hochfrequenten Lüfter- oder Elektronikgeräuschen.
Die Temperaturentwicklung des Dell Precision 5510 ist als insgesamt gering einzustufen. Selbst nach zwei Stunden Volllast mit Furmark und Prime95 steigen die Oberflächentemperaturen nicht über die 47 °C-Grenze hinaus. Lediglich ein Einsatz auf dem Schoß ist bei dieser Auslastung für die Oberschenkel etwas unangenehm. Ansonsten bleibt vor allem die Handballenablage mit um die 30 °C sehr kühl. Bei wenig Beanspruchung, auch über einen langen Zeitraum von mehr als 2 Stunden stagnieren die Oberflächentemperaturen bei maximal 31,9 °C am Unterboden.
Die Soundausgabe zeigt sich trotz der Multimediaanleihen die unser Testgerät von der XPS-Serie vererbt bekommen hat etwas mager. Zwar wird eine hohe und verzerrungsfreie Maximallautstärke von 84 dB(A) (Pink Noise) erreicht, dennoch fehlt hier ein Subwoofer, der die tiefen Bereiche abdeckt. Unter dem Strich bekommt man viele Höhen, ausreichend Mitten aber wenig Bässe geliefert. Für die üblichen Business-Aufgaben wie Präsentationen oder Videochats hat man eine gute Lautsprecherleistung zur Verfügung. Für Multimedia-Einsätze wie Spiele oder Filmvorführungen greift man hingegen besser zum Kopfhörer oder einem externen Boxensystem.

Dell kombiniert nach wie vor beim Precision den Kopfhörerausgang mit dem Mikrofoneingang. Headsets mit getrennten Anschlüssen erfordern also entweder einen Adapter oder müssen ersetzt werden. Das interne Mikrofon hat bei unserem Testgerät keine Probleme bereitet.
Die minimale Leistungsaufnahme unserer Testkonfiguration beträgt 8,6 Watt (Energiesparmodus, Intel HD Graphics, Funk aus, minimale Displayhelligkeit) mit eingeschaltetem Display. Schaltet man dieses aus, so verringert sich der Stromverbrauch deutlich auf 4,26 Watt. Ein Großteil der Leistungsaufnahme geht also auf das Konto des IGZO-Panels. Mit maximaler Displayhelligkeit erhöht sich der Energiebedarf bei sonst gleichen Einstellungen schon auf 16 Watt. Mit einem Blick auf den Test des Dell XPS 15 mit FullHD-Display wird deutlich, dass diese Komponente einen nicht unerheblichen Anteil am Stromverbrauch des Gesamtsystems trägt.

Im Maximum messen wir direkt zu Beginn unseres Stresstests für wenige Sekunden eine Leistungsaufnahme von 131,8 Watt. Das liegt zwar nur minimal über der Nennleistung des Netzteils (130 Watt) zeigt aber dennoch, dass Dell hier im Zusammenspiel mit der Xeon-CPU etwas knapp kalkuliert hat. Da der Prozessor aus thermischen Gründen unter Volllast seinen Takt verringert, bleibt letztlich jedoch keine Zeit bis ein Netzteilthrottling einsetzt.
Da unser Testgerät mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk bestückt ist, bleibt nur Platz für den kleineren 54-Wh-Akku. Den größeren 81-Wh-Akku erhält man deshalb nur im Zusammenspiel mit einem Massenspeicher im M.2-Format. Ansonsten bietet Dell noch einen externen Akku an (Dell Power Companion, 451-BBMV, ca. 190 Euro, 417 g), mit dem sich das Notebook als auch externe USB-Geräte laden lassen.

Für unsere Testkonfiguration reichen die 54 Wh aus, um praxisgerechte Laufzeiten von grob drei bis viereinhalb Stunden erzielen zu können. Dann muss man allerdings im ausgeglichenen Profil mit integrierter Intel HD Graphics P530 und Helligkeitsstufe 4 (153 cd/m²) arbeiten. Beim Battery Eater Classic Test (Höchstleistungsprofil, Nvidia Quadro M1000M, Funk an, maximale Displayhelligkeit) scheint das System nicht richtig ausgelastet zu werden. Hier haben wir eine erstaunlich gute Laufzeit von knapp 2 Stunden erzielt. Lassen wir stattdessen den SPECviewperf 12-Benchmark in Schleife laufen, reicht der Akku gerade mal für 65 Minuten.

Generell muss man im Akkubetrieb mit einer Taktreduzierung rechnen, die bei 1,6 GHz verharrt. Käme hier die volle Leistungsfähigkeit zum Zuge, wäre der Akku bereits nach weniger als einer halben Stunde leer gesaugt. Der Akkuhaltbarkeit kommt das somit zugute, da ein zu schnelles Entladen zu Überhitzungen und damit zu einer frühzeitigen Alterung führt.
Dell hat mit dem Precision 5510 ein extrem begehrenswertes Arbeitsgerät geschaffen. Neben optischen Reizen, die vor allem durch den schlanken Formfaktor und die wertigen Materialien, hervorgerufen werden, überzeugen auch Verarbeitungsqualität und Gehäusestabilität auf hohem Niveau.

Die Leistungsfähigkeit der Testkonfiguration fällt insgesamt sehr gut aus, auch wenn man unter Extrembedingungen im Gegensatz zu vielen Vergleichsgeräten, mit einer Leistungseinbuße rechnen muss. In praxisnäheren Szenarien haben wir hingegen auch nach längerer Belastung keinen Leistungsverlust feststellen können.

Ein wesentliches Highlight des Dell Precision 5510 ist zweifelsfrei das extrem gelungene UHD-IGZO-Display. Es überzeugt mit großem Farbraum, gutem Kontrast, guter Helligkeit und nach der Profilierung mit hervorragender Farbgenauigkeit. Einziger Nachteil ist der relativ hohe Stromverbrauch, der für die eher durchschnittlichen Akkulaufzeiten nicht unwesentlich mitverantwortlich ist.

Dennoch lassen sich mit praxisgerechten Einstellungen je nach Szenario zwischen drei und viereinhalb Stunden Akkulaufzeit erreichen. Zusammen mit dem relativ geringen Testgewicht von 2,02 kg hat man damit vor allem im Klassenvergleich überdurchschnittlich gute Mobilitätsvoraussetzungen zur Verfügung.

Die Schnittstellenausstattung ist für eine mobile Workstation zwar nicht optimal, beinhaltet mit Thunderbolt 3 aber eine multifunktionale Anschlussmöglichkeit. Diese deckt gleich mehrere wichtige Übertragungsstandards ab und kann dadurch ohne weiteres proprietäre Dockingports ersetzen.

Verzichten muss man hingegen auf so manches Business-Feature, das man bei diesem XPS 15-Ableger nicht geboten bekommt. Fingerabdruckscanner und Smartcardreader gehören genauso wenig dazu wie ein dedizierter DisplayPort oder ein mobiles Breitbandmodul. Akku HP COMPAQ nw8240 .

Für den recht happigen Preis von etwa 3.200 Euro (Testkonfiguration) bekommt man unter dem Strich eine vielseitig einsetzbare und optisch sehr gelungene mobile Workstation geboten. Ob es letztlich das passende Arbeitsgerät ist, entscheiden meist die persönlichen Bedürfnisse, Ansprüche und Vorlieben.

13:05 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)

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