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30/09/2015

Laptop Akku Lenovo ThinkPad X201

Lenovo wirft mit dem Ideapad 305-15 ein neues Office Notebook im 15,6-Zoll-Format auf den Markt. Der Rechner zeigt eine solide Rechenleistung und bringt eine ordentliche Ausstattung mit. Deutliche Schwächen bietet er hinsichtlich der Akkulaufzeiten und der Tastatur.
Praktisch alle Notebook-Hersteller setzen - gerade im Niedrigpreissegment - die gleichen Gehäuse in verschiedenen Notebook-Serien ein. Beim Lenovo Ideapad 305-15 ist dies beispielsweise der Fall. Hier kommt das gleiche Gehäuse zum Einsatz wie beim kürzlich von uns getesteten Lenovo B50-80. Das Ideapad 305-15 stellt ein einfaches Office Notebook dar, das mit einer AMD APU ausgestattet ist. Die Bezeichnung Ideapad 305 kann potentielle Käufer in die Irre führen, denn man vermutet hier ein 13,3-Zoll-Notebook. So hat schließlich auch bei früheren Notebook-Reihen von Lenovo die Zahl in der Serienbezeichnung einen Hinweis auf die Displaygröße gegeben - siehe beispielsweise Ideapad S300 oder Lenovo M30. Beim Ideapad 305-15 verrät erst die Zahl nach dem Bindestrich die Displaygröße. Bei unserem aktuellen Testgerät handelt es sich somit um ein 15,6-Zoll-Modell.

Zu den Konkurrenten des Ideapad zählen alle 15,6-Zoll-Notebooks des Niedrigpreissegments. Hier wären beispielsweise das Acer Aspire ES1-521, das Fujitsu Lifebook A514, das Acer Aspire ES1-512, das HP 350, das HP 355, das HP 255, das Dell Vostro 3558 zu nennen.

Da das Ideapad 305-15 baugleich mit dem Lenovo B50-80 ist, gehen wir nicht weiter auf das Gehäuse, die Ausstattung, die Eingabegeräte und die Lautsprecher ein. Entsprechende Informationen können dem Testbericht des Lenovo B50-80 entnommen werden.
Das Ideapad 305-15 ist baugleich mit dem Lenovo B50-80. Unterschiede finden sich in der Farbgebung. So sind die Deckelrückseite und die Oberseite der Baseunit des Ideapad in einem Blauton gehalten. Zudem sind beide Bauteile mit glatten Oberflächen versehen. 
Lenovo hat das Ideapad mit einem matten 15,6-Zoll-Display ausgestattet, das mit einer nativen Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten arbeitet. Sowohl Helligkeit (253,8 cd/m²) als auch Kontrast (573:1) gehen - gemessen am Preisniveau - absolut in Ordnung.
Im Auslieferungszustand liegt die DeltaE-2000-Abweichung des Bildschirms bei 9,05 - ein normaler Wert im Niedrigpreissegment. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Das Display zeigt zudem einen Blaustich. Akku Toshiba PA3729U-1BRS .
Das Ideapad ist mit einem TN-Panel bestückt. Somit ist der Bildschirm nicht aus jeder Position heraus ablesbar. Der Rechner kann durchaus im Freien genutzt werden. Allerdings sollte die Sonne nicht allzu hell strahlen.
Das Ideapad 305-15 gehört zu den einfachen Office Notebooks im 15,6-Zoll-Format. Der Rechner eignet sich zur Nutzung von Office- und Internetanwendungen sowie zur Wiedergabe von Videos. Unser Testgerät ist für etwa 450 Euro zu haben. Lenovo hält noch viele andere Ausstattungsvarianten bereit - sowohl mit AMD- als auch mit Intel Innereien. Letztere tragen die Bezeichnung Ideapad 300-15.

Das Ideapad ist mit einer AMD A6-6310 (Beema) APU bestückt. Der CPU-Teil der APU besteht aus einem Vierkernprozessor, der mit einer Basisgeschwindigkeit von 1,8 GHz arbeitet. Mittels Turbo kann die Geschwindigkeit auf bis zu 2,4 GHz gesteigert werden. Die von uns durchgeführten CPU-Tests werden im Netz- und im Akkubetrieb auf die gleichen Weisen bearbeitet. Single-Thread-Anwendungen durchläuft der Prozessor mit 2 bis 2,4 GHz; Multi-Thread-Anwendungen werden mit 1,6 bis 1,8 GHz absolviert. Damit bleibt der Rechner bei Multi-Thread-Anwendungen hinter den Resultaten seines direkten Konkurrenten - dem Aspire E5-521 zurück. Letzteres ist mit der gleichen APU bestückt und arbeitet mit einer etwas höheren Multi-Thread-Geschwindigkeit. Insgesamt liegt die Multi-Thread-Leistung der hier verbauten CPU etwas unterhalb denjenigen eines Intel Core i3-4010U Prozessors. Auf Seiten der Single-Thread-Leistung fällt der Abstand viel größer aus.
Ärger hat uns das System nicht gemacht. Alles läuft rund und flüssig. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks entsprechen der Leistungsfähigkeit der verbauten APU. Mit den Ergebnissen eines Core-i3-Notebooks kann das Ideapad aufgrund des schwächeren Prozessors nicht mithalten. Eine Steigerung der Systemleistung kann durch den Einbau einer Solid State Disk erreicht werden. Der Einbau eines zweiten Arbeitsspeichermoduls bringt hingegen keine Steigerung, da der verbaute Speicher-Controller nur den Single-Channel-Modus unterstützt.
Als Datenspeicher dient eine Festplatte von Seagate. Diese bietet eine Kapazität von 500 MB und arbeitet mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Die Transferraten der Platte bewegen sich auf einem normalen Niveau für 5.400er-Festplatten.
Der GPU-Teil der verbauten APU trägt die Bezeichnung Radeon R4 (Beema). Dieser Grafikkern unterstützt DirectX 11.2 und arbeitet mit Geschwindigkeiten bis zu 800 MHz. Die Resultate in den 3D Mark Benchmarks bewegen sich auf einem normalen Niveau für diese GPU. Die Möglichkeit der Leistungssteigerung durch den Einbau eines zweiten Arbeitsspeichermoduls ist hier nicht gegeben. Der Speichercontroller unterstützt nur den Single-Channel-Modus, nicht den Dual-Channel-Modus. Leistungsmäßig liegt AMDs GPU zwischen Intels HD Graphics 4200 und HD Graphics 4400 Grafikkernen.
Das Ideapad stellt primär ein Office-Gerät dar. Computerspiele sind nicht wirklich sein Metier. Lediglich Spiele, die keine allzu extravaganten Hardware-Anforderungen haben, erreichen teilweise flüssige Frameraten - bei niedriger Auflösung und geringen Qualitätseinstellungen. Hier seien beispielsweise die Spiele Dirt Rally und Sims 4 und Counter-Strike: Global Offensive genannt. Akku HP ProBook 4530s .
Zu den Krachmachern zählt das Ideapad nicht - im Leerlauf arbeitet der Lüfter mit niedrigen Geschwindigkeiten. Er ist dann kaum zu hören. Auch unter Last fällt die Lärmentwicklung moderat aus. Während des Stresstests steigt der Schalldruckpegel auf bis zu 40,8 dB - der Wert geht in Ordnung.
Den Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) bearbeitet das Ideapad im Netz- und im Akkubetrieb auf unterschiedliche Weisen. Im Netzbetrieb arbeitet die CPU mit konstanten 1,4 GHz. Der Grafikkern geht mit 650 bis 800 MHz zu Werke. Im Akkubetrieb sinken die Werte auf 1,2 GHz (CPU) bzw. 300 bis 400 MHz (GPU). Von einer Erwärmung kann beim Ideapad nicht wirklich gesprochen werden. Während des Stresstests liegen die Temperaturen an allen Messpunkten deutlich unterhalb von 40 Grad Celsius.
Im Leerlauf steigt die Leistungsaufnahme des Rechners auf bis zu 7,4 Watt - ein guter Wert. Auch unter Last hält sich der Bedarf in Grenzen. Während des Stresstests messen wir Werte bis zu 24,5 Watt. Der Wert würde höher ausfallen, wenn die CPU nicht so stark gedrosselt werden würde. Am Netzteil liegt es nicht. Dessen Nennleistung beträgt 45 Watt.
Im praxisnahen WLAN-Test simulieren wir die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Das Ideapad erreicht eine Laufzeit von 3:58 h - ein schlechter Wert. Von einem Notebook dieser Leistungsklasse erwarten wir heutzutage durchaus einen Wert um 5 Stunden herum. Dass es besser geht, zeigt der Konkurrent Aspire E5-521 (7:07 h). Hier macht sich der größere Akku des Acer Rechners (56 Wh vs. 41 Wh) bezahlt.
Lenovo bietet mit dem Ideapad 305-15ABM ein einfaches Office Notebook, das sich zur Nutzung von Office- und Internetanwendungen sowie als Videoabspielstation eignet. Der Rechner arbeitet meistens leise und erwärmt sich kaum. Der Bildschirm des Geräts wird keine Preise gewinnen, liefert gemessen am Preisniveau aber sehr ordentliche Werte. Ein Lob gebührt Lenovo für die Wartungsklappe. Letztere treffen wir heutzutage immer seltener an. Kritik muss sich Lenovo aber auch gefallen lassen: So bietet die Firma nur eine einjährige Garantie. Darüber hinaus fallen die Akkulaufzeiten nicht sonderlich gut aus. Auch ist nicht nachvollziehbar, was Lenovo sich bei der wabbeligen Tastatur gedacht hat.

Damit fällt ein Einsatz als mobile Schreib- und Surfmaschine flach. Gerade in diesem Bereich könnten preiswerte Office Notebooks eigentlich glänzen. Akku Lenovo ThinkPad X201 .

Wir haben vor einigen Monaten mit dem Aspire E5-521 ein mit der gleichen APU ausgestattetes Konkurrenzmodell getestet. Der Acer Rechner kann mit deutlich längeren Akkulaufzeiten, einer besseren Tastatur und einer zweijährigen Garantie aufwarten. Zudem ist es aktuell etwa 70 bis 80 Euro günstiger zu haben als das Ideapad. Allerdings muss beim Aspire auf eine Wartungsklappe verzichtet und ein deutlich schlechterer Bildschirm in Kauf genommen werden.

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26/09/2015

Notebook Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku

Entspiegelt, Full-HD, starker Intel SoC und eine Grafik von AMD. Der Mix, aus dem Träume gemacht sind? Wir sind auf jeden Fall enttäuscht, Sie auch?
Affordable Windows Laptop. Mehr ist auf der offiziellen Lenovo Seite nicht über den 15-Zoller B50-80 herauszufinden. Geräte, die noch nicht einmal das Idea- oder der ThinkPad Label tragen dürfen, gehören zur Brot- und Butterware des größten PC-Herstellers der Welt. Der Laptop wird derzeit in 18 verschiedenen Konfigurationen angeboten, die preislich von 300 Euro (Pentium, FreeDOS) bis 530 Euro (Core i3, 128-GB-SSD) logieren. Das Einsteigermodell muss zu unterschiedlichen Preisen entweder mit eine IGP-Grafik von Intel auskommen, mit einer AMD Radeon R5 M230 (2 GB) oder eben einer Radeon R5 M330 (2 GB) wie im Testgerät. Die Bestückung unseres Samples mit Core i5 5200U und Radeon R5 M330 kostet 679 Euro und hebt sich damit deutlich von der B50 Unter- und Mittelklasse ab.

Was taugt die Radeon R5 M330 im Vergleich zur älteren R5 M230? Lohnt ein Aufpreis? Kann sich das B50-80 mit seinem schlichten, aber auch billig wirkenden Kunststoff-Look gegen die aufgeputzte Konkurrenz erwehren? Selbige ist für 350 bis 700 Euro breit aufgestellt und bringt ebenfalls Low-End- bzw. Midrange-Grafiklösungen mit.

Was kann das im Markt 679 Euro teure Lenovo B50-80 diesen meistens günstigeren Konfigurationen von Acer und HP entgegenhalten? Ist der Low Voltage Core i5 immer noch stärker als AMDs Carrizo Oberklasse? Ist die Performance der Grafikkarte der Rede wert, oder sollte bei Spiele-Ambitionen einer stärkeren Lösung der Vorzug gegeben werden? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Test.
Es enttäuscht, das Gehäuse mit dem der weltgrößte PC-Hersteller hier seine Kunden beglücken möchte. De facto gehört ein Chassis in dieser schwachen Stabilität, mit den schwammigen Eingabegeräten und der drögen Plastik-Optik/-Haptik zum untersten Standard. HPs Pavilion-15-p008ng hat ebenfalls keine Metallapplikationen, dennoch hat sich der Hersteller mit einer polierten Arbeitsumgebung (erinnert an gebürstetes und eloxiertes Aluminium) und einem silbern lackierten Deckel mehr Mühe mit der Optik gegeben. Beim B50 ist der matte Deckel schnell mit Fingerabdrücken übersät, Schmutz lagert sich in der unregelmäßigen Spalte rund um die Base-Unit ab, und Staub verziert die Rahmung des Bildschirms. Ein Besitzerstolz will mit dem B50 nicht aufkommen, weshalb der Griff zum Putzlappen abwegig erscheint.

Sogar das größere HP-Pavilion 17 überzeugte im Test mit einer wertigeren, stabileren und optisch schöneren Konstruktion. Besitzer des B50 müssen sich Scharniere gefallen lassen, die zwar relativ straff sind, den Deckel aber dennoch deutlich wippen lassen. Er kann auf knapp 135 Grad geöffnet werden. Im Anschlag zieht die Aufhängung sichtbar am vielleicht doch etwas zu schwachen Chassis. Der Deckel kann rückseitig eingedellt und oben anfassend verbogen werden. Die Möglichkeiten sind jedoch beschränkt, die Verarbeitung ist für die Preisklasse von knapp 700 Euro unterdurchschnittlich. Für die Konfigurationen ab 350 Euro ist die Bauart angemessen.

Die Unterschale des B50 ist nach dem Lösen von nur zwei Schrauben leicht zu entfernen. So besteht zwar kein Zugriff auf den Lüfter zwecks Reinigung; die Festplatte, das WiFi-Modul im M.2-Format, die CMOS-Batterie und der Arbeitsspeicher können jedoch getauscht bzw. aufgerüstet werden.
Klassisch ist das B50 bei den Ports aufgestellt. Während Lenovo bei seinen IdeaPads inzwischen den VGA d-Sub weglässt und nur noch HDMI anbietet, ist der Klassiker hier immer noch an Bord. OneLink, der kombinierte Power- und Docking Port von Lenovo, ist nicht eingebaut - schade. Dieser ist bei manchen ThinkPad-Edge-Einsteigern an Bord und bringt dort mit nur einem einzigen Kabel eine Docking-Station als auch Energie an das Notebook.

Den SD-Kartenleser haben wir mit einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II einmal genauer unter die Lupe genommen: Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 88 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei üblichen JPG-Bilddateien etwa 62 MB/s erwartet werden können. Der Kopiervorgang von 250 jpg.-Dateien (je rund 5 MB) dauerte nur 20 Sekunden. Das ist vergleichsweise schnell, langsame Cardreader leisten sich beim Kopieren auf die Festplatte über 30 Sekunden.
Im B50 steckt ein Mini-PCIe-Funkadapter von Intel, das Wireless-AC 3160. Der M.2-Chip unterstützt Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz). Damit sind auf Single-Stream theoretisch 433 Mbit/s brutto möglich. Wir können dem Testgerät eine reichweitenstarke, aber nicht sonderlich stabile Verbindung attestieren. Den 45-Meter-Messpunkt des individuellen Settings des Autors erreicht der 15-Zoller mit 1-2 Balken Signalstärke. Die Verbindung bricht teilweise bereits ab. Die Geschwindigkeiten beim Aufruf von Websites sind beträchtlich vermindert (60 bis 250 Kbit/s). Zum Vergleich: Auf nähere Distanzen wie dem 15-Meter-Messpunkt außerhalb des Gebäudes sind bei 2-3 Balken bis zu 3 Mbit möglich. Websites werden dabei schnell geladen.

Die in den Displayrahmen eingebaute 1,0-Megapixel-Webcam liefert nur sehr bescheidene Ergebnisse. Detailarmut, verwaschene, unechte Farben und starkes Rauschen prägen den Bildeindruck. Die Fotos erzeugen den Eindruck eines Darkroom-Effektes, es sind aber Außenaufnahmen bei hellstem Sonnenschein. Das Mikrofon macht hingegen eine gute Figur, siehe unter Lautsprecher.

Unserem Modell mit Windows-8.1-Betriebssystem liegen weder Treiber-CDs noch sonstiges Zubehör bei. Im Karton befinden sich nach dem 65-Watt-Netzteil nur eine Kurzanleitung und ein Faltblatt mit Garantiekontakten. Die Windows-10-Installation hat sich übrigens gleich gemeldet, hier kann sich der Nutzer für das kostenlose Upgrade anmelden. Ausgeführt haben wir die Installation aber nicht.
Die Wartungsklappe erlaubt einen Zugriff auf die wichtigsten Hardware-Komponenten. Dazu gehören Festplatte (2,5 Zoll, 7 Millimeter), WLAN-Modul M.2 und Arbeitsspeicher (1 von 2 Slots belegt). Der Gehäuselüfter bleibt leider außen vor. Nicht der Akku, der ist klassisch gesteckt. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T400 .

Wie bei Lenovos Einsteigern üblich, kommt das B50 mit lediglich 12 Monaten Garantielaufzeit auf den Markt. Vergleichsweise günstige Erweiterungspakete (Bring-In-Service: 24/36 Monate ab 32/58 Euro) lassen eine Verlängerung dieser Zeitspanne ratsam erscheinen.
Ein dunkles Kapitel bricht bei den Eingabegeräten an. Nicht feedbackstarke Tasten mit einem wohldefinierten Druckpunkt und einem festen, soliden Anschlag erwarten den Schreibenden hier. Vielmehr wippt die gesamte Tastenfläche stark, was einen wabbeligen Anschlag erzeugt. Besonders links ist diese Schwäche deutlich ausgeprägt. Die Tasten haben nur einen geringen Hubweg, der Druckpunkt ist deutlich. Eine konische Wölbung und eine Beleuchtung besitzen die Accu-Type-Tasten nicht, dafür aber einen Standard-Ziffernblock.

Das Touchpad mit seiner haptisch angenehmen Oberfläche ist nicht zu glatt und wirkt nicht schmierig. Die Fläche ist bis in die Ränder sensibel und unterstützt die gängigen Multitouch-Gesten. Die Plastik-Tasten wirken nicht nur billig, sie haben auch einen sehr knappen Hubweg und verschwinden dann noch in ihrer Einfassung. Große Finger drücken beim Tippen öfters auf den Rand und stören sich an der gedrungenen Silhouette. Der deutliche Druckpunkt kommt auf Grund des schwachen Hubs kaum zur Geltung, der Anschlag ist dumpf und eher weich. Je nach Druckposition hört sich das Klick-Geräusch unterschiedlich an - ein Phänomen, das stören kann.
Abhängig von der gewählten Konfiguration stellt das 15,6 Zoll große Display des B50 entweder 1.366 x 768 (HD) oder 1.920 x 1.080 Bildpunkte (FHD) dar, was einer Pixeldichte von 100 respektive 141 ppi entspricht. Schon allein aufgrund der zusätzlichen Arbeitsfläche raten wir zur Wahl von Full-HD, wie sie im Testgerät vorliegt. Non-Glare ist Standard, gleich welche Auflösung gewählt wird.

In puncto Helligkeit (207 cd/m²) und Kontrastverhältnis (556:1) schneidet das FHD-Display allerdings schlecht ab, wie der Blick auf die Konkurrenten zeigt. Bis auf das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G sind alle Vergleichsgeräte in der Tabelle mit einem TN-Bildschirm ausgerüstet. Dies führt für gewöhnlich zu schwachen Kontrasten, aber das Pavilion 17-g054ng mit 948:1 belehrt uns eines Besseren. Der Panelhersteller Innolux gibt 220 cd/² und einen Kontrast von 500:1 an, was sich mit unseren Messungen deckt.

Wichtig ist ebenfalls eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Lichthöfe, die wir dem B50 auch attestieren können. 88 % Ausleuchtung sind ziemlich gut, die meisten Testgeräte liegen bei 80 % und etwas besser.
Vom Farbraum sRGB deckt das Testgerät 60 % ab, von AdobeRGB sind es nur 38 %. Professionelle Grafik- und Fotobearbeiter haben mit diesem Panel sicher keine Freude. Hinzu kommt eine völlig ungenaue Farbdarstellung, das DeltaE liegt bei um die 12. Das ist typisch für die günstigsten TFTs auf dem Markt. Das beherrscht die Konkurrenz teilweise deutlich besser: Das Pavilion 17-g054ng und das Aspire V15 Nitro VN7-571G (IPS) sind in puncto Farben Vorreiter. Beim DeltaE ist der erwünschte Zielzustand ein Wert kleiner drei. Der Wert 5 ist zwar besser als beim Testgerät, jedoch sind Abweichungen von der Farbreferenz bereits mit dem bloßen Auge erkennbar.

Der für TN-Bildschirme typische Blaustich ist beim B50 besonders stark ausgeprägt und auch für ein ungeschultes Auge erkennbar (siehe Graustufen). Dies ist der Auslieferungszustand, eine Kalibrierung konnte die Farbdarstellung verbessern. Das Profil haben wir in obiger Box verlinkt.
Mit dem Lenovo B50 wird der Einsatz bei Tageslicht auf Grund der geringen maximalen Helligkeit erschwert, trotz entspiegelter Oberfläche. Nutzer werden sich einen Schattenplatz suchen müssen, die Anzeige ist ansonsten zu dunkel. Blendeffekte gibt es zum Glück gar keine. Das B50 hat keinen Umgebungslicht-Sensor zum automatischen Anpassen der Helligkeit.
Das FHD-Panel basiert auf der TN-Technik, dieses ist die günstige Mainstream-Variante für Laptop-TFTs. IPS bzw. PLS-Panels ersetzen im Mittel- und hochpreisigen Preisbereich nach und nach die TN-Anzeigen. Bei HP sind IPS-Panels in Full-HD bereits zu den Pavilion Einsteigern für unter 400 Euro vorgestoßen. Diese IPS-Bildschirme haben stabilere Blickwinkel und meistens eine exaktere Farbdarstellung. Unser Testgerät leidet deutlich unter Kontrastverschiebungen und Bildinvertierungen, wenn der Betrachter seitlich oder gar von schräg unten auf die Anzeige blickt.
Lenovos 15,6-Zoller ist als einfaches Multimedia-Notebook konzipiert, zumindest was das optische Laufwerk, das Display und die Anschlüsse angeht. Die inneren Werte mit Core i5 5200U (Broadwell), AMD Radeon R5 M330 und HDD sprechen für einen Allrounder, der mit den vielfältigsten Anwendungen zumindest zufriedenstellend fertig werden sollte.

Die Radeon R5 M330 ist sicherlich ein attraktiver Punkt für viele Käufer, die hin und wieder Games spielen wollen, aber sich vor den hohen Preisen vermeintlicher Gaming Laptops scheuen. Wie wir aber noch zeigen werden, ist das ein Trugschluss. Ähnliche oder sogar bessere 15-Zoller bis knapp 700 Euro bieten teilweise deutlich bessere Spielerlebnisse. Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku .

Andere Konfigurationen gibt es derzeit auf dem deutschen Markt jede Menge. Wer nach Lenovo B50-80 sucht, der erhält derzeit 18 unterschiedliche Konfigurationen, wobei hier die Spanne von Pentium ohne Betriebssystem bis zum Core i7 5500U reicht.
Die Intel Core i5 5200U arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,2 GHz. Mittels Turbo kann sie auf 2,5 GHz (beide Kerne) bzw. 2,7 GHz (ein Kern) beschleunigen. Der Turbo kommt im Netz- als auch im Akkubetrieb zum Einsatz: Die CPU-Tests der Cinebench Benchmarks werden immer mit voller Geschwindigkeit bearbeitet (Multi-Test @2,5 GHz) und erzielen dieselben Scores. Die anderen beiden 5200U-Notebooks kommen meist auf eine identische Punktzahl. Zu einem thermischen Throttling kommt es nicht, zumal wir selbst im Stresstest am SoC nur maximal 80 Grad Celsius messen. An der GPU sind es sogar nur 66 Grad.

Gleiches Taktungsbild bei der Radeon: Sofern für den Batteriebetrieb maximale Leistung eingestellt wird, fährt die Radeon 955 MHz und erzielt unter Akkustrom dieselben Punkte im Shading-Test des Cinebench. Wer akkuschonend einstellt, der erlebt mit 400 MHz eine knapp halbierte Leistung (13,6 statt 21,7 fps).

Der brandneue A10-8700P (Carrizo) liegt nur 30 bzw. 15 % hinter dem i5 5200U. Wer nicht auf das letzte Quäntchen Leistung angewiesen ist, der könnte auch mit einem teilweise deutlich günstigeren APU-Modell glücklich werden.
Die Anwendungs-Performance der PCMark-8-Scores profitiert weniger von der Radeon Grafikkarte, sondern mehr vom schnellen Prozessor. Die APU betriebenen HP 355 G2, Pavilion 15-p151ng und Pavilion 17-g054ng liegen allesamt zurück, wenn auch nur knapp. Dies entspricht dem Nachteil bei der Prozessorgeschwindigkeit. SSD bestückte Notebooks befinden sich nicht im gezeigten Vergleich. Das System mit der stärkstem Grafik, das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G liegt vier bzw. 10 % vor dem Testgerät, das ist nur eine marginale Differenz. Wenn es um Spiele geht - das werden wir gleich sehen - dann ist diese Differenz gigantisch. Wenn solche keine Rolle spielen, dann macht es für den Käufer kaum einen Unterschied, ob er der kleinen Radeon R5 oder der großen GTX 850M den Vorzug gibt.
Die leise Seagate Festplatte (Typ SpinPoint M8 ST1000LM024) mit einer Bruttokapazität von 1.000 GByte, von denen zirka 865 GB nach Abzug von Recovery Partition und OS zur Verfügung stehen, verrichtet einen gemächlichen Job. Bereits in der Praxis fielen uns relativ zähe, weil lange Ladevorgänge und Programmstarts auf. Die Tabelle mit den Testwerten zeigt dann auch: Read und Write 4K sind sehr schwach und das im Vergleich mit anderen rotierenden Massenspeichern. Die baugleiche SpinPoint M8 im Pavilion 17-g054ng lieferte ähnlich schwache Werte und bestätigt unsere Messung. Das Solid State Hybrid Drive im Pavilion 15-p151ng holt einige Punkte mehr heraus, obwohl die HDD-Benchmarks eigentlich nicht vom Cache profitieren. Dennoch sehen wir z. B. einen exzellenten Write-4K-Durchsatz.
Die Radeon R5 M330 arbeitet im Enduro Verbund mit Intels HD 5500 zusammen, was das automatische Umschalten zur Prozessorgrafik erlaubt. Leider muss nach wie vor, selbst im Modus Höchstleistung (Catalyst-Treiber und Windows Energieeinstellungen), sehr oft manuell die Radeon zugewiesen werden. Dies war bei Benchmarks und Games ein nerviges Prozedere.

Die Radeon R5 M330 besitzt 320 Shader, die per OpenCL für generelle Berechnungen (GPGPU) eingesetzt werden. Technisch ähnelt die GPU der älteren R5 M255, neu sind aber die leicht erhöhten Kerntaktraten. Theoretisch sollte die Radeon mit einem Kerntakt von 1.030 MHz arbeiten, faktisch bildete unser B50 aber bestenfalls 955 MHz ab (Stresstest als auch Benchmarks).

Von der Leistung her ordnet sich die R5 M330 laut 3DMark 11 deutlich unter der Geforce 840M ein. Die Geforce holt sich je nach Test 40 bis 90 % mehr Punkte. Die GTX 850M zieht mit 120 bis 150 % Vorsprung weit davon. Die R5 ist eine Einsteiger-GPU, die je nach Anwendung, Spiel oder Benchmark mehr oder weniger deutlich über der integrierten HD Graphics 5500 liegen sollte. Das Medion Akoya E7416 aus den Vergleich Tomb Raider und Bioshock Infinite zeigt Differenzen von 12 bis knapp 40 % zu Gunsten der Radeon R5.
Die zerklüftete Game-Grafik im Anschluss zeigt deutlich: Das B50 ist kein Gamer. So sollte ein Notebook auch nur genannt werden, wenn wenigstens mittlere Einstellungen in HD-Auflösung flüssig gespielt werden können. Das ist hier nicht der Fall, so manches hardwarehungrige Spiel reißt schon in niedrigen Settings die Hufe hoch und stottert vor sich hin. Hier entstand nicht nur beim Tester der Eindruck, dass oftmals die HD 5500 arbeitet und nicht die Radeon R5. Hier muss der B50 Besitzer tatsächlich aufpassen und Enduro manuell auf Höchstleistung setzen. In einigen Fällen verbesserten sich so die fps, die abgebildeten Werte wurden aber alle mit aktiver Radeon erzeugt.

Wie das Medion Akoya E7416 im Chart zeigt, liegt die Radeon in Tomb Raider und Bioshock Infinite tatsächlich nur 12 bzw. 38 % vor der HD 5500. Bei den Games gab es einige Fälle von Gleichstand, z. B. bei Battlefield Hardline, das wir einmal komplett mit der HD 5500 in allen Settings geprüft haben. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch Titel, die mit der Radeon R5 doppelt so schnell laufen, das ist bei Metal Gear Solid V der Fall (Medium: HD 5000 13,6 fps, Radeon 26,5 fps) aber auch bei F1 2014 (nicht ganz verdoppelt).

Die Radeon R5 M330 hat also für Spieleambitionen schon ihre Berechtigung und kann nicht mit einer HD 5500 ersetzt werden. Tatsächlich muss sich der Anwender aber mit älteren oder sehr anspruchslosen Formaten zufrieden geben, aktuelle Titel machen definitiv keinen Spaß.
Der Lüfter des B50-80 steht im Idle-Modus leider niemals still. Schwache oder kurzzeitige Last bringt das sonore Grundrauschen daher nicht aus der Ruhe. Die Festplatte ist leiser als der Lüfter, weshalb wir hier einen Wert angeben. Die DVD-Wiedergabe ist mit 36 dB(A) relativ leise, aber weiterhin hörbar.

Unter konstanter Last dreht der Lüfter stärker auf. Wir messen einen Schalldruckpegel von 40 dB(A). Der Lüfter arbeitet dabei mit gleichbleibender Geschwindigkeit, welche sich im Stresstest auch noch auf 43 dB(A) erhöht. Letzteres ist aber selten der Fall, selbst ein konstant laufender GPU-Stresstest, wie der Furmark, lässt den Lüfter nur mit 40 dB(A) surren. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T61 .

Alles in allem haben wir es mit einem relativ leisen Notebook zu tun, nur im Leerlauf hätten wir bei der relativ schwachen Hardware Pausen der aktiven Lüftung erwartet. Das kann die Konkurrenz besser, gerade wenn wir den Idle-Wert betrachten. Das HP Pavilion 17-g054ng ist hier die Avantgarde, gefolgt vom Aspire V15 Nitro. Diese beiden Notebooks sind auch im Spielebetrieb etwas leiser. 
Im Leerlauf bleibt das B50 ziemlich kühl, der Durchschnitt oben/unten liegt bei gerade mal 27 Grad. Je nach Raumtemperatur kann das aber schwanken. Bei hoher und vor allem konstanter Last für mehrere Stunden messen wir an den Hotspots bis zu 41 Grad Celsius (oben) bzw. bis 43 Grad (unten). Das ist für ein Notebook mit dedizierter Grafik sehr wenig. Da es sich hier um Stresstest-Werte handelt, bei welchem das Maximum aus der Thermik herausgekitzelt wird, sollten diese Werte in der täglichen Praxis, auch bei Games, noch nicht einmal erreicht werden.

Den Stresstest (Prime95 & Furmark 1h) durchläuft das B50 im Netzbetrieb konstant mit 2,5 GHz an der CPU, der i5 geht nicht ins Throttling. Das sollte er auch nicht bei maximal 80 Grad Celsius Kerntemperatur. Mit einem Prime95-Solo liegt die Temperatur sogar nur bei 67 Grad. Die Radeon rechnet konstant mit 955 MHz, sie erfährt also ebenfalls keine Drosselung. 
Die Lautsprecher sitzen über der Handballenauflage und beschallen den Hörer direkt. Im Vergleich mit Speakern, die unter der Handballenauflage sitzen, scheint das ein Vorteil zu sein. Praktisch kommt davon aber nicht viel an, die Bässe fehlen im Spektrum komplett, und differenzierte Höhen gibt es kaum. Es sind also die typischen mittenlastigen Lautsprecher, die das B50 begleiten. Für den Voice Chat genügen sie, für Filme oder Musik empfehlen wir aber Kopfhörer oder Lautsprecher am Kopfhörerausgang. Der ist übrigens wie üblich mit einem Mikrofon-Eingang kombiniert.

Gut gefällt uns hingegen die Aufnahme des Mikrofons (neben Webcam). Die Aufnahme enthält wenig Grundrauschen, Sprache wird klar und deutlich aufgezeichnet. Die geringe Differenzierung durch das Mono-Mikrofon stört kaum, lässt die Stimme aber etwas hart und leicht blechern klingen. Hier kann der Sprecher 50 Zentimeter vor dem B50 stehen oder auch in 2 Metern Entfernung aus dem Fenster schauend sprechen. Die Aufnahme gelingt dennoch mit einem gleichbleibenden Pegel.
Der Energiebedarf des Lenovo B50-80 liegt im Idle-Modus deutlich unterhalb von 10 Watt. Hier unterscheiden sich die Konkurrenten sehr stark, obwohl fast alle mit 15-Watt-SoCs bzw. 15-Watt-APUs bestückt sind. Das Carrizo Modell A10-8700P (12-25 Watt, beim HP auf 15 Watt festgelegt) macht eine Ausnahme und fällt auch gleich mit einem übermäßig hohen Idle-Stromverbrauch negativ auf. Gleiches unternimmt der Kabini Vorgänger A10-5745M, der hier mit 25 Watt den höchsten TDP aufstellt.

Im Stresstest nimmt das Testsystem bis zu 41 Watt auf. Das 65-Watt-Netzteil ist daher passend dimensioniert. 41 Watt sind sehr wenig, wenn wir es mit den stärkeren Aspire V15 Nitro VN7-571G oder Pavilion 17-g054ng vergleichen. Auffällig ist die niedrige Energieaufnahme bei durchschnittlicher Last, das wäre z. B. bei Computerspielen der Fall. Hier sind alle Konkurrenten hungriger. 
Im Idle-Modus erreicht das B50 (32 Wh) eine Laufzeit von nur 4:48 Stunden. Das ist seiner geringen Akkukapazität geschuldet, die Energieaufnahme entspricht der Norm und ist gering. Die Konkurrenz kann das durch die Bank besser, jedes Gerät hat einen stärkeren Akku als unser Testkandidat. Besonders Acer Aspire V15 Nitro und Acer Aspire E5-571G trumpfen auf, sie legen fast 180 % Laufzeit drauf. Der Idle-Modus wird durch den Battery Eater Reader's Test überprüft: Die Anzeige befindet sich auf geringster Helligkeitsstufe, das Energiesparprofil ist aktiv, und die Funkmodule sind abgeschaltet.

Unter Last stellt das B50 den Betrieb nach 83 Minuten ein. Hier sind die AMD Kandidaten etwas schwächer, die Boliden mit den starken Grafiklösungen geben aber wieder den Ton an. Die Laufzeit unter Last haben wir mit dem Battery Eater Classic Test ermittelt: Der Bildschirm arbeitet mit voller Helligkeit, das Hochleistungsprofil und die Funkmodule sind aktiviert.

Den praxisnahen WiFi-Test beendet das B50-80 nach 3:33 h. Damit ordnet sich der 15-Zoller wieder fast an das Ende des Vergleiches, nur das HP Pavilion 15-p151ng hat noch weniger Durchhaltevermögen. Das V15 Nitro steht abermals ganz vorn, kein Wunder bei 52 Wattstunden. Bei diesem Test wird das Aufrufen von Webseiten simuliert. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt (2 Stufen dimmen).

Die Akkulaufzeiten des B50 sind ziemlich schlecht, was vor allem an der sparsamen Kapazität des Akkus liegt. Ein Upgrade bietet Lenovo nicht an, wo sollte ein größerer Akku auch hin, schon jetzt steht er nach unten hin über.
Lenovo legt mit dem B50-80 einen 15-Zoller auf, der stoisch seine Pflicht erfüllt, aber nirgends so richtig auftrumpfen kann. Das billig wirkende Gehäuse ist nicht sonderlich stabil, es hapert an den Spaltmaßen. Besitzerstolz – Fehlanzeige. Enttäuschung ist bei den Eingabegeräten angesagt: Hier machen es uns weder das Touchpad noch die Tastatur recht. Während wir mit den gedrungenen Tasten das Pads noch halbwegs arbeiten können, liefert die Tastatur ein höchst schwammiges Feedback. Eine derart schlechte Tastatur ist selten in einem Notebook verbaut. Zu den Negativpunkten zählen wir auch die Seagate Festplatte, die in der Praxis übermäßig lange Ladevorgänge abliefert.

Thermisch macht Lenovo alles richtig, bei geringen Temperaturen fahren die Komponenten an ihren normalen Leistungsgrenzen (Turbo ausgenutzt und stabil). Das B50 bleibt stets relativ kühl und wird auch bei Stress nicht übermäßig laut. Leider schaltet sich der Lüfter selbst bei längeren Idle-Phasen nicht ab.

Spieletauglich ist das B50 mit der Radeon R5 nicht, meistens sind aktuelle Titel nur in niedrigen Details spielbar. Hier kommt dann die matte FHD-Auflösung nicht zur Geltung, auch wenn das TN-Panel einen brauchbaren Kontrast und eine gleichmäßige Ausleuchtung liefert. Leider stellt es aber (nicht kalibriert) auch einen deutlichen Blaustich bereit. Draußen ist das TFT auf Grund der geringen Luminanz, die im Akkueinsatz nochmals gesenkt wird, fast unbrauchbar.

Viele Vorteile hat es also nicht, das B50, noch nicht einmal der Preis von knapp 680 Euro kann locken. Zu diesem Preis sind die eingeschränkte Spieletauglichkeit und die schlechte Verarbeitung (Chassis, Eingabegeräte) einfach nicht mehr attraktiv. Ersatzakku Lenovo Thinkpad R61 .

Bei einer Konfiguration desselben Chassis für 350 Euro sähe das anders aus. So aber verweisen wir auf Multimedia-Konkurrenten mit besseren Eingabegeräten, teilw. besseren Bildschirmen und stärkeren Grafikkarten.

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24/09/2015

Akku DELL Vostro V130 Laptop

Mit dem Dell Inspiron 15 7558 verschiebt der Hersteller seine Inspiron Serie weiter in Richtung Premium-Segment, in diesem Fall mit einem neuen 2-in-1 Convertible-Design mit 360-Grad-Scharnier. Ist die Neuausrichtung auch überzeugend?
Lange Zeit waren die Inspiron Laptops von Dell die günstigen Einsteigermodelle des Herstellers, bei denen nicht die Qualität, sondern der Preis im Vordergrund stand. Zu dieser Riege gehören etwa auch die G-Modelle von Lenovo, HPs Pavilion Notebooks und viele andere Geräte von konkurrierenden Herstellern. Solche Notebooks findet man vielfach im örtlichen Elektronikmarkt, aber für Enthusiasten sind sie kaum interessant.

Im Jahr 2013 hat sich diese Philosophie mit der Ankündigung der Inspiron-7000-Serie (Inspiron 15 7537) allerdings verändert. Dell hatte das Low-End-Segment nicht aufgegeben (das Inspiron 3000 gibt es immer noch), aber man hat versucht, die gewohnte Sichtweise etwas aufzuweichen, und die Inspiron Serie wurde deutlich aufgewertet. Das Inspiron 15 7548, welches wir erst im April getestet haben, war das bisher extremste Beispiel dafür. Mit einer Dual-Core-i7-CPU, 16 GB RAM, einem 4K-Touchscreen sowie einer dedizierten AMD R7 M260 Mittelklasse-Grafikkarte hat dieses Geräts nichts mehr mit den alten Inspiron Notebooks gemein.

Diese vollausgestattete Konfiguration war in einigen Bereichen sicherlich schon etwas zu viel des Guten, was vor allem auf den 4K-Bildschirm und die schlechten Akkulaufzeiten zutrifft. Das heutige Inspiron 15 7558 verfolgt einen anderen Ansatz: Anstatt des 4K-Displays und der dedizierten Grafikkarte bekommen wir ein 2-in-1 Convertible Design. Zudem sind die technischen Daten etwas konservativer, was zu einem ausgewogeneren Paket führt. Sogar die Einstiegsversion für 550 US-Dollar verwendet ein 1080p-Touchscreen, Intel-Pentium-Prozessoren sowie ein hochwertiges Metallgehäuse. Unsere Testkonfiguration (UVP 900 US-Dollar) ist mit einem Intel Core i5-5200U, 8 GB DDR3-RAM sowie der integrierten Intel HD Graphics 5500 ausgestattet.

Hinweis: In den deutschsprachigen Shops ist das Dell Inspiron 15 7558 Convertible bisher noch nicht gelistet.
Das wohl auffälligste Merkmal des Inspiron 7000 ist das Gehäusedesign. Unser 7558 verwendet eine große und schnittige Baseunit aus gebürstetem Aluminium, was auch die Handballenauflage sowie den Tastaturbereich einschließt. An den Kanten ist das Metall auffällig abgerundet und geht dann in die Bodenwanne über, die aus widerstandsfähigem Kunststoff mit einer haptisch angenehmen Gummierung besteht. Dieser Kunststoff in "Foggy Night" (dunkles Grau) wird auch für den Bildschirmdeckel verwendet. Die großen Metall-Gelenke sowie das glänzende Dell Logo runden das äußere Erscheinungsbild ab.

Insgesamt hinterlässt das Gerät einen sehr hochwertigen Eindruck, obwohl an einigen Stellen Kunststoff verwendet wird. Das Gewicht ist mit 2,1 kg ordentlich für ein 15-Zoll-Gerät – und identisch zu dem Inspiron 15 7548, welches wir schon getestet haben. Dank der Metallelemente ist die Baseunit ziemlich stabil, und wir können das Material lediglich in der Mitte etwas eindrücken, was aber nicht untypisch ist. Der Bildschirmdeckel bietet für unseren Geschmack hingegen etwas zu wenig Widerstand bei Verwindungsversuchen (er ist für die Größe recht dünn), und mittlerer Druck auf die Rückseite produziert sichtbare Bildstörungen. 
Die Gelenke lassen eine Drehung um 360 Grad zu, um die mittlerweile bekannten Betriebsarten Laptop, Tablet, Tent sowie Stand zu ermöglichen (ähnlich zum Lenovo Yoga). Aufgrund der beachtlichen Größe sind die Wandlungsfähigkeiten aber bei Weitem nicht so ansprechend, und unsere üblichen Vorbehalte gegenüber zu groß geratenen Convertibles gelten natürlich auch in diesem Fall. Die fragwürdigste Option ist dabei der Tablet-Modus, denn das Inspiron 15 ist einfach zu groß und zu schwer. Um ehrlich zu sein, fühlen sich, abgesehen vom Laptop-Modus, alle Betriebsarten recht schwerfällig an. Obwohl der Tablet-Modus vermutlich nicht oft genutzt werden wird, mussten natürlich einige Dinge am Gehäuse angepasst werden. Das führt aber teilweise zu unschönen Nebeneffekten, denn der Power Button und die Lautstärkewippe sind beispielsweise an die vordere rechte Ecke gewandert, wo man sie sehr leicht versehentlich betätigen kann. Akku Dell Vostro V130 .

Die Bodenplatte wird von 10 Kreuzschrauben und mehreren Clips gesichert, aber das Entfernen gestaltet sich nicht allzu schwierig. Im Inneren findet man eine Reihe von austauschbaren Komponenten, angefangen bei der SSD (oder konventionelle Festplatte mit einer Bauhöhe von 7 mm bei günstigeren Konfigurationen), dem Akku, der BIOS-Batterie, dem WLAN-Modul bis hin zu der Kühllösung. Was man allerdings nicht findet, sind zwei RAM-Steckplätze – das Inspiron 15 7558 bietet lediglich einen, der in unserem Fall von einem 8 GB großen Modul belegt ist.
Im Hinblick auf die Anschlüsse bietet das Inspiron 15 7000 2-in-1 keine Besonderheiten. Insgesamt stehen drei USB-Anschlüsse, von denen zwei den schnellen 3.0-Standard unterstützen, sowie ein Kartenleser zur Verfügung. Damit sollte es keine großen Einschränkungen geben, aber bei einem 15,6-Zoll-Gerät hätten wir schon gerne einen vierten USB-Anschluss gesehen. Außerdem sollten alle vorhandenen Anschlüsse den aktuellen 3.0-Standard erfüllen. Für die Videoausgabe gibt es lediglich HDMI – was für ein Consumer-Gerät aber angemessen ist.
Um die drahtlose Kommunikation des Inspiron 15 7558 kümmert sich die sehr weit verbreitete Intel Dual-Band Wireless-AC 7265. Die Karte wurde zusammen mit einer 2x2-Antennenkonfiguration verbaut, womit die WLAN-Standards bis 802.11ac in 2,4-GHz- sowie 5-GHz-Netzen genutzt werden können. In Verbindung mit unserem Router Asus RT-AC68U gab es keine Probleme, und das Signal war in der Regel sehr gut und auch stabil. Dieser Adapter unterstützt zudem Bluetooth 4.0LE für die Verbindung mit anderen Geräten wie z. B. externen Lautsprechern. Aufgrund der Größe gibt es keinen Ethernet-Anschluss, und im Gegensatz zu einigen höherwertigeren (professionellen) Modellen wie dem ZenBook Pro UX501JW befindet sich auch kein separater USB-Ethernet-Adapter im Lieferumfang.
Abgesehen von dem kleinen (248 Gramm) 45-Watt-Netzteil befindet sich in der Verpackung des Inspiron 15 kein weiteres Zubehör. Das Gerät verwendet den kleineren Ladeadapter, den Dell auch für seine Ultrabooks nimmt, und nicht den klassischen größeren Adapter.
Das Layout der Chiclet-Tastatur im Inspiron 15 entspricht ziemlich genau den aktuellen XPS-Modellen. Glücklicherweise gilt das größtenteils auch für die Qualität. Die flachen Tasten lassen sich komfortabel nutzen, und trotz dem begrenzten Hub bieten sie ein deutlich spürbares Feedback sowie einen festen Anschlag. Damit sollten die meisten Nutzer schon nach einer kurzen Eingewöhnungsphase problemlos tippen können. Die Anschläge sind einigermaßen ruhig, aufgrund des festeren Feedbacks allerdings lauter als bei vielen konkurrierenden Modellen.

Besonders auffällig ist der fehlende Ziffernblock, der bei 15,6-Zoll-Modellen eigentlich zur Standardausstattung gehört. Zu guter Letzt ist die Tastatur beleuchtet und lässt sich in zwei Stufen (+Aus) regeln. Die Beleuchtung ist relativ gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt.

Bei dem Touchpad des Insprion 15 handelt es sich um ein großes Clickpad. Es unterstützt Multitouch-Gesten, was in unserem Test gut geklappt hat. Lediglich der untere Teil des Clickpads lässt sich auch wirklich herunterdrücken. Der Widerstand ist dabei gering, allerdings ist der Anschlag ausreichend definiert, und auch die Rückmeldung geht in Ordnung. Wir bevorzugen zwar die etwas festere Konstruktion und den etwas höheren Widerstand beim XPS, aber das Clickpad des Inspiron 15 ist nicht so problemanfällig wie bei vielen anderen Modellen. Drag-&-Drop war kein Riesenproblem, und die texturierte Oberfläche bietet gute Gleiteigenschaften für die Finger.
Selbstverständlich bietet das Inspiron 15 7558 einen kapazitiven Touchscreen, der bis zu 10 Eingaben gleichzeitig erkennt. Eingaben werden unverzüglich umgesetzt, die Präzision ist auch in den Randbereichen subjektiv sehr gut.
Im Gegensatz zum Inspiron 15 7548 ist das 7558 auch optional nicht mit einem 4K-Panel erhältlich. Es gibt stattdessen nur einen einzigen Bildschirm für das 15,6-Zoll-Gerät: ein spiegelndes 1080p-Panel (1.920 x 1.080 Pixel). Das ergibt eine Pixeldichte von 141 ppi, was in der heutigen Zeit nicht mehr besonders hoch ist, in der Praxis aber ausreicht. Es wird zwar nicht beworben, aber glücklicherweise verbaut Dell ein IPS-Display, was für ein Convertible sicherlich die angemessene Wahl ist. Subjektiv erscheint der Bildschirm recht unspektakulär. Der Kontrast ist in Ordnung, aber die Farben sind etwas flau, und auch die Helligkeit ist eher mittelmäßig. Zudem erscheint die Farbtemperatur etwas zu warm.
Diese Eindrücke werden von den Messungen auch bestätigt, denn die durchschnittliche Helligkeit ist mit nur 204,3 cd/m² ziemlich enttäuschend. Zumindest garantiert der niedrige Schwarzwert (0,248 cd/m²) ein gutes Kontrastverhältnis von 841:1.

Laut unseren Messungen kann der Bildschirm den sRGB-Farbraum nur zu 63 % abdecken. Der anspruchsvollere AdobeRGB-Farbraum wird sogar nur zu 40 % abgedeckt. Diese Werte werden für den durchschnittlichen Anwender keine große Rolle spielen, aber damit disqualifiziert sich das Inspiron natürlich für Grafikdesigner oder die (semi-)professionelle Bildbearbeitung. Akku Dell Vostro V13 .
Im Werkszustand lieget die durchschnittliche DeltaE2000-Abweichung für die Farben bei 5,62 (ideal: 0), was schon mal einen guten Ausgangswert darstellt. Die Ausnahme ist die Farbe Blau, wo die Abweichung bei über 12 liegt. Nach der Kalibrierung fällt die durchschnittliche DeltaE-Abweichung auf ziemlich gute 3,58. Die Graustufen weisen standardmäßig eine Abweichung von 4,44 (ideal: 0) auf, der Gamma-Wert liegt bei 2,06 (ideal: 2,2), und die Farbtemperatur ist mit 5.889 K (ideal: 6.500 K) wärmer als üblich. Nach der Kalibrierung verbessern sich die Werte auf 0,72, 2,22 sowie 6.516 K und liegen damit sehr nah am jeweiligen Optimum.
Abgesehen von den störenden Reflexionen der spiegelnden Displayoberfläche sind die Blickwinkel exzellent. Die Kombination aus spiegelndem Display und geringer Helligkeit führt auch dazu, dass man das Gerät im Freien eigentlich nur im Schatten vernünftig verwenden kann.
Für das Inspiron 15 7558 stehen eine ganze Reihe von Intel Prozessoren zur Verfügung, angefangen beim Pentium 3825U (in der günstigsten Konfiguration) bis hin zum Core i7-5500U, der bei der teuersten Version angeboten wird. Die Größe des Arbeitsspeichers liegt entweder bei 4 oder 8 GB (DDR3L-1600), aber aufgrund des einzelnen RAM-Steckplatzes sind ausschließlich Single-Channel-Konfigurationen möglich (im Gegensatz zum Inspiron 15 7548).

Bei unserem Testgerät handelt es sich um eine der teureren Konfigurationen mit 8 GB DDR3L-RAM sowie einer SSD. Bei der CPU kommt allerdings nicht das schnellste Modell zum Einsatz, sondern ein Core i5-5200U. Im Betrieb fühlt sich das System sehr schnell an, und während des Tests kam es nur bei grafikintensiven Anwendungen vereinzelt zu Verzögerungen.

Die Ergebnisse des 3DMark 11 im Akkubetrieb unterscheiden sich kaum von den Werten im Netzbetrieb (1.106 vs. 1.174 Punkte). LatencyMon zeigt allerdings einige fragwürdige DPC-Latenzen nach einigen Minuten (siehe Screenshot), die jedoch nur vereinzelt auftraten.
Die verfügbaren Prozessoren des Inspiron 15 7558 reichen vom Intel Pentium bis zum Intel Core i7 (Dual-Core). Alle Ultra-Low-Voltage-Chips basieren auf der Broadwell Architektur, die in einem 14-nm-Herstellungsprozess gefertigt wird. Unser Testmodell verwendet den Intel Core i5-5200U, einen Dual-Core mit einem Takt zwischen 2,2–2,7 GHz (2 Kerne: 2,5 GHz) sowie einer TDP von 15 Watt.

Leistungstechnisch lässt sich der Core i5-5200U am besten mit dem Haswell Core i5-4300U vergleichen, womit im Alltag mehr als genug Leistung zur Verfügung steht. Das Inspiron 15 7558 kann den maximalen Turbo-Boost-Spielraum dabei sehr gut ausnutzen. Im Vergleich zu ähnlichen Geräten wie dem HP 15-r220ng und dem HP Envy 15-u200ng liegen die Ergebnisse im erwarteten Rahmen: Alle drei Notebooks erreichen 259 Punkte im Multi-Test des aktuellen Cinebench R15 64 Bit. Das Inspiron 15 7548 mit dem etwas schnelleren Core i7-5500U erzielt im gleichen Test 294 Punkte.
Unsere Testkonfiguration des Inspiron 15 7558 bewältigt problemlos alle typischen Office-Tätigkeiten und das Surfen im Internet – was teilweise sicherlich der SSD zu verdanken ist. Diese kommt jedoch nur in den teureren Modellen zum Einsatz. Weitere Informationen zur Speicherlösung gibt es im nächsten Kapitel, aber eines vorweg: 4.690 Punkte im PCMark 7 bestätigen unsere Annahme. Das Inspiron 15 7548 ist mit 5.417 Punkten erneut schneller (fast 16 %), was aber erneut hauptsächlich an dem Massenspeicher liegt, bei dem das 7548 einen kleinen, aber nicht unwichtigen Vorteil gegenüber dem 7558 hat. Die Situation ändert sich im Work-Test (Accelerated) des PCMark 8 (7558: 3.876 Punkte vs. 7548: 3.413 Punkte, 13,5%); allerdings ist dieses Ergebnis wohl eher auf die geringere Displayauflösung unseres 7558 zurückzuführen.
Die meisten Modelle des Inspiron 15 7558 werden mit einer konventionellen Festplatte (500 GB oder 1 TB) ausgeliefert. Falls die Kosten aber keine Rolle spielen, sollte man unbedingt zu einer SSD greifen (auch nachträglich möglich, der Umtausch ist sehr simpel), da sie im Alltag einen erheblichen Unterschied ausmacht. Bei unserem Testgerät war bereits eine SSD eingebaut, genauer gesagt handelt es sich um eine SanDisk X300 (2,5 Zoll) SATA-SSD mit einer Kapazität von 256 GB. Laut den Benchmarks ist das Laufwerk ziemlich schnell. In Verbindung mit sequentiellen Leseraten von über 400 MB/s sollte die SSD alle Aufgaben bewältigen können, was auch durch die Ergebnisse in CrystalDiskMark 3.0.1 bestätigt wird.
Im Gegensatz zum Inspiron 15 7548 ist noch nicht einmal die High-End-Version des 7558 mit einer dedizierten Grafikkarte erhältlich. Um die Grafikausgabe kümmert sich stattdessen die integrierte Intel HD Graphics 5500. Der maximale Takt hängt dabei von dem jeweiligen Prozessor ab, aber im Großen und Ganzen sind die Leistungswerte ziemlich identisch. Zu viel sollte man jedoch nicht erwarten, was auch an der Single-Channel-Konfiguration des Arbeitsspeichers (egal ob 4 GB oder 8 GB) liegt. Von dem erhöhten Speicherdurchsatz bei einer Dual-Channel-Konfiguration könnte auch die integrierte Grafikkarte spürbar profitieren.

3DMark 11 ermittelt nur 1.174 Punkte und 3DMark 2013 Cloud Gate 4.561 Punkte. Die Ergebnisse liegen unter den durchschnittlichen Werten für die Intel HD Graphics 5500, was erneut an dem Single-Channel-Arbeitsspeicher liegt. Das Inspiron 15 7548 erreichte im 3DMark 11 2.026 Punkte, wobei 3DMark interessanterweise zeigte, dass das 7548 die Intel HD Graphics nutzt, weil AMDs Grafikumschaltung nicht korrekt funktioniert hat. Selbst das erste Inspiron der 7000-Serie aus dem Jahr 2013 (Inspiron 15 7537) schlägt dank der überlegenen Nvidia GT 750M unser Testgerät in allen Benchmarks (3DMark 11: 2.632; 3DMark Cloud Gate: 5.766). Alles in allem eignet sich das Inspiron 15 7558 damit nicht für 3D-Spiele. 
Während unseres Tests war die Kühlung des Inspiron 15 7558 niemals aufdringlich, in der Regel war es mit lediglich 28,2 dB(A) im Leerlauf sogar gar nicht zu hören, da der Lüfter in diesem Fall deaktiviert ist. Selbst unter Last erreichte das System maximal nur 33,1 dB(A) und stellt damit überhaupt kein Problem dar.Akku Dell Latitude D830

Unser Testgerät leidet aber unter einem anderen Phänomen: Das sogenannte Spulenfiepen, welches schon bei früheren Dell-XPS-15-Modellen (sowie dem alten Inspiron 15) auftrat, ist auch beim 7558 vorhanden. Es ist zwar nicht sonderlich laut, aber immer hörbar, wenn sich das Notebook im Leerlauf befindet. Das Geräusch ist hochfrequent, kommt von der linken Seite der Tastatur und hängt weder von der Tastaturbeleuchtung noch den aktuellen Energieeinstellungen ab. Wir haben das Fiepen zum ersten Mal bemerkt, als wir das Notebook in einem relativ ruhigen Raum benutzten, und es war für unsere zugegebenermaßen empfindlichen Ohren schnell störend. Das XPS 15 hat gezeigt, dass dieses Problem ohne einen Mainboard-Tausch durch Dell kaum behoben werden kann. Es kommt aber auch auf den jeweiligen Nutzer an, wie störend das Fiepen im Endeffekt ist.
Normalerweise sind die Temperaturen des Inspiron 15 7558 im Rahmen, und die Durchschnittswerte liegen im Leerlauf bei 30/30,6 °C (oben/unten) sowie 33,3/36,4 °C unter Last. Es gibt allerdings einen Hotspot unten rechts auf der Unterseite, der sich auch auf die umliegenden Bereiche auswirkt. An diesem Punkt konnten wir unter extremen Bedingungen bis zu 50,4 °C messen..
Das Inspiron 15 kann den maximalen Turbo-Boost von 2,5 GHz auch bei voller CPU-Auslastung via Prime95 aufrechterhalten. Die Temperaturen erreichen kurzzeitig 80 °C, bevor der Lüfter aufdreht und den Chip auf 72 °C abkühlt. Bei der Auslastung der Grafikkarte durch FurMark bewegt sich der Takt zwischen 750 und 800 MHz, aber die Temperaturen sind erneut kein Problem.

Bei der gleichzeitigen Belastung der CPU und GPU läuft die CPU konstant mit 1,5 GHz, während die GPU zwischen 700 und 750 MHz pendelt und gelegentlich 800 MHz erreicht. Die Temperaturen bleiben dabei recht stabil bei 65 °C. Im Alltag sollte das aber keine große Rolle spielen, denn ein 3DMark-11-Durchlauf im Anschluss an den Stresstest ergab 1.128 Punkte, was sehr dicht an dem Ergebnis im kalten Zustand liegt.
Die Lautsprecher des Inspiron 15 sind nichts Besonderes. Im Gegensatz zu den hochwertigen Modulen bei Dells Latitude-7000-Reihe fehlt es den Boxen im Inspiron 7000 an Mitten und Bass, selbst wenn die Software-Verbesserungen aktiviert sind. Bei dieser Software handelt es sich um das Dell-Audio-Paket (von Realtek), das wir bereits aus der Vergangenheit kennen. Allerdings ist die Hardware in diesem Fall einfach nicht gut genug, um ordentliche Ergebnisse zu produzieren. Zumindest der maximale Pegel geht in Ordnung, allerdings werden die unzureichenden Leistungen dann noch deutlicher. Der Klang ist nicht furchtbar, aber schlechter als bei vielen vergleichbaren Geräten.
Ein sehr interessantes Thema des neuesten Inspiron sind die Akkulaufzeiten. Wir waren im Vorfeld gespannt, ob Dell die Laufzeiten ohne eine dedizierte Grafikkarte und ohne den 4K-Bildschirm verbessern konnte.

Ganz so einfach lässt sich die Frage leider nicht beantworten, denn das 7548 war mit einem größeren Akku ausgestattet, um den zusätzlichen Verbrauch von der Grafikkarte und dem 4K-Display zu kompensieren. Während das 7548 einen 56-Wh-Akku hatte (58 Wh beim 7537), muss sich unser 7558 mit einem deutlich kleineren 43-Wh-Modul begnügen (wie auch bei den günstigen Versionen des 7548). Zusammen mit dem kleinen 45-Watt-Netzteil bleibt zumindest das Gewicht gering.

Die geringere Kapazität wirkt sich aber natürlich auch auf die Akkulaufzeiten aus, die wir mit dem Tool Battery Eater Pro ermitteln. Abgesehen von der sehr guten maximalen Laufzeit von 14 Stunden und 45 Minuten (Reader's Test, minimale Helligkeit, Flugzeugmodus) sowie der verbesserten Laufzeit unter Last (2 Stunden, Classic Test, maximale Helligkeit, WLAN aktiviert) schafft das Gerät immer noch keine 5 Stunden (4:54) im neuen WLAN-Test v1.3. Dieser wurde mit dem standardmäßigen Browser des Systems durchgeführt (Microsoft Edge für Windows 10).

Trotzdem sind die Ergebnisse besser als beim 7548, welches im WLAN-Test schon eine halbe Stunde eher (4:24) wieder an die Steckdose musste. Trotz dem kleineren Akku (24 %) zeigen die Ergebnisse den geringeren Stromverbrauch der Komponenten. Mit einem größeren Akku wären aber deutlich bessere Laufzeiten möglich gewesen.
Das Inspiron 15 7558 verabschiedet sich von der Philosophie seines Vorgängers, bei dem eine starke Grafikkarte und sehr viel RAM verbaut waren. Stattdessen möchte das neue Konzept mit seiner Vielseitigkeit und den Allround-Fähigkeiten überzeugen. Das Gehäuse, welches teilweise aus Metall gefertigt wird, ist für dieses Segment weiterhin beeindruckend, auch wenn die Stabilität nicht komplett überzeugen kann. Die Haptik ist aber sehr gut, und auch das Design orientiert sich nunmehr an Geräten wie den ZenBooks von Asus und nicht mehr den alten Inspirons. Die Eingabegeräte sind ordentlich: Man gewöhnt sich schnell an die komfortable und recht leise Tastatur, auch das große Touchpad lässt sich trotz den integrierten Maustasten gut bedienen. Im Werkszustand könnte der Bildschirm noch etwas besser kalibriert sein, aber zumindest handelt es sich um ein 1080p-IPS-Panel, welches selbst bei der günstigsten Konfiguration zum Einsatz kommt. Die 256 GB große SSD unseres Testgerätes ist sehr empfehlenswert und rundet die technischen Daten des Notebooks ab.

Bei den restlichen Komponenten handelt es sich um 08/15-Teile ohne irgendwelche Highlights. Die Leistung hinterlässt dabei einen gemischten Eindruck: Der Dual-Core-Prozessor ist zwar schnell genug, aber im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es keine dedizierte Grafikkarte mehr. Ein weiteres Problem ist der Arbeitsspeicher: Die teureren Konfigurationen bekommen zwar die doppelte Menge spendiert (8 GB anstatt 4 GB), aber man erhält in jedem Fall eine Single-Channel-Konfiguration, weil nur ein RAM-Steckplatz vorhanden ist. Die Gehäusetemperaturen sind an einigen Stellen im Extremfall ziemlich hoch, temperaturbedingtes Throttling scheint aber kein Problem zu sein.

Aber gibt es auch Vorteile durch die schwächere Hardware? Bei den Akkulaufzeiten leider kaum, denn das 7558 verwendet im Vergleich zum 7548 mit dedizierter GPU einen deutlich kleineren Akku, um das Gewicht gering zu halten. Daher liegen die Ergebnisse nur leicht über den deutlich leistungsstärkeren Vorgängern. Wie sieht es mit dem neuen Convertible Design aus, was natürlich aktiv von Dell beworben wird? In der Praxis spielt es leider kaum eine Rolle, da das Gerät einfach zu groß und zu schwer ist, um es etwa als Tablet zu verwenden. Akku Dell Vostro 3700 .

Abgesehen von ein bis zwei zusätzlichen Stand-Modi bringt die Convertible-Erweiterung bei einem 15-Zoll Notebook unserer Meinung nach kaum Vorteile. Im Gegenteil. Im Vergleich zur "normalen" Version des Inspiron 15 7000 opfert man dafür Leistungsreserven, die bei einem 15-Zoll-Allrounder ggf. mehr Sinn machen.

Unsere Testkonfiguration kostet aktuell 900 US-Dollar, ein 7548 mit Core-i7-CPU, 16 GB Dual-Channel-RAM sowie einer AMD Radeon R7 M270 Grafikkarte kostet lediglich 50 US-Dollar mehr, auch wenn man anstatt der SSD nur eine 1 TB große Festplatte bekommt (die man aber hinterher leicht austauschen kann). Trotz der positiven Eigenschaften des Testgerätes sollte man sich vor dem Kauf auf jeden Fall auch die Konkurrenten genauer ansehen.