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26/09/2015

Notebook Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku

Entspiegelt, Full-HD, starker Intel SoC und eine Grafik von AMD. Der Mix, aus dem Träume gemacht sind? Wir sind auf jeden Fall enttäuscht, Sie auch?
Affordable Windows Laptop. Mehr ist auf der offiziellen Lenovo Seite nicht über den 15-Zoller B50-80 herauszufinden. Geräte, die noch nicht einmal das Idea- oder der ThinkPad Label tragen dürfen, gehören zur Brot- und Butterware des größten PC-Herstellers der Welt. Der Laptop wird derzeit in 18 verschiedenen Konfigurationen angeboten, die preislich von 300 Euro (Pentium, FreeDOS) bis 530 Euro (Core i3, 128-GB-SSD) logieren. Das Einsteigermodell muss zu unterschiedlichen Preisen entweder mit eine IGP-Grafik von Intel auskommen, mit einer AMD Radeon R5 M230 (2 GB) oder eben einer Radeon R5 M330 (2 GB) wie im Testgerät. Die Bestückung unseres Samples mit Core i5 5200U und Radeon R5 M330 kostet 679 Euro und hebt sich damit deutlich von der B50 Unter- und Mittelklasse ab.

Was taugt die Radeon R5 M330 im Vergleich zur älteren R5 M230? Lohnt ein Aufpreis? Kann sich das B50-80 mit seinem schlichten, aber auch billig wirkenden Kunststoff-Look gegen die aufgeputzte Konkurrenz erwehren? Selbige ist für 350 bis 700 Euro breit aufgestellt und bringt ebenfalls Low-End- bzw. Midrange-Grafiklösungen mit.

Was kann das im Markt 679 Euro teure Lenovo B50-80 diesen meistens günstigeren Konfigurationen von Acer und HP entgegenhalten? Ist der Low Voltage Core i5 immer noch stärker als AMDs Carrizo Oberklasse? Ist die Performance der Grafikkarte der Rede wert, oder sollte bei Spiele-Ambitionen einer stärkeren Lösung der Vorzug gegeben werden? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Test.
Es enttäuscht, das Gehäuse mit dem der weltgrößte PC-Hersteller hier seine Kunden beglücken möchte. De facto gehört ein Chassis in dieser schwachen Stabilität, mit den schwammigen Eingabegeräten und der drögen Plastik-Optik/-Haptik zum untersten Standard. HPs Pavilion-15-p008ng hat ebenfalls keine Metallapplikationen, dennoch hat sich der Hersteller mit einer polierten Arbeitsumgebung (erinnert an gebürstetes und eloxiertes Aluminium) und einem silbern lackierten Deckel mehr Mühe mit der Optik gegeben. Beim B50 ist der matte Deckel schnell mit Fingerabdrücken übersät, Schmutz lagert sich in der unregelmäßigen Spalte rund um die Base-Unit ab, und Staub verziert die Rahmung des Bildschirms. Ein Besitzerstolz will mit dem B50 nicht aufkommen, weshalb der Griff zum Putzlappen abwegig erscheint.

Sogar das größere HP-Pavilion 17 überzeugte im Test mit einer wertigeren, stabileren und optisch schöneren Konstruktion. Besitzer des B50 müssen sich Scharniere gefallen lassen, die zwar relativ straff sind, den Deckel aber dennoch deutlich wippen lassen. Er kann auf knapp 135 Grad geöffnet werden. Im Anschlag zieht die Aufhängung sichtbar am vielleicht doch etwas zu schwachen Chassis. Der Deckel kann rückseitig eingedellt und oben anfassend verbogen werden. Die Möglichkeiten sind jedoch beschränkt, die Verarbeitung ist für die Preisklasse von knapp 700 Euro unterdurchschnittlich. Für die Konfigurationen ab 350 Euro ist die Bauart angemessen.

Die Unterschale des B50 ist nach dem Lösen von nur zwei Schrauben leicht zu entfernen. So besteht zwar kein Zugriff auf den Lüfter zwecks Reinigung; die Festplatte, das WiFi-Modul im M.2-Format, die CMOS-Batterie und der Arbeitsspeicher können jedoch getauscht bzw. aufgerüstet werden.
Klassisch ist das B50 bei den Ports aufgestellt. Während Lenovo bei seinen IdeaPads inzwischen den VGA d-Sub weglässt und nur noch HDMI anbietet, ist der Klassiker hier immer noch an Bord. OneLink, der kombinierte Power- und Docking Port von Lenovo, ist nicht eingebaut - schade. Dieser ist bei manchen ThinkPad-Edge-Einsteigern an Bord und bringt dort mit nur einem einzigen Kabel eine Docking-Station als auch Energie an das Notebook.

Den SD-Kartenleser haben wir mit einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II einmal genauer unter die Lupe genommen: Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 88 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei üblichen JPG-Bilddateien etwa 62 MB/s erwartet werden können. Der Kopiervorgang von 250 jpg.-Dateien (je rund 5 MB) dauerte nur 20 Sekunden. Das ist vergleichsweise schnell, langsame Cardreader leisten sich beim Kopieren auf die Festplatte über 30 Sekunden.
Im B50 steckt ein Mini-PCIe-Funkadapter von Intel, das Wireless-AC 3160. Der M.2-Chip unterstützt Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz). Damit sind auf Single-Stream theoretisch 433 Mbit/s brutto möglich. Wir können dem Testgerät eine reichweitenstarke, aber nicht sonderlich stabile Verbindung attestieren. Den 45-Meter-Messpunkt des individuellen Settings des Autors erreicht der 15-Zoller mit 1-2 Balken Signalstärke. Die Verbindung bricht teilweise bereits ab. Die Geschwindigkeiten beim Aufruf von Websites sind beträchtlich vermindert (60 bis 250 Kbit/s). Zum Vergleich: Auf nähere Distanzen wie dem 15-Meter-Messpunkt außerhalb des Gebäudes sind bei 2-3 Balken bis zu 3 Mbit möglich. Websites werden dabei schnell geladen.

Die in den Displayrahmen eingebaute 1,0-Megapixel-Webcam liefert nur sehr bescheidene Ergebnisse. Detailarmut, verwaschene, unechte Farben und starkes Rauschen prägen den Bildeindruck. Die Fotos erzeugen den Eindruck eines Darkroom-Effektes, es sind aber Außenaufnahmen bei hellstem Sonnenschein. Das Mikrofon macht hingegen eine gute Figur, siehe unter Lautsprecher.

Unserem Modell mit Windows-8.1-Betriebssystem liegen weder Treiber-CDs noch sonstiges Zubehör bei. Im Karton befinden sich nach dem 65-Watt-Netzteil nur eine Kurzanleitung und ein Faltblatt mit Garantiekontakten. Die Windows-10-Installation hat sich übrigens gleich gemeldet, hier kann sich der Nutzer für das kostenlose Upgrade anmelden. Ausgeführt haben wir die Installation aber nicht.
Die Wartungsklappe erlaubt einen Zugriff auf die wichtigsten Hardware-Komponenten. Dazu gehören Festplatte (2,5 Zoll, 7 Millimeter), WLAN-Modul M.2 und Arbeitsspeicher (1 von 2 Slots belegt). Der Gehäuselüfter bleibt leider außen vor. Nicht der Akku, der ist klassisch gesteckt. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T400 .

Wie bei Lenovos Einsteigern üblich, kommt das B50 mit lediglich 12 Monaten Garantielaufzeit auf den Markt. Vergleichsweise günstige Erweiterungspakete (Bring-In-Service: 24/36 Monate ab 32/58 Euro) lassen eine Verlängerung dieser Zeitspanne ratsam erscheinen.
Ein dunkles Kapitel bricht bei den Eingabegeräten an. Nicht feedbackstarke Tasten mit einem wohldefinierten Druckpunkt und einem festen, soliden Anschlag erwarten den Schreibenden hier. Vielmehr wippt die gesamte Tastenfläche stark, was einen wabbeligen Anschlag erzeugt. Besonders links ist diese Schwäche deutlich ausgeprägt. Die Tasten haben nur einen geringen Hubweg, der Druckpunkt ist deutlich. Eine konische Wölbung und eine Beleuchtung besitzen die Accu-Type-Tasten nicht, dafür aber einen Standard-Ziffernblock.

Das Touchpad mit seiner haptisch angenehmen Oberfläche ist nicht zu glatt und wirkt nicht schmierig. Die Fläche ist bis in die Ränder sensibel und unterstützt die gängigen Multitouch-Gesten. Die Plastik-Tasten wirken nicht nur billig, sie haben auch einen sehr knappen Hubweg und verschwinden dann noch in ihrer Einfassung. Große Finger drücken beim Tippen öfters auf den Rand und stören sich an der gedrungenen Silhouette. Der deutliche Druckpunkt kommt auf Grund des schwachen Hubs kaum zur Geltung, der Anschlag ist dumpf und eher weich. Je nach Druckposition hört sich das Klick-Geräusch unterschiedlich an - ein Phänomen, das stören kann.
Abhängig von der gewählten Konfiguration stellt das 15,6 Zoll große Display des B50 entweder 1.366 x 768 (HD) oder 1.920 x 1.080 Bildpunkte (FHD) dar, was einer Pixeldichte von 100 respektive 141 ppi entspricht. Schon allein aufgrund der zusätzlichen Arbeitsfläche raten wir zur Wahl von Full-HD, wie sie im Testgerät vorliegt. Non-Glare ist Standard, gleich welche Auflösung gewählt wird.

In puncto Helligkeit (207 cd/m²) und Kontrastverhältnis (556:1) schneidet das FHD-Display allerdings schlecht ab, wie der Blick auf die Konkurrenten zeigt. Bis auf das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G sind alle Vergleichsgeräte in der Tabelle mit einem TN-Bildschirm ausgerüstet. Dies führt für gewöhnlich zu schwachen Kontrasten, aber das Pavilion 17-g054ng mit 948:1 belehrt uns eines Besseren. Der Panelhersteller Innolux gibt 220 cd/² und einen Kontrast von 500:1 an, was sich mit unseren Messungen deckt.

Wichtig ist ebenfalls eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Lichthöfe, die wir dem B50 auch attestieren können. 88 % Ausleuchtung sind ziemlich gut, die meisten Testgeräte liegen bei 80 % und etwas besser.
Vom Farbraum sRGB deckt das Testgerät 60 % ab, von AdobeRGB sind es nur 38 %. Professionelle Grafik- und Fotobearbeiter haben mit diesem Panel sicher keine Freude. Hinzu kommt eine völlig ungenaue Farbdarstellung, das DeltaE liegt bei um die 12. Das ist typisch für die günstigsten TFTs auf dem Markt. Das beherrscht die Konkurrenz teilweise deutlich besser: Das Pavilion 17-g054ng und das Aspire V15 Nitro VN7-571G (IPS) sind in puncto Farben Vorreiter. Beim DeltaE ist der erwünschte Zielzustand ein Wert kleiner drei. Der Wert 5 ist zwar besser als beim Testgerät, jedoch sind Abweichungen von der Farbreferenz bereits mit dem bloßen Auge erkennbar.

Der für TN-Bildschirme typische Blaustich ist beim B50 besonders stark ausgeprägt und auch für ein ungeschultes Auge erkennbar (siehe Graustufen). Dies ist der Auslieferungszustand, eine Kalibrierung konnte die Farbdarstellung verbessern. Das Profil haben wir in obiger Box verlinkt.
Mit dem Lenovo B50 wird der Einsatz bei Tageslicht auf Grund der geringen maximalen Helligkeit erschwert, trotz entspiegelter Oberfläche. Nutzer werden sich einen Schattenplatz suchen müssen, die Anzeige ist ansonsten zu dunkel. Blendeffekte gibt es zum Glück gar keine. Das B50 hat keinen Umgebungslicht-Sensor zum automatischen Anpassen der Helligkeit.
Das FHD-Panel basiert auf der TN-Technik, dieses ist die günstige Mainstream-Variante für Laptop-TFTs. IPS bzw. PLS-Panels ersetzen im Mittel- und hochpreisigen Preisbereich nach und nach die TN-Anzeigen. Bei HP sind IPS-Panels in Full-HD bereits zu den Pavilion Einsteigern für unter 400 Euro vorgestoßen. Diese IPS-Bildschirme haben stabilere Blickwinkel und meistens eine exaktere Farbdarstellung. Unser Testgerät leidet deutlich unter Kontrastverschiebungen und Bildinvertierungen, wenn der Betrachter seitlich oder gar von schräg unten auf die Anzeige blickt.
Lenovos 15,6-Zoller ist als einfaches Multimedia-Notebook konzipiert, zumindest was das optische Laufwerk, das Display und die Anschlüsse angeht. Die inneren Werte mit Core i5 5200U (Broadwell), AMD Radeon R5 M330 und HDD sprechen für einen Allrounder, der mit den vielfältigsten Anwendungen zumindest zufriedenstellend fertig werden sollte.

Die Radeon R5 M330 ist sicherlich ein attraktiver Punkt für viele Käufer, die hin und wieder Games spielen wollen, aber sich vor den hohen Preisen vermeintlicher Gaming Laptops scheuen. Wie wir aber noch zeigen werden, ist das ein Trugschluss. Ähnliche oder sogar bessere 15-Zoller bis knapp 700 Euro bieten teilweise deutlich bessere Spielerlebnisse. Lenovo Thinkpad T500 Ersatzakku .

Andere Konfigurationen gibt es derzeit auf dem deutschen Markt jede Menge. Wer nach Lenovo B50-80 sucht, der erhält derzeit 18 unterschiedliche Konfigurationen, wobei hier die Spanne von Pentium ohne Betriebssystem bis zum Core i7 5500U reicht.
Die Intel Core i5 5200U arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,2 GHz. Mittels Turbo kann sie auf 2,5 GHz (beide Kerne) bzw. 2,7 GHz (ein Kern) beschleunigen. Der Turbo kommt im Netz- als auch im Akkubetrieb zum Einsatz: Die CPU-Tests der Cinebench Benchmarks werden immer mit voller Geschwindigkeit bearbeitet (Multi-Test @2,5 GHz) und erzielen dieselben Scores. Die anderen beiden 5200U-Notebooks kommen meist auf eine identische Punktzahl. Zu einem thermischen Throttling kommt es nicht, zumal wir selbst im Stresstest am SoC nur maximal 80 Grad Celsius messen. An der GPU sind es sogar nur 66 Grad.

Gleiches Taktungsbild bei der Radeon: Sofern für den Batteriebetrieb maximale Leistung eingestellt wird, fährt die Radeon 955 MHz und erzielt unter Akkustrom dieselben Punkte im Shading-Test des Cinebench. Wer akkuschonend einstellt, der erlebt mit 400 MHz eine knapp halbierte Leistung (13,6 statt 21,7 fps).

Der brandneue A10-8700P (Carrizo) liegt nur 30 bzw. 15 % hinter dem i5 5200U. Wer nicht auf das letzte Quäntchen Leistung angewiesen ist, der könnte auch mit einem teilweise deutlich günstigeren APU-Modell glücklich werden.
Die Anwendungs-Performance der PCMark-8-Scores profitiert weniger von der Radeon Grafikkarte, sondern mehr vom schnellen Prozessor. Die APU betriebenen HP 355 G2, Pavilion 15-p151ng und Pavilion 17-g054ng liegen allesamt zurück, wenn auch nur knapp. Dies entspricht dem Nachteil bei der Prozessorgeschwindigkeit. SSD bestückte Notebooks befinden sich nicht im gezeigten Vergleich. Das System mit der stärkstem Grafik, das Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G liegt vier bzw. 10 % vor dem Testgerät, das ist nur eine marginale Differenz. Wenn es um Spiele geht - das werden wir gleich sehen - dann ist diese Differenz gigantisch. Wenn solche keine Rolle spielen, dann macht es für den Käufer kaum einen Unterschied, ob er der kleinen Radeon R5 oder der großen GTX 850M den Vorzug gibt.
Die leise Seagate Festplatte (Typ SpinPoint M8 ST1000LM024) mit einer Bruttokapazität von 1.000 GByte, von denen zirka 865 GB nach Abzug von Recovery Partition und OS zur Verfügung stehen, verrichtet einen gemächlichen Job. Bereits in der Praxis fielen uns relativ zähe, weil lange Ladevorgänge und Programmstarts auf. Die Tabelle mit den Testwerten zeigt dann auch: Read und Write 4K sind sehr schwach und das im Vergleich mit anderen rotierenden Massenspeichern. Die baugleiche SpinPoint M8 im Pavilion 17-g054ng lieferte ähnlich schwache Werte und bestätigt unsere Messung. Das Solid State Hybrid Drive im Pavilion 15-p151ng holt einige Punkte mehr heraus, obwohl die HDD-Benchmarks eigentlich nicht vom Cache profitieren. Dennoch sehen wir z. B. einen exzellenten Write-4K-Durchsatz.
Die Radeon R5 M330 arbeitet im Enduro Verbund mit Intels HD 5500 zusammen, was das automatische Umschalten zur Prozessorgrafik erlaubt. Leider muss nach wie vor, selbst im Modus Höchstleistung (Catalyst-Treiber und Windows Energieeinstellungen), sehr oft manuell die Radeon zugewiesen werden. Dies war bei Benchmarks und Games ein nerviges Prozedere.

Die Radeon R5 M330 besitzt 320 Shader, die per OpenCL für generelle Berechnungen (GPGPU) eingesetzt werden. Technisch ähnelt die GPU der älteren R5 M255, neu sind aber die leicht erhöhten Kerntaktraten. Theoretisch sollte die Radeon mit einem Kerntakt von 1.030 MHz arbeiten, faktisch bildete unser B50 aber bestenfalls 955 MHz ab (Stresstest als auch Benchmarks).

Von der Leistung her ordnet sich die R5 M330 laut 3DMark 11 deutlich unter der Geforce 840M ein. Die Geforce holt sich je nach Test 40 bis 90 % mehr Punkte. Die GTX 850M zieht mit 120 bis 150 % Vorsprung weit davon. Die R5 ist eine Einsteiger-GPU, die je nach Anwendung, Spiel oder Benchmark mehr oder weniger deutlich über der integrierten HD Graphics 5500 liegen sollte. Das Medion Akoya E7416 aus den Vergleich Tomb Raider und Bioshock Infinite zeigt Differenzen von 12 bis knapp 40 % zu Gunsten der Radeon R5.
Die zerklüftete Game-Grafik im Anschluss zeigt deutlich: Das B50 ist kein Gamer. So sollte ein Notebook auch nur genannt werden, wenn wenigstens mittlere Einstellungen in HD-Auflösung flüssig gespielt werden können. Das ist hier nicht der Fall, so manches hardwarehungrige Spiel reißt schon in niedrigen Settings die Hufe hoch und stottert vor sich hin. Hier entstand nicht nur beim Tester der Eindruck, dass oftmals die HD 5500 arbeitet und nicht die Radeon R5. Hier muss der B50 Besitzer tatsächlich aufpassen und Enduro manuell auf Höchstleistung setzen. In einigen Fällen verbesserten sich so die fps, die abgebildeten Werte wurden aber alle mit aktiver Radeon erzeugt.

Wie das Medion Akoya E7416 im Chart zeigt, liegt die Radeon in Tomb Raider und Bioshock Infinite tatsächlich nur 12 bzw. 38 % vor der HD 5500. Bei den Games gab es einige Fälle von Gleichstand, z. B. bei Battlefield Hardline, das wir einmal komplett mit der HD 5500 in allen Settings geprüft haben. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch Titel, die mit der Radeon R5 doppelt so schnell laufen, das ist bei Metal Gear Solid V der Fall (Medium: HD 5000 13,6 fps, Radeon 26,5 fps) aber auch bei F1 2014 (nicht ganz verdoppelt).

Die Radeon R5 M330 hat also für Spieleambitionen schon ihre Berechtigung und kann nicht mit einer HD 5500 ersetzt werden. Tatsächlich muss sich der Anwender aber mit älteren oder sehr anspruchslosen Formaten zufrieden geben, aktuelle Titel machen definitiv keinen Spaß.
Der Lüfter des B50-80 steht im Idle-Modus leider niemals still. Schwache oder kurzzeitige Last bringt das sonore Grundrauschen daher nicht aus der Ruhe. Die Festplatte ist leiser als der Lüfter, weshalb wir hier einen Wert angeben. Die DVD-Wiedergabe ist mit 36 dB(A) relativ leise, aber weiterhin hörbar.

Unter konstanter Last dreht der Lüfter stärker auf. Wir messen einen Schalldruckpegel von 40 dB(A). Der Lüfter arbeitet dabei mit gleichbleibender Geschwindigkeit, welche sich im Stresstest auch noch auf 43 dB(A) erhöht. Letzteres ist aber selten der Fall, selbst ein konstant laufender GPU-Stresstest, wie der Furmark, lässt den Lüfter nur mit 40 dB(A) surren. Ersatzakku Lenovo Thinkpad T61 .

Alles in allem haben wir es mit einem relativ leisen Notebook zu tun, nur im Leerlauf hätten wir bei der relativ schwachen Hardware Pausen der aktiven Lüftung erwartet. Das kann die Konkurrenz besser, gerade wenn wir den Idle-Wert betrachten. Das HP Pavilion 17-g054ng ist hier die Avantgarde, gefolgt vom Aspire V15 Nitro. Diese beiden Notebooks sind auch im Spielebetrieb etwas leiser. 
Im Leerlauf bleibt das B50 ziemlich kühl, der Durchschnitt oben/unten liegt bei gerade mal 27 Grad. Je nach Raumtemperatur kann das aber schwanken. Bei hoher und vor allem konstanter Last für mehrere Stunden messen wir an den Hotspots bis zu 41 Grad Celsius (oben) bzw. bis 43 Grad (unten). Das ist für ein Notebook mit dedizierter Grafik sehr wenig. Da es sich hier um Stresstest-Werte handelt, bei welchem das Maximum aus der Thermik herausgekitzelt wird, sollten diese Werte in der täglichen Praxis, auch bei Games, noch nicht einmal erreicht werden.

Den Stresstest (Prime95 & Furmark 1h) durchläuft das B50 im Netzbetrieb konstant mit 2,5 GHz an der CPU, der i5 geht nicht ins Throttling. Das sollte er auch nicht bei maximal 80 Grad Celsius Kerntemperatur. Mit einem Prime95-Solo liegt die Temperatur sogar nur bei 67 Grad. Die Radeon rechnet konstant mit 955 MHz, sie erfährt also ebenfalls keine Drosselung. 
Die Lautsprecher sitzen über der Handballenauflage und beschallen den Hörer direkt. Im Vergleich mit Speakern, die unter der Handballenauflage sitzen, scheint das ein Vorteil zu sein. Praktisch kommt davon aber nicht viel an, die Bässe fehlen im Spektrum komplett, und differenzierte Höhen gibt es kaum. Es sind also die typischen mittenlastigen Lautsprecher, die das B50 begleiten. Für den Voice Chat genügen sie, für Filme oder Musik empfehlen wir aber Kopfhörer oder Lautsprecher am Kopfhörerausgang. Der ist übrigens wie üblich mit einem Mikrofon-Eingang kombiniert.

Gut gefällt uns hingegen die Aufnahme des Mikrofons (neben Webcam). Die Aufnahme enthält wenig Grundrauschen, Sprache wird klar und deutlich aufgezeichnet. Die geringe Differenzierung durch das Mono-Mikrofon stört kaum, lässt die Stimme aber etwas hart und leicht blechern klingen. Hier kann der Sprecher 50 Zentimeter vor dem B50 stehen oder auch in 2 Metern Entfernung aus dem Fenster schauend sprechen. Die Aufnahme gelingt dennoch mit einem gleichbleibenden Pegel.
Der Energiebedarf des Lenovo B50-80 liegt im Idle-Modus deutlich unterhalb von 10 Watt. Hier unterscheiden sich die Konkurrenten sehr stark, obwohl fast alle mit 15-Watt-SoCs bzw. 15-Watt-APUs bestückt sind. Das Carrizo Modell A10-8700P (12-25 Watt, beim HP auf 15 Watt festgelegt) macht eine Ausnahme und fällt auch gleich mit einem übermäßig hohen Idle-Stromverbrauch negativ auf. Gleiches unternimmt der Kabini Vorgänger A10-5745M, der hier mit 25 Watt den höchsten TDP aufstellt.

Im Stresstest nimmt das Testsystem bis zu 41 Watt auf. Das 65-Watt-Netzteil ist daher passend dimensioniert. 41 Watt sind sehr wenig, wenn wir es mit den stärkeren Aspire V15 Nitro VN7-571G oder Pavilion 17-g054ng vergleichen. Auffällig ist die niedrige Energieaufnahme bei durchschnittlicher Last, das wäre z. B. bei Computerspielen der Fall. Hier sind alle Konkurrenten hungriger. 
Im Idle-Modus erreicht das B50 (32 Wh) eine Laufzeit von nur 4:48 Stunden. Das ist seiner geringen Akkukapazität geschuldet, die Energieaufnahme entspricht der Norm und ist gering. Die Konkurrenz kann das durch die Bank besser, jedes Gerät hat einen stärkeren Akku als unser Testkandidat. Besonders Acer Aspire V15 Nitro und Acer Aspire E5-571G trumpfen auf, sie legen fast 180 % Laufzeit drauf. Der Idle-Modus wird durch den Battery Eater Reader's Test überprüft: Die Anzeige befindet sich auf geringster Helligkeitsstufe, das Energiesparprofil ist aktiv, und die Funkmodule sind abgeschaltet.

Unter Last stellt das B50 den Betrieb nach 83 Minuten ein. Hier sind die AMD Kandidaten etwas schwächer, die Boliden mit den starken Grafiklösungen geben aber wieder den Ton an. Die Laufzeit unter Last haben wir mit dem Battery Eater Classic Test ermittelt: Der Bildschirm arbeitet mit voller Helligkeit, das Hochleistungsprofil und die Funkmodule sind aktiviert.

Den praxisnahen WiFi-Test beendet das B50-80 nach 3:33 h. Damit ordnet sich der 15-Zoller wieder fast an das Ende des Vergleiches, nur das HP Pavilion 15-p151ng hat noch weniger Durchhaltevermögen. Das V15 Nitro steht abermals ganz vorn, kein Wunder bei 52 Wattstunden. Bei diesem Test wird das Aufrufen von Webseiten simuliert. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt (2 Stufen dimmen).

Die Akkulaufzeiten des B50 sind ziemlich schlecht, was vor allem an der sparsamen Kapazität des Akkus liegt. Ein Upgrade bietet Lenovo nicht an, wo sollte ein größerer Akku auch hin, schon jetzt steht er nach unten hin über.
Lenovo legt mit dem B50-80 einen 15-Zoller auf, der stoisch seine Pflicht erfüllt, aber nirgends so richtig auftrumpfen kann. Das billig wirkende Gehäuse ist nicht sonderlich stabil, es hapert an den Spaltmaßen. Besitzerstolz – Fehlanzeige. Enttäuschung ist bei den Eingabegeräten angesagt: Hier machen es uns weder das Touchpad noch die Tastatur recht. Während wir mit den gedrungenen Tasten das Pads noch halbwegs arbeiten können, liefert die Tastatur ein höchst schwammiges Feedback. Eine derart schlechte Tastatur ist selten in einem Notebook verbaut. Zu den Negativpunkten zählen wir auch die Seagate Festplatte, die in der Praxis übermäßig lange Ladevorgänge abliefert.

Thermisch macht Lenovo alles richtig, bei geringen Temperaturen fahren die Komponenten an ihren normalen Leistungsgrenzen (Turbo ausgenutzt und stabil). Das B50 bleibt stets relativ kühl und wird auch bei Stress nicht übermäßig laut. Leider schaltet sich der Lüfter selbst bei längeren Idle-Phasen nicht ab.

Spieletauglich ist das B50 mit der Radeon R5 nicht, meistens sind aktuelle Titel nur in niedrigen Details spielbar. Hier kommt dann die matte FHD-Auflösung nicht zur Geltung, auch wenn das TN-Panel einen brauchbaren Kontrast und eine gleichmäßige Ausleuchtung liefert. Leider stellt es aber (nicht kalibriert) auch einen deutlichen Blaustich bereit. Draußen ist das TFT auf Grund der geringen Luminanz, die im Akkueinsatz nochmals gesenkt wird, fast unbrauchbar.

Viele Vorteile hat es also nicht, das B50, noch nicht einmal der Preis von knapp 680 Euro kann locken. Zu diesem Preis sind die eingeschränkte Spieletauglichkeit und die schlechte Verarbeitung (Chassis, Eingabegeräte) einfach nicht mehr attraktiv. Ersatzakku Lenovo Thinkpad R61 .

Bei einer Konfiguration desselben Chassis für 350 Euro sähe das anders aus. So aber verweisen wir auf Multimedia-Konkurrenten mit besseren Eingabegeräten, teilw. besseren Bildschirmen und stärkeren Grafikkarten.

04:10 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)

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