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10/09/2015

Laptop Ersatzakku IBM ThinkPad T60

Wer mit dem Gedanken spielt, sich das neue HP-Convertible im ungewöhnlichen 15-Zoll-Format zuzulegen, sollte Geduld mitbringen, denn die lahme Festplatte bremst das System unnötig aus. Auch ein hochwertiger Screen sollte nicht auf der Prioritätenliste stehen. Aber zum Glück gibt es auch Positives zu berichten.
Neben Toshiba und Asus ist HP einer der wenigen Hersteller, der schon seit geraumer Zeit immer wieder Convertibles mit einem um 360 ° umklappbaren Touchdisplay auch im für diese Klasse ungewöhnlichen 15-Zoll-Format anbietet. Die Konstruktion erlaubt eine alternative Nutzung als Tablet, wobei sich Tastatur und Touchpad dann an der Unterseite befinden, was trotz automatischer Deaktivierung gewöhnungsbedürftig ist. Ein weiterer Vorteil des Konzepts sind die verschiedenen Modi zwischen den beiden Endzuständen. So können die 360-Grad-Convertibles z. B. wie ein Zelt aufgestellt werden, zudem lässt sich der Neigungswinkel bei der Verwendung als Tablet auf dem Tisch genau an die Bedürfnisse anpassen. HP preist auf seiner Seite zu den x360-Notebooks verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen und Ausstattungsvarianten an. Das Testgerät mit dem "15-w" im Namen wird offenbar zurzeit nur in der uns vorliegenden Variante angeboten, obwohl HP etwas versteckt von einem optionalen Full-HD-IPS-Screen spricht.

Noch seltener als das nur begrenzt mobile 15-Zoll-Format ist bei dieser Notebookklasse eine dedizierte Grafikkarte wie die im Testgerät verbaute Nvidia GeForce 930M anzutreffen. In der Regel wird auf eine On-Chip-GPU gesetzt und so einer möglichst flachen Bauform und dem potenziell geringeren Gewicht der Vorzug gegeben. Leistungsmäßig über der Grafikkarte der unteren Mittelklasse rangiert der Hyperthreading-Dualcore Intel Core i5-5200U, der von nicht eben üppigen 4 GB Single-Channel-RAM unterstützt wird. Auch sonst gewinnt die Ausstattung keine Preise, als Beispiele seien die nur 500 GB fassende, herkömmliche Festplatte sowie die eingeschränkte Anschlussvielfalt zu nennen. Punkten kann der Notebook-Akrobat hingegen, wie auch schon die von uns getesteten Vorgänger wie das HP Envy 15-u001ng x360, mit einem schicken Metallgehäuse.

Alle Vergleichsgeräte für diesen Test setzen auf dasselbe Gehäusekonzept. In ähnlichen Preis- und Gewichtsregionen rangieren die beiden schon älteren, inzwischen aber mit aktualisiertem Broadwell-Innenleben erhältlichen Asus-Convertibles Transformer Book Flip TP500LN und TP550LA-CJ070P. Dazu gesellt sich der leichtere 14-Zöller Lenovo Yoga 3 14 mit Nvidia 940M und SSD für rund 1.000 Euro sowie das im August 2014 mit rund 1.250 Euro erheblich teurere Toshiba Satellite Radius 15 P50W-C-102, das ebenfalls über eine SSD verfügt. Während im Testgerät und im Transformer Book TP550LA TN-Panels mit 1.600 x 900 bzw. 1.366 x 768 Pixeln ihren Dienst verrichten, sind die anderen Convertibles mit Full-HD-IPS-Bildschirmen ausgestattet.
Wir können uns nicht festlegen, ob das Gehäuse des immerhin 2,3 kg schweren HP Envy 15 x360 tatsächlich aus Aluminium besteht oder nur mit entsprechenden Oberflächen versehen wurde. Look & Feel sowie die hohe Verwindungssteifheit sprechen für die erstgenannte Annahme. Auf jeden Fall hinterlässt das silberne, dezente Brushed-Metal-Finish (HP: "Horizontales Haarlinienmuster"), das die Oberseite der Base sowie den Deckel ziert, einen sehr edlen Eindruck und ist zudem kaum empfänglich für Fingerabdrücke. Dominiert wird die Optik durch die HP-typischen, konsequent abgerundeten Ecken, die sich überall am Gehäuse wiederfinden. 
Die farblich identische Wanne zieht sich bis bis zur Oberkante der Base hoch und bildet deren äußeren Abschluss. Darin eingelassen ist eine die Tastatur umgebende Platte, die entfernt werden kann, wenn man einige Schrauben an der Unterseite löst. Hier zeigte sich der einzige, kaum nennenswerte Verarbeitungsmangel, den wir feststellen konnten, denn die Abdeckung ist nicht hundertprozentig sauber eingepasst. Der angenehm steife und bei ruckartigen Bewegungen nur kurz nachschwingende Deckel lässt sich gerade noch mit einer Hand öffnen, die Base verliert dabei aber schon die Bodenhaftung. Klappt man den Deckel um 315 ° um und legt das Convertible auf die Tastatur, nimmt der Touchscreen einen ergonomischen Winkel von 45 ° zum Tisch ein (Stand-Modus) und lässt sich so sehr gut bedienen. Hier bewähren sich die etwas stramm eingestellten, solide wirkenden Scharniere: Tippt man sanft auf dem Bildschirm herum, schwingt dieser allenfalls geringfügig nach.

Wie im Hinblick auf die flache Bauweise nicht anders zu erwarten war, muss man sich in Sachen Anschlüsse mit dem Mindeststandard zufrieden geben. Immerhin hat es für einen Gigabit-Ethernet-Port sowie 2 x USB 3.0 (rechts) und 1 x USB 2.0 gereicht. Auf der wichtigeren rechten Seite befinden sich alle Anschlüsse hinten, sodass eingesteckte Kabel und USB-Sticks etwa bei der Benutzung einer externen Maus weniger stören.

Wer die Windows-Taste vermisst, findet das Knöpflein rechts zwischen USB- und Audio-Port, während der On/Off-Button ganz hinten links und die Lautstärkewippe zusammen mit dem SD-Kartenslot links vorne angebracht sind. Die Zusammenarbeit mit der externen USB-3.0-Festplatte des Autors gelang nicht optimal. Selten kamen wir überhaupt nur in die Nähe sonst üblicher Übertragungsraten beim Kopieren großer Dateien von knapp 100 MB/s.

Auf Dualband-WLAN sowie den aktuellen ac-Standard ("Gigabit-WLAN") muss man leider verzichten; das eingebaute Modul Realtek RTL8723BE beherrscht nur das oft stark überlaufene 2,4 GHz-Band und die Standards 802.11b/g/n. Im individuellen Testsetup des Autors präsentierte das Envy eine eher durchwachsene Leistung und konnte das maximale Übertragungstempo der DSL-Leistung bei zunehmender Entfernung vom Router durch ein Treppenhaus nicht so lange aufrechterhalten wie die meisten anderen Notebooks. Zudem kam es zu ungewöhnlich starken Schwankungen des Durchsatzes. Für besonders grenzwertige WLAN-Empfangsbedingungen können wir unseren Kandidaten nicht empfehlen, unter normalen Bedingungen sollten aber keine Probleme auftreten.

Neben dem obligatorischen Netzteil finden sich im schlichten Karton nur noch die üblichen Einrichtungs- und Supporthinweise. Auf der HP-Produktseite findet sich allerlei Zubehör, aber keines, das speziell für das Testgerät entworfen wurde. Erstehen kann man dort u. a. eine weiße HP Spectrum Hülle, 15,6 Zoll für 24,99 €. 
Wie schon unter "Gehäuse" erläutert, muss die eingelassene Oberseite der Base entfernt werden, wenn man an die Innereien herankommen möchte. Dazu müssen mindestens vier freiliegende Schrauben an der Unterseite gelöst werden, es kann aber sein, dass sich unter einigen Gummikappen und den Füßen noch weitere befinden. Auch der Akku ist nicht zugänglich. Man darf sich also schon bei einfachsten Wartungsarbeiten entscheiden, ob man entweder einen kostenpflichtigen Herstellerservice in Anspruch nimmt oder selbst zum Schraubendreher greift und so Gewährleistung und Garantie aufs Spiel setzt. Ersatzakku Lenovo IdeaPad Z560 .

HP bietet "ein Jahr eingeschränkte Garantie auf Teile, Arbeitszeit und Abhol- und Lieferservice". Erwirbt man ein HP Care Pack für stolze 117,81 €, verlängert sich der Zeitraum um ein Jahr, in dem auch Zusatzleistungen wie Telefonsupport zur Verfügung stehen.
Seine ungewöhnliche Breite lässt zunächst vermuten, dass es sich beim tastenlosen Clickpad um ein HP Control Zone Trackpad mit mehreren Zonen handelt, dem ist aber nicht so, denn die in diesem Video beschriebenen Sonderfunktionen fehlen. Stattdessen kommt ein von vielen Notebooks bekannter Synaptics-Treiber zum Einsatz, der ausreichende Konfigurationsmöglichkeiten für Gesten mit bis zu vier Fingern mitbringt. Am äußeren Rand gibt es einen recht breiten Bereich, der nicht mehr berührungsempfindlich ist. Die tatsächlich nutzbare Fläche verringert sich dadurch deutlich.

Am Gleitverhalten der fast völlig glatten Oberfläche hatten wir auch bei leicht feuchten Fingern nichts auszusetzen. Auch schnelle Bewegungen wurden nachvollzogen, Drag & Drop durch Doppeltipp und Halten funktionierte einwandfrei, Präzision und Ansprechverhalten boten keinen Anlass zur Klage. Das gilt ebenso für die kurzhubigen, eher weich abgestimmten Ersatz-Maustasten mit ihrem gut spürbaren Druckpunkt.
Der technisch einwandfrei funktionierende Touchscreen erkennt bis zu zehn Berührungen gleichzeitig, setzte dem nicht völlig trockenen Finger des Testers beim Darüberstreichen aber einen sehr unangenehmen Reibungswiderstand entgegen. Die Haut haftete gleichsam am Glas und wollte den Bewegungen des Fingers nicht so recht folgen. Da die Oberfläche dem Tester die Fingerbedienung (von einfachem Tippen abgesehen) komplett vermiest hat, gibt es einen Abzug in der Teilnote.

HP spendiert dem Envy 15 x360 eine optisch perfekt angepasste, silberne Inseltastatur mit flachen, rutschhemmenden Tasten, die nur über einen geringen Hub und einen minimal abgefederten Anschlag verfügen. Der knackige, ausreichend weit vom Anschlag entfernte Druckpunkt vermittelt ein deutliches Feedback. Haut man in die Tasten, äußert sich das Anschlaggeräusch in einem Klacken, das bei den größeren Keys lauter ausfällt als bei den kleinen. Auffallend laut ist das Keyboard zwar nicht, eignet sich aber nur eingeschränkt für lärmsensible Umgebungen.

Durchbiegen lässt sich die Konstruktion mit realistischem Kraftaufwand nicht. Die Beschriftung der in der Standardeinstellung als zweite Belegung über die Fn-Taste erreichbaren Funktionstasten mit "F1" bis "F12" ist viel zu winzig ausgefallen. Ungleichmäßig wirkt die einstufige, weiß-bläuliche Tastaturbeleuchtung, die den Kontrast der eigentlich dunklen Beschriftungen nur in wirklich dunklen Umgebungen erhöht.

Obwohl gerade im Tablet-Modus eine gute Blickwinkelstabilität gefragt wäre, hat HP sich für ein (spiegelndes) TN-Panel entschieden, was in dieser Hinsicht keine großen Hoffnungen aufkommen lässt. Die noch akzeptablen 1.600 x 900 Pixel (16:9) ergeben, verteilt auf 15,6 Zoll, nicht mehr ganz zeitgemäße 118 ppi. An der Bildschärfe hatten wir aus dem üblichen Betrachtungsabstand von etwa einem halben Meter nichts auszusetzen. Nähert man sich dem Bildschirm weiter, wirkt die Darstellung aber teilweise etwas pixelig.

Auch in Sachen Helligkeit kommt keine Freude auf. Wir erwarten selbst bei günstigeren Notebooks als dem Testgerät eine Helligkeit von mindestens 200 cd/m2, die vom eingesetzten Display allerdings überwiegend verfehlt wird. Von unseren Vergleichsgeräten ist nur das Transformer Book Flip TP500LN noch dunkler; eine sehr gute Helligkeit bietet nur das Toshiba. Wie eingangs erwähnt, besteht die Möglichkeit, auf eine Full-HD-IPS-Variante auszuweichen. Wohl nur theoretisch, denn aktuell fehlen vergleichbare Angebote. Obwohl die gemessene Ausleuchtung mit 82 % nur mittelmäßig ausfällt, sind uns auf einem schwarzen Bild keine Wolken oder Screen Bleeding aufgefallen.
Einer der wenigen möglichen Vorteile von TN-Panels ist ein niedriger Schwarzwert. Leider patzt das Display auch hier. Die viel zu hohen 0,51 cd/m2 decken sich mit dem Eindruck, dass von wirklich sattem Schwarz kaum die Rede sein kann. Aus der geringen Leuchtkraft ergibt sich zusammen mit dem zu hellen Schwarz ein überaus bescheidener Kontrast von nur 359:1. Das schon erwähnte Toshiba kommt auf 1.172:1. Unser Yoga 3 ist zwar nicht das hellste Gerät, schafft aber aufgrund des sehr niedrigen Schwarzwertes von 0,21 cd/m2 ebenfalls ausgezeichnete 1.138:1.

In einem massiven Blaustich resultiert die TN-typisch schlechte Farbdarstellung mit durchschnittlichen DeltaE-Werten von bis zu 14. Abhilfe könnte das im Kasten verlinkte ICC-Profil schaffen. Werfen wir noch einen Blick auf die zumeist nur für engagierte Bildbearbeiter relevante Farbraumabdeckung. Die selbst für TN-Verhältnisse sehr schwachen 34 % des großen AdobeRGB-Farbraums (sRGB: 54 %) runden das insgesamt niederschmetternde Bild vom Screen ab.

Das Testgerät ist aufgrund des Gewichts und der Größe nicht unbedingt für den Einsatz im Freien prädestiniert. Falls doch mal ein Außeneinsatz auf der Agenda steht, sollte man sich zumindest an hellen Tagen auf eine Geduldsprobe einstellen, denn die geringe Helligkeit zeichnet zusammen mit der stark spiegelnden Oberfläche für eine schlechte Ablesbarkeit verantwortlich, die sich nur durch eine sehr sorgfältige Positionierung vermeiden lässt.

Wie man an unserer Collage erkennen kann, haben wir es hier mit einer katastrophalen Blickwinkelstabilität zu tun, bei der selbst nur vertikal verschobene Einblickwinkel nicht nur einen ungewöhnlich starken Abfall von Kontrast und Helligkeit nach sich ziehen, sondern sich sogar schon in verfälschten Farben niederschlagen. Schaut man von oben oder unten auf den Bildschirm, gerät die Darstellung vollends zu einem schlechten Witz. Insbesondere in Hinblick der aufgrund des speziellen Scharnieres zahlreichen Einsatzmöglichkeiten, trifft die Wahl dieses Displaytyps bei uns auf Unverständnis.

Der sparsame Intel Core i5-5200U mit zwei physischen Kernen, Hyperthreading und einen Takt von 2,2 - 2,7 GHz ist einer der verbreitetsten Broadwell-Prozessoren und eignet sich wegen seiner niedrigen TDP von 15 Watt auch für kompakte und flache Note- bzw. Ultrabooks und Convertibles. Durch die neue 14-Nanometer-Fertigung und kleine Verbesserungen der Architektur verbraucht die CPU im Vergleich mit dem direkten Haswell-Vorgänger i5-4200U (2 x 1,6 - 2,7 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) bei auch wegen der etwas höheren Frequenzen um 5 bis 15 % gesteigerter Leistung weniger Energie. Sie integriert die sparsame Intel HD Grafik 5500, die dank Optimus-Technologie automatisch für weniger anspruchsvolle (2D-)Grafikberechnungen genutzt wird.

Bei Auslastung beider Kerne liegt der spezifizierte Maximaltakt bei 2,5 GHz, die in unserer Cinebench-15-Schleife auch durchgehend gehalten wurden. So stellt man sich eine perfekte Turbo-Ausnutzung vor. Demzufolge liegt die gemessene Leistung exakt auf dem erwarteten Niveau. Das zeigt schon das Diagramm unten, denn die Geräte im Feld sind alle mit diesem Prozessor oder dem vergleichbaren i5-4210U ausgestattet, der erwartungsgemäß minimal zurückfällt. Ohne Stromnetz ändert sich an der Leistung nichts. Ersatzakku IBM ThinkPad T60 .

Es mag sich zumindest in den etwas erratischen Ergebnissen des ohnehin nur begrenzt zuverlässigen PCMark 8 nicht niederschlagen, aber subjektiv hat das HP Envy 15-w000ng x360 den Tester vor allem wegen seiner für heutige Verhältnisse sehr zähen Bedienung enttäuscht. Schuld ist die unterirdische Performance der herkömmlichen HDD, auf die wir unten näher eingehen. Immer wieder kam es zu nervigen Verzögerungen. Leider verfügt das Envy auch nur über 4 GB RAM, sodass häufiger auf die Auslagerungsdatei zugegriffen werden musste, was das System zusätzlich ausbremste.

Lässt man den PCMark 8 außer Acht, sticht besonders der Score des Asus Transformer Book Flip TP500LN ins Auge. Der liegt trotz vergleichbarer Kernkomponenten inklusive herkömmlicher Festplatte satte 56 % über dem des Testgerätes. Das Lenovo Yoga 3 profitiert ganz klar von seiner SSD. Somit wird unser subjektiver Eindruck vom PCMark 7 bestätigt.

Eine desaströse Vorstellung liefert die verbaute Hitachi Travelstar Z5K500 mit bescheidenen 500 GB Kapazität und 5.400 rpm ab. Nachvollziehbar ist das nicht, denn in anderen Notebooks schafft die Platte teilweise erheblich höhere Übertragungsraten. Wir haben auch keinerlei Einstellungen gefunden, die Einfluss auf die HDD-Performance haben könnten. Bremst hier vielleicht der nicht abschalt- aber durchaus deinstallierbare HP 3D DriveGuard? Schaut man sich die durchschnittliche sequenzielle Leseleistung laut HD Tune an, platziert sich die HDD unter den langsamsten vier Modellen, die wir in den letzten zwölf Monaten gemessen haben. Im Aldi-Notebook Medion Akoya E7416 kommt die Platte auf immerhin 90 MB/s.

Bei den anderen Werten orientieren wir uns am CrystalDiskMark 3.0, der uns weiter durch das Tal der Tränen begleitet. Wichtig für OS- und Programmstarts ist die Leistung beim Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke (4K Read), und auch hier reicht es im selben Feld wieder nur für einen Platz unter den letzten drei Geräten. Beim 4K-Einlesen mit mehreren Threads gleichzeitig (4K QD32 Read) sieht es kaum besser aus. Vergleicht man die HDD-Performance des Testgerätes mit der der Vergleichsgeräte im Test, kann sich jedes einzelne in jeder Disziplin mit teilweise erheblichen Vorsprüngen absetzen.
Bei der Nvidia GeForce 930M (GM108-Chip) handelt es sich um eine Grafikkarte der unteren Mittelklasse aus der aktuellen Generation, die ebenso wie die ihr sehr ähnliche, aber höher taktende und etwas schnellere 840M auf der Maxwell-Architektur basiert und DirectX 11 beherrscht. Unser Testgerät bringt den maximalen Speicherausbau von 2 GB dediziertem, mit 1.800 MHz taktendem DDR3-RAM mit, das über einen 64 Bit schmalen Bus angebunden ist. Dank integrierter PureVideo HD Video-Engine (VP6) verschluckt sich die 930M auch an 4K-Videos nicht. Obwohl unser Exemplar laut GPU-Z mit 928 MHz (Turbo: 941 MHz) getaktet sein soll, kamen die Takte im FurMark-Stresstest nicht über 900 MHz hinaus.

Die mit den 3DMarks 11 und 2013 gemessene Performance liegt genau auf dem Niveau, das auch die wenigen bisher gemessenen 930M-Karten in anderen Notebooks erreichen. Während die Intel HD 4400 im Asus Transformer Book Flip TP550LA-CJ070 im 3DMark 11 mit einer Minderleistung von 59 % weit zurückfällt, kann die 940M im Lenovo Yoga 3 sich einen kleinen Vorsprung herausarbeiten. Von den Benchmarks des 3DMark (2013) passt am besten Cloud Gate zur Leistungsklasse der 930M. Hier liegt sie mit der 840M im Asus Transformer Book Flip TP500LN und der 940M im Yoga auf Augenhöhe. Im Akkubetrieb vermindert sich die Performance nicht.

Aktuelle, grafisch anspruchsvolle Titel bewältigt die 930M im HP Envy 15-w000ng x360 allenfalls in mittleren Presets bei 1.366 x 768 Pixeln. Grafikkracher wie The Witcher 3, Evolve oder das extrem leistungshungrige Assassins Creed: Unity werden selbst in den hässlichen Minimaleinstellungen kaum noch flüssig dargestellt. In hohen oder höchsten Einstellungen bei 1.366 x 768 oder Full-HD kann man etwa Games wie F1 (2014), die Fifa-Titel oder das beliebte Dota 2 zocken. Welche Spiele auf welchen mobilen Grafikkarten flüssig laufen, kann man in unserer FAQ-Sektion nachlesen.
Unabhängig vom gewählten Energiesparprofil läuft der Lüfter des HP Envy 15 x360 immer, ist im Idle-Betrieb aber erst herauszuhören, wenn man sich dem Gerät auf mehr als vielleicht 50 cm nähert. Nach Aktivierung des Profils "Höchstleistung" erzeugten wir mittels Prime95 eine dauerhaft hohe CPU-Auslastung, die nach etwa eineinhalb Minuten zu einer ruckartigen Erhöhung der Drehzahl führte. Nun war auch aus größerer Entfernung deutlich ein Rauschen zu vernehmen, das den Tester kaum störte und sich nach Zuschaltung von FurMark nochmals steigerte, ohne wirklich lästig zu werden. Da auch keine Nebengeräusche auftraten, konnte sich der Autor mit der Geräuschkulisse gut anfreunden. Die anderen Convertibles im Feld sind im Idle-Betrieb ähnlich leise, werden bei maximaler Last aber vom Testgerät übertönt.
Geht man davon aus, dass das Notebook am ehesten auf dem Tisch steht, wenn fordernde Spiele und Software zum Einsatz kommen, spielen die Temperaturen an der Unterseite, wo stellenweise schon recht warme 41 °C gemessen wurden, keine große Rolle. Wichtiger ist hier die Handballenablage, die in keinem Lastzustand über angenehme 31 °C hinauskam. Hält man das Envy 15 x360 im Tablet-Modus in der Hand und berührt dabei die Keyboard-Fläche, wird man maximal mit Körpertemperatur konfrontiert.

Auch die verschärfte und schon unrealistische Auslastung der CPU mit dem Stresstest Prime95 konnte die bis hierhin perfekte Turbo-Ausnutzung nicht aus dem Tritt bringen, wieder lagen die Takte wie festgenagelt bei der Zwei-Kern-Turbofrequenz von 2,5 GHz. Über völlig harmlose 69 °C kam die Temperatur dabei nicht hinaus. Die stieg zwar nach Zuschaltung des GPU-Stresstests FurMark auf bis zu immer noch unkritische 86 °C an, der Prozessor verharrte aber trotzdem bei — wer hätte es gedacht — 2,5 GHz. Besser geht's nicht.

Mit einer besonders hohen Maximallautstärke kann das Envy nicht aufwarten, für die Beschallung kleinerer Räume reicht es aber. Das Klangbild bei der Wiedergabe verschiedener Musikstücke (Preset: Musik) präsentierte sich wohl auch dank Bang & Olufsen Sound durchaus ausgewogen, nur selten leicht schrill und trotz der physikalisch bedingten Unfähigkeit der Speaker, echte Bässe zu produzieren, sogar einigermaßen dynamisch. Die erforderliche Kompression sorgt allerdings besonders bei Songs mit hohem Dynamikumfang für eine ein wenig gequetscht klingende Wiedergabe. Die Fläche der Madonna-Songs vom Album Ray Of Light konnten die Speaker nicht reproduzieren. Alles in allem schlug sich das Envy bei Musik, Filmen und Games so gut, dass nicht sofort der Ruf nach externen Wiedergabegeräten laut werden dürfte.
Zieht man gleich große Notebooks mit dem i5-5200U als Vergleichsbasis heran, ergibt sich je nach Lastzustand ein etwas uneinheitliches Bild des Stromverbrauchs. Auf jeden Fall sind 0,3 Watt im Standby zu viel. Bei Idle min sowie Idle avg gehört unser Envy 15 x360 zu den sparsamsten Geräten und ordnet sich bei den übrigen Lastzuständen im Mittelfeld ein. Von den Vergleichsnotebooks fällt vor allem das Asus Transformer Book Flip TP500LN durch seinen vergleichsweise hohen Verbrauch auf. Das 65-Watt-Netzteil hat genug Reserven, um das Testgerät auch beim Spielen noch nebenher aufzuladen.
Schauen wir uns zunächst die Akkukapazitäten der Notebooks im Test an: Envy 48 Wh, Yoga 47 Wh, Radius 45 Wh, TP500LN 48 Wh, TP550LA 38 Wh. Vergleichbar mit dem Testgerät sind also die ersten drei. Im Idle-Betrieb holt unser Envy 15 x360 mit einem sehr guten Ergebnis den zweiten Platz. Hier und auch unter Last fällt das TP500LN mit auffällig kurzen Laufzeiten aus der Reihe. Den praxisnahen WLAN-Test nach dem neuen Verfahren (Wie wir testen) kann das Envy mit sehr knappem Vorsprung für sich entscheiden. Insgesamt kann man dem Testgerät mit Ausnahme der mittelprächtigen 107 Minuten unter Last auch im Gesamtvergleich sehr gute Akkulaufzeiten attestieren.
Das Highlight des flexiblen Convertibles HP Envy 15-w000ng x360 ist zweifellos sein repräsentatives, solides und gut verarbeitetes Gehäuse. Wenn man von der gleitfeindlichen Oberfläche des Touchscreens absieht, wissen auch die Eingabegeräte zu überzeugen. Leider vermiest einem der auch insgesamt unterirdische Bildschirm die Nutzung im Tablet-Modus, wo die praktisch nicht vorhandene Blickwinkelstabilität besonders wichtig gewesen wäre. Viel besser schaut es dann wieder mit der gemessenen (!) Leistung aus. Die Turbo-Ausnutzung gelingt perfekt, die Kerntemperaturen bleiben niedrig, die Geräuschkulisse unter Last ist zwar nicht ganz ohne, stört aber kaum. Dank dedizierter GeForce 930M kann man auch viele aktuelle Spiele mit grafischen Einschränkungen zocken.
Eine Kaufempfehlung können wir für das Envy 15 x360 in der uns vorliegenden Ausstattung nicht aussprechen. Zu groß sind die Einschränkungen des eingesetzten Displays und der langsamen Festplatte. Ersatzakku Lenovo ThinkPad T410 .

Als Alternative raten wir spielfreudigen Interessenten stattdessen zum nicht viel teureren, mobileren und mit einem IPS-Full-HD-Monitor sowie der schnelleren GeForce 940M und einer SSD ausgestatteten 14-Zöller Lenovo Yoga 3 in der Variante 80JH0035GE. Das hat zwar trotz ordentlicher 81 % Gesamtwertung auch einige Macken, dürfte dem Besitzer aber mehr Freude machen als das Envy. Wenn man sich die Wertungen der Convertibles im Test so anschaut, besteht offensichtlich nicht nur bei HP Verbesserungsbedarf.

13:41 Publié dans Perso | Lien permanent | Commentaires (0)

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