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29/05/2015

Kaufen Akku Asus U36SD

Dünn, elegant und schnittig - die optischen Attribute des S7 lassen keinen Passanten an Acers Premium-Serie vorbeigehen. Überzeugt die teure Top-Ausstattung mit WQHD-Display und SSD-RAID unter dem Strich? Wir überzeugen uns in diesem ausführlichen Testbericht.
Mit dem Aspire S7 begann Acer im Jahr 2012 eine Premium-Serie, die ihren Namen redlich verdient hatte. Das dünne, aber dennoch feste wie stabile Gehäuse suchte seinesgleichen, und die schmale Silhouette des 13-Zollers beeindruckte Tester wie Kundschaft gleichermaßen. Nach der ersten Generation mit Ivy Bridge SoC (Aspire S7 391, 2012) rüsteten der Hersteller Ende 2013 auf Haswell und WQHD-Bildschirm um. Die Veränderungen am Gehäuse waren marginal, die Kapazität des Akkus wurde aber erhöht. Heute steht das S7 komplett unverändert vor uns, das Gehäuse ist also ident mit dem 2013er Modell. Never change a winning team? Wir werden sehen.

Auf Grund der großen Zeitspanne zwischen den Tests werden wir die Verarbeitung und die Eingabegeräte erneut im Detail betrachten, genauso wie die brandneuen technischen Errungenschaften. Namentlich sind dies der Broadwell Prozessor Core i7-5500U, der mit einer unveränderten Kapazität von 47 Wattstunden haushalten muss.

Im aktuellen Marktumfeld sind die Konkurrenten in unserer Top 10 Subnotebooks bzw. Ultrabooks zu finden: Apples MacBook Air 13 2014 gehört ebenso in diese Riege wie das Dell XPS 13-9343 und das Asus Zenbook UX303LN. Alle drei Konkurrenten sind leichte 13-Zoller mit einer sehr hochwertigen, attraktiven Verarbeitung. Bis auf das Air 13 (Broadwell Version derzeit im Test) werkelt Intels neue Broadwell SoC in den Geräten, und die Auflösung des TFTs liegt wenigstens bei WQHD (2.560 x 1.440).

Was hat unser Testgerät für 1.500 Euro zu bieten? Kann es mit dem erfolgreichen Dell XPS 13-9343 (2015) gleichziehen? Oder ist es gar besser?
Das Gehäuse ist trotz seiner flachen Beschaffenheit (Höhe maximal 13 mm plus 2 mm für Standfüße) sehr stabil. Die Base Unit ist nahezu steif wie ein Brett, weder längs noch diagonal können wir mit normaler Kraftanstrengung das Chassis nennenswert verbiegen. Dies erreicht der Hersteller durch ein B-Cover aus dickem Aluminium, das an den Rändern noch eine Verstärkung aufweist bzw. dort eine stabilisierende Kante besitzt. Letztere hat aber einen Nachteil: Die vordere und die seitlich aufgestellten Enden sind scharfkantig. Der Look hat zwar optisch seinen Reiz, aber im Alltag seine Schattenseiten.

Der Deckel besteht aus einem Aluminiumrahmen, in den rückseitig Gorilla Glas II als versteifende Fläche eingesetzt wurde. Dieses sorgt für Schmierfinger, aber auch für eine hohe Festigkeit. Ein Verwinden des Deckels gelingt nur im begrenzten Maße, wobei keine Druckstellen auf dem Panel sichtbar werden. Einfacher Druck auf die Deckelrückseite führt allerdings schnell zu kleinen Druckstellen, was im Alltagseinsatz aber nicht störend wirkt.

Die Arbeitsumgebung ist nicht vollkommen plan, die Tasten liegen in einer Vertiefung. Diese sorgt für einen ebenen Abschluss der Tastenoberkante mit der Arbeitsfläche. Ein wichtiges Detail, denn das Displaypanel liegt bündig auf der Arbeitsfläche auf. Damit das Touchpanel nicht durch Tasten zerkratzt wird, umsäumt den TFT-Rahmen eine schmale Gummilippe. Diese ragt aber nicht aus der ebenen Fläche heraus. Kann das so überhaupt Kratzer verhindern und seinen Zweck erfüllen?

Beim Schließen des Deckels berühren sich nach unserem Ermessen der Alu-TFT-Rahmen und die Arbeitsumgebung. Hier könnten nach einiger Zeit Abschürfungen entstehen. Nutzer sollten von daher auf jeden Fall das beigelegte Poliertuch immer auf die Tasten legen. Denn selbst wenn Acer hier auf den Zehntel Millimeter genau gefertigt hat, der Abstand zwischen Panel und Tasten ist extrem gering. Bereits die erhöhte Blindschreiber-Markierung könnte die Anzeige berühren.

Acer hat einen Doppellüfter eingebaut. Der eine Lüfter saugt kühle Luft an (kleine Öffnung), der andere bewegt die erwärmte Luft über den Wärmetauscher nach außen (große Öffnung). Ob das bei Lautstärke und Abwärme Wirkung zeigt, ermitteln wir im Kapitel zu den Emissionen. Akku Asus A42-G73 .

Das S7 hat keine Wartungsklappen, der Akku ist fest integriert. Viel zu erweitern oder tauschen gibt es auch nicht. Die SSD (256 GB im RAID 0, als 2x 128 GB erkannt) steckt am mSATA-Port. Der Arbeitsspeicher (2x 4 GB) ist onboard.
Nach HDMI, USB 3.0 und DisplayPort hört die Auflistung der Anschlüsse noch nicht auf, denn weitere Steckplätze werden per Adapter bereitgestellt: Dem S7-393 liegt ein DisplayPort-Adapter bei, der aber drei Anschlüsse bietet: VGA-Ausgang, Fast-Ethernet-Steckplatz und USB 2.0. Die Verteilung der Steckplätze des S7-393 ist gelungen: Alle Anschlüsse befinden sich an den hinteren Enden beider Seiten. Die Bereiche neben der Handballenablage bleiben frei, z. B. für eine Eingabe-Maus.
Der Dual-Band-Chip von Intel funkt im individuellen Setting des Autors bis zur 40-Meter-Markierung problemlos. Die Geschwindigkeit bricht zwar etwas ein, wir können jedoch unterbrechungsfrei weitersurfen. Das machen nicht alle Test-Notebooks mit. Ethernet wird über den beigelegten Dongle angeboten, Bluetooth 4.0 ist natürlich auch an Bord. Auf eine moderne wie nützliche Premium-Dreingabe wie NFC hat der Hersteller verzichtet. Ein TPM-Modul, wie noch beim Vorgänger, ist nicht mehr an Bord.
Neben einem Schnellstartposter, einer Kurzanleitung und einem Handbuch mit Garantieinformationen liegt dem Aspire eine Notebook-Hülle bei. Hinzu kommt das RJ45-, USB- und VGA-Dongle für den DisplayPort.
Das S7 verfügt nicht über eine Wartungsklappe. Der Zugriff ist aber trotzdem möglich, das war auch schon beim Vorgänger so. So müssen die 11 Torx-Schrauben auf der Unterseite entfernt werden, dann ist die Unterschale abnehmbar. Jetzt wird die SSD sichtbar, die als einzelnes Modul angeflanscht ist. Gegenüber dem System gibt sie sich als RAID-0-Verbund zu erkennen. Eine Reinigung der beiden Lüfter wäre auch möglich. Der Akku könnte im Falle eines Defekts gewechselt werden.
Die 1,0-MP-Webcam liefert unter guten Lichtbedingungen stark rauschende, angemessen fokussierte, aber farbverfälschte Bilder ab. Bei dieser Qualität hätte Acer die Webcam auch gleich weglassen können. Der Vorgänger S7-392 lieferte eine bessere Fotoqualität. Die LED neben der Webcam zeigt übrigens den Betrieb an.
Die Herstellergarantie beläuft sich auf 24 Monate. Optionale Kauf-Upgrades bietet Acer an, für 3 Jahre Carry-in-Service werden 60 Euro berechnet, bei vier Jahren sind es 80 Euro. Die Erweiterung muss spätestens ein Jahr nach dem Kauf des Gerätes aktiviert werden. 
Die vollkommen planen Tasten erfreuen uns mit ihrem festen Anschlag und der zweistufigen Hintergrundbeleuchtung. Die Beleuchtung scheint durch die transparenten Buchstaben hindurch. Das sieht bei Dunkelheit oder schlechtem Licht nicht nur gut aus, die Beschriftung liest sich erstklassig ab. Unter hellem Tageslicht ist der Eindruck dann aber nicht mehr so schön, jetzt ist die Beschriftung sehr blass und schlecht lesbar, ganz gleich, ob die Beleuchtung aktiv ist oder nicht.

Der feste Anschlag (Tasten liegen fest auf) sorgt für ein gutes Feedback. Der Druckpunkt ist knackig, was bei diesem knappen Hubweg nicht alltäglich ist. Die geringe Höhe des S7 beschränkt bauartbedingt den Tasten-Hub.

Die F-Tastenreihe belegt als Zweitbelegung die Ziffern, die oberste Buchstabenreihe enthält einige Hardware-Funktionen wie Flugmodus, Mute, Display-Wahl oder Display Off. Dadurch entsteht über der Tastatur mehr Platz. Warum? Hier sitzen Kühlung und Prozessor darunter, das hätte sich mit den Tasten behindert.
Das ClickPad besitzt wie üblich keine separaten Tasten. Das Pad funktioniert wie eine Wippe, wobei unten rechts und links die rechte und linke Maustaste simuliert wird. Für Bewegungen ist die relativ glatte Oberfläche bis in die Randbereiche sensibel. Die üblichen Multitouch-Gesten werden voll unterstützt. Der Mausersatz hat einen knappen Hubweg, einen leicht auszulösenden Druckpunkt und klickt leise. Alles in allem macht die Arbeit mit dem Pad und der Tastatur Spaß. Ersteres reagiert zügig und anstrengungsfrei, Letzteres tippt sich leichtgängig mit einem akzeptablen Feedback. 
Passend zur Touch-Eingabe hat die Anzeige keinen haptisch erhabenen Rahmen, weiße Umrandung und Panel sind eine Ebene. Der Deckel lässt sich auf knapp über 180 Grad öffnen, das kann im beengten Flugzeug schon mal ganz praktisch sein. Die glatte Oberfläche bedient sich angenehm und reagiert zügig auf alle Aktionen.
Das S7 ist mit einem 2.560 x 1.440 Pixeln fassenden Panel von Sharp bestückt. Das 10-Finger-Multitouch macht das S7 zu einem echten Ultrabook. Der hellste Punkt auf dem IPS-Panel befindet sich in der Mitte, hier messen wir 360 cd/m². Ein sehr guter Wert, der allerdings im Akkubetrieb nicht aufrechterhalten wird. Obwohl wir den Umgebungslichtsensor deaktivieren, sinkt die Luminanz beim Abziehen des Netzsteckers auf 238 cd/m² ab. Schade, denn gerade im Akkubetrieb sind Nutzer meistens draußen unterwegs und würden von einer hellstmöglichen Luminanz profitieren.
Der hohe Kontrast von 1.565:1 überrascht und erfreut das Auge mit einem satten Schwarz und leuchtenden Farben. Der Schwarzwert bei maximaler Helligkeit im Netzbettrieb ist mit 0,23 sehr niedrig, also sehr gut. Die Konkurrenz steht tendenziell etwas schlechter da. Speziell die Asus Zenbooks UX305 und UX303 sind summarisch 40 bis 50 % schlechter, obgleich sie mit einem Farbprofil ab Werk daherkommen. Das XPS 13 hat einen noch höheren Kontrast, wobei bezweifelt werden darf, ob das Auge zwischen 1.500:1 und 2000:1 einen Unterschied ausmachen kann.

Wir haben die Anzeige mit dem Fotospektrometer vermessen. Die Farbdarstellung des sRGB-Referenzraumes ist sehr gut, 98 % werden abgedeckt und das bei einen niedrigen DeltaE von 3,6. Dies ist der Auslieferungszustand, eine Kalibrierung ist nicht nötig und würde das TFT nur marginal verbessern. Das Profil haben wir in obiger Box verlinkt.
Draußen macht die spiegelnde Anzeige auf Grund der reflektierenden Oberfläche keine so gute Figur, hinzu kommt die Drosselung der Helligkeit. Unter dieser Eigenschaft leidet aber so gut wie jedes Touchscreen Subnotebook, Convertible oder Tablet, nur einige wenige handverlesene Business-Modelle kombinieren Touch mit einer matten bzw. reflexionsarmen Oberfläche.

Typisch für IPS sind die breiten Blickwinkel ohne Kontrastverschiebung. Aus jeder Perspektive bleiben Bild und Schrift klar ablesbar. Die extremen Winkel leiden unter einer Aufhellung, ablesbar bleibt die Anzeige dennoch. Akku Eee PC T91 .
Acers aktueller Aspire S7-393 ist in Deutschland nur in der Konfiguration mit Intel Core i7 5500U (Dual Core, 2,4 GHz) und 256 GB SSD zu haben (1.500 Euro). Informationen zum Prozessor und zur integrierten Intel HD Graphics 5500 finden Sie im jeweiligen Datenblatt.
Seinen Boost nutzt der Core i7 nicht konsequent aus. Bei Start des Multi-Kern-Benchmarks geht der Takt kurzzeitig auf 3,0 GHz, das resultiert auf Seiten des Netzteils in einer Energieaufnahme von zirka 36 Watt. Dies ist aber nur von kurzer Dauer, schon nach einer Minute hat sich die CPU bei dieser Laststufe auf zirka 2,5 bis 2,6 GHz eingependelt. Das Voltmeter meldet dann 29 Watt.

Schränkt das die Performance stark ein? Mitnichten, das ThinkPad X1 Carbon 2015 mit baugleicher CPU schafft 5 % weniger Punkte im Cinebench R15 Multi, beim Single-Test sind es -6 %. Deutlich schwächer ist Intels Core M, wie er im ZenBook UX305FA (-32 bzw. -42 %; Single bzw. Multi) steckt. Der Core i7 5500U ist demnach nicht nur auf dem Papier, sondern auch real eines der rechenstärksten 15-Watt-Modelle von Intel. Im Batteriebetrieb (Mode Höchstleistung) steht dieselbe Rechenkraft zur Verfügung wie an der Steckdose. Der R11.5 Multi als auch der OpenGL-Test (Grafikkarte) liefern identische Scores.
Die Anwendungs-Performance liegt auf einem sehr hohen Niveau, nur das Apple MacBook Pro Retina 13 kann den Aspire S7 mit 10 % Vorsprung im PCMark 7 nennenswert überflügeln. Im PCMark 8 bleibt dieser Vorsprung erhalten. Apple erkauft sich den Score durch das 28-Watt-SoC Core i5 5257U. Im Testgerät arbeitet eine sparsamere 15 Watt SoC.

Die Gründe für das gute Abschneiden sehen wir bei der RAID-0-SSD. Weil alle Ultrabooks mit SSDs bestückt sind, unterscheiden sich die PCMark-Scores – bei den gleichwertigen Prozessoren – nur unerheblich. Ein Abweichler ist das 5Y10-SoC (+ SanDisk SD7SN3Q256G1002; Asus UX305FA), welches sein System 25 bis 30 % einbrechen lässt. Die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit des Aspire im alltäglichen Einsatz braucht sich nicht zu verstecken - Systemstarts, Installationen oder Kopiervorgänge gehen ruckzuck vonstatten.
Der Kingston Speicher (SMSR150S3256G RAID 0) macht ordentlich Dampf, 862 MB/s im Read Seq messen wir nicht alle Tage. In dieser Disziplin hängt das Aspire S7 die meisten Konkurrenten ab, nicht jedoch Lenovos ThinkPad X1 Carbon 2015 (1.332 MB/s) oder Apples MacBook Pro Retina 13 (1.403 MB/s). Apple setzt auf eine PCIe-3.0-Anbindung der SSD, Lenovo wählt eine schnelle Samsung SSD (PM851 8256 GB MZNTE256HMHP). In den Read-/Write-4k-Tests schneidet das Aspire dann aber nur durchschnittlich ab. Das ist ein Grund, warum Käufer die SSD-Performance nicht als ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung ansehen sollten. Unter dem Strich wird kein Nutzer den einen oder den anderen Konkurrenten in der Praxis als schneller erleben.
Die integrierte Intel HD Graphics 5500 ist für die Basisaufgaben des Alltags gerüstet, ihr Videodecoder verarbeitet hochauflösenden Content, und per OpenCL 2.0 wird der Prozessor entlastet. Die Bildausgabe erfolgt via DisplayPort 1.2/eDP 1.3 (max. 3.840 x 2.160 @60 Hz). Details zeigt das GPU-Datenblatt.

Der maximale GPU-Takt liegt zwischen 850 und 950 MHz, Letzteres wird während des OpenGL Tests von Cinebench R11.5 auch gefahren. Bei zeitgleicher, konstanter CPU-Last pendelt die HD Graphics zwischen 800 und 850 MHz. Die Ergebnisse in den Benchmarks fallen leicht besser aus als bei den Konkurrenten. Das kann am Dual-Channel-Speicher liegen. Selbst eine Geforce 840M im UX303LN liegt nur 12 % vorn.
In echten Games rennt eine 840M der iGPU aber davon, wie das UX303LN (+125 %, Fifa 15) zeigt. Die Iris Graphics 6100 gibt sich selbstbewusster, für Spieler relevant sind diese 3 bis 30 % Mehrleistung aber nicht, denn die Vergleiche finden hier auf einem sehr niedrigen Niveau statt.
Nein, ein Core M steckt nicht im Aspire S7, dennoch bleibt der 13-Zoller im Leerlauf fast immer leise. Die aktive Kühlung nimmt den Betrieb erst bei Last auf, wobei es dann keine Rolle spielt, ob Games, Benchmarks für die CPU oder Stresstest: Das Aggregat säuselt mit zirka 37 dB(A) vor sich hin, ein Pegel, der nicht weiter störend wirkt. Die meisten Konkurrenten sind unter Last lauter als 40 dB(A), das XPS 13-9343 mit i5 5300 schießt den Bock ab: 48 dB(A). Bei durchschnittlicher Last hingegen büßt unser S7 seinen Vorteil ein, es ist mit 37,5 dB(A) ebenso laut wie im Stresstest. Die meisten Konkurrenten hingegen kommen bei gemäßigter Last mit einem langsamer drehenden Lüfter aus. Als exzellent hat sich hier Lenovos ThinkPad X250 erwiesen, es wird selbst im Stresstest nicht lauter als 34 dB(A).
Im Leerlauf bemerken wir kaum den Betrieb des Aspire S7, die Oberflächentemperaturen liegen nur wenige Grad über der Umgebungstemperatur von 22,5 Grad. Wir starten den Stresstest und setzten das schmale Subnotebook für eine Stunde unter Dauerlast auf Seiten CPU als auch GPU. Die CPU verharrt nach dieser Zeitspanne konstant bei 2,4 GHz, und auf den Oberflächen messen wir an den Hotspots 40 Grad. Der Einsatz auf den Oberschenkeln ist auch jetzt noch möglich, die Unterschale wird höchstens 38 Grad warm. Die Konkurrenz erhitzt sich ähnlich wenig.

Die iGPU taktet im Stresstest mit 800 bis 850 MHz relativ weit oben an ihren Möglichkeiten, ihr wird also Vorrang gegeben. Die CPU setzt nach anfänglicher Nutzung des Turbo-Boosts auf 2,4 GHz, was der Nenntaktung entspricht. Es liegt also noch kein Throttling vor. Warum auch, auf dem SoC melden die Sensoren im Stresstest gerade mal 85 Grad. Interessant: Das ZenBook UX305FA mit passiv gekühltem Core-M-SoC wird bei Last geringfügig wärmer, obwohl es einen TDP von nur 4,5 Watt besitzt.
Das Aspire S7 besitzt zwei Stereo-Lautsprecher, diese finden nach wie vor unter der Handauflage ihren Platz und beschallen die Tischplatte. Damit für die Reflexion der Schallwellen noch ein wenig Zwischenraum bleibt, sind die vorderen Standfüße direkt neben den Lautsprechern angebracht. Ohne eine Tischplatte als Reflexionsfläche wirkt das Klangbild dünner und weniger räumlich.

Der Dolby Schriftzug auf dem Gehäuse meint den Dolby Advanced Audio Codec (Surround), der das Klangbild je nach Profil und Setting deutlich aufwertet. Das kann der Nutzer per Dolby Tool direkt beeinflussen. Manuell oder mit vordefinierten Profilen (Film, Musik, Spiele, Sprache) stellen sich hörenswerte Hörproben ein. Zuviel sollte der Höher aber nicht erwarten. Die winzigen Lautsprecher bleiben nun einmal was sie sind: schwache Lautsprecher mit wenig Volumen. Der Klang ist auch bei hoher Lautstärke klar und ausreichend differenziert, markante Höhen und Tiefen gibt es jedoch keine.
Vier bis sechseinhalb Watt zieht das S7 aus der Steckdose. Das ist sehr wenig, vor allen wenn wir die sehr gute Helligkeit in Betracht ziehen. Während 3-4 Watt im Leerlauf (minimal) noch für alle Vergleichsmodelle gilt, geht Leerlauf maximal schon deutlicher auseinander: Hier punktet das S7 mit einer Sparsamkeit von 6,5 Watt. Das UX305FA als auch das X250 und das Folio 1040 benötigen gut 8 Watt.

Bei Belastung kann die Energieaufnahme via Netzteil (ohne Ladung des Akkus) auf bis zu 31 Watt steigen, kurzzeitig sind bis zu 36 Watt möglich. Auf Grund der konservativen Boost-Einstellung liegen Stresstest-Energieaufnahme und einfache Last (3DMark 2006) auf gleicher Höhe. Apples MacBook Pro Retina 13 (2015) geht im Extremszenario richtig zu Werke, hier arbeitet schließlich ein nicht alltägliches 28-Watt-SoC. Das Zenbook UX303LN mit GeForce 840M folgt auf dem Fuße, danach das ThinkPad X250 mit dem i7 5600U. Eigentlich sollten Systeme mit 15-Watt-TDP nicht so weit auseinander liegen (Stresstest Energieaufnahme), jedoch zeigt sich hier die Auswirkung des inaktiven Turbo-Boost im Laufe des Stresstests. Anfängliche 36 Watt gehen schon nach weniger als 20 Sekunden auf 26,5 Watt herunter und pendeln sich langfristig bei zirka 29 Watt ein (bei 2,4 GHz Standardtaktung).

Das 45-Watt-Netzteil vermag es, den Akku bei eingeschaltetem Aspire S7 binnen 3:40 Stunden voll zu laden. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, speziell weil manche Ultrabooks oder Tablets mit unterdimensionierten Netzteilen ausgeliefert werden.
Im WiFi-Test simuliert ein Skript das Aufrufen von Websites und die Verarbeitung von verschiedenen Multimedia-Inhalten. 7:44 Stunden hält das S7 in diesem Einsatz durch. Die Konkurrenten können das auch, wie Dell XPS 13 (52 Wh) und Asus Zenbook UX303LN (50 Wh) im Chart zeigen. Letzteres hat sogar eine Geforce 840M an Bord. Unser Testgerät ist mit seinem 47-Wh-Akku im Nachteil. Der Testwerte-Vergleich hinkt jedoch ein wenig, denn die meisten Konkurrenten haben wir noch im alten WiFi-Test geprüft. Dieser wich bezüglich der Anforderungen vom aktuellen WiFi v1.3 ab.

Die bestmögliche Laufzeit, weil Leerlauf-Laufzeit, liegt bei 14 Stunden. Für die Praxis ist selbige aber irrelevant, denn hier stand das S7 bei niedrigster Helligkeit und inaktiven Funkmodulen einfach nur herum.
Dünnes Ultrabook, dicker Preis: Acers Aspire S7-393 macht vieles richtig und erringt eine Benotung von 84 %. Das reicht zwar in die Top 10 der Ultrabooks, für die Spitze (Dell XPS 13-9343) jedoch nicht. Vorteil des Aspire S7 ist die sehr gute Verarbeitungsqualität des dünnen Chassis. Das spiegelnde QHD+-Display mit der extrem hohen Auflösung ist nicht zwangsläufig jedermanns Geschmack, der Hersteller bietet aber keine matten bzw. in Full-HD auflösenden alternativen Konfigurationen an. Im Gegenteil, die Konfiguration des Testgerätes ist die einzige in Deutschland verfügbare Ausstattung. Akku Asus U36SD .

Nach der wertigen Verarbeitung und dem beeindruckenden Design bleiben dem Aspire S7-393 nur noch das farbstarke Display und die sehr gute Performance als Pluspunkte gegenüber der hochkarätigen Konkurrenz. In Details wie Helligkeit und Laufzeit gehört es aber nicht mehr zur Spitzenklasse.

Die hohe Performance, die kühlen Oberflächen im normalen Betrieb als auch die Erweiterung der Anschlüsse per DisplayPort Dongle sind echte Vorteile. Die Kritik über zu wenige Anschlüsse hat sich Acer zu Herzen genommen und legt einen Dongle für DisplayPort in den Karton (VGA, Ethernet, USB). Aber auch die Nachteile wollen wir hier nicht vergessen, sind sie es doch, die das Aspire S7 einige Punkte kosten. Das Panel spiegelt stark, zusammen mit der reduzierten Luminanz im Akkubetrieb können wir im Sonnenschein kaum etwas ablesen. Die Wartungs- und Upgrade-Möglichkeiten sind stark begrenzt, und die Laufzeiten sind im Konkurrenzvergleich etwas knapp. Ein ergonomisches Problem sind die scharfkantigen Seiten, welche im Dauereinsatz durchaus stören könnten. Die miese Webcam-Qualität und -Auflösung passen letztendlich auch nicht zu einem Ultrabook, das 1.500 Euro kostet.

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