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27/01/2015

5200mAh Akku Toshiba PA3588U-1BRS

Nicht mal ganz 300 Gramm wiegt das 8-Zoll-Tablet Lenovo Tab S8 und ist dabei ganz schön günstig: Für 199 Euro gibt es ein Full-HD-Display, eine 8-Megapixel-Kamera und nach vorne gerichtete Lautsprecher. Ob Lenovos knappe Rechnung auch für den Kunden aufgeht, erfahren Sie in unserem Test.
Die neue Tab-S-Serie von Lenovo ist höherwertiger angesetzt als die Tab-A-Reihe. Unser Testgerät, das Tab S8-50F (59426775), ist das erste Gerät der Serie und legt sich mit etablierten Angeboten wie dem Samsung Galaxy Tab S 8.4 an. Lenovo spendiert dafür vier verschiedene Gehäusefarben und auf Wunsch auch LTE-Unterstützung, die unser Testgerät allerdings nicht mitbrachte.

Lenovos Tablet muss sich im Test gegen das LG G Pad 8.0, das Sony Xperia Z3 Tablet Compact, das Apple iPad Mini 3 und das Google Nexus 9 beweisen. Außerdem nehmen wir auch das bereits erwähnte Samsung Galaxy Tab S 8.4 unter die Vergleichsgeräte mit auf.
Seit Nokia seine Lumina Smartphones in bunten Kunststoff gehüllt hat, ist Farbe bei so manchem Kunden schwer angesagt. Lenovo kommt mit dem Tab S8 diesem Wunsch nach und lässt dem Kunden die Wahl zwischen dunkelgrauer, blauer oder gelber Gehäuserückseite. Diese hat unabhängig von der Farbe eine gummierte Oberfläche und lässt sich nicht abnehmen. Die Bildschirmeinheit ist etwas kleiner als die Rückseite, so dass sich griffige, aber teils etwas scharfkantige Seiten ergeben.

Die Silhouette ist mit 7,9 Millimeter nicht so schlank wie bei den meisten Vergleichsgeräten; das einzig gleichpreisige Gerät, das LG G Pad, ist allerdings deutlich dicker. Mit 299 Gramm ist das Lenovo Tab S8 sehr leicht, nur das Akku für Toshiba PA5024U-1BRS Compact kann dieses Gewicht unterbieten.

Die Stabilität wiederum lässt zu wünschen übrig: Druck von hinten wird schnell auf dem Bildschirm sichtbar, und das Gehäuse lässt sich recht stark verwinden. Außerdem hört man dann ein deutliches Knirschen.
Ausgestattet ist das Lenovo Tab S8 mit 16 GByte Flashspeicher, das entspricht auch der Ausstattung der meisten Vergleichsmodelle. Der Speicher lässt sich allerdings per microSD-Karte erweitern - ein Vorteil gegenüber dem Apple iPad Mini 3 oder dem Google Nexus 9. Besondere Anschlüsse gibt es nicht, außer dem micro-USB-Anschluss, dem microSD-Leser und dem 3,5.mm-Audiokombiport sind keine Anschlüsse vorhanden.

Software
Als Betriebssystem setzt Lenovo auf Android 4.4.2 in einer so gut wie unveränderten Version. Leichte Anpassungen gibt es nur beim Optionen-Menü und in Form von Widgets auf der Startseite. Lenovo spendiert eine Multimedia-Übersicht über das Gerät, in der man die Features seines neuen Tablets kennenlernen kann.

Lenovo installiert allerdings auch einige zusätzliche Apps. So fügt der chinesische Hersteller die Software Security HD hinzu, die einen Überblick über die Rechte gibt, die Apps gewährt wurden, einen Ad-Blocker bereitstellt und das Gerät auf Wunsch beschleunigt. SHAREit, SYNCit und CLONEit sind Programme, um Inhalte mit anderen zu teilen, sie über die Cloud aktuell zu halten oder alle Daten von einem alten Smartphone oder Tablet zu kopieren. Eine Navigationssoftware gibt es ebenso dazu wie insgesamt drei Browser. Das Softwarepaket ist umfangreich und teilweise auch sinnvoll. Allerdings gibt es auch Werbe-Apps, und man wird einige der Programme wohl entfernen müssen, wenn man nicht alle benötigt und den Speicherplatz freigeben möchte.
Das GPS-Modul im Akku für Toshiba PA3588U-1BRS unterstützt auch das russische Glonass-Netzwerk. In einem kurzen Test mit der App "GPS Test" konnten wir in Innenräumen keine Verbindung herstellen, im Freien dauerte es recht lange, bis genug Satelliten zur Verfügung standen. Dann wurden wir auf circa zehn Meter genau geortet.

Die WLAN-Einheit unterstützt Netzwerke bis Standard 802.11n und Bluetooth 4.0. Der Empfang ist eher mäßig: In zehn Metern Entfernung vom Router und durch drei Wände hatten wir nur noch die halbe Signalstärke. Der Seitenaufbau ging allerdings noch recht flott voran. Noch einmal zwei Meter weiter und durch eine weitere Wand war dann nur noch 1/4 der Empfangsleistung verfügbar, und der Seitenaufbau wurde spürbar langsamer.
An der Rückseite findet sich eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz. Sie macht gute Bilder, selbst unter schlechten Lichtbedingungen ohne Blitz. In hellen Umgebungen sind die Bilder detailreich und vertragen auch eine Vergrößerung. Die Frontkamera steht mit 1,6 Megapixel mit weniger Auflösung da, macht aber zumindest in guten Lichtverhältnissen noch das Beste draus und ist für Videotelefonie oder ein schnelles Selfie ausreichend.

Die Kameraausstattung steht übrigens den wesentlich teureren Vergleichsgeräten kaum nach; das iPad Mini 3 muss sogar mit nur einer 5-Megapixel-Kamera auskommen.
Neben dem Netzadapter liegt zwar kein Zubehör bei, allerdings hat Lenovo einen Teil der Schachtel clevererweise wie einen Tabletständer aus Recyclingkarton geformt, den man auch entnehmen kann. Eine gute Idee, es muss ja nicht immer Plastik sein. Die Garantie beträgt lediglich 12 Monate, allerdings gilt ja in vielen EU-Ländern eine Händlergewährleistung von 24 Monaten.
Die virtuelle Tastatur wird jeder Android Veteran sofort wiedererkennen: Es handelt sich um das Standardmodell des Betriebssystems. Auf dem 8-Zoll-Display wird sie groß genug dargestellt, um auch mit zwei Händen flüssig darauf schreiben zu können. Außerdem stehen Sprachdiktat und die Eingabe durch Wischen zur Auswahl. Wem die gut strukturierte und übersichtliche Tastatur dennoch nicht gefällt, der findet im Google Play Store zahlreiche Alternativen.

Der Touchscreen arbeitet sehr zuverlässig bis in die Ecken und versteht auch Multi-Touch-Gesten meist ohne Probleme. Die Hardware-Buttons an der rechten Seite für den Standby-Modus und die Lautstärke sind gut zu ertasten, haben einen ordentlichen Druckpunkt und sprechen zuverlässig an.
Das Lenovo Tab S8 besitzt ein IPS-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200, also leicht höher als Full-HD. Zwar finden sich unter den Vergleichsgeräten durchaus noch höhere Auflösungen, allerdings nur bei den deutlich teureren Geräten. Das gleichteure LG G Pad 8.0 bietet hingegen nur 1.280 x 800 Pixel. Full-HD steht Lenovos Tablet gut zu Gesicht: Schriften und Logos sind scharf, Pixelstufen lassen sich selbst dann nicht erkennen, wenn man mit den Augen sehr nahe an den Bildschirm geht.

Die maximale Helligkeit von 418 cd/m² ist im Vergleichsfeld eher mittelprächtig, sollte aber für den Alltag locker ausreichen. Mit 85 % ist die Ausleuchtung gleichmäßig.
Beim Schwarzwert punktet das Lenovo Tab S8: 0,22 cd/m² sind ein toller Wert, den nur das Samsung Galaxy Tab S 8.4 mit seinem AMOLED-Display dank absolutem Schwarz übertrifft. Dadurch ergibt sich für unser Testgerät ein hervorragender Kontrastwert von 1.900:1. Entsprechend kräftig wirkt die Farbdarstellung auf dem Display.

Details zur Fardarstellung liefert uns die Analyse mit Spektralfotometer und der Software CalMan: Einen Blaustich können wir nicht erkennen, eher einen leichter Überhang an gelben Farbanteilen. Dieser ist allerdings relativ gering und verfälscht die Farben im Vergleich zum Referenzfarbraum sRGB nur wenig. Da sich die Abweichungen allerdings über alle Farben gleichmäßig hinziehen, liefern andere Displays in den Vergleichsgeräten dennoch eine noch genauere Farbdarstellung.
Hoher Kontrast, ordentliche Helligkeit – das sind gute Voraussetzungen für den Außeneinsatz des Lenovo Tab S8. Auch wenn der spiegelnde Bildschirm eine Nutzung im prallen Sonnenlicht verhindert, so kann man doch in hellen Umgebungen noch erkennen, was sich auf dem Bildschirm tut.
Intels Atom Z3745 ist ein gern genommenes SoC mit vier Kernen und 1,33-1,86 GHz Taktung. Im Android-Bereich ist man damit durchaus gut gerüstet für die allermeisten Apps. Der Prozessor hinkt den wesentlich teureren Geräten im Geekbench 3 (Multi-Core) zwar etwas hinterher, bei dem Preisunterschied von teilweise 100 % sollte das aber verschmerzbar sein. Das gleichteure LG G Pad wird leistungstechnisch deutlich überboten.

Die Intel HD Graphics (Bay Trail) kann sogar die Grafikeinheit des Samsung Galaxy Tab S 8.4, eine ARM Mali-T628 MP6, in vielen Benchmarks schlagen. Damit sollte auch die Grafikpower zumindest in die Nähe der teureren Vergleichsgeräte kommen. Beim Surfen über Chrome ist das Lenovo Tab S8 teils sogar schneller als die Konkurrenten.

Bei Zugriffen auf den Flashspeicher kann das Akku für Toshiba PA3534U-1BRS dann nicht immer mithalten, schlägt sich aber alles in allem wacker. Unangefochtener Sieger ist hier das Google Nexus 9, das einen der schnellsten Speicher enthält, die wir je in einem Android Gerät getestet haben.
Grafisch aufwändige Games wie "Asphalt 8: Airborne" schafft die Grafikeinheit auch in hohen Einstellungen problemlos und ohne Einbrüche bei der Framerate. Die Steuerung per Lagesensor und Touchscreen lässt ebensowenig zu wünschen übrig.
Das Kapitel Temperaturen lässt sich beim Lenovo Tab S8 schnell abschließen: Im Idle-Betrieb wird die Erwärmung eigentlich gar nicht spürbar. Selbst unter Last bleibt sie mit maximal 33,8 Grad Celsius an der Rückseite sehr gering. Zwar ist eine gewisse Abwärme spürbar, daran kann man sich aber nicht einmal die so richtig die Hände wärmen.
Zwei Lautsprecher, nach vorne gerichtet und mit Unterstützung durch die Dolby-Software – das klingt durchaus so, als könnte man dem Lenovo Tab S8 ordentlichen Sound entlocken. Dem ist auch so, einige Einschränkungen gibt es aber schon: Die maximale Lautstärke ist ordentlich, allerdings wirken die Lautsprecher auch schnell überfordert. Bass ist sowohl spür- als auch hörbar, durch den Equalizer in der Dolby App lässt sich eine deutlich hörbare Schwäche bei den Mitten ganz gut ausgleichen, so dass sich insgesamt ein durchaus guter Klang erzeugen lässt.
Der minimale Idle-Verbrauch des Lenovo Tab S8 liegt recht hoch, bei 1,9 Watt nämlich. Das Sony Xperia Z3 Tablet Compact gibt sich beispielsweise schon mit 0,6 Watt zufrieden. Mit 3,3 und 3,7 Watt bringt auch der sonstige Idle-Verbrauch keine Spitzenwerte. Ehenso wird unser Testgerät unter Last vom leistungsfähigeren Sony Xperia Z3 Tablet Compact deutlich unterboten, ist aber ansonsten sparsamer als die restlichen Konkurrenten. 7,2 Watt sind der absolute Maximalverbrauch.
Der Akku bietet teilweise deutlich weniger Kapazität als bei teureren Geräten: 16,3 Wattstunden sind im Vergleich zu den über 25 Wattstunden eines Google Nexus 9 dann doch etwas mager. Weil das Lenovo Tab S8 aber auch einen kleineren Bildschirm als Googles Tablet hat und generell mit seiner Energie besser haushaltet, ergeben sich dennoch längere Akkulaufzeiten als beim Nexus 9. Sieger in diesem Vergleich bleibt aber das Sony Xperia Z3 Tablet Compact, das insgesamt 28 % längere Laufzeiten als unser Testgerät bietet. Mit über 10 Stunden Surfen im WLAN ist das Lenovo Tab S8 aber allemal praxistauglich.
Wer nicht das Prestige eines iPad Mini 3 oder die Coolness eines Nexus 9 braucht, dem macht Lenovo ein verlockendes Angebot: Das Tab S8 bietet einen scharfen Full-HD-Bildschirm, eine ordentliche Kamera-Ausstattung, recht klangstarke Lautsprecher, hohe Leistung und praxistaugliche Akkulaufzeiten. Dass das Lenovo Tab S8 in manchen Kategorien sogar deutlich vor den wesentlich teureren Angeboten von Apple und Google liegt, überrascht dann aber doch.

Einen Preis-Leistungs-Titel und eine klare Kaufempfehlung hat sich Akku für Toshiba PA3817U-1BRS also auf jeden Fall verdient, allerdings muss man sich mit dem Gehäuse anfreunden, das nicht sonderlich stabil wirkt und einige scharfkantige Ecken aufweist. Außerdem sind WLAN und GPS nicht sehr empfangsstark. Wen das nicht stört, der freut sich über eine gelungene Alternative zu den Tablets, mit denen alle rumlaufen.

04:43 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)

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