Blogs DHNET.BE
DHNET.BE | Créer un Blog | Avertir le modérateur

08/01/2015

5200mAh Akku Lenovo ThinkPad SL510

Wenn das Windows-Tablet genügend Rechenpower, Anschlüsse, Eingabegeräte und Speicherplatz hat, wer braucht da noch ein klassisches Notebook oder gar einen Desktop-PC? Acer bringt die Vorzüge eines Laptops per Keyboard-Dock samt Festplatte ans Tablet.
Windows im Tablet, das ist jetzt schon ein alter Hut. Nach dem gefühlt 20ten Test eines 7-, 8-, oder 10-Zoll Windows-Tablets (Captiva PAD 10.1) wird es jetzt endlich wieder spannend: Der 11,6-Zoller Switch 11 Pro von Acer bringt eine FHD-Anzeige (IPS), eine 128 GB SSD, einen Core i5, eine Tastatur und eine Festplatte mit. Damit könnte ein Gerät vor uns stehen, wie es sich viele Käufer wünschen: Mobil und leicht wenn es gebraucht wird und arbeitsfähig, wenn die Steuererklärung ruft. Mit solch einem Gerät braucht der normale Nutzer der Windows-Welt doch keinen anderen PC mehr, oder?

In den letzten 12 Monaten bekamen wir schon einige Geräte auf den Tisch, die in Sachen Leistung mit Notebooks mithalten konnten. Die Abwärme war oftmals ein Problem, vielfach auch zu knappe Laufzeiten. Acer hat es auch ohne die sparsamen Broadwell Core M Chips geschafft, ein System ohne Lüfter zu bauen. Lüfterlos, lange Laufzeiten und gute Performance – kommt beim Switch 11 Pro alles zusammen?

Bei Acer nutzt man noch die Haswell-Mobiltechnik für das Switch 11 Pro. Es hat den Anspruch alle Wünsche an einen kleinen mobilen Windows-PC zufrieden zu stellen und das als handliches 11,6-Zoll-Tablet mit 843 bzw. 1.643 Gramm Gewicht (Tablet bzw. Tablet mit Dock). Die Konkurrenz im Preisbereich bis 1.000 Euro hat nicht geschlafen. Folgende Geräte sehen wir als die attraktivsten Konkurrenten des Switch 11 an. Die ersten beiden Modelle, Yoga2 11 und Transformer Book Trio stehen ganz vorn, sie sind deutlich günstiger und bringen ebenfalls eine Festplatte und im Falle des Trio auch einen Core i5 mit. Die Festplatte ist bei den übrigen Konkurrenten nicht gegeben. 
Acer setzt auf ein Chassis ganz aus Kunststoff. Die Rückseite des Deckels wurde gebürstet, wodurch der optische Eindruck von Aluminium entsteht. Die gesamte Rückseite des Tablets ist eine Platte, die sich bei Verwinde-Versuchen etwas verschiebt. Hier könnte ein Öffnungsversuch gelingen, wir haben aber zu Gunsten eines unbeschadeten Testgerätes darauf verzichtet.

Das 11 mm starke Tablet ist relativ wuchtig und mit 843 Gramm auch schwer. Das sollte aber nicht wundern, hat Acer doch einen 32-Wh-Akku, sowie eine passive Kühlung einbauen müssen. Zudem gibt es einen echten Typ A USB-Port. Die Verwindungsfestigkeit des Tablets als auch der Base ist eher schwach, beides kann begrenzt verbogen werden. Beim Tablet entstehen leider schon Druckstellen an den Rändern des TFTs, sobald wir es in den Händen halten und geringfügig auf die Seiten Drücken (normales Nutzungsverhalten). Hier stehen wohl Chassis und TFT-Panel zu straff beieinander.

Die Base ist „leider“ nur 798 Gramm schwer. Warum wir das bedauern? Bei allzu großer Öffnung des TFTs klappt das Switch 11 gern einmal nach hinten. Das passiert ab 135 Grad, die Benutzung eines angenehmen Öffnungswinkels ist also möglich. Der Hersteller hat die Base innen mit Alu-Platten verstärkt, wodurch die Handauflage auch auf hohen Druck nicht eindellt. Die abnehmbare Unterseite (HDD kann getauscht werden) wurde ebenfalls durch Verstrebungen verstärkt. Dies dient der Festigkeit, der haptisch billige Eindruck eines Hohlkörpers bleibt aber bestehen.

Wie wird abgedockt? Schieber? Taster? Nichts dergleichen, hier wird einfach kraftvoll am Tablet gezogen, was die magnetische Fixierung löst, und schon halten wir das Tablet in den Händen. Vorteil der Lösung: es gibt keine mechanischen Haken oder Sperren, die brechen könnten. Nachteil: Wer das Switch 11 an der Tastatur anfassend trägt, der kann das Tablet schon mal bei einer schwungvollen Kurve „verlieren“. Eine einmal in Bewegung gebrachte Masse entwickelt nun einmal ihr Eigenleben, das bisschen Magnetismus schützt davor nicht. Die beiden massiven Stifte bewahren das Tablet vor dem Umknicken oder dem verrutschen auf dem Sockel des Gelenks. Die zwei Magnete befinden sich übrigens in der Mitte des Tablets bzw. des Docks (rechts und links des Acer-Logos).

Als Wunder der Konnektivität kann das Switch 11 nicht beschrieben werden, aber immerhin steht mehr zur Verfügung, als bei den meisten Windows-Tablets bis 10-Zoll. Wie bei den Hauptkonkurrenten gibt es einen vollwertigen USB 3.0 Port sowie Micro HDMI. Am Dock kommt ein zweiter USB-Port hinzu, hier allerdings in der Version 2.0.
Im Inneren befindet sich ein Atheros WLAN-Modul mit der Unterstützung der Standards b/g/n in 2,4-GHz- sowie 5-GHz-Netzwerken (Dual Band). Bei unserem Test waren wir von der Reichweites des Funkmoduls enttäuscht, nach zirka 20 Metern riss die Verbindung außerhalb des Gebäudes ab. Das packt so manches Testgerät besser (knapp 40 Meter). Unser Switch 11 hatte bei 15 Metern zwei bis drei Balken Empfangsstärke, notebookcheck.com wird verzögerungsfrei aufgerufen. Bluetooth 4.0 wird unterstützt. Nach unserem Kenntnisstand gibt es keine Version mit einem integrierten 3G/4G-Modem. Das Tablet verfügt über eine Reihe von Sensoren, inklusive des normalen Rotationssensors und des Umgebungslichtsensors. 
Neben dem Netzteil fällt uns ein Acer Active Pen in die Hände (Digitizer mit Batterie). Bei unserem Testgerät war die kleine AAAA-Batterie leider leer bzw. defekt. Mit einem Ersatz funktionierte der Stift problemlos. Acer spielt einige Tools auf, wie Video Player, Quick Access, Care Center, Hover Access, Touch Tools, Power Management oder Acer Portal. Gefallen hat uns Acer Screen Grasp, ein Tool für Bildschirmaufnahmen, das mit dem Auflegen von drei Fingern gestartet wird und alle wichtigen Editing-Funktionen enthält. Im Power Management werden nur USB-Geräte angezeigt, die viel Energie benötigen. Hier kann die HDD im Tastendock abgeschalten werden. Die nützliche Anwendung Quick Access beschreibt der Test Acer Aspire Switch 10 ausführlich.
Die Garantie ab Werk beträgt 12 Monate. Die Acer Advantage Light 3 Jahre, Garantieverlängerung mit deutschlandweitem Carry-In und einem Jahr ITW (International Traveller Warranty) kostet etwa 60 Euro. 
Die mit bestenfalls 1.280 x 720 Bildpunkten aufnehmende Webcam des Switch 11 packt die Fokussierung ganz ordentlich, dennoch wirken Fotos selbst unter Tageslicht eher wie impressionistische Aquarelle. Flächen sind stark verwaschen, Konturen sind grob. Für den Video-Chat wird das genügen, aber für die ebay Auktion taugt die Qualität nicht.

Akku Lenovo G550 ,

Akku Lenovo IdeaPad Z560 ,

Akku Lenovo ThinkPad SL510 ,

Die Probeaufnahme mit dem Mikrofon enthielten elektrische Störgeräusche. Aus zwei bis drei Metern Entfernung klang es, als ob der Sprecher in einer Mülltonne sitzt, also blechern. Kein gutes Ergebnis, Acer hat aber auch nur ein Single-Mikrofon eingebaut.
Die Integration einer Tastatur mit deutlichem Tastenhub und großen Tasten ist ein guter Ansatz. Leider verfehlt Acer das Ziel einer feedbackstarken Eingabe durch den schwammigen Druckpunkt und den weichen, in der Mitte deutlich federnden Anschlag. Die Tasten sind völlig plan und ausreichend deutlich beschriftet. Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es keine. Eine solche finden wir beim Transformer Book Trio und beim Surface Pro 3. In der Preisklasse des Switch 11 wäre die Beleuchtung angebracht.

Das Clickpad setzt Druck laut und mit einem deutlichen Tastenhub um. Das erlaubt schnelles Bedienen, selbst Drag & Drop funktioniert passabel. Haptisch und akustisch wirkt das Pad jedoch klapprig, was auch am hellen Klick-Geräusch liegt.

Das 10-Finger-Touchpanel bedient sich dank leicht gleitender Haptik angenehm und zügig. Es ist bis in die äußersten Ränder sensibel für Eingaben mit dem Stift oder der Hand. Das Tablet kann übrigens auch mit dem Rücken zur Tastatur aufs Dock gesetzt werden. So haben Nutzer auch im Tablet-Modus ihr komplettes Gerät dabei.

Mit Acers Active Pen gelingen Markierungen oder Notizen besser, als mit der Tastatur oder dem ClickPad. Mit dem Stift kann bequemer, schneller und vor allem genauer auf der Anzeige gearbeitet werden. Dennoch sind wir auch mit der Eingabe per Finger voll zufrieden: Aktionen werden unverzüglich umgesetzt und die Oberfläche „klebt“ nicht am Finger.
Das Chi Mei-Panel (ausgelesen als CMN1133) löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln im 16:9-Format auf. Das ergibt eine Pixeldichte von 190 ppi auf dem 11,6-Zoll-TFT. Das Panel hat einen 10-Finger-Touch, es erkennt folglich die Eingaben von 10 Fingerpositionen gleichzeitig. Das Switch-10-Schwestermodell hat nur ein 5-Finger-Touchscreen.

 

Die Helligkeit ist mit 251 cd/m² (Durchschnitt) schlechter als bei den Konkurrenten. Aber nicht nur die ersten drei Geräte folgender Tabelle leuchten 20 bis 30 % heller, nein auch die zweite Riege. Ganz schlecht steht die Anzeige beim Clouding da. Solche sichtbaren Flecke gibt es an den Rändern, sie werden deutlich größer und stören, wenn das Tablet in die Hand genommen wird. Bereits leichter Druck auf den rechten und linken Rand der Anzeige führt zu Druckstellen. Die Ausleuchtung an sich ist mit 83 % nicht die schlechteste, was an unseren zentralen Messpunkten liegt (wir messen nicht direkt am Rand).
Beim Kontrast bewegt sich das Testgerät auf Höhe der anderen Kandidaten, nur Microsofts Surface Pro 3 hebt sich mit 1.077:1 deutlich hervor. Wir haben den Auslieferungszustand des Panels mit CalMAN und einem Fotospektrometer vermessen und erkennen ein niedriges Graustufen DeltaE von knapp 5. Ein Wert von unter drei ist der Zielzustand, welcher bedeutet: Das ungeschulte menschliche Auge kann keinen Unterschied mehr zwischen sRGB-Referenzkarte und angezeigter Farbe ausmachen. Das ColorChecker DeltaE von 5 ist auch nicht schlecht. Einen Blaustich hat die Anzeige nicht. Eine Kalibrierung konnten wir nicht ausführen, der i1Profiler führte selbige nicht aus.
Draußen haben wir dann nicht mehr so viel Freude mit dem Switch 11: Die maximal einstellbare Helligkeit geht im Akkubetrieb auf 196 cd/m² zurück, was selbst im Intel-Treiber durch Deaktivierung des Lichtsensors nicht verhindert werden kann. Deshalb wirkt die Anzeige auf den Fotos, die bei starker Bewölkung entstanden, bereits recht dunkel.

Die Anzeige kann aus jeder Perspektive betrachtet werden, ohne Invertierungen erdulden zu müssen. Der Kontrast bleibt stabil, Symbole und Schrift sind stets scharf abgebildet.
Acer verkauft seinen Aspire Switch 11 als Einsteiger (32 GB, Atom Z3745, IPS HD) ab 399 Euro, geht über die Mittelklasse (60 GB, i3, FHD IPS) mit knapp 600 Euro und kommt auf Premium-Niveau (128 + 500 GB, i5, FHD) bei 900 Euro an. Jedes Modell ist mit dem KeyboardDock bestückt, der Active Pen liegt aber nur dem Premium-Modell bei. Ob die günstigeren Modelle vom Nutzer mit einer 2,5-Zoll SATA-HDD (7 mm) oder einer SSD selbst nachgerüstet werden können, das werden wir bei einem Kurztest der Einsteiger-Version schon bald prüfen.

Speicherplatz ist reichlich vorhanden, 89 GB sind bei Auslieferung auf dem Tablet frei, 465 GB sind es auf der Festplatte im Dock. Jetzt könnte noch eine Micro SD eingelegt werden (microSDHC). Acer hat sich für eine flache HDD der Firma Western Digital entschieden (WD5000LPVX-22V0TT0, 2,5-Zoll, 5400 RPM, 8 MB Cache, SATA 6GB/s, 7mm).
Der Intel Core i5 4202Y (1,6 GHz) stammt aus Intels Haswell-Generation, die derzeit von Broadwell abgelöst wird. Der Turbo soll theoretisch bis 2,0 GHz (Single-Core) zünden, was wir durch Tests aber zu keiner Zeit bestätigen können. Der Cinebench R15 arbeitet im Single-Modus mit konstant 1,7 GHz, gleiches bei Multi-Core-Last. Da im Akkubetrieb dieselben Cinebench-Multi-Scores eingefahren werden, gehen wir vom gleichen Taktungsverhalten aus. Der CPU-Stresstest Prime95 drückt den Takt auf 1,5 GHz herunter, er fällt aber nicht unter den Standard, weshalb kein Throttling vorliegt.

Im Konkurrenzvergleich steht das Switch 11 etwas besser da, als der Bay-Trail-Pentium im Yoga 2 11. Der altgediente Core i7 4500U des Transformer Book Trio TX201LA zeigt, was bei einem Convertible möglich ist, wenn die CPU luftgekühlt im Chassis steckt. Der neue Core M kann nur einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, wie das Venue 11 pro zeigt. Aus Performance-Sicht besteht also kein Grund auf Broadwell im Switch 11 zu warten.
Die PCMarks 7 und 8 ermitteln gute Zahlen mit denen sich das Switch 11 teilweise von der Konkurrenz absetzen kann. Die Rechenleistung steht indes zurück, i7 4500U und i5 4300U im Transformer Book Trio und im Surface Pro 3 sind einfach schneller. Dennoch fallen Productivity- und Creativity- (PCM7) bzw. Home- und Creative-Score (PCM8) besser aus, was an der schnellen SSD liegt.
Die 128 GB SATA SSD im Tablet liefert sehr gute Transferraten, die in einen exzellenten Total Score in AS SSD münden. Der System Storage des PCMark 7 hat die SSD auch bemerkt und meint, sie wäre über 70 % schneller als die HDDs in Yoga 2 11 und Transformer Book Trio. Im HDD zu SSD-Vergleich ist das realistisch, wie die Werte des CrystalDiskMark 3.0 im Detail zeigen. Die anderen SSD-Convertibles liegen unisono gleichauf mit dem Testgerät.

Die Festplatte im Dock scheint so etwas wie der Fiat 500 in der Formel 1 zu sein. Während die SSD im Tablet alle Preise abräumt, sammelt die HDD am Ende den Müll auf. Sie liest gerade mal mit 32 MB/s, von der schwachen 4K-Zugriffszeit ganz zu schweigen. Selbst unsere externe USB 3.0 HDD, die wir testweise ans Tablet angeschlossen haben, liefert 70 MB/s. Die Ursache: das Dock ist mit USB 2.0 angeschlossen, daher entsprechen auch die Transfers der HDD diesem Standard.
Die Low-End Prozessorgrafik HD Graphics 4200 taktet mit 200 - 850 MHz. Sie kommt damit nicht an die Leistung der höher taktenden HD 4000 heran, z. B. Transformer Book Trio TX201LA. Die neue HD 5300 (Core M) ist bei niedrigerem TDP deutlichen rechenstärker (30 %). Acer hat den Arbeitsspeicher mit Dual-Channel angebunden, wodurch die Leistung etwas besser ausfällt als bei anderen HD 4200.
Das Thema Games sollte ganz unten auf der Prioritätenliste des Switch-11-Nutzers stehen. Lediglich ältere Titel könnten in den niedrigsten Settings flüssig spielbar sein, wie Risen von 2008 zeigt. Hier liegt die HD 5300 vorn, was sich bei höheren Details aber fast nivelliert. Gegenüber einer Bay-Trail-Grafik (Yoga 2 11) kann unsere HD 4200 punkten, wie Dota 2 zeigt. Wahrscheinlicher ist aber, dass dieses Game vom schnelleren Prozessor profitiert.
Die Geräuschemissionen beschränken sich auf das leise Rotieren der HDD. Meistens verhält sich das Switch 11 aber ganz still, die HDD schaltet sich bei Nichtbenutzung ab. Das IdeaPad Yoga 2 11 ist ebenfalls lüfterlos, nicht aber das Transformer Book Trio TX201LA und das Microsoft Surface Pro 3. Letzteres wird allerdings nur bei Dauerlast sehr laut. Das Transformer Book lärmt bereits bei einfacher Last.
Das Switch 11 wurde im einfachen Betrieb mit langen Idle-Phasen kaum warm, hier zeigt die Idle-Grafik in etwa die Temperaturen des Tablets an. Am Dock haben wir nicht gemessen. Bei hoher, konstanter Last ändert sich das in einigen Hotspots schlagartig, diese befinden sich auf der rechten Seite. Hier messen wir oben bzw. auf der Rückseite 47 bzw. 46 Grad.

Akku Lenovo L09S6Y02 ,

Akku Lenovo IdeaPad Y560 ,

Akku Lenovo ThinkPad SL500 ,

Den Stresstest absolviert das Testgerät nicht ohne Throttling. Nachdem sich der Core i5 4202Y einige Minuten bei 1,6 GHz halten kann (70 Grad Celsius), drosselt sein Takt dauerhaft auf 900 bis 1.000 MHz. Dies lässt das SoC auf knapp 60 Grad abkühlen. Im täglichen Betrieb ist mit diesem Throttling nicht zu rechnen, wenngleich der Turbo relativ gering ausfällt (Siehe unter Leistung).
Die Lautsprecher sitzen frontseitig unter der Anzeige, wirklich lohnenswert ist diese Position dennoch nicht. Die Akustik ist dünn, mittenbetont und kann nicht besonders laut eingestellt werden. Von Tiefen oder differenzierten Höhen ist hier keine Spur. Das spricht klar für Kopfhörer, welche am Mikrofon-Kombi-Port mit dem Klinkenstecker angeschlossen werden.

Die Energieaufnahme ist der des IdeaPad Yoga 2 11 sehr ähnlich, trotz verschiedener Chipsätze. Drei bis knapp acht Watt messen wir im Leerlauf, das Dock war für die Messungen immer angeschlossen. Die acht Watt kommen zustande, wenn die HDD aktiv ist, die Helligkeit ist nicht für die große Differenz verantwortlich. Auf einem sehr ähnlichen Niveau bei Last bewegt sich der Core M im Venue 11 Pro 7140. Dieser 10-Zoller hat allerdings durch die geringere Idle-Energieaufnahme deutlich bessere Laufzeiten. 
Das Netzteil benötigt etwa 3:30 Stunden zum Aufladen. Das ist, gemessen an den knappen Laufzeiten, wie 4:20 Stunden im WLAN-Test, ein enttäuschendes Ergebnis. Selbst die knapp acht Stunden im Idle sind weit von dem entfernt, was bspw. Microsoft Surface Pro 3 (WLAN 504 Minuten) oder Dell Venue 11 Pro 7140 aufbringen. Die Konkurrenten Yoga 2 11 und Transformer Book Trio TX201LA sind mit jeweils einer halben Stunden mehr im WLAN-Test allerdings nicht besser dran. Wünschenswert wäre ein Zusatz-Akku im Dock gewesen, wie er beim Venue 11 Pro eingesetzt wird. Das hätte zwar das Gewicht erhöht, aber auch das Umkippen nach Hinten verhindert. 
Acer ist mit dem Aspire Switch 11 Pro samt Tasten-Dock in ein ambitioniertes Projekt gegangen. Ein und dasselbe Chassis soll als 400-, 600- und 900-Euro-Modell Käufer finden, dafür gibt es unterschiedliche CPU-, Speicher- und TFT-Konfigurationen. In dem Anspruch diesem breiten Preisbereich zu genügen liegt auch schon der Hund begraben. Die Qualität des Chassis passt nicht ins 900-Euro-Umfeld, wo Edel-Tablets wie das Microsoft Surface Pro 3 den Ton angeben. Selbst das günstigere und rechenstärkere Transformer Book Trio TX201LA hat eine hochwertigere Konstruktion und bessere Eingabegeräte. Die bessere Verarbeitung bringt auch das IdeaPad Yoga 2 11 mit, das es bereits ab 500 Euro gibt.

Das Aspire Switch 11 Pro hat aber auch etwas zu bieten: Die Leistung für Anwendungen wird den meisten Nutzern genügen, sie liegt deutlich über der von Intel-Atom/Pentium-Geräten (Bay Trail). Die Temperaturen sind im einfachen Betrieb gering und das System benötigt keinen Lüfter. Das FHD-Panel (IPS) entspricht dem Standard der Preisklasse, es leistet sich leider starkes Clouding an den Rändern und eine relativ geringe Helligkeit. Als eines der wenigen Pro-Argumente für den Switch 11 gelten die Festplatte im Dock, sowie das Digitizer-Panel mit dem beigelegten aktiven Stift. Das war es dann aber auch schon, was sich in der relativ niedrigen Wertung manifestiert.

Zu einer uneingeschränkten Kaufempfehlung können wir uns auf Grund der genannten Mängel nicht durchringen. Wer das Konzept mit einer HDD im Convertible mag, der sollte sich Lenovos IdeaPad Yoga 2 11 und Asus Transformer Book Trio TX201LA ansehen.

14:37 Publié dans Culture | Lien permanent | Commentaires (0)

Les commentaires sont fermés.