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31/12/2014

5200mAh Akku HP EliteBook 8440p

Beim aktuellen Workstation-Test dreht sich alles um AMDs FirePro M6100. Als neue Ausstattungsvariante wird diese erstmals in HPs mobilen Workstations eingesetzt und stellt eine willkommene Konfigurationsalternative dar. Wie gut sie sich im aktualisierten HP ZBook 17 G2 einfügt, haben wir ausführlich getestet.
HP hat seine ZBooks der 15- und 17-Zoll-Klasse seit einigen Wochen mit dem Zusatz „G2“ versehen und zeigt damit, dass sich im unveränderten Gehäuse zumindest bei der Innenausstattung einiges getan hat. Neben verschiedenen neuen Konfigurationsmöglichkeiten sind uns vor allem das QHD+-Display im HP ZBook 15 G2 sowie die beiden AMD FirePro M5100 und M6100 ins Auge gesprungen. Das HP ZBook 15 G2 hatten wir bereits im Test, nun folgt das größere HP ZBook 17 G2. Da sich beim Testmodell in den Bereichen Gehäuse, Schnittstellenanordnung, Eingabegeräte und Display (LGD02FC) augenscheinlich keine Veränderungen ergeben haben, beschränken wir uns hier vornehmlich auf die Grafikleistung und den damit verbundenen Auswirkungen. Zu den weiteren Kapiteln kann man die unveränderten Eindrücke aus dem Vorjahrestest des HP ZBook 17 übernehmen.

Unser Testsample verfügt über Intels Core i7-4710MQ, 8 GB RAM, eine 750-GB-Festplatte, besagte AMD FirePro M6100 Grafik und das farbstarke DreamColor Display. Der Basispreis für die Testkonfiguration liegt bei etwa 2.350 Euro, wobei da noch mal etwa 880 Euro für das DreamColor Panel hinzukommen.

Neben aktualisierten Prozessoren und Grafikchips haben sich wie beim ZBook 15 G2 noch einige weitere Kleinigkeiten verändert. Anstatt Thunderbolt (10 GBit/s) kommt nun Thunderbolt 2 (20 GBit/s) zum Einsatz, M.2-SSDs (PCIe) können verbaut werden und DisplayPort wird in der Version 1.2 (4k-Displays) integriert.
Bereits an der verfügbaren Leistungsausstattung des HP ZBook 17 G2 erkennt man, dass sich 17-Zoll-Notebooks aufgrund des größeren Gehäusevolumens und der meist leistungsstärkeren Kühlkomponenten für deutlich rechenhungrigere Aufgaben eignen als die kleineren 15-Zöller. Als Top-Ausstattung findet man daher keine Geringeren als Intels Core i7-4940MX und Nvidias Quadro K5100M in der Ausstattungsliste. Alleine diese beiden Komponenten sind bereits mit einer Thermal Design Power von 157 Watt ausgewiesen. Mit einer deutlich geringeren Kühlleistung verspricht hingegen unsere Testzusammenstellung auszukommen. Intels Core i7-4710MQ und AMDs FirePro M6100 sollen zusammen eine TDP von etwa 120 Watt erreichen.

Ansonsten hat man die Wahl zwischen insgesamt 6 CPUs, 6 GPUs, bis zu 32 GB RAM (nur bei Quad-Cores) und verschiedensten Massenspeicheroptionen.
Intels Vierkerner Core i7-4710MQ findet sich in einer Vielzahl von Notebooks wieder und verdankt seine hohe Präsenz einer guten Kombination aus Leistungsfähigkeit und Preisgestaltung. In HPs Online-Konfigurator muss man für den Vierkerner sogar 71 Euro weniger veranschlagen als für die Dual-Core-Alternative Intel Core i5-4340M, die man eigentlich als Einstiegslösung klassifizieren würde. Für den 2-Kerner Intel Core i7-4610M hingegen sind sogar 235 Euro mehr einzurechnen. Dennoch kann die bewusste Wahl eines Zweikerners durchaus Sinn machen, vor allem dann, wenn man viele Programme nutzt, die nicht multicore-optimiert sind. Dann zahlt sich die maximale Taktfrequenz aus, die mit 3,6 und 3,7 GHz etwas oberhalb der Intel Core i7-4710MQ mit maximal 3,5 GHz liegen. Dafür kann sich der Vierkerner vor allem bei Multicore-Anwendungen so richtig austoben. Dank Hyperthreading werden gleich acht anstatt vier Threads gleichzeitig abgearbeitet, die in unseren Tests auch zu einem Performance-Gewinn von etwa 100 % gegenüber vergleichbaren Dual-Core-CPUs führen.

Akku HP EliteBook 8440p ,

Akku HP COMPAQ 6710b ,

Akku HP COMPAQ 8510p ,

Die Benchmark-Ergebnisse des Prozessors bewegen sich insgesamt in den üblichen Rahmen und bestätigen dieses Modell als gelungenen Leistungs-Allrounder. Beim Cinebench R15 64 bit erzielt der Vierkerner zum Beispiel 657 Punkte beim Multi-Thread-Test und 135 Punkte beim Single-Thread-Test.

Unter anhaltender Volllast haben wir beim großen HP ZBook 17 G2 eine deutlich geringere Taktreduzierung festgestellt als beim HP ZBook 15 G2. Bei gleichzeitiger Auslastung durch Furmark und Prime95 zeigt HWinfo eine kaum schwankende Taktung bei 3 GHz anstatt 2,6 GHz. Dieser Wert bleibt auch nach über 2 Stunden Dauerlast konstant. Die Kühlleistung des 17-Zöllers wirkt sich hier sehr positiv aus.

Im Akkubetrieb muss man generell mit einer reduzierten Prozessorleistung von etwa 20 bis 25 % rechnen. Beim Cinebench R11.5 (64 bit, Multithread) haben wir beispielsweise nur 5,44 Punkte anstatt 7,11 Punkte ermittelt. Kommt zusätzlich zur CPU-Beanspruchung auch noch Grafiklast hinzu, so erfolgt eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung des Prozessors auf etwa 1 GHz.
Die mäßige Systemleistung unseres Testgeräts ist wie schon beim HP ZBook 15 G2 der günstigeren Einstiegskonfiguration geschuldet. Diese bringt serienmäßig lediglich eine konventionelle Festplatte mit all ihren Vor- und Nachteilen mit sich. Den langsamen Zugriffszeiten und trägen Transferraten kann man aber bei der Modellauswahl, der Konfiguration im Online-Konfigurator oder spätestens im Nachgang durch eine Aufrüstung in Eigenregie entgegenwirken. Mittel der Wahl wäre hier ein schnelles Solid State Drive, das sowohl als M.2 Laufwerk (PCIe) als auch im 2,5-Zoll-Format (dann als 2. Laufwerk im freien Schacht, im Austausch mit dem optischen Laufwerk oder der primären Festplatte) verbaut werden kann. Ansonsten ist das Testgerät schon recht praxisgerecht ausgestattet und sollte viele Aufgaben gut bewältigen können. Beim System-Benchmark PC Mark 7 erzielt unser HP ZBook 17 G2 3.356 Punkte (PC Mark 7) und beim Work-Test des PC Mark 8 kommen 4.595 Punkte zustande.
Wie bereits bei der System Performance angesprochen, stellt das konventionelle Festplatten-Laufwerk die Leistungsbremse des Testsystems dar. Die 750 GB fassende Hitachi Festplatte arbeitet mit 7.200 U/min und erreicht Transferraten von maximal 113 MB/s. Die Zugriffszeiten betragen zudem über 15 ms. Argumente für den Einbau eines solchen Massenspeichers findet man nur noch im günstigen Anschaffungspreis und dem vergleichsweise hohen Speicherplatz.

Wer bei beiden Punkten Abstriche machen kann, findet mit einem Solid State Drive eine geschwindigkeitstechnisch deutlich besser aufgestellte Alternative. Dieses kann man im Austausch gegen die vorhandene Festplatte, im zweiten freien Festplattenschacht oder als Ergänzung im M.2 Format (PCIe, Z-Turbo Drive) einsetzen. Wer bereit ist, seinen DVD-Brenner zu opfern, kann diesen noch durch ein Wechselschachtmodul mit implantiertem 2,5-Zoll-Laufwerk ersetzen. Insgesamt besteht also die Möglichkeit, bis zu 4 Massenspeicherlaufwerke zu kombinieren. Laut Datenblatt kann man beim HP ZBook 17 G2 zudem verschiedene RAID-Systeme (RAID 0, RAID 1, RAID 5) einrichten. Dazu muss man im BIOS entsprechende Einstellungen vornehmen und in der Regel das System neu installieren. Diese vielfältigen Individualisierungsoptionen im Bereich der Massenspeicher sind einer der speziellen Vorteile großer 17-Zoll-Workstations.
In der überarbeiteten ZBook Reihe der G2 Serie verbaut HP nun auch professionelle Grafiklösungen aus dem Hause AMD. Beim ZBook 17 G2 kommt AMDs Topmodell FirePro M6100 zum Einsatz, das quasi als preislicher Ersatz für die nun nicht mehr erhältliche Nvidia Quadro K610M zu sehen ist. Mit knapp 3 Euro Preisvorteil rangiert sie in HPs Produktkonfigurator noch unter der Nvidia Quadro K1100M. Grundsätzlich würde zusätzlich zur dedizierten Grafiklösung auch die in der CPU integrierte Intel HD Graphics 4600 zur Verfügung stehen. Da diese aber das verbaute DreamColor Display nicht ansteuern kann, ist sie bei unserem Testmodell deaktiviert.

Die Hardware der AMD FirePro M6100 basiert wahrscheinlich auf einem teilweise deaktivierten Bonaire Grafikchip der Desktop Radeon HD 7790. Das bestätigt auch der von uns gemessene relativ hohe Mehrverbrauch im Leerlauf. Ein echtes vergleichbares Modell aus dem mobilen Consumer-Bereich haben wir nicht ausmachen können. Die AMD FirePro M6100 verfügt über 2 GB GDDR5 Grafikspeicher, einen 128 bit breiten Speicherbus, 896 Shader-Einheiten und taktet mit bis zu 1.100 MHz. Durch ein spezielles Bios und optimierte Treiber wird diese professionelle Lösung mit besonderen Fertigkeiten ausgestattet. Insbesondere bei OpenGL optimierten Anwendungen soll die AMD FirePro M6100 punkten und der teils deutlich teureren Konkurrenz Paroli bieten. Theoretisch kann die AMD FirePro M6100 bis zu insgesamt fünf Displays ansteuern. AMD nennt diese Technologie "Eyefinity". Dadurch wird dem Anwender eine besonders große Arbeitsfläche zur Verfügung gestellt und erhöht in vielen Arbeitsbereichen die Produktivität. Das funktioniert allerdings in der Praxis direkt am HP ZBook 17 G2 mangels Schnittstellen nicht vollständig (maximal 3), sondern erfordert eine entsprechende Docking-Lösung. Getestet haben wir dieses Feature nicht.

Wer es bevorzugt, lediglich ein Display zu nutzen, erhält dank integriertem DisplayPort 1.2 die Möglichkeit, Bildschirme mit einer maximalen Auflösung von bis zu 4.096 x 2.160 Bildpunkten zu betreiben. Diese Alternative bietet auch eine recht große Arbeitsfläche, verringert aber das Geräte- und Kabelaufkommen am Arbeitsplatz merklich.

Bei den Benchmarks SPECviewperf.11 und 12 werden die Grafikchips im Zusammenspiel mit verschiedenen professionellen Anwendungen getestet. Die SPEC-Tests haben zum Ziel, möglichst praxisnah zu testen, und verwenden unterschiedlich anspruchsvolle Viewsets (3D-Konstruktionsmodelle), die alleine schon mehrere hundert MB Datenvolumen aufbringen. Drahtgittermodelle, schattierte Objekte oder besonders detaillierte Objekte mit zig Millionen Dreieckspunkten kommen hier unter anderem zum Einsatz. Die bisher bis zum SPECviewperf.11 ausschließlich OpenGL nutzenden Tests werden beim SPECviewperf.12 erstmalig durch einen DirectX Test (Showcase) ergänzt. Da es im professionellen Bereich insbesondere auf eine hohe Geometrieleistung, eine hohe Stabilität, eine geringe Fehlerrate und hohe Zuverlässigkeit ankommt, verfügen professionelle Grafikchips über ein eigenes BIOS und spezielle Treiber. Diese gehen bei der Berechnung mitunter andere „Wege“ als ihre Geforce- und Radeon-Pendants und können vor allem spezielle OpenGL Befehle umsetzen, die den Consumer-Varianten verwehrt bleiben. Typische Anwendungen, die von diesen Optimierungen profitieren, bildet der SPECviewperf.12 beispielhaft ab. Es kommen die Bereiche CAD, 3D-Design, 3D-Visualisierung, Öl-und Gasexploration und ein medizinisches MRT zum Einsatz. Wie gehabt bildet dieser Benchmark nur einen Anhalt für eine mögliche Leistungsfähigkeit in bestimmten Szenarien. Die konkret verwendete Software, die jeweilige Programmversion, die installierten Treiber und viele Einflüsse mehr können die tatsächlich erzielbare Leistungsfähigkeit nicht unerheblich beeinflussen.

Akku Dell Studio 1747 ,

Akku Dell Studio 1749 ,

Akku Dell Alienware M14x ,

Die Testergebnisse von AMDs Topmodell überzeugen auf ganzer Linie. In nahezu allen Testsequenzen kann sie die preislich höher positionierte Nvidia Quadro K3100M teils deutlich schlagen. Lediglich bei Pro/Engineer und TCVIS (SPECviewperf 11) sowie dem Energiesektortest (SPECviewperf 12) kann die Quadro punkten. Abermals ungewöhnlich stark zeigt sich eine konventionelle Nvidia GTX 970M, die wir im Bereich der SPECviewperf Tests nochmal nachgeprüft haben. Vor allem beim SPECviewperf 12 setzt sie sich entweder an die Spitze des Testfelds oder kann zumindest auf ähnlichem Niveau gut mithalten. Lediglich bei Siemens NX kommt sie auf keinen grünen Zweig. Keine Aussage treffen diese Tests über die zu erwartende Zuverlässigkeit und Stabilität im angedachten praktischen Produktiveinsatz. Hier sollte dem Versprechen der Hersteller nach eine professionelle Quadro oder FirePro letztlich die bessere Alternative sein.
Weitere Einsatzmöglichkeiten für einen Grafikchip findet man bei GPGPU-Aufgaben. Hierbei werden Rechenaufgaben unter Nutzung spezieller Schnittstellen wie OpenCL, APP, CUDA oder Intel Quick Sync Video auf die Grafikeinheit ausgelagert. Der offene OpenCL Standard scheint sich hier langsam durchzusetzen und kann von allen aktuellen Chips genutzt werden. Die OpenCL Performance testen wir in den Bereichen Bildbearbeitung, Kryptografie, Finanzmathematik und Raytracing (Licht-Schatten-Berechnung). Die bei der AMD FirePro M5100 noch vergleichsweise schwache Kryptografieleistung kann die FirePro M6100 ausgleichen und merzt damit die einzige Performance-Schwäche in diesem Testfeld aus. AMDs Lösung setzt sich weit abgesetzt an die Spitze des Testfelds und kann vor allem die direkte Nvidia Konkurrenz deutlich übertrumpfen.

Brauchbar, aber nicht überragend fällt hingegen die Videokonvertierung per AMDs hauseigener APP-Schnittstelle (Gegenstück zu Nvidias CUDA) aus. Zwar kann man auch hier von einer deutlichen Entlastung der CPU profitieren, im direkten Vergleich stellt Intels Quick Sync Video allerdings immer noch das Maß der Dinge dar.
Neben der auf professionelle Aufgaben hin optimierten Grafikleistung muss man im konventionellen DirectX-Bereich gemessen an der zum Einsatz kommenden Grafik-Hardware keine Leistungseinbußen hinnehmen. Bei den 3D Marks und Heaven 3.0 werden durchweg gute Ergebnisse erzielt. Mit 4.010 Punkten (GPU) beim 3D Mark Firestrike und 56,2 fps beim Heaven 3.0 (DX11) ordnet sich die Grafikleistung in etwa auf dem Niveau einer Nvidia Geforce GTX 860M oder Nvidia Quadro K4100M ein.

Unter Dauerlast haben wir bei der Grafikleistung auch nach über zwei Stunden Furmark + Prime95 keine Anzeichen für eine Taktreduzierung festgestellt. Das System arbeitet auch hier sehr performant und wird dem Anspruch an eine mobile Workstation mehr als gerecht.

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